Vermehrte Wolfsrisse sorgen für Diskussionen

  • pgj

    Frank1000
    Ist nicht hart, kann Dich schon ein wenig verstehen.
    Aber der Züchter ist in meinen Augen blauäugig.
    [...]
    Das Problem mit dem Wolf liegt doch daran, das er nicht dem Jagdgesetz unterliegt und genau so bejagd werden darf wie z.B. Sauen. [...]


    Mein negativer Kommentar hatte die Ursache, die du oben auch noch einmal bestätigst, dass die Züchter schuld sind "sie könnten ihre Herden ja besser schützen". So eine Aussage ist nicht korrekt, denn sie legt die Verantwortung und den Aufwand und die Kosten alleining in die Hände der Tierhalter. Diese sind aber ursächlich gar nicht Schuld an der aktuellen Situation und bekommen auch nur einen ganz kleinen Teil der tatsächlich nötigen Investitionen, Aufwände, sowie Schäden aus Steuermitteln ersetzt (Alleine da müsste jeder Steuerzahler schon aufstehen - aber andere Diskussion). Mit welcher Begründung muss ein Tierhalter nun von seinem Geld Schutzmaßnahmen bezahlen, die er auf Kundenseite nicht bezahlt bekommt. Jeder Tierhalter ist auch nur ein Wirtschaftsunternehmen und MUSS als solches funktionieren. Die Tierhaltung gibt es in dieser Form ja nun auch nicht erst seit gestern! Und genau vor diesem Hintergrund hast du dir mit deiner Aussage ein Dislike verdient.

    Was ist denn die Folge des ganzen? Es schließen immer mehr Betriebe und ich würde mich freuen, wenn einmal die Schafzüchter im Bereich des Deichschutzes großflächig aufgeben würden...vielleicht mal in der Sturmsaison. Ob dann die Kids der letzten Generation, sich dann an den Deichen festkleben oder die Grün:innen aus ihren Stadtbüros kommen und die Wiese festtreten? Und das ist nur ein Punkt. Wir wollen nachhaltige Tierhaltung auf dem freien Land, aber was folgt daraus, wenn man den Züchtern sagt sie seien blauäugig? Das führt dazu, dass die Tiere wieder in Ställen gehalten werden....super Ergebnis. Denjenigen, die sowas sagen/posten, sind die Folgen in ihrer Breite in keinster Weise bewusst. Und das ist mein Punkt!

    Dann schreibst du was zum Jagdgesetz und so weiter. Das ist im Grunde schon nicht falsch, nur dafür ist es schon lange zu spät, wie Leopold das oben ja schon ansprach. Als auf EU-Ebene der Schutzstatus des Wolfes festgelegt wurde, haben sich fast alle Länder, die einen Wolfsbestand haben oder damit rechneten diesen zu bekommen, Sonderregeln in die EU-Verordnung schreiben lassen. Nur die grünen Deutsch:innen waren mal wieder best of class und haben entschieden die besten Wolfsschützer der Welt zu sein. Wir sind eben doch Gutmenschen. Nun haben wir das Problem mit dem Wolf und keine rechtliche Option dagegen was zu tun, weil man es einfach aus ideologischen Gründen verpennt hat. Da hilft auch die formale Aufnahme in das Jagdrecht rein gar nichts. Man sieht schon alleine an Einzelabschüssen, was das für ein Drama ist und wie die aktiven Jäger vor der Ökohetzjagd geschützt werden müssen....ICH würde einen Teufel tun und mich an so einer Maßnahme als Jäger beteiligen. Wenn mein privates Hab und Gut zerstört ist, sagt der Staat doch "da war der Frank doch selbst schuld und blauäugig. Er hätte seinen Besitz ja besser schützen können".......

    Auch viele der Umweltschützer unter den Wolfsfreunden haben nur eine selektive Wahrnehmung. Was ist den mit dem Börderudel? Muffelwild ist auch schon lange lange Zeit in Deutschland heimisch. Das Börderudel gibt es aber nicht mehr....aufgefressen....und die Wildtiere haben keinen blauäugigen Züchter....nun denn....die haben wohl weniger Wert als Tier wie andere Lebewesen. Ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis wir in Niedersachsen kein Muffelwild mehr haben werden. 10 Jahre? Wenn das aktiver Tierschutz ist......

    Und das sind nur ein paar Punkte. Darum sagte ich zu dir oben: Wenn du sowas schreibst, dann zeigt das, dass du in der Tiefe des Themas nicht annähernd drin steckst.


