Schlechte Chancen gegen Messer-Attacken

  • Ein wichtiger Artikel für den (hoffentlich nie eintretenden) Fall, dass man sich erfolgreich mit der Waffe gegen einen Messerangriff wehren musste, eine wichtige Argumentationshilfe für der Strafverteidiger sein könnte.


    Dass man gegen einen Messerangriff ohne Schusswaffe und ohne intensives SV-Training mit Verteidigungswaffen kaum eine Chance hat, ist zwar den hier im Forum mitlesenden Leuten sehr wohl bekannt. In der breiten Öffentlichkeit herrscht aber immer noch die Meinung vor, dass ein Verteidiger einen Angriff mit einem Messer sehr wohl durch SV-Techniken, Elektroschocker, Pfefferspray, einem Stock oder einem gezielten Schuss in die Beine abwehren könne; und ich fürchte, dass diese Vorstellung auch bei Richtern oder Staatsanwälten da sein könnte.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ich habe im KravMaga Traing intensiv geübt Messerangriffe und Bedrohungen abzuwehren und unser Trainer sagt immer: Es ist nahezu unmöglich ohne Verletzung aus einem Messerangriff rauszugehen. Er hat Recht. Aber auch hier gilt: Lieber gewehrt (egal wie) und evtl eine Überlebenschance als nix getan und keine Chance.


    Sich bei einem schnellen Messerangriff mit einer Schusswaffe zu wehren funktioniert m.E. nach nur wenn die Waffe schon gezogen oder schussbereit geführt wird.


    Anders sieht es bei einer Messerbedrohung aus. Man muss nämlich ganz klar zwischen Bedrohung und Angriff unterscheiden. Die Bedrohung ist quasi die Vorstufe. Da fuchtelt einer vor dir mit nem Messer rum oder hält es dir an den Körper. Hier gibt es wunderbare waffenlose Techniken die wirklich funktionieren. Natürlich kann man hier auch die Waffe ziehen und dem anderen klar machen, dass er hier unerwünscht ist ;) Oder: einfach abhauen....

    Today me will live in the moment, unless it's unpleasant in which case me will eat a cookie

  • Es ist nahezu unmöglich ohne Verletzung aus einem Messerangriff rauszugehen.

    :thumbup:

    Aber auch hier gilt: Lieber gewehrt (egal wie) und evtl eine Überlebenschance als nix getan und keine Chance.

    :drink::thumbup::drink:

    Sich bei einem schnellen Messerangriff mit einer Schusswaffe zu wehren funktioniert m.E. nach nur wenn die Waffe schon gezogen oder schussbereit geführt wird.

    Abstand und Bewegung ist das Zauberwort....und mit offenen Augen durchs Leben gehen....

    Oder: einfach abhauen.

    Ich würde niemanden meinen Rücken zukehren und mich dadurch noch verwundbarer machen.


    lg leonardo

  • rechtzeitig abhauen, oder gar nicht erst in den Konflikt reingehen weil man mit offenen Augen durchs Leben geht ist immer eine Alternative.


    Wenn es jedoch schon auf Close Combat rausläuft eher nicht mehr.....

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  • rechtzeitig abhauen, oder gar nicht erst in den Konflikt reingehen weil man mit offenen Augen durchs Leben geht ist immer eine Alternative.


    Nach meiner Erfahrung definitiv nein!


    ich bin schon aus heiterem Himmel angegriffen worden und der Angriff war für mich weder von der Örtlichkeit noch von dem Verhalten der Personen her, die ich weder kannte noch jemals wieder getroffen habe, vorauszusehen.


    Bisher bin ich allerdings immer heil aus den Situationen herausgekommen. Toi, toi, toi!


    Rolf2

  • Klar, das kann immer irgendwie passieren. Dann hilft schnelle Reaktion und (Selbst) Verteidigung und nichts anderes.

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  • Dann hilft schnelle Reaktion und (Selbst) Verteidigung und nichts anderes.

    Vergiss den ganzen Scheixx, das funktioniert so niemals!
    Guggt euch dieses Vid. mal genau an!


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    Und diesen Aussagen dieses Instruktors kann ich vollumfänglich nur zustimmen!
    Ohne Schußwaffe oder zumindest Schlagstock-Stahlrute hat man gegen einen Messerangriff KEINERLEI Chance.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • und was wenn du beides nicht dabei hast? Bist du dann ein williges Opfer? Schietegal WAS du machst, Hauptsache du machst etwas. Wenn ein Stich in deine Richtung kommt und ihn VERSUCHST zu blocken KANN das lebensrettend sein. Besser einen Schnitt in den Arm, als einen Stich in den Bauch.

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  • Bist du dann ein williges Opfer?

    Nö, du bist dann zwar ein un-williges Opfer ... aber auf jeden Fall ein Opfer.

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  • Das sehe ich nicht ganz so, ...

