interessant Einstellung zur Jagd positive Entwicklung

  • Falls du es noch weiter ausführen möchtest und ich unterstützend zu diesem Thema mitwirken kann, dann her damit. Mein Schwerpunkt liegt bzw. lag zunächst auf der Fläche. Aber ! Und dazu möchte ich noch nichts tiefgreifendes schreiben. Mein Verdacht liegt sehr wohl bei den "Freizeitaktivitäten" der kleinen Pferdewirte und Klein- Rinderhaltern. Da wird ein alter Traktor und ein paar alte Geräte zur Futtergewinnung angeschafft. Du wirst es nicht für möglich halten was da stellenweise um die "Ecke" gebogen kommt, und diverse Anfragen stellt. Die Frage zur Bewirtschaftung was die Pachten kannst du dir selbst beantworten. Alles Flächen die konventionell Wirtschaftlich nicht mehr brauchbar sind, und oh Graus dem NABU und auch noch dem B.U.N.D unterstehen. So sieht falsch verstandene Hege und Pflege in meinen Augen aus. In deren Augen natürlich nicht. Der Fingerzeig geht aber immer Richtung Großgerät mit Monitoring. Die Bösen da.


    Wo fühlt sich das kleine Kitz und die Ricke bei der Geburt aufgehoben ? Ich kann es dir nach meinen Beobachtungen sagen. Im Extensiven Futteranbau. In der versteppten Wiese wo sich selten jemand sehen lässt. Schneidgras und überwachsene Maulwurfhügel. Alte deckende Kleenester. Das billige Pachtgelände schlechthin. Mit minderwertigem Futter. Betreut von Freizeitbiologen mit der Öko Bibel im Rucksack. Ich kenne solche Gegenden. Die kann ich gerne mal ablichten. Inclusive dem prähistorischen Mähschrott den diese Leute einsetzen. Diese militanten ÖKO Versteher. Inclusive der dazugehörigen "Stadtjäger" die auf den einzig jemals gesichteten Bock im Mai gleich mit 20 Man ansitzen wollen. grin-.)

  • Aktuelles zur Jagd !

    Aus gegebenem Anlass möchte ich hier unter den älteren Jägern mal eine Frage stellen. Mein JJS ist jetzt z.B über 40 Jahre her. Meine Tochter hat ihren seit ungefähr 4 Jahren. Und hat sich stets "Weitergebildet" wie sie das so nennt. Zwischendurch kommen Fragen, auf die ich kaum Antworten weis. Es bewegt sich immer um die Frage Naturschutz, Jagd und Ökologie bzw. Nachhaltigkeit. Am letzten Samstag hat sie scheinbar meine Defizite bemerkt bei einigen Fragen dazu. Heute lag gleich der neue Blase auf dem Tisch. Ich habe auf der Arbeit mal etwas darin gelesen. Da ich nicht ständig zur Jagd gehe und wenn dann in "Alten Revieren" wo solche Fragen selten auftauchen würde ich gerne mal wissen wie es so die Älteren Herrschaften hier halten. Ich war bei einigen Diskussionen zwischen Naturschutz und Jagdbetrieb schon öfter mal dabei. Aber eher als Zaungast. Das war eher eine Sache der Pächter. Wie haltet ihr euch zu aktuellen Fragen auf dem laufenden. Ich bin mal gespannt was der "Schinken" so hergibt. Vieles erscheint mir zu kompliziert geschrieben. Habe zwar erst am Anfang geblättert, aber Jagdwaffen unterscheiden sich ja nicht grundlegend von Sportwaffen. Ich kann auch mit einer 308 Varmint auf die Jagd gehen. Es wurde auch viel neues "Gedöns" an Waffen mit ins Gespräch gebracht was meines Erachtens den Jagdscheinanwärter nur irritiert. Da werden ja Geschichten kombiniert wo ich mich fragen muß wer damit schießt. Und zu welchem Zweck. Gerade bei den Mehrläufigen Büchsenkalibern. Manche Aussagen zu den Schäften wirken schon wie die Leistungsanforderung an einen Orthopäden. Bei uns hieß das noch. Nimm mal die Flinte und sehe zu das du was triffst.


