Wechsel vom DSB zum BDS/BDMP übergang?

  • Boah Leute,


    Lest Ihr auch was geschrieben wird?


    Ich habe ausschließlich vom BDMP gesprochen, da der TE BDS/BDMP geschrieben hatte.


    Ich sagte ebenfalls, dass ich mir nicht 100% sicher bin. Grundlage für den ursprünglichen Erwerb und das Behalten der Waffen ist es aber auch, dass die im Besitz befindlichen Waffen weiterhin einem Bedürfnis entsprechend verwendet werden. Bietet mein Verband aber in der SpoO keine für eine im Besitz befindliche Waffe passende Disziplin an, bzw. erfüllt eine im Besitz befindliche Waffe nicht die Anforderungen der SpoO des neuen Verbandes, habe ich im Grunde kein Bedürfnis mehr für diese eine Waffe und verliere damit eigentlich den Besitzgrund.


    Ich interpretiere einfach nur das Bedrüfnisprinzip. Sage aber nicht, dass es so ist!


    Nun ist es im BDMP so:


    Es gibt keine Disziplin, bei der eine KK Kurzwaffe das Magazin vor dem Abzug/Griff haben darf. Das Magazin muss vom Griff aufgenommen werden, wie bei einer normalen GK Pistole (ja da gibt es Ausnahmen, wie die Mauser C96, ich spreche aber über 1911er, Glock, Beretta, CZ75, etc.).


    Ergo gibt es im BDMP auf den ersten Blick keine geeignete schießsportliche Kurzwaffendisziplin, bei der z.B. eine Walther GSP/OSP, Hämmerli 280, und vergleichbare SpoPis, bei denen das Magazin vor dem Abzug positioniert ist. SpoPis wie die FN International/150, Hämmerli 208/215/International, Erma ESP85 und vergleichbare SpoPis, bei denen das Magazin im Griff aufgenommen wird hingegen sind 100% unproblematisch und können z.B. bei DKS1 oder KK Sportpistole verwendet werden.


    Ich sagte nicht, dass die Waffen, für die faktisch kein nachweisbares, schießsportliches Bedürfnis mehr vorliegt veräußert werden müssen, sondern ich sagte, ich glaube. Da ich es nicht weis, auch das habe ich geschrieben, werde ich meinen SB mal fragen, da es durchaus eine interessante Frage ist.


    Ich selber weis nicht, welche Waffen im BDS zugelassen sind und welche nicht. Ist mir auch ziemlich wurscht, da ich nicht im BDS Mitglied bin.


    Die Überschrift des Eingangsbeitrages aber lautet:


    Wechsel vom DSB zum BDS/BDMP übergang?

    Und einzige auf den BDMP habe ich mich bezogen.
    Ich beziehe mich auch nicht auf KK Waffen im speziellen, sondern ich habe die Walther GSP einzig und alleine deswegen als reines Beispiel gewählt, da diese definitiv im BDMP nicht zugelassen ist, als Kurzwaffe.

  • Ich habe ausschließlich vom BDMP gesprochen, da der TE BDS/BDMP geschrieben hatte.

    und andere und ich vom BDS :rolleyes:
    Also kein Grund zur Aufregung - war doch durch die Frage BEIDERS abgedeckt :P

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • vorhin hat jemand vorgeschlagen das der TE seinen SB fragen soll ... um Himmels Willen... bloß nicht .. ☹


    Für die Waffen die du hast gilt ... Dein Bedürfnis als Sportschützen ist nachgewiesen wenn du regelmäßig schiesst mit irgend einer erlaubnispflichtigen Waffe


    @SLG-Leiter ehrlich gesagt wäre es mir lieber wenn du nicht deinen SB diese "interessante Frage" vorlegen würdest .... nachher sieht noch jemand "Regelungsbedarf" ...

    Aussagen ohne Sarkasmus oder Spott stammen nicht von mir ...

