Wiederladen für Jäger mit bleifreien Jagdgeschossen

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    Wiederladen für die Jagd bleibt ein Hobby im Hobby. Ist ja auch nix gegen zu sagen.

    Diese Aussage kann man so nicht ganz stehen lassen.

    Allein der Zwang bei der Geschosswahl in immer mehr Bundesländer auf Bleifrei umzusteigen (bei uns in der Staatsjagd schon seit ein paar Jahren) zu müssen, bringt bei der derzeit fabrikmässig angebotenen, mit bleifreien Geschossen bestückten, Jagdmunition z.T. große Präzisions- und Wirkprobleme mit sich.

    Meine Mauser .30-06 und meinem Jagdkamerade seine Sauer .308 kamen mit bleifreier Fabrikmunition absolut nicht zurecht. Nach einigem herumexperimentieren mit div. Laborierungen haben wir dann, jeweils die optimale Munition für beide Waffen herausgefunden. Diese gibt es aber so nicht zu kaufen.

    Der Munitionspreis. Eine bleifreie Jagdpatrone kostet heute roundabout ab € 3.50 (billige). Meine derzeit selbst Verladene € 2,10. Da ich meine Wiederladeausrüstung auch schon über 20 Jahre habe, fallen da die Anschaffungskosten nicht mehr ins Gewicht.

  • Diese Aussage kann man so nicht ganz stehen lassen.

    Deine Meinung sei dir ungenommen.

    Stimmte was du schreibst, müssten da nicht viel mehr Jäger auch Wiederladerlader sein? Stelle derlei - zumindest in meinem jagdlichen Umfeld - nicht fest. Da bin ich der Exot.

    Ist ja korrekt das selbstgemachte Munition besser sprich präziser fliegt. Deshalb macht man's ja.

    In unsren Waldrevieren kommen Schüsse aber selten weiter wie 120m vor, und da fahren die nicht-selbst-ladenden Herrschaften dann zuvor brav wie sich's gehört mit ihrem gekauften Los auf unsren Jäger-100m Stand, die Treffpunktlage wird ermittelt, mit dem Zf überein gebracht - und jagdlich für allemal genau genug befunden.

    Wie genau "genau genug" ist, soll jeder für sich beurteilen.

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

  • Deine Meinung sei dir ungenommen.

    Stimmte was du schreibst, müssten da nicht viel mehr Jäger auch Wiederladerlader sein? Stelle derlei - zumindest in meinem jagdlichen Umfeld - nicht fest. Da bin ich der Exot.

    Ist ja korrekt das selbstgemachte Munition besser sprich präziser fliegt. Deshalb macht man's ja.

    In unsren Waldrevieren kommen Schüsse aber selten weiter wie 120m vor, und da fahren die nicht-selbst-ladenden Herrschaften dann zuvor brav wie sich's gehört mit ihrem gekauften Los auf unsren Jäger-100m Stand, die Treffpunktlage wird ermittelt, mit dem Zf überein gebracht - und jagdlich für allemal genau genug befunden.

    Wie genau "genau genug" ist, soll jeder für sich beurteilen.

    Es stimmt!

  • Die meisten Jäger, welche ich persönlich kenne, die qualifiziert Wiederladen sind sehr häufig nicht nur Jäger, sondern auch Sportschütze. Da muss man für gute Ergebnisse eben tiefer in die Materie einsteigen. Das ist ein Hobby im Hobby. Das will nicht Jeder, was auch legitim ist. Mit einfach nur mal eben stopfen oder was nach Tabelle nachbauen, damit ist es eben nicht getan, wenn man bessere Ergebnisse als mit Fabrikmunition erzielen will.

