Beiträge von KKR63

    Übrigens, auch wenn es schon einmal geschrieben wurde: der Schlitten ist nach Aussage von Korth kein waffenrechtlich relevantes Teil, unterliegt also nicht dem Beschuß und kann daher "einfach" ausgetauscht werden.

    Das ist auch nach der Verschärfung des Waffenrechts noch der Fall, siehe den Leitfaden zu den Waffenteilen des BKA:


    https://www.bka.de/SharedDocs/…leitfadenWaffenteile.html


    Auf Seite 23, Punkt 3.8 wird die HK P9S abgehandelt, die aus meiner Sicht mit der Konstruktion der Korth PRS ähnelt.

    Ja, allerdings nicht die Standard Modelle sondern die PPC Match Versionen.

    Unsere 686 haben 3 bzw. 3,5k gekostet, letzterer mit der teuren Habel Schiene.

    Ist dann preislich ja insgesamt auch in einer ähnlichen Größenordnung angekommen.


    Vielleicht gibt es ja noch andere "Verrückte", die sich mit dem Korth National Standard beschäftigen?

    DAS ist doch schon die Universalantwort auf die Frage, bzw. die angeschlossenen Fragen zu diesem Punkt. Der Sammler hat kundig zu sein und das umfasst ausdrücklich auch sein Sammelgebiet. Punkt!

    Keine menschliche Erkenntnis ist vollkommen ... mit Verlaub, der "Punkt!" ist unrealistisch und überzogen. Ein Richter "hat rechtskundig zu sein" und wird trotzdem von oberen Gerichten aufgehoben in seiner Rechtsmeinung ... erlebte Praxis für jeden (!) Richter.


    "Das Recht" ist zudem reichlich beliebig und fast unbegrenzt veränderbar. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto klarer wird das. Was heute gilt, war gestern so nicht und wird morgen wieder anders sein. Konkret: Welcher Unterschied besteht zwischen einer "Originalwaffe" und einem "Originalstück" und wer hat das wann und bei welcher Gelegenheit festgelegt?


    Die Lösung ist der Austausch mit der Behörde in Zweifelsfragen und der Verzicht auf den Erwerb bei Unklarheiten. Der "kundige Sammler" sollte aber die zweifelsfreien Fälle von den zweifelhaften Fällen und immer auch von den unerlaubten Fällen unterscheiden können.

    Gleiches gilt auch, wenn ... oder gar Waffenkonfigurationen, bzw. Auführungen "gebaut" werden, die es so nie gab. Das alles ist weder waffentechnisch, noch kulturhistorisch bedeutsam und somit für einen Sammler wertlos.


    In dem Verfahren gegen den Sofortvollzug einer behördlichen Anordnung des VG Arnsberg, Beschluss vom 07.01.2010 - 14 L 711/09 https://openjur.de/u/413820.html wird etwas zum "Original" ausgeführt:


    "Auch nach seiner Einlassung steht danach zumindest fest, dass der Antragsteller vorsätzlich eine umgebaute Waffe erworben hat, welche eben nicht dem Original entspricht und somit nicht zum Sammelthema, welches nur "Originalstücke" zulässt, gehören kann. Der Erwerb war also rechtswidrig. Die Kammer stimmt dem Antragsgegner überdies ausdrücklich zu, dass ein zuverlässiger Waffenerwerber zuvor den Sachverhalt mit der zuständigen Behörde abgeklärt hätte (vgl. auch § 2 Abs. 5 WaffG)."


    Unterschieden wird von der angerufenen Rechtsmittelinstanz OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.06.2010 - 20 B 45/10

    https://openjur.de/u/145321.html zwischen einem "Originalstück" und einer "Originalwaffe":


    "Der Antragsteller verkennt in diesem Zusammenhang, dass sein Sammelthema nicht auf "Original-Waffen", sondern auf "Originalstücke" lautet. Dementsprechend ist es unerheblich, ob die Original-Waffe ihren Charakter als solche durch den Umbau verloren hat oder nicht. Ebenfalls fernliegend erscheint die Annahme, eine ursprünglich vollautomatische Maschinenpistole, die durch zusätzliche Bolzen bzw. Verschweißung einzelner Teile zu einem Halbautomaten umgebaut worden ist, stelle "eine in ihrer (!) Substanz unveränderte Original-Waffe" dar."

    Der Originalzustand der Originalwaffe ist keine Erfordernis und meines Erachtens kann sie auch verändert werden (z.B. neue Brünierung, andere Plasma-Beschichtung, Griffschalen, Visierung, Verzierungen wie Gravuren oder Einlagen ...), solange die Originalwaffe als solche identifizierbar ist. Meiner Meinung nach wird dadurch das Sammelgebiet nicht verlassen.


    Auch eine Reparatur durch einen Austauschlauf, einen Austausch eines beschädigten Schlittens ... verlässt meiner Meinung nach zwar den Originalzustand, nicht aber die Eigenschaft der "Originalwaffe".