  • @lopo
    War nur als Beispiel gemeint.
    Aber man soll keine schlafende Wauwi wecken.
    Stell mal vor so ein Verein wechselt in einen Dachverband wo diese Waffen nicht in der Sportordnung sind.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

    animiertes-wolf-bild-0013.gif


  • vorhin hat jemand vorgeschlagen das der TE seinen SB fragen soll ... um Himmels Willen... bloß nicht .. ☹


    Für die Waffen die du hast gilt ... Dein Bedürfnis als Sportschützen ist nachgewiesen wenn du regelmäßig schiesst mit irgend einer erlaubnispflichtigen Waffe


    @SLG-Leiter ehrlich gesagt wäre es mir lieber wenn du nicht deinen SB diese "interessante Frage" vorlegen würdest .... nachher sieht noch jemand "Regelungsbedarf" ...

    Da bin ich genau der gleichen Meinung.
    Deswegen meine ich auch erst recht mal keine Gedanken um ungelegte Eier machen.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

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  • vorhin hat jemand vorgeschlagen das der TE seinen SB fragen soll ... um Himmels Willen... bloß nicht .. ☹


    Für die Waffen die du hast gilt ... Dein Bedürfnis als Sportschützen ist nachgewiesen wenn du regelmäßig schiesst mit irgend einer erlaubnispflichtigen Waffe


    @SLG-Leiter ehrlich gesagt wäre es mir lieber wenn du nicht deinen SB diese "interessante Frage" vorlegen würdest .... nachher sieht noch jemand "Regelungsbedarf" ...

    mach Dir mal deswegen keinen Kopf. Mein SB ist Mitglied in meiner SLG und wir sind auch befreundet, sonst würde ich sowas nicht als Frage an ihn richten

  • und? Was hat er gesagt? @SLG-Leiter

    Also, Sonntag sehe ich ihn leider auch nicht, also habe ich ihn kurz per WhatsApp angefunkt.


    Die Antwort ist nicht final. Er wird noch mal genauer nachschauen. War noch nicht im Amt gewesen.


    Aber, der SpoSchü. hat gewissen Mitwirkungspflichten, wie die Mitteilung der gesetzeskonformen Unterbringung der Waffen.
    Ob da auch ein Hinweis darunter fällt, dass ein ursprünglicher Bedrüfnisgrund für eine Waffe weggefallen ist, muss er noch genau prüfen.
    Da aber die Behörde die Prüfung der Bedürfnisgrundlage nach §4 WaffG. anzustoßen hat, glaubt er das weniger. Wenn also die Behörde nicht selber aktiv prüft, ob für die vorhandenen Waffen noch ein Bedürfnisgrund vorliegt, wird der SpoSchü. sie behalten können.
    Er wird es aber noch mal genau nachschauen und mir bescheid geben.


    In meinen Augen bedeutet das folgendes. Hat man einen SB, der selber kein SpoSch. ist und sich nicht im Detail mit den SportOrdnungen der Verbände auskennt, sollte es weniger ein Problem darstellen.
    Kennt sich der SB aber aus und weis z.B. dass eine Walther GSP im BDMP (um beim Beispiel zu bleiben) nicht sportlich verwendet werden kann, kann es ggf. zu einem negativen Ausgang für diese Waffe führen.

  • Muss Sport immer Disziplin bedeuten? Wenn ich eine GSP besitze kann ich mit ihr doch preisgünstig z. B. Abzugsfehler vermeiden trainieren.


    Jäger gehen doch auch mitunter ins LASER-Kino. Oder Triathleten ins Fitnessstudio. Ein Bedürfnis wird man damit zwar eher nicht begründen können, aber wenn das Trainingsgerät doch schon mal da ist...es heisst ja SPORTschiessen.

    "Dubium sapientiae initium" Der Zweifel ist der Anfang der Weisheit (Descartes)

  • Muss Sport immer Disziplin bedeuten? Wenn ich eine GSP besitze kann ich mit ihr doch preisgünstig z. B. Abzugsfehler vermeiden trainieren.


    Jäger gehen doch auch mitunter ins LASER-Kino. Oder Triathleten ins Fitnessstudio. Ein Bedürfnis wird man damit zwar eher nicht begründen können, aber wenn das Trainingsgerät doch schon mal da ist...es heisst ja SPORTschiessen.