    Ich kann mich noch an eine Begebenheit erinnern vor zwei Jahren da hat mich meine Tochter eingeladen in ein Revier wo sie die Jagd gelernt hatte. Ich hatte einen Begehungsschein bekommen. Zur Abkürzung zu einem anderen Weg wollte ich über eine völlig verwahrloste versteppte Fläche laufen. Vermoost bis zum geht nicht mehr. Kein Sauerstoff für die Ackerkrume darunter. Da hat mich meine Tochter am Arm festgehalten. Papa da darfst du doch nicht drüber laufen. Da wachsen die und die Gräser. So da werde ich also als alter "Knacker" mal den Blase studieren. Nicht ausgeschlossen das ich das ein oder andere lerne dabei. Wie macht ihr das.

  • Ich gehe noch mal etwas näher auf die Reportage zur Schüler AG ein. Den ersten Text hatte ich noch vom Smartphone aus verfasst. Das ist mit meinen "Schlosser Fingern" nicht so mein Ding.


    Die Schüler AG entstand von Schülern die in der Fachrichtung Elektronik Fachrichtung Drohnen etc. lernen. Es kamen einige zu Wort. Schüler/innen, Jäger/innen, Landwirte/innen, Jagdpächter/innen. Die Aufgabe war Drohnen selbst herzustellen. Mit Wärmebild und Film Kameras. Und die Teile am Computer selbst zu entwickeln/konstruieren und selbst zu "Drucken" ( E-Teile ) bzw. im Spritzguß herzustellen. Gekoppelt ist das ganze mit einer eigenen Software Entwicklung und dem schreiben der eigenen Programme dazu. Teamwork sozusagen. Jetzt muß man mal dazu sagen, es gibt echt Schulungsleiter die wirklich was draufhaben und solche komplexen Geschichten auch koordinieren und zusammenbringen können. Von meiner Seite her mal Hut ab.


    Die Frage war, welchem Zweck kann das ganze folgen. Da kam die "Kitzrettung" ins Spiel. Man wusste zwar das es das in ähnlicher Weise schon gibt, bis hin zu den Filmdrohnen, aber warum nicht selbst mit an die Sache gehen. Zumal diese Art von Einsatz für Drohnen noch sehr unterrepräsentiert ist. Also keinen Werbefilm "abfliegen" , sondern Wiesen und Felder. "Und dabei Leben retten". Kann man so sagen. Oder ? Nachdem klar geworden war welchem Sinn das ganze Projekt folgen soll war natürlich jeder Feuer und Flamme. Also es wurde realisiert. Gebaut, getestet, probiert und wieder getestet. Und es funktioniert hervorragend. Bei den Tests ist herausgekommen das die Wärmebildkamera Kitze auf Wiesen entdeckt hat, die "manuell" vorausgeschickte Leute in Gruppen nicht aufspüren konnten. Oftmals lag ein Kitz nur 1 Meter daneben und wurde nicht gesehen. Die Drohne hatte es gleich gefunden. Gekoppelt mit einem Laptop. Das Gelände wurde vorher mit den Geodaten eingegeben was abgeflogen werden muß. Mit am Laptop saß der Programmierer und eine Jägerin die über ein Handfunkgerät mit der eingearbeiteten "Fängergruppe" verbunden war. Für die Nichtjäger hier. Ein Kitz nie mit den bloßen Händen anlangen. Muß es raus aus der Wiese an den Waldrand, dann ein paar Büschel Gras ausreissen mit beiden Händen, und mit dem Gras dazwischen das Kitz in einen Karton legen und an den Waldrand oder in Sicherheit bringen. Das Kitz wird Piepslaute von sich geben und die Ricke wird das beobachten und ihr Kitz finden in Sicherheit. Das Gras ist wichtig als Unterlage wegen dem Fremdgeruch von euch. Und lasst das Kitz erst aus dem offenen Karton wenn die Wiese fertig gemäht ist. Und bitte nicht streicheln Mädels. Auch wenn ihr das gerne würdet.