    Gruß

    Frank


    PS: Wann wird endlich der erste Jogger aufgefressen, denn ohne ein solch schrecklichen Vorfall scheint es in Deutschland wohl keine Kraft für eine wirkungsvolle Maßnahme zu geben. Und ich hoffe es ist ein Jogger in der Nacht und kein Kind aus einem Waldkindergarten (von denen einige hier auch schon geschlossen und die Kinder wieder zu den Häusern sind - nur mal so nebenbei bemerkt).

    PPS: Und nein, ich bin kein Wolfsgegner, definitv NICHT.

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Naja, die Tierhalter schützen ihre Tiere ja auch davor, dass die Tiere einfach random über irgendwelche Landstraßen rennen und dabei umkommen. Oder von anderen Tieren gerissen werden.

    Habe vorhin mal ein wenig im Internetz geschaut. Vieh wird ja scheinbar auch sehr oft und gerne von Hunden gerissen. Oder Füchsen. Oder durch Vögel. Und selbst Goldschakale scheinen in Bayern schon zugeschlagen zu haben.

    Gegen all diese Gefahren musste man seine Tiere ja bisher schon schützen. Der Wolf kommt jetzt noch on top.

    Das einzige, was ich wirklich nicht verstehe und wo ich auch jede Wut der Tierhalter verstehen kann:

    Der Staat lässt den Wolf zu, verbietet die Populationskontrolle mittels Bejagung, verbietet grundsätzlich, dass die Tierhalter Wölfe killen, sobald sie sich den Tieren nähern. Und der selbe Staat ist dann aber nicht zur Stelle, wenn es Schäden gibt, oder Investitionen für Schutzmaßnahmen anstehen, die es nicht gäbe, wenn der Staat den Wolf nicht durchgedrückt hätte. Und wenn es Hilfen gibt, dann nur freiwillig (wie in Bayern) und höchstwahrscheinlich verbunden mit der in Deutschland üblichen Bürokratie.

    Und DAS ist doch scheiße.

    Ich denke, man könnte sich den Wolf durchaus leisten. Es wäre einfach eine weitere Subvention, um die Tierhalter finanziell zu unterstützen. Da haut unser Staat jedes Jahr deutlich sinnlosere Unterstützungen in Deutschland und der Welt raus.

    Man müsste es nur wollen und die Leute nicht allein im Regen stehen lassen.

    Dann wäre der Wolf einfach nur ein weiterer Kostenfaktor, wenn er in Kontakt mit dem Menschen tritt. Ich las durch Zufall vorhin, dass es 2018 knapp 800MioEuro KFZ- Versicherungsschäden wegen Wildunfällen gab. Und da sind die Personenschäden, die es dabei sicherlich auch gab, noch gar nicht mit drin.

    Wenn man also wirklich Kosten sparen will, dann müsste man alle Wälder von sämtlichen Tieren befreien. Will man das? Also ich nicht. Der Wolf kommt jetzt kostenmäßig noch hinzu.

    Und zum Thema Risiko durch den Wolf...

    Ich hatte in einem anderen Thread mal die Personenschäden jedes Jahr durch Hunde erwähnt. Oder die Verkehrstoten. Nach jedem Sturm sterben im Sauerland mindestens drei Leute, die von Ästen erschlagen werden. Von den Wildschweinen nicht zu sprechen. Oder den fiesen Zecken mit ihrer Scheiße.

    Also in MEINER Risikobewertung taucht der Wolf sowas von weit unten auf. Natürlich kann und wird es zu Zwischenfällen kommen. Genauso wie es bei anderen Dingen zu Zwischenfällen kommt, die man aber hin nimmt, weil man es nicht anders kennt.

    Ich denke, eine Koexistenz in der BRD von Wolf und Mensch wäre durchaus möglich, es wurde nur mal wieder völlig unzureichend angegangen, wie so vieles in diesem Land.

  • Mit welchen Aufwand soll eine Schafherde mit 30 Tieren rund um die Uhr bewacht werden ?

    Wer soll das bezahlen ?

    Wer bewacht teuren Pferde auf der Koppel .

    Wer Ziegen und Rinder ?

    Jaa , alle reden von Tierwohl und Freilandhaltung .

    Passt aber nicht zu Wolf und Bär.


    Jahrhunderte lang habe wir problemlos , und ohne Einbußen ohne Wolf gelebt .

    Jetzt lässt man seine Ansiedlung seit einigen Jahren wieder zu .

    Probleme und Einbußen steigen .


    Ich muss da nicht überlegen welcher Weg der richtige war.