    Die Sportordnung ist Grundlage des Sports, den wir ausüben. Wenn Dein Verband keine geeignete Disziplin für eine bestimmte Waffe anbietet, darfst Du sie nicht erwerben und Formal gesehen, veräußern, wenn Du z.B. den Verband wechselst und für eine vorhandene Waffe keine geeignete Disziplin angeboten wird.
    Ob das so tatsächlich durchsetzbar ist und die Behörde, wie oben geschrieben, die jeweiligen Sportordnungen kennt, ist ein anderes Thema.


    Hier geht es nicht um Jäger, wie sprechen auch nicht davon, in ein Schießkino zu gehen und dort mit Lasersystemen zu trainieren die ggf. nicht dem WaffG. unterliegen, sondern über Schusswaffen.


    Wenn Du aus einem Verein austrittst, ist der Vorstand verpflichtet den Austritt der für Dich zuständigen Waffenbehörde zu melden und die wiederum werden Dich anschreiben und auffordern Dein Bedürfnis nachzuweisen. Kannst Du das nicht, musst Du alles verkaufen.

  • Wenn Du aus einem Verein austrittst, ist der Vorstand verpflichtet den Austritt der für Dich zuständigen Waffenbehörde zu melden und die wiederum werden Dich anschreiben und auffordern Dein Bedürfnis nachzuweisen. Kannst Du das nicht, musst Du alles verkaufen.

    Dass der Verein den Austritt melden muß ist unbestritten.


    Dass dann bei fehlendem Bedürfniss die Waffen verkauft werden müssen ist dann doch eher eine Mindermeinung, bei verschiedenen Behörden wir auch nur der Munitionserwerb gestrichen.

  • Es gilt hier die alte fränkische Weisheit: "Wer lang frägt geht lang irr."


    Ich würde da keinesfalls schlafende Hunde wecken und im Falle einer behördlichen Aktion meine oben dargelegte Argumentation deutlich machen. Dabei kann ich nur gewinnen und selbst der gestrichene Munerwerb wäre halbwegs zu ertragen.

    "Dubium sapientiae initium" Der Zweifel ist der Anfang der Weisheit (Descartes)

  • Nur meine ganz persönliche Interpretation der rechtlichen Situation:
    Für dem Erwerb einer Waffe gelten besondere Vorschriften bezüglich des Bedürfnisnachweises. Das heißt, es müssen u.a. Trainingsmöglichkeiten aktiv nachgewiesen werden, die Vereinsmitgliedschaft, die Zuverlässigkeit, die physische und psychische Eignung, eine Haftpflichtversicherung, die regelgerechte Aufbewahrung, das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß an Training mit der Art der beantragten Waffe, und für welche Sport-Disziplin die Waffe eingesetzt werden soll.
    Im Laufe der Jahre wird dann eben die Regelüberprüfung durchgeführt, und die umfasst die Zuverlässigkeit und die Mitgliedschaft im Verein. Zusätzlich kann der SB noch nachfragen, ob der Schütze regelmäßig sportlich als Schütze aktiv ist.
    Ich kenne keine gesetzliche Vorgabe, nach der ein bestimmtes Mindestmaß an Training zum Erhalt der Besitzerlaubnis gefordert wird, und auch nichts zum Nachweis, dass man mit den eingetragenen Waffen trainiert hat. Es genügt zum Erhalt der Nachweis der Sporttätigkeit. Da ist die Teilnahme an den Vereinsmeisterschaften (offizieller Wettbewerb) sehr nützlich.


    Nirgends steht geschrieben, dass eine Waffe, die sich legal im Besitz des Schützen befindet, und für die er einen Bedürfnisnachweis beim ERWERB erbracht hat (nur indirekt, weil nur das Bedürfnis für eine erlaubnispflichtige Waffe auf Grün vom Verband bestätigt wurde - teilweise mit Konkretisierung durch den Verband) weiterhin für eine (eventuell zwischenzeitlich geänderte) Sportordnung weiterhin für eine Disziplin im Verband geeignet sein muss. Theoretisch reicht es nach meiner Interpretation, wenn die Waffe sportlich verwendbar ist.