    Also eine Runde Sache wie ich feststellen konnte. Es waren alle dabei wie gesagt. Das aussetzen des Kitz wurde dem Landwirt unter fachlicher Anleitung der Jägerin übertragen. Bei diesem genannten Schlag hätte es drei Kitze und Fünf Gelege treffen können. Gelege müssen beigemäht werden. Aber ich habe gestaunt wie professionell die jungen Leute an die Sache herangegangen sind. Für die Beteiligten war es nicht nur die Erfahrung etwas zu konstruieren und sinnvoll einzusetzen, sondern auch zu sehen welchen Nutzen sie damit erzielen. Der Projektleiter meinte am Schluß. Hätten wir nur ein Kitz damit gerettet, dann wäre der ganze Aufwand schon Sinnvoll gewesen. Würde mir wünschen, andere Schulen würden ähnliche Projekte unterstützen. Man kann etwas in die Hand nehmen, und man kann auch in Eigeninitiative etwas bewegen. Es müssen nur alle mitspielen. In der Hoffnung das es woanders auch "Schule" macht.


    Michl

  • Das ist eine schöne Sache mit der Kitzrettung und der Konstruktion einer Drohne mit Wärmebildkamera.


    Auf der anderen Seite auch wieder erschreckend, wie weit die Drohnentechnik und die dafür frei verfügbaren Infos sind, und die nötigen Teile am Markt sind. Diese mehr oder weniger frei verfügbare Technik steht damit nicht nur für die Guten und einen guten Zweck zur Verfügung, und dies relativ billig (welche Schule hat schon Zehntausende von Euros für ein Schülerprojekt?), sondern auch für militärische und terroristische Verwendung. Genau wie ein

    Kitz kann natürlich auch mit dem billigen Aufklärungsmittel Drohne eine gegnerische Stellung ausgekundschaftet werden. Was vor ein paar Jahren nur high tec Armeen vorbehalten war, kann somit jetzt theoretisch jede Terrororganisation oder bewaffnete Truppe eines Warlords nutzen.


    Kann man eigentlich so eine Kleindrohne mit Schot wie eine Tontaube vom Himmel holen?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Blacky wie mit Schußwaffen und dem Internet. Du kannst es Ge- oder Mißbrauchen. Dachte mir aber das die Frage kommt. Hat sich mir auch so gestellt.


    Zu deiner Frage.

    "Kann man eigentlich so eine Kleindrohne mit Schot wie eine Tontaube vom Himmel holen?"


    Natürlich. Du kannst dich sogar dabei von der Drohne filmen lassen dabei und alles gleich Online stellen. grin-.)


    Es gibt ja nichts mehr was es nicht gibt. Da war doch die Geschichte in England wo sie mit Drohnen den Flugbetrieb lahm gelegt hatten. Was glaubst du wie sie die Dinger "eingefangen" haben. Dann weiß ich noch von einer Geschichte aus Skandinavien. Da haben "militante" Tierschützer das Wild vergrämt auf einer Treibjagd. Auch mit Drohnen. Wäre das bei uns der Fall dürftest du das Ding noch nicht mal vom Himmel holen. Bei uns in der Gegend war mal eine Kameradrohne unterwegs. Und stell dir vor deine Frau oder Freundin liegt im Bikini oder nackt in der Sonne. Alles schon passiert. Und die Kameras sind sehr Hochauflösend. Die Polizei konnte niemanden ermitteln. Die haben ja noch keine Flügel. grin-.)

  • Nun, die Drohne und die Technik ist nicht "böse", sondern mit solch selbst gebastelten Kleindrohnen können beispielsweise Taliban oder die Boko Haram in Mali sehr effiziente Aufklärung betreiben. Da findet man dann auch sehr gut getarnte Stellungen oder Scharfschützen.

    Das können natürlich beide Seiten nutzen, aber wird die Art der Terrorabwehr und der Kriegführung verändern. Vielleicht wird das ein Werkzeug so wie das militärische Fernglas?


    Auch die Jagd kann sich ändern. Man stelle sich mal vor, dass erst mal die Gegend mit einer sehr leisen Drohne (so in der Art eines Model-Motorseglers) absuchen kann, und dann gezielt beispielsweise Wildschweinrotten aufspüren kann. Das hat dann aber nach meiner Meinung nichts mehr mit Jagd zu tun; das ist eher Schädlingsvernichtung.