    Und um noch einmal das Thema Bewachun anzusprechen.

    Was würde der Legalwaffenbesitzer sagen , wenn der Tierhalter fordert , das im Zuge der Sicherheit die Waffen von Sportschützen und Jägern rund um die Uhr bewacht werden müssten ?

    Frei nach dem Motto ..... Wer soll das bezahlen , und wie verhältnismäßig wäre das.

  • Offtopic, bei uns wäre das Depredation respectively killing of livestock. Braucht man nicht mal eine Hunting License um solche Trouble Maker zu schießen, wenn sowas passiert. PS: für Pets gilt das nicht, also Kater Charly und Mops Lucy dürfen verspeist werden.

    Da hatte ein Forumskollege, nähe Prescott letztes Jahr diesen Schwerenöter welcher einen seiner Esel tötete und auf seinem Grundstück verscharrte:

    IMG_0050.jpeg

    Er kam zurück zum Kadaver - was sein Ende war. 135 Pfund Mietzi ... Mountain Lion bzw bei euch Puma.

    Und ja es gibt Leute, meist aus Commiefornia, welche hier ohne Knarre wandern gehen ... 🚶‍♂️ 🚶‍♀️🤪

  • Finnian

    zu deinem Post nur zwei Anmerkungen:

    Habe vorhin mal ein wenig im Internetz geschaut. Vieh wird ja scheinbar auch sehr oft und gerne von Hunden gerissen. Oder Füchsen. Oder durch Vögel. Und selbst Goldschakale scheinen in Bayern schon zugeschlagen zu haben.

    Gegen all diese Gefahren musste man seine Tiere ja bisher schon schützen. Der Wolf kommt jetzt noch on top.

    Richtig, Wild sowie Nutztiere werden von Hunden gerissen und wenn du mal ein noch lebendes Stück Rehwild gesehen hast, bei dem die Maden aus der Keule kommen, weil Muddis Hasso doch so ein lieber ist und schließlich auch mal frei sein soll, dann wird dir klar, das DER Punkt ein ganz anderer ist und nichts mit dem Wolf zu tun hat. Der ist alleine für sich schon schlimm genug und ich würde mir wünschen, wenn der Staat da mal seinen Tierschutzgedanken nach vorne kehren würde.

    Füchse reissen auch Tiere, auch Wildtiere, aber im Gegensatz zum Wolf einzeln und mal ein Lamm oder ein Kitz. Das ist eine ganz andere Liga als der Wolf. Und der Goldschakal wird der nächste sein, der uns Probleme machen wird, wenn seine Population erst weiter angewachsen sein wird. Der ist in allem zwischen Fuchs und Wolf anzusiedeln.


    Zitat

    Der Staat lässt den Wolf zu, verbietet die Populationskontrolle mittels Bejagung, verbietet grundsätzlich, dass die Tierhalter Wölfe killen, sobald sie sich den Tieren nähern. Und der selbe Staat ist dann aber nicht zur Stelle, wenn es Schäden gibt, oder Investitionen für Schutzmaßnahmen anstehen, die es nicht gäbe, wenn der Staat den Wolf nicht durchgedrückt hätte. Und wenn es Hilfen gibt, dann nur freiwillig (wie in Bayern) und höchstwahrscheinlich verbunden mit der in Deutschland üblichen Bürokratie.

    Das hatte ich oben ja versucht zu erklären: Der Staat Deutschland hat aktuell gar keine Chance den Wolf zu bejagen, da geltendes EU-Recht, welches Deutschland ohne Ausnahmen für sich selbst aus purer Ideologie mitbeschlossen hat, das gar nicht zulässt!!!

    Würde "der Staat" das tatsächlich ändern wollen, dann müsste man sagen, die ideologisch geprägte Abstimmung damals auf EU-Ebene war Mist. Müsste eine Anpassung der EU-Verordnung anstoßen, durchsetzen und basierend darauf die Regelung für Deutschland anpassen, wie es in anderen Ländern auch der Fall ist. Solange man diesen Weg nicht geht, wird sich nichts ändern und die Wolfspopulation weiter massiv ansteigen. Aktuell hat Niedersachsen so viele Wölfe wie Finland - finde den Fehler.


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Genau. Darum schließen bei uns auch die Waldkindergärten.

    In Schweden sieht es übrigens nicht anders aus als in Finnland und die haben, wenn ich mich recht entsinne, eine Abschussquote von 20% pro Jahr. Von einer gefährdeten Art kann man da in meinen Augen nicht mehr sprechen. Bin mal gespannt wie das in Niedersachsen und vor allem Brandenburg in den nächsten Jahren weitergeht.