  • Waidmannsheil zusammen,

    nachdem ich beim Kaffee heute morgen hierüber gestolpert bin, hab ich ein bisschen gebraucht um den Hintergrund hier zu verstehen. … Ich gestehe, habe zuerst von hinten nach vorne gelesen. … Fand das Thema aber grundsätzlich interessant und möchte auch meine Sichtweise und Erfahrung hier mal wiedergeben. …

    In den 1980er Jahren gab es unter den Jägern, die ich durch meinen Vater kannte ein paar wenige, die über US Militär Bezug an Wiederladepressen herankamen. Die Wiederlader wurden damals schon unter Jagdkollegen belächelt und galten als Exoten. Heute kenne ich persönlich auch niemanden mehr, der „nur“ jagdlich seine Munition herstellt. Fast alle Jäger aus meinem Umfeld schießen entweder Fabrikmunition oder lassen sich bei einem guten Freund (der dann zumindest auch noch Sportschütze ist) dann eben welche speziell auf ihre Wünsche anpassen. Gerade mit dem Bleiverbot hat sich da aber wohl auch schon in manchen Köpfen etwas verändert, bezüglich Kosten bzw. Wirkung. Nicht selten liegen die Preise mittlerweile im 5 € Bereich / Schuss, wenn dann auch noch eine „Short Barrel“ Munition für kurze Läufe ins Spiel kommt.

    Ich selbst schieße gerne und so viel bzw. so oft ich kann auch sportlich und somit lade ich meine Munition größtenteils selbst. Die Kosten hatten am Anfang natürlich ein gewichtiges Argument, mittlerweile allerdings eher zweitrangig, weil man sich über die Jahre ja schon ziemlich alles besorgt hat. … Aber ja, es ist und bleibt ein Hobby im Hobby für den einen und ein Mittel zum Zweck für den anderen. Ich würde mich selbst in die Mitte der beiden beschriebenen Gruppen zählen, weil sich im Laufe der Jahre die persönlichen Dinge verändert haben. Schoss ich damals noch IPSC und andere Wettkämpfe, gehe ich heute ohne Wettkämpfe alles viel ruhiger an. Habe nunmehr andere Dinge im Fokus. …

  • Waidmannsheil zusammen,

    nachdem ich beim Kaffee heute morgen hierüber gestolpert bin, hab ich ein bisschen gebraucht um den Hintergrund hier zu verstehen. … Ich gestehe, habe zuerst von hinten nach vorne gelesen. … Fand das Thema aber grundsätzlich interessant und möchte auch meine Sichtweise und Erfahrung hier mal wiedergeben. …

    In den 1980er Jahren gab es unter den Jägern, die ich durch meinen Vater kannte ein paar wenige, die über US Militär Bezug an Wiederladepressen herankamen. Die Wiederlader wurden damals schon unter Jagdkollegen belächelt und galten als Exoten. Heute kenne ich persönlich auch niemanden mehr, der „nur“ jagdlich seine Munition herstellt. Fast alle Jäger aus meinem Umfeld schießen entweder Fabrikmunition oder lassen sich bei einem guten Freund (der dann zumindest auch noch Sportschütze ist) dann eben welche speziell auf ihre Wünsche anpassen. Gerade mit dem Bleiverbot hat sich da aber wohl auch schon in manchen Köpfen etwas verändert, bezüglich Kosten bzw. Wirkung. Nicht selten liegen die Preise mittlerweile im 5 € Bereich / Schuss, wenn dann auch noch eine „Short Barrel“ Munition für kurze Läufe ins Spiel kommt.

    Ich selbst schieße gerne und so viel bzw. so oft ich kann auch sportlich und somit lade ich meine Munition größtenteils selbst. Die Kosten hatten am Anfang natürlich ein gewichtiges Argument, mittlerweile allerdings eher zweitrangig, weil man sich über die Jahre ja schon ziemlich alles besorgt hat. … Aber ja, es ist und bleibt ein Hobby im Hobby für den einen und ein Mittel zum Zweck für den anderen. Ich würde mich selbst in die Mitte der beiden beschriebenen Gruppen zählen, weil sich im Laufe der Jahre die persönlichen Dinge verändert haben. Schoss ich damals noch IPSC und andere Wettkämpfe, gehe ich heute ohne Wettkämpfe alles viel ruhiger an. Habe nunmehr andere Dinge im Fokus. …

    Und was ist jetzt deine Frage? Oder hab ich das falsch verstanden? Short Barrel wie zb die . 308 lohnt sich das Widerladen kaum. Andere Beispiele ebenfalls. Im jagdlichen bei bleifreien Geschossen möglicherweise schon. Da kann ich Solids empfehlen, werden in Sachsen gedreht. Schau Mal auf die alte Lutz Möller Seite, er war der Pionier in dieser Sache und es gibt viel gutes dort zu lesen. Leider ist Lutz vor einigen Jahren mit dem Flieger abgestürzt, aber sein Vermächtnis noch nachlesbar.