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  • das ist eher Schädlingsvernichtung.

    Was es bei Schwarzwild im Endeffekt ja auch ist.

    Da hätte ich jetzt keine Probleme mit. Waidgerecht erlegt ( der Schuss ) werden sie dann ja trotzdem, wenn man sie so leichter gefunden hat. Im günstigsten Fall konnten sich die die Schützen und Treiber auch noch entsprechend positionieren.


    Das

    hat dann aber nach meiner Meinung nichts mehr mit Jagd zu tun

    und ist nicht schön?


    Das ist die ASP aber auch nicht...


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Kann man natürlich auch mit jedem anderen Wild machen, das zur Jagd freigegeben ist.

    Aber vielleicht bin ich nur altmodisch, und kann nicht verstehen, dass auch Rehe oder Hirsche nur Waldschädlinge sind.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Das können natürlich beide Seiten nutzen, aber wird die Art der Terrorabwehr und der Kriegführung verändern.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • dass auch Rehe oder Hirsche nur Waldschädlinge sind.

    Da hast Du natürlich Recht!


    Nachgeschaltet dann die schwierige Frage, ab wann ein Tier als schädlich gilt und "stärker" reguliert werden MUSS!

    Da dürften sich die Geister wieder scheiden....


    J.

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    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Nachgeschaltet dann die schwierige Frage, ab wann ein Tier als schädlich gilt und "stärker" reguliert werden MUSS!

    Sowas wird vom Ministerium wasserdicht geregelt bzw. in Erlassen bekannt gemacht.

    Beispiele sind die (mit gewissen Einschränkungen) Aufhebung der Schonzeit von Schwarzwild bis 2023, die Erweiterung der Jagzeit von Rehwild je nach Region in sogen. Kalamitätgebieten bereits ab April, oder die Freigabe der ganzjährigen Jagd auf juvenile Nilgänse.

    Alles bezogen auf NRW, Jagdrecht ist immer Ländersache.


    In wie weit der Jäger dabei zum Schädlingsbekämpfer wird, ist Auslegungssache. Die Gesetzeslage verpflichtet ihn allerdings zur Wildschadensregulierung. Der kluge Waidmann wägt daher ab.

    E r ist es, der bestimme Schäden bezahlen muss, e r ist es, der dann letztlich die finale Entscheidung trifft.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

    Einmal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()

  • E r ist es, der letztlich die Entscheidung trifft.

    :thumbup: ... ::frinds::

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Sowas wird vom Ministerium wasserdicht geregelt bzw. in Erlassen bekannt gemacht.

    Aber irgendwo wird ja trotzdem diskutiert werden müssen, bis es zu einer Entscheidung kommt.


    Die Jagd ist halt doch nicht etwas, was viele Jagdkritiker so glauben mögen.

    Da wird schnell mal in den Wald gegangen und alles, was bei drei nicht weg ist, wird rigoros abgeknallt...


    Die Komplexität des Themas wird immer grösser, wenn man sich etwas damit beschäftigt

    ( Was die Jagdgegner nicht unbedingt machen... ).

    Deshalb ist die Kitzrettung eine gute Schnittstelle, wo sich verschiedene Parteien näher kommen können.

    Jäger und Jagdgegner haben gleichermassen ein Interesse an den Kitzen...

    Passt doch mal!


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
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    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Die Komplexität des Themas wird immer grösser, wenn man sich etwas damit beschäftigt


    Jens

    Jens ich habe es an anderer Stelle schon mal erwähnt das mir meine Tochter den Blase in der neuesten Fassung in die Hand gedrückt hat. Ich sage dazu mal ein Stichwort.


    "Baumrückschnittsverordnung" !