    Leider werden immer wieder (auch von Seiten der Sportschützen) die Vorschriften, die zum Erwerb gelten, auch als relevant für den Besitz angesehen. Erwerb und Besitz sollte man rechtlich getrennt betrachten.


    Die Bestrebungen der Gegner des Schießsports gehen aber dahin, dass die Besitzerlaubnis für Schußwaffen nur noch befristet gelten soll, und dann die Besitzerlaubnis wieder neu beantragt werden soll. Auch daraus kann man ableiten, dass die einmal erteilte Erwerbserlaubnis formal auch das Recht zum unbefristeten Besitz zur Folge hat (solange der WKB-Inhaber zuverlässig und geeignet ist, sowie sportlich aktiv in einem Verein/Verband ist)

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Dass der Verein den Austritt melden muß ist unbestritten.
    Dass dann bei fehlendem Bedürfniss die Waffen verkauft werden müssen ist dann doch eher eine Mindermeinung, bei verschiedenen Behörden wir auch nur der Munitionserwerb gestrichen.


    Wie gesagt, laut meinem SB hat der LWB eine Mitwirkungspflicht. Sofern aber die Behörde hier nicht sagt, dass die Waffe zu veräußern ist, sollte es kein Problem sein.


    Aber das Grunsatzthema hierbei ist das Bedürfnisprinzip, dem wir nun mal unterliegen. Eine Waffe auf der Grünen WBK wurde nun mal für ein bestimmtes Bedürfnis beantragt und erworben.
    Hier gibt es nun unterschiedliche Situationen. Du hast eine Waffe, die Du problemlos in einem anderen Verband laut SpoO verwenden kannst, z.B. eine CZ75 oder Du hast eine Waffe, für die der neue Verband keine passende Disziplin anbietet. Hier weiterhin das Beispiel der Walther GSP im BDMP.
    Grundbedürfnis ist der Schießsport, das ist unbestritten und gültig. Bei nachweislich weiterer Ausübung des sportlichen Schießens, sollte alles kein Problem sein, sofern der SB sich nicht 100% mit den SpoOs auskennt. In den meisten Verbänden sollte es auch kein Problem geben, auch mit einer GSP nicht.


    Die alleinige Streichung des Munitionserwerbs ist quatsch, da in dem Moment, wenn man z.B. noch eine KK Büchse sein eigen nennt, die Munition doch wieder hat.


    Noch mal, ich sage nicht, dass die als Beispiel verwendete GSP veräußert werden muss, ich sage nur, dass theoretisch das Bedürfnis für sie erlischt, wenn ich keine geeignete Disziplin mehr für diese Waffe nachweisen kann.

    Es gilt hier die alte fränkische Weisheit: "Wer lang frägt geht lang irr."


    Ich würde da keinesfalls schlafende Hunde wecken und im Falle einer behördlichen Aktion meine oben dargelegte Argumentation deutlich machen. Dabei kann ich nur gewinnen und selbst der gestrichene Munerwerb wäre halbwegs zu ertragen.

    Das ist Bullshit, denn Unwissenheit und Ignorieren schützt nicht vor Strafe, denn der LWB hat laut meinem SB immer eine Mitwirkungspflicht, nicht nur beim Erbringen der Nachweise dere ordnungsgemäßen Lagerung der Waffen.


  • Wir sprechen ja nicht darüber, dass ein Verband seine SpoO modifiziert hat, sondern darüber, dass z.B. ein DSB Mitglied im DSB Verein kündigt und einem anderen Verband beitritt.