    VG und Waidmannsheil

    Wer Sahne will muss Kühe schütteln.

  • Halling

    Warum lohnt sich eine .308 nicht wiederzuladen? Bei aktuellen Kursen zahle ich mit anständigen Geschossen 80cent den Schuss. Da kann auch der Jäger jeden Monat mal auf den Keilerstand und mehr als 5 Schuss abgeben, damit es relativ zuverlassig waidgrechte Treffer auf der Drückjagd gibt.

    Wenn ich Fabrikmunition kaufe, zahle ich mindestens den doppelten Preis!

    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Weil man die .308 mit VMJ als 50er Schachtel noch für 43€ kaufen könntest.

    Man muss ja den Arbeitsaufwand, Geschosse, Pulver, Zündhüdchen, Reinigungsmaterial, Wiederladeeinrichtung, Fett, etc. Berücksichtigen. Da zahlt man bei der .308 drauf.

    Wer Sahne will muss Kühe schütteln.

  • Gut, ich ging davon aus, dass wir hier ehrlich diskutieren.

    Du hattest oben von .308Win für Short Barrel gesprochen und ich hatte dazu vergleichbare Muntion mit einem anständigen Geschoss angeführt.

    Wenn du das nun, um Recht zu behalten, mit einer Surplus FMJ Patrone für Standardsysteme beim Versandhändler Sonstwo vergleichst, ja, dann hast du Recht und alle Wiederlader dieser Welt zu zu dumm einen Taschenrechner zu bedienen.

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Und was ist jetzt deine Frage? Oder hab ich das falsch verstanden? Short Barrel wie zb die . 308 lohnt sich das Widerladen kaum. Andere Beispiele ebenfalls. Im jagdlichen bei bleifreien Geschossen möglicherweise schon. Da kann ich Solids empfehlen, werden in Sachsen gedreht. Schau Mal auf die alte Lutz Möller Seite, er war der Pionier in dieser Sache und es gibt viel gutes dort zu lesen. Leider ist Lutz vor einigen Jahren mit dem Flieger abgestürzt, aber sein Vermächtnis noch nachlesbar.

    VG und Waidmannsheil

    Moin zusammen,

    ich wollte keine Frage implizieren, nur meine Meinung zum Thema wiedergeben.

    „Weil man die .308 mit VMJ als 50er Schachtel noch für 43€ kaufen könntest.“

    Das hab ich auch noch eine Zeitlang genutzt, gerade für Schießkino oder laufender Keiler gut und günstig. Jetzt ist damit leider Essig und somit lade ich für solche Zwecke durchaus die billigsten .308 Geschosse, die ich bekommen kann. Gerade weil man damit viel günstiger trainieren kann. Aber selbst mit denen lässt sich ein Streukreis von weniger als 50 mm auf 100m reproduzieren und dafür ist das allemal gut genug.

  • Wenn ich Zeit und Geld zusammen rechne, was mich die Jagd kostet , dann kaufe ich mein Wildpret besser , da es günstiger für mich ist . 😉

    Fertigmunition würde mich im Moment 134€ für 20 Schuss kosten .

    Selbst bei wiedergeladenen 308 bleiben noch 2€ pro Schuss .

    Aber das wichtigste an der Geschichte ..... mir macht Wiederladen Spaß

  • Jupp, alles alleine mit Zeit und Geld aufzuwiegen ist für unser eins nicht sinnhaft. Aber bevor ich meine selbst geladene Jagdmuni mit knapp etwas über 2€ / Schuss im Schießkino verschieße, ziehe ich die Version von gut unter der Hälfte des Preises als Trainigsmun vor. ::abschi::

    ... Hat auch Nachteile, wie die unterschiedliche Treffpunktlage beispielsweise. Aber auch dafür gibt es tragbare Lösungen …

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