Spricht etwas gegen Holden Custom Guns

  • Peppone


    Ich würde eher sagen: Will er nicht, denn hat er nicht.......


    Denn dass eine Serienfertigung erst einmal nichts mit der Produktqualität zu tun hat, ist ja eigentlich ein alter Hut. Großserienprodukte haben in der Breite immer deutlich geringere Toleranzen als Kleinserienfertigungen. Und die Produktqualität hängt zum einen von diesen Toleranzen ab, zum anderen aber auch von der Produktkonstruktion. Wenn man einem Großserienprodukt natürlich MIM unterstellt und einem Kleinserienprodukt beispielsweise es sei ein Dreh- oder Frästeil, dann wäre da schon ein Unterschied. Aber keiner, der etwas Ahnung von der Materie hat, vergleicht unterschiedliche Konstruktionen und wirft dann alles zusammen mit der Stückzahl in einen Topf.......oder doch:think:


    Wir lassen hier in der Firma in der ich arbeite beispielsweise Sensorgehäuse in Großserie CNC drehen. Top Qualität, geringste Toleranzen, selbst inklusive der Oberflächenbeschichtung (und den Problemen mit unterschiedlichen Dicken bei Passungen), da der Prozess perfekt optimiert und kontrolliert ist. Die Fertigungstechnik ist dabei nicht anders, als würde Meister Eder ein Alu-Gehäuse auf der Drehbank von Hand schnitzen.....somit ist auch die Produktqualität erst einmal gleich........bis auf die Oberflächenbeschichtung, die bei Einzelstücken immer der Glücksgriff im Prozess ist.


    Naja.....hat ja schon einen Grund, warum es out-of-the-Box schwierig ist...oftmals.....bei Meister Eder....


    Aber wie so oft: Es ist ein freies Land.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Nur eigene aufgeschnappte Eindrücke aus der Materie, ob sie in Realität für den einzelnen Schützen relevant sind, oder wie so vieles nur Datenblattangaben mit Relevanz für eine Minderheit an Schützen, sei zur Deutung freigegeben.


    In Deutschland (und großenteils der EU) gelten recht strenge Umweltgesetze und -Verordnungen, das ist gut. Das sorgt aber auch dafür, dass im Waffenbau verschiedene Fertigungsverfahren nicht mehr so umgesetzt werden können. Ein bekanntes Beispiel ist die Brünierung (hier gab es deutliche Einschränkungen), aber auch die Herstellung von Läufen mit verschiedenen RC-Härten je Beanspruchungsabschnitt ist wohl komplexer geworden, laut Aussage von zwei Büchsenmachern, mit denen ich 2020 wegen unterschiedlicher Waffen Kontakt hatte. Es ist also tatsächlich nicht zwangsläufig ein Qualitätsvorteil, wenn ein Hersteller mit in Deutschland (selbst) produzierten Teilen wirbt. Die handwerkliche Leistung sei hier mal nicht berücksichtigt, was mir auch etwas Leid tut.


    Gegen HCG habe ich nichts. Wirklich gar nichts. Der Preis, den man bereit ist auszugeben, ist individuell und mir an der Stelle nicht wichtig. Daher auch nicht das P/L-Verhältnis. Das Design mag ich, das Konzept (Kulisse, externer Auswerfer Uwe.) nicht. Auch schon nicht bei PS und auch nicht bei SigSauer uwe.. Geschmacksache, ohne fachlich fundierte Begründung von meiner Seite.


    US Herstellern aber z.B. sind zahlreiche Verfahren möglich, die hier nicht mehr sinnvoll eingesetzt werden können. Wer als Büchsenmacher also extern einkauft (vielleicht sogar nach eigenen fachlich fundierten Angaben hergestellte Produkte) und dann handwerklich einpasst, hat seinem Kunden u.U. ein in manchen Belangen „hochwertigeres“ Produkt verkauft.


    ob es jemandem auffällt.... bei der Recherche schon... im Schießbetrieb.... sicher manchem. :drink:

    Wenn Waffen töten, macht Besteck fett. :happy:

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