    Ich plädiere eigentlich immer dafür, mindestens in zwei unterschiedlichen Verbänden Mitglied zu sein, um genau solchen Themen aus dem Weg gehen zu können. Aber wie ich nun schon mehrfach angeführt habe, kann bei einem Verbandswechsel und einem Sachbearbeiter, der sich in den Verbänden mit den SpoOs auskennt, ein Beürfnis für eine bestimmte Waffe hinterfragt werden.
    Ob sich daraus ergibt, dass ein Bedürfnis für eine bestimmte Waffe erlischt, da diese Waffe nicht mehr nach SpoO verwendet werden kann, wird vermutlich im Einzelfall geklärt werden müssen.
    Ich gehe davon aus, dass es im Regelfall kaum bis gar keine Probleme geben würde, aber es gibt auch Behörden, die jede Karte ziehen würden, um einem LWB die Kanone wegzunehmen.


    ich stimme Dir zu, dass die Sportschützen sich hier oftmals selber ein Grab schaufeln, aber solange diese Fragen in Foren platziert werden, werden sie weiterhin genauso beantwortet werden, in Form einer gewissen Interpretation der geltenden Gesetze.

  • Kannst du die Rechtsgrundlage nennen bzw. die von deinem Sachbearbeiter in Erfahrung bringen?


    Es ist eben die Frage ob das Bedürfnis wirklich wegfällt. Denn die GSP könnte ja im Rahmen eines Gastschiessens aufgrund pder Eignung zu einer Disziplin eines anderen Verbandes weiterhin genutzt werden. Ein analoges Vorgehen kennen wir ja auch bei den Waffen auf der gelben WBK. Inwieweit hier die Rechtsnormen zwischen "Grün" und "Gelb" differenzieren, kann ich als juristischer Laie nicht beurteilen.

    "Dubium sapientiae initium" Der Zweifel ist der Anfang der Weisheit (Descartes)

  • Kannst du die Rechtsgrundlage nennen bzw. die von deinem Sachbearbeiter in Erfahrung bringen?


    Es ist eben die Frage ob das Bedürfnis wirklich wegfällt. Denn die GSP könnte ja im Rahmen eines Gastschiessens aufgrund pder Eignung zu einer Disziplin eines anderen Verbandes weiterhin genutzt werden. Ein analoges Vorgehen kennen wir ja auch bei den Waffen auf der gelben WBK. Inwieweit hier die Rechtsnormen zwischen "Grün" und "Gelb" differenzieren, kann ich als juristischer Laie nicht beurteilen.


    Boah ey, dieses Gastschießen aufgrund eines anderen Verbandes gilt nur bei der Gelben WBK, nicht bei der Grünen.


    Die erforderliche Rechtsgrundlage, laut meinem SB bezieht sich auf § 4, bei der die Behörde die Prüfung der Bedürfnisgrundlage anzustoßen hat.


    Dies ergibt sich weiter aus § 8 Abs. 2 WaffG

    Zitat

    Waffengesetz (WaffG)


    § 8 Bedürfnis, allgemeine Grundsätze


    Der Nachweis eines Bedürfnisses ist erbracht, wenn gegenüber den Belangen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung
    1.besonders anzuerkennende persönliche oder wirtschaftliche Interessen, vor allem als Jäger, Sportschütze, Brauchtumsschütze, Waffen- oder Munitionssammler, Waffen- oder Munitionssachverständiger, gefährdete Person, als Waffenhersteller oder -händler oder als Bewachungsunternehmer, und
    2.die Geeignetheit und Erforderlichkeit der Waffen oder Munition für den beantragten Zweck
    glaubhaft gemacht sind.


    Und genau da steht der Begriff drin. Geeignetheit. Gemäß den Grundsätzen des Bedürfnisses, muss die Waffe die man hat, für den beantragtem Zweck geeignet sein. Der beantragte Zweck ist eine bestimmte Disziplin, egal zu welchem Zeitpunkt.
    Entfällt nun diese Disziplin, z.B. durch einen Verbandswechsel und einer nicht vorhandenen Disziplin für eine bestimmte Waffe, ist sie nicht mehr geeignet und somit würde der weitere Besitz dieser Waffe gegen § 8 Abs.2 sprechen.


    Weiter kommt § 14 Abs. 2 Satz 2 ins Spiel.


