Bestellungen von Waffenteilen

  • Hi,

    ich habe jetzt öfter versucht in Deutschland aber auch den USA zuerst Waffen für den Import zu bestellen und später Waffenteile.
    Andauernd – mit wenigen Ausnahmen – bekomme ich irgendwelchen Mist zu hören, dass der Versand nach Österreich nicht klappt weil das hier bei uns verboten wäre – was definitiv totaler Quatsch ist, woher kommt dieses komische Gerücht?
    :huh:

  • Vielleicht ist's wie bei uns.

    Wenn ich bei meinem Ersatzteilhändler Teile (WBK-pflichtig) bestelle, muß ich das dann über mein Waffengeschäft vor Ort abwickeln. E-händler darf nicht an mich als Endkunden verkaufen.

    D.h. ich bestelle, Ersatzteile werden an örtlichen Händler geschickt und der übergibt sie mir.
    Hat was mit "Waffenhandelsbuch" zu tun.

  • ich habe jetzt öfter versucht in Deutschland aber auch den USA zuerst Waffen für den Import zu bestellen und später Waffenteile.

    die usa sind aus export angeht unglaublich streng... dort darf nichts was auch nur annährend ein waffenteil ist ohne genehmigungen exportiert werden...

    ich konnte mir nicht mal ein kleines gummibad als rückstoßdämpfer für meine cugir über amazon usa kaufen kaufen :lol-du:

  • Diese ominöse Eintragung in der Gewerbeordnung soll es bei uns schon auch geben, betrifft dann aber nur Gewerbe die dieser Ordnung unterliegen, also Ösi. Firma darf nicht an Privat versenden (wenn Verkauf), Privat an Privat schon, Ösi. Firma an Privat bei Garantiefall, nicht Ösi. Firma ausserhalb AT an Ösi. Endkunde somit auch.

    Bei den Leuten in US müssten die nur den Export bewilligen lassen und unter 100 Dollar Einkaufswert kostet das soweit ich weiß null, darüber 250 Dollar flat rate – ich glaube das ist allen einfach nur zu viel Arbeit, was unheimlich nervig ist :D

    Einmal editiert, zuletzt von someguy (8. Mai 2017 um 21:47)

  • Bei den Leuten in US müssten die nur den Export bewilligen lassen und unter 100 Dollar Einkaufswert kostet das soweit ich weiß null, darüber 250 Dollar flat rate – ich glaube das ist allen einfach nur zu viel Arbeit, was unheimlich nervig ist

    Damit liegst Du ziemlich daneben.

    Zuerst einmal muss die Firma, die exportieren will, beim State Department als Exporteur registriert sein. Da die meisten Hersteller und Händler mit Schwerpunkt den heimischen US-Markt bedienen, ist da drüben also schonmal kaum einer registriert und es bleiben nur ein paar Hersteller und ein paar mehr Händler, die überhaupt dazu berechtigt sind.

    Jeder Einzelexport muss dann auch beantragt werden, davon ausgenommen sind Lieferungen unter 100$ Einkaufswert, aber eben nur bei registrierten Händlern, nicht durch jeden. Aber diese Ausnahme unterliegt Einschränkungen, wenn man in kurzer Zeit mehrere Bestellungen unter 100$ Einkaufswert an den Gleichen versendet, kann das State Department das auch als Umgehungsversuch werten. Deswegen wird das grade von Firmen, die im großen Volumen exportieren, recht ungerne gemacht.
    Eine Einzelexportgenehmigung ist nicht einfach mal so "flat rate" gemacht, indem 250 Dollar überwiesen werden. Dazu müssen die zu exportierenden Produkte, der Empfänger und ggf. eine Endverbleibserklärung des Kunden an's State Department, die prüfen das dort, geben ggf. Rückmeldung über notwendige Änderungen und erteilen dann ggf. die Genehmigung. Das kann zum Teil mehrer Wochen dauern und bindet Mitarbeiter. Die aufgewendete muss dann natürlich auch noch auf den Verkauf umgelegt werden, dann ist man schnell mal beim Doppelten. Das versteht natürlich kein Kunde und ist bereit, dann mal 300 bis 500$ zu zahlen. Deswegen hat kaum ein US-Händler Bock auf den Verkauf an Einzelpersonen.

    Dann lieber mit Händlern in D oder AT zusammenarbeiten, für diese Sammelausfuhrgenehmigungen beantragen und dann für einen Warenwert von 50.000$ aufwärts den ganzen Aufwand betreiben (je nach Vertrag und Umsatzvolumen zahlt so ein Händler auch gerne mal 2-3.000$ für die Abwicklung einer Exportgenehmigung) und der wird dann auf eine größere Anzahl an eingeführten Produkten umgelegt.

    Es hat schon seine Gründe, warum die Produkte hier halt ein wenig teurer sind als "drüben". Aber es gibt ja immer jemanden, der meint schlauer zu sein... ;)

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