    Ich bin überzeugt davon dann man die ersten 2/3 toten Jogger seitens der radikalen grünen Mafia noch totquatschen wird und im Anschluss wird die Sache dann kippen. Das führt dann dazu, dass man mit den Wölfen so verfahren wird, wie mit dem einen Bären Bruno....kopfschüttel....am Ende hat man den Wölfen kurz vor deren erneuter Ausrottung bei uns einen Bärendienst erwiesen - zufälliges Wortspiel ;) - den Gutmenschen sei Dank.


    Gruß

    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Darin kann man auch gut die Nachteile des Föderalismus erkennen.
    (...)
    Der Wolf soll ja nicht wieder ausgerottet werden, aber die Populationen müssen angepasst werden.

    Aus allen Forschungen wissen wir, daß sich die Wolfspopulationen selbständig anpassen.
    In Sachsen, wo wir im Großen und Ganzen alle geeigneten Gebiete nun durch Wolfsfamilien besetzt haben, fällt die Reproduktionsrate signifikant. Das ist genau das, was die Wissenschaft vorausgesagt hat.


    Ich habe kürzlich bei einer Tagung an einem Vortrag eines Juristen zu dem Thema teilgenommen. Vielleicht kann ich da etwas Licht in die Annahmen bringen.

    Der Föderalismus ist hier nur insoweit ein Problem, daß es mehr involvierte Politiker gibt, die meinen, sich durch populistische Aktionen in den Vordergrund stellen zu müssen, trotz fehlendem naturkundlichem und auch juristischem Fachwissen.

    Wir haben es hier nämlich nicht mit 2-3, sondern mit mindestens 5 rechtlichen Ebenen zu tun:

    1. Ordnungsrecht, üblicherweise auf Landkreisebene (Thema "Gefahrenabwehr" etc.)
    2. Landesrecht
    3. Bundesrecht: In Deutschland §45 Bundesnaturschutzgesetz
    4. Europäisches Recht: Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, abgeküzt FFH-Richtlinie)
    5. Völkerrecht

    Die meisten Ausnahmegenehmigungen zum Abschuß beruhen auf niederrangigem Recht, z.T. unter bewußter Fehlauslegung oder Nichtbetrachtung des höheren Rechtsrahmens. Das wird dann meist von Gerichten eingefangen. Leider sind die nicht immer schnell genug.

    In Deutschland hatte die Umweltministerkonferenz ein "Schnellabschußverfahren" beschlossen. Niedersachen hat es dann direkt umgesetzt und eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuß erteilt.
    Zwei Gerichte haben das dann innerhalb von 3 Tagen komplett einkassiert (finale Verhandlung, nicht nur vorläufiger Rechtsschutz). Da eines davon ein Oberverwaltungsgericht ist, ist das Schnellabschußverfahren damit praktisch erledigt (nächste Instanz wäre das Bundesverwaltungsgericht).
    Das OVG Lüneburg hat in der mündlichen Urteilsverkündung einen Verstoß gegen §45 Bundesnaturschutzgesetz festgestellt und eine Andeutung hinsichtlich weiterer, höherrangige Rechtsverstöße gemacht, ohne ins Detail zu gehen. Die schriftliche Begründung steht noch aus.

    Es gab dann noch ein trotziges "dann ändern wir halt das Bundesnaturschutzgesetz" von einem Minister, mal wieder nicht daran denkend, daß man trotzdem EU-Recht und Völkerrecht bricht.

    Es ist ja nicht so, daß dieser höherrangige Rechtsrahmen Einzelentnahmen verbietet, aber es müssen halt sinnvolle Regeln eingehalten werden:

    • Eine Abschußgenehmigung ist immer eine Ausnahmegenehmigung für einen einzelnen Wolf, Bär, ...
    • Es müssen zuvor andere geeignete Maßnahmen erfolglos geblieben sein.
      Da in den Schadensfällen in Niedersachsen trotz der bekannten Anwesenheit von Wölfen die Tierhalter noch nicht mal für Grundschutz gesorgt hatten, geschweige denn erhöhte Sicherungsmaßnahmen ergriffen hatten, scheitern die meisten Abschußgenehmigungen schon daran.
    • Sie darf nur das Tier betreffen, das den Schaden angerichtet hat.

    Wer da nicht sorgfältig arbeitet, fällt halt auf die Nase.

    Gegen Schweden läuft übrigens ein EU-Strafverfahren wegen der Wolfsabschüsse.