    Zitat

    Waffengesetz (WaffG)
    § 14 Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition durch Sportschützen


    (1) Die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition zum Zweck des sportlichen Schießens wird abweichend von § 4 Abs. 1 Nr. 1 nur erteilt, wenn der Antragsteller das 21. Lebensjahr vollendet hat. Satz 1 gilt nicht für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen bis zu einem Kaliber von 5,6 mm lfB (.22 l.r.) für Munition mit Randfeuerzündung, wenn die Mündungsenergie der Geschosse höchstens 200 Joule (J) beträgt, und Einzellader-Langwaffen mit glatten Läufen mit Kaliber 12 oder kleiner, sofern das sportliche Schießen mit solchen Waffen durch die genehmigte Sportordnung eines Schießsportverbandes zugelassen ist.
    (2) Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition wird bei Mitgliedern eines Schießsportvereins anerkannt, der einem nach § 15 Abs. 1 anerkannten Schießsportverband angehört. Durch eine Bescheinigung des Schießsportverbandes oder eines ihm angegliederten Teilverbandes ist glaubhaft zu machen, dass
    1.das Mitglied seit mindestens zwölf Monaten den Schießsport in einem Verein regelmäßig als Sportschütze betreibt und2.die zu erwerbende Waffe für eine Sportdisziplin nach der Sportordnung des Schießsportverbandes zugelassen und erforderlich ist.



    Wie Du siehst, die Grundlage ist vorhanden, muss für eine Sports´disziplin des Schießsportverbandes zugelassen sein, nicht eines Verbandes, sondern des Verbandes und sie muss für den beantragten Zweck geeignet sein.
    Das sind nun mal de Grundsätze für den Erwerb und den Besitz unserer Waffen, so leid mir das tut.



    Ich ich wiederhole mich sehr gerne, ich sage nicht, dass es tatsächlich so kommt, ist sage nur, es kann passieren, nicht mehr mehr und nicht weniger und wird höchstwahrscheinlich von der jeweiligen Behörde abhängig sein, wie die drauf sind. Auch zum x-ten mal, interpretiere ich so das Bedürfnisprinzip, nachdem wir unsere Waffen beantragen, erwerben und besitzen.

  • Auch wenns ärgerlich ist aber hier macht doch das WaffG eine ganz klare Ansage:


    Wir bekommen eine Waffe weil wir dafür ein Bedürfnis nachweisen können. Das Bedürfnis für eine spezielle Disziplin ergibt sich aus der Sportordnung des Verbandes die vom Bundesverwaltungsamt genehmigt ist. Wechsle ich nun den Verband und im neuen Verband ist diese Disziplin nicht vorgesehen, ist mein Bedürfnis hinfällig. So interpretiere ich den §14.


    Würde man seinem SB nun genau diesen Fall schildern, hätte er wohl eine andere Möglichkeit als den Bedürfnisgrund zu streichen.


    Nun dürfte das in der Praxis im Normalfall kein Problem darstellen, die Behörde muss nur informiert werden, und zwar vom Verein wenn ich aus diesem austrete. Meldungen über einen Verbandswechsel sind nicht vorgeschrieben. Solange also nix außergewöhnliches passiert wird auch keiner dagegen anstinken.


    Was aber, wenn was passiert? Waffe wird gestohlen es geschieht ein Unfall damit etc. Hier würde wohl dann geprüft ob die Waffe wirklich rechtmäßig in meinen Händen ist, und da kanns dann schon eng werden. Mir wäre das zu riskant.


    Daher stimme ich Ken zu. Die paar Euros für die Mitgliedschaft in zwei Verbänden sind zu vernachlässigen und man ist auf der sicheren Seite.

    Ehre steht aufrecht, Feigheit kniet

  • Das ist mir alles nachvollziehbar. Trotzdem kann ich aus dem Ganzen den Unterschied zwischen Waffe auf Gelb und Waffe auf Grün nicht nicht erkennen.

    "Dubium sapientiae initium" Der Zweifel ist der Anfang der Weisheit (Descartes)

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