    Mein "Grünes Abitur" liegt Jahrzehnte zurück. Kein Handy, kein Computer usw. Kaum Jagd Schulen. Statt dessen mit 13 Lenzen schon mit raus in den Wald und das Feld. Was heute die "Rote Arbeit" genannt wird war auf einem Hof mit Viehhaltung Alltag. Vom Hammel bis zur Sau. Von der Aufzucht bis zum Wurst machen. Kesselfleisch und gerührtes Blut aus der Schüssel gab es noch vor Ort. Das Bier dazu auch. Und das frische Brot. Gelernt bei einem Förster im Staatsforst an der Französischen Grenze. Abends mit am Tisch wenn der vergangene Jagdtag besprochen und reichlich gefeiert wurde. Wer sich gedrückt hat war draussen. Standfest beim Umgang mit der Büchse und beim Umtrunk. "Geh mal in den Keller und hole noch zwei Flaschen". Bei Gesellschaftsjagden wurden aus zwei Flaschen schnell zwei Kisten. Meine Spezialität war Waffenreinigen hinterher. Ob die Zeiten besser waren möchte ich nicht beurteilen. Sie waren einer anderen Zeit geschuldet. Mit mir zusammen hat ein Kumpel den Jagdschein gemacht. Sein Interesse war dadurch geweckt das sein verstorbener Opa Jäger war, und er den alten Jagdschein zu Hause in einer Schublade gefunden hatte. Die Waffen von Opa hatte sein Vater noch alle im Wohnzimmerschrank mit einer Erben WBK. Also beste Voraussetzungen. So war das stellenweise früher. Ich wurde in meiner spärlichen Freizeit dem "Herrn Oberförster" zur Obhut überlassen. Dadurch das ich Schlachten konnte ( früher war Schächten noch "Normal" ) war ich auch für das zerwirken zuständig. Meist Sauen die an die umliegenden Gaststätten verkauft wurde. Speisekarte: Wildbrett.


    Die Tochter vom Förster war für das rupfen vom Federvieh zuständig. Später auch für das abbrühen und ausnehmen. So und nun lese ich in der modernen Zeit Geschichten die ich vorher nicht kannte. Aber warum nicht. Man will ja auch mal dabei sein wenn sich die Jungen Jäger/innen unterhalten. Mir ist der Job der "Roten Arbeit" aber erhalten geblieben. Ich kenne das Timing der Jungen Leute nicht. Eigenartig ist aber das sie immer ausgerechnet dann aufkreuzen wenn ich mit dem meisten schon fertig bin. Beim besprechen des Wildbretts sind sie dann aber wieder voll im Geschäft. Moderne Zeiten halt.


    Michl



  • Die Jagd ist halt doch nicht etwas, was viele Jagdkritiker so glauben mögen.

    ?? :/


    Da wird schnell mal in den Wald gegangen und alles, was bei drei nicht weg ist, wird rigoros abgeknallt...

    Sagt wer?? Einer der dabei war? Oder der es vom hören sagen über 3 Ecken erzählt bekam?

    Man sollte solche Äusserungen mit Bedacht tun lieber Jens, sie belegen - oder als ironisch gemeint kennzeichnen.

    Es gibt mehr Regeln und Vorschriften für den Waidmann, wie sich das Heer der Nichtjäger vorstellen kann. Sei dessen versichert.

    Darum könnten Aussagen wie diese schnell falsch verstanden werden.


    Die Komplexität des Themas wird immer grösser, wenn man sich etwas damit beschäftigt

    So isses. Im Spätherbst ist Drückjagdzeit. Hier wird an bewusst sehr wenigen Tagen das Wild beunruhigt und hochgemacht, natürlich auch mit dem Ziel Strecke zu machen. Was, wie viel und wovon, wird v o r h e r genau vom Jagdleiter festgelegt. Es sieht nur für Aussenstehende vielleicht so aus, als würde auf alles angelegt was nicht bei 3 auf dem Baum wäre.

    Sei versichert: der Schein trügt.


    Deshalb ist die Kitzrettung eine gute Schnittstelle, wo sich verschiedene Parteien näher kommen können.

    Womit du zu 100% Recht hast - und wir wieder zurück zum Threadthema gefünden hätten.

    In unserer Kitzretter(innen) - Truppe sind aktuell 2 Damen, eine davon nach meiner Einschätzung ganz bestimmt, die sich mit dem Gedanken schlagen den Lehrgang zur Jägerprüfung zu absolvieren.