  • Der Staat lässt den Wolf zu, verbietet die Populationskontrolle mittels Bejagung, verbietet grundsätzlich, dass die Tierhalter Wölfe killen, sobald sie sich den Tieren nähern. Und der selbe Staat ist dann aber nicht zur Stelle, wenn es Schäden gibt, oder Investitionen für Schutzmaßnahmen anstehen, die es nicht gäbe, wenn der Staat den Wolf nicht durchgedrückt hätte. Und wenn es Hilfen gibt, dann nur freiwillig (wie in Bayern) und höchstwahrscheinlich verbunden mit der in Deutschland üblichen Bürokratie.

    Und DAS ist doch scheiße.

    Deswegen die bekannten drei S...


    LG

    -Michael

  • Weyland
    Erstmal vielen Dank für Deinen Post.
    Mir stellt sich jetzt eine Frage.
    Es darf/soll ja nur der Wolf geschossen werden, der den Schaden verursacht hat.
    Wie will man das feststellen, bzw. wie kann es der Jäger überhaupt feststellen das es der richtige Wolf ist?
    Ok, wenn in der Region nur ein einzelner Wolf ist, ist es einfacher.
    Oder wenn es ein ganzes Rudel war? Das ganze Rudel abschießen?

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • Es darf/soll ja nur der Wolf geschossen werden, der den Schaden verursacht hat.
    Wie will man das feststellen, bzw. wie kann es der Jäger überhaupt feststellen das es der richtige Wolf ist?
    Ok, wenn in der Region nur ein einzelner Wolf ist, ist es einfacher.
    Oder wenn es ein ganzes Rudel war? Das ganze Rudel abschießen?

    Bei Rissen erfolgt immer eine gentechnische Untersuchung (bei der sich leider oft herausstellt, daß ein wildernder Hund Verursacher war).

    Von vielen deutschen Wölfen, vor allem den länger ansässigen, haben die zuständigen Behörden genetische Profile, d.h. können sie eindeutig identifizieren. Liegt noch kein Profil war, weiß man zumindest, ob männlich oder weiblich.

    Schauen wir auf die Rudelstruktur beim Europäischen Grauwolf, insbesondere hier in Deutschland: Der Begriff "Rudel" (engl. pack) stammt aus der frühen Wolfsforschung. Selbst David L. Mech, der berühmsteste Forscher auf diesem Gebiet, benutzt inzwischen stattdessen "family" (Familie).

    Damit wird klar, daß wir es mit einem Elternpaar Wölfe und ihrem Nachwuchs zu tun haben, manchmal noch mit den Überlebenden des Nachwuchses aus dem Vorjahr, also 2-5, selten auch mal 7 Tiere. Der aktuelle Nachwuchs ist nicht in der Lage, zu jagen, der vom Vorjahr nur eingeschränkt. Letzterer wird erst angelernt und hilft mit. Also kommen in der Regel nur der Vater und die Mutter für den eigentlichen Riß in Frage. Und da sind wir beim Genprofil.

    Die Entnahme soll in der Regel durch Fachleute erfolgen und nicht durch örtliche Revierinhaber. Das sind meist Berufsjäger oder Mitarbeiter der zuständigen Behörde, welche neben Jagderfahrung auch Erfahrung in der Identifikation der Tiere haben sollten (m/w, Alter, etc.).

  • Weyland
    Danke für die Info.
    Wieder etwas dazu gelernt.

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • Die Lage spitzt sich weiter zu.

    In Brandenburg ist das Muffelwild nahezu vollständig ausgerottet:

    Muffelwild in Brandenburg kurz vor der Ausrottung!
    Das Muffelwild in Brandenburg ist fast ausgerottet wurden, die Wolfspopulation gedeiht. 3 Möglichkeiten, das Muffelwild zu erhalten.
    www.jagdjuenger.de


    Wie kann es sein, dass eine Widart (Wolf), die sich prächtig vermehrt, über eine Wildart (Muffel) gestellt wird, deren Popuation sich dramatisch verringert? Ich finde das absolt irre!

  • Frage: Gehört Muffelwild überhaupt ins einheimische Revier?

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • Waschbären unterliegen auch dem Jagdrecht, sind aber nicht heimisch.

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • (Ich denke, johann) .... ja, Muffels gehören schon lange zum "heimischen Wild". Unterliegen ja auch dem Jagdrecht.

    Wenn Du denkst dann ist das natürlich so.

    Dann spielt es natürlich auch keine Rolle wenn es früher nicht vorkam und erst vor Jahren ausgewildert wurde.

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