    Klar siehst du das nicht so, wie solltest du auch ... :rolleyes:
    du bist ja auch noch nie einem richtigen Messerschwinger gegenüber gestanden... ::c.o.l)

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  • Messer nicht, aber Schraubenzieher. Genauso gefährlich.

    Jein...


    Sehr gefährlich ja, aber wesentlich freundlicher abzuwehren als eine 15 cm Klinge. Der Schraubenzieher erlaubt i.d.R nur ein Zustechen. Ein Messer nicht, das ist in fast jeder Bewegung „scharf“.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Hallo,


    ja, ich weiß...der letzte Eintrag ist vom 31.10.2018, aber ich bin zu diesem Thema zufällig auf ein wirklich gutes aktuelles Video gestoßen,

    und warum einen neuen Thread eröffnen, wenn es schon einen gibt? grin-.)


    Warum Messerangriffe so schwer abzuwehren sind 1/4 - YouTube


    Da werden auch die eventuellen Treffer und Schnitte analysiert.


    Wirklich sehenswert.


    Gruß

    Icke_bins

    “If you don't read the newspaper, you're uninformed. If you read the newspaper, you're mis-informed.” ― Mark Twain

  • Ein "Klassik-Video" zum Thema ...



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  • Es kommt immer drauf an wem der vermeintliche Angreifer gegenüber steht. Ein Messerduell soll nach Möglichkeit vermieden werden. Unvermittelt ist ein Abstand nicht immer möglich. Aber Beweglichkeit und Geschwindigkeit sind von großer Bedeutung. Das größte Problem liegt oft in der Juramentatos Einstellung des Attentäters. Das wird bei der eigenen Vorgehensweise schnell ein Problem. Ausser man weiß was man will. Dabei gilt es Doppeltreffer zu unterbinden. Dabei nie auf die Klinge des Gegners konzentrieren. Die meisten Menschen starren wie gebannt auf die Klinge. Damit ist der Kampf schon entschieden. Also niemals auf den ersten Angriff warten. Der Ausfall der Klinge muss beherrscht werden. Die Videos die zu solchen Geschichten gezeigt werden sind absoluter Poser Blödsinn. Selbst euer Gegenüber wurde einmal nach 9 Monaten von seiner Mutter unter Schmerzen zur Welt gebracht. Haltet euch das vor Augen falls ihr mal in solch eine Situation kommt. Und verlasst euch nicht immer auf ein ausweichen.


    Und merkt euch eines:

    Wer sich intensiv mit Themen wie Messerkampf Strassenkampf im allgemeinen und Messerkampf im Besonderen befasst, der taucht unwillkürlich in die Welt von Gewalt, Blut und Tod ein. Eine zu hohe Dosis davon bleibt nicht ohne Auswirkung auf den eigenen Gemütszustand. Steht man einmal ungewollt so einem jungen "Kommandokämpfer" gegenüber dann sollte man wissen was man macht. Der Hauptumstand ist immer schnell zu unterscheiden ob man es mit einem Kriminellen oder Nichtkriminellen zu tun hat. Ein Nichtkrimineller sieht sein Gegenüber immer noch als Mensch.


    Und beruft euch im "Ernstfall" nicht immer auf Recht und Gesetz. Politiker versuchen immer nur ihr Überleben zu sichern. Im übrigen habe ich dieses "Handwerk" nicht nur erlernt früher, sondern auch ausgeführt. Also am besten den Rückwärtsgang einlegen. Und immer im richtigen sozialen Umfeld bewegen.


    Michl

  • Ich werde aber nicht näher auf das Thema einsteigen. Fachbücher und Abhandlungen zu diesem Thema sind übrigens in Deutschland verboten. Der Grund ist recht einfach. Es wird nicht nur die Abwehr in allen Details behandelt, sondern auch der "gut" geführte professionelle Angriff. Also sehr tiefgreifend. Nicht nur Messer/Messer sondern auch kombiniert Messer Schusswaffe und umgekehrt. Und Waffe/Waffe selbst auf Nahdistanz. Mit ausführlichen Berichten. Tiefgreifend möchte ich nicht näher erläutern. Bei der Ausbildung arbeitet man zuerst mit der Mentalreservation. Bei einigen Militärischen Gruppierungen im Ausland ist das im Gegensatz zur BW in Deutschland bis hin zur "KSK" rechtlich abgedeckt. Also nie den "Helden" spielen. Man weiß nie wer so unterwegs ist. Selbst als LKW Fahrer habe ich da schon einiges erlebt. Weiß ich ob der Trucker Kollege aus Russland nicht vorher bei der Omon oder Speznas war. Alles schon gesehen. Ich habe es an anderer Stelle mal erwähnt. Ich gehöre nicht in das Beuteschema der "Täter". Ich glaube das Menschen die schlechtes im Schilde führen das instinktiv auch merken. "Hey Alter, mit dir will ich keinen Streit". Das ist die beste Abwehr.


    Ansonsten. Spielt nicht den Helden wenn es mal eng wird.

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