    Na, was lernen wir?? Allzu böse und blutrünstig können die Jäger ja nicht sein und rüberkommen, wenn schon aus dem Lager der Kitzretterinnen jemand den Wunsch hat unser Waid(hand)werk vernünftig zu erlernen. Sieh mal Einer an.


    :sla:

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Die Jagd ist halt doch nicht etwas, was viele Jagdkritiker so glauben mögen.

    Da wird schnell mal in den Wald gegangen und alles, was bei drei nicht weg ist, wird rigoros abgeknallt...

    Mühli, ich denke, suveran wollte damit sagen was SO ALLGEMEIN die Meinung über die Jagd ist ...


    und das so sicher NICHT seine eigene Meinung ist. ;)

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  • Mühli, ich denke, suveran wollte damit sagen was SO ALLGEMEIN die Meinung über die Jagd ist ...


    und das so sicher NICHT seine eigene Meinung ist.


    Schätze ihn auch nicht so ein, Peppone. Konnte mir die ausschließlich konstruktiv gemeinten Antworten dennoch nicht verkneifen.

    Jemand der den Faden hier irgendwann mal nachliest und keine Ahnung hat w-e-r, w-a-s, w-i-e meint … hat hoffentlich nun ein wenig Entscheidungshilfe zu seiner Meinungsbildung.


    Sind mir zu wichtig, diese Zusammenhänge, als ein Risiko einzugehen das da was missverstanden werden könnte. Kommt ja öfter vor als man glaubt.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Ich bin durchschaut!

    Zum Glück!!!

    Peppone : :mk:

    Mühlenbracher :

    Vielleicht war es nicht deutlich genug von mir gekennzeichnet, aber ich wollte wirklich nur überspitzt darstellen, was "DER" Jagdgegner höchstwahrscheinlich vom "Bambimörder" so hält. Was im Übrigen sicher auch nur eine böse Verallgemeinerung ist.

    Die in meinem Statement enthaltene Message, dass sich diese Anti-Jagd-Menschen ersteinmal mit dem Thema befassen sollen, war vielleicht auch nicht deutlich genug... :think:


    Aber jetzt dürfte das geklärt sein!

    :happy:


    Jens

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    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Die in meinem Statement enthaltene Message, dass sich diese Anti-Jagd-Menschen ersteinmal mit dem Thema befassen sollen, war vielleicht auch nicht deutlich genug... :think:

    Moin Jens,


    es ist im allgemeinen immer so das die größten Kritiker und Gegner meist immer die Menschen sind, welche von den Dingen gegen die sie sind am wenigsten Ahnung haben. Ich kenne einen Arbeitskollegen der ist z.B gegen Amerika und Frankreich. War aber selbst noch nie dort. Ich habe schon Jagdgegner eingeladen doch einmal mit hinaus zu gehen auf die Jagd. Das wurde immer abgelegt. Wahrscheinlich hätte es deren Vorurteile widerlegt. Und damit ihr "zurechtgezimmertes" Weltbild zerstört. Das konnten die auf keinen Fall zulassen. Die Erkenntnis Jahrelang das falsche gedacht zu haben. Der größte Jagdgegner wird meistens erst dann zum Jagdbefürworter wenn er einen Wildschaden im eigenen Garten oder am eigenen Auto zu verzeichnen hat. Und der "Größte Jäger" in Deutschland ist immer noch das Auto und das "Größte Jagdrevier" die Autobahn und Schnellstraße. Dort werden selbst Lebewesen erlegt die kein Zielfernrohr mehr erfassen könnte. Und da sind wir noch lange nicht beim Windkraftwerk. Dort trifft es meistens in großer Anzahl noch Tiere welche unter absolutem Naturschutz stehen und die noch nicht mal der Hartgestottenste Wilderer erlegen würde. Das geht vom Falken bis zum Milan oder Bussard. Aber diese Rufe und zwar die Rufe des Jägers selbst bleiben ungehört. So ist das mit den Feindbildern halt. Die müssen für manche Menschen immer aufrecht erhalten bleiben.


    Michl

    PS: Das war natürlich nicht auf dich bezogen. Wusste schon was du sagen willst.

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