    Diese Auffassung scheint mir nach wie vor unproblematisch zu sein. Ich verstehe aber, dass manche Sammler, die "Originalstücke" von an sich verbotenen Waffen sammeln wollen, auf den Gedanken kommen können, anstelle der "Originalstücke" Umbauten zu nicht verbotenen Waffenin die Sammlung aufzunehmen - das scheint aber nur bei der Erweiterung einer auf Originalstücke beschränkten Sammelerlaubnis möglich zu sein.

    Dennoch bin ich überzeugt, dass es einzelne Exemplare von besonderen Waffen gibt, die jede Menge dieser abwertenden Kriterien aufweisen, aber dennoch für einen Sammler interessant sein können, wenn dieses Stück nur einzigartig genug ist.

    Sehe ich auch so - und jeder Sammler sieht zuerst seine Sammlung, dieses Stück muss also für seine Sammlung eine Bedeutung haben (die fünfte perfekt im Originalzustand erhaltene und mit den anderen baugleiche Waffe kann diese Bedeutung eigentlich nicht mehr haben), auch wenn es nach objektiven Maßstäben vielleicht "verunstaltet" oder" verbastelt" ist.


    Klar ist, die Sammelerlaubnis ist stets zu respektieren.

    Wortwörtlich so, wie er in der Formulierung des Sammelzieles auf der roten WBK genannt ist.

    Diese Beschränkung auf den Erwerb von Originalwaffen auf der Sammler-WBK kenne ich, die Grundlage ist:


    http://www.verwaltungsvorschri…vbund_05032012_BMJKM5.htm


    Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) vom 5. März 2012

    17.5 Eine WBK für Waffensammler soll auf den Erwerb von Originalwaffen beschränkt werden.


    Nachbauten, so genannte Repliken, die sich in ihren Konstruktionsmerkmalen von den Originalen nicht unterscheiden, können im Einzelfall von der Waffenbehörde als sinnvolle Ergänzung einer vorhandenen kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung anerkannt werden, insbesondere, wenn Originale nur unter erheblichen Schwierigkeiten erhältlich sind.


    ...


    Es werden da also "Originalwaffen" gegenüber "Nachbauten" abgegrenzt.


    Der Originalzustand der Originalwaffe ist keine Erfordernis und meines Erachtens kann sie auch verändert werden (z.B. neue Brünierung, andere Plasma-Beschichtung, Griffschalen, Visierung, Verzierungen wie Gravuren oder Einlagen ...), solange die Originalwaffe als solche identifizierbar ist. Meiner Meinung nach wird dadurch das Sammelgebiet nicht verlassen.


    Auch eine Reparatur durch einen Austauschlauf, einen Austausch eines beschädigten Schlittens ... verlässt meiner Meinung nach zwar den Originalzustand, nicht aber die Eigenschaft der "Originalwaffe".


    Den Wert einer solchen Waffe für eine Sammlung kann jeder Sammler für sich entscheiden - aber der Erwerb ist jedenfalls durch die Sammelerlaubnis gedeckt.


    So sehe ich das - wie sind eure Erfahrungen auf diesem Gebiet?

    Was bedeutet genau "überarbeitet" im Vergleich zu "repariert"? Auch eine Brünierung kann "kaputt gehen" und repariert werden, oder?


    Zunächst ist der Zustand der Werksauslieferung das Maß der Dinge für den "Originalzustand", in welchem Umfang umfasst die Sammelerlaubnis Abweichungen vom Originalzustand?

    Damit das Thema besser gefunden wird:


    Es geht um folgende Waffe, die in den Lauflängen 2,75, 3, 4, 5, 5,25 und 6 Zoll für Kaliber .357Magnum mit Wechseltrommeln für 9 mm Luger und .38 Spezial angeboten wird:


    Revolver Korth National Standard

    Bin auf eure Erfahrungen gespannt.

    Guten Morgen,


    ich eröffne ein Thema, zu dem ich keinen Eintrag gefunden habe und freue mich auf einen Austausch.


    Bei meinem 4" Modell habe ich das Korn ausgetauscht und ein 4 mm Korn eingebaut, da der Revolver mit dem serienmäßig verbauten Korn bei maximal verstellter Kimme noch immer nicht ins Ziel geschossen hat.


    Besonders interessieren mich Erfahrungen mit:


    - Schussverhalten

    - Abzug

    - Griffe

    - Wechseltrommel

    - Lauflänge

    - Verschleiß


    Ich bin sicher, da gibt es noch vieles andere.

    Baden-Württemberg, die Gebühren machen aber alle Verwaltungen jeweils für sich - nach jeweiligen Kostengesichtspunkten, nicht zur Gewinnerzielung.


    Das ist alles ziemlich unübersichtlich, hier zum Beispiel einige Städte:


    Mannheim: rote WBK 432,- €, Eintrag 48,- €, Austrag 18,- € https://www.mannheim.de/sites/…iles/2020-02/s02-01_1.pdf

    Karlsruhe: Eintrag 10 - 219 € ?? sehr undurchsichtig: https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/Anlage-s-9-1.pdf

    Stuttgart: Eintrag, Austrag 25,- € https://www.stuttgart.de/item/show/311136/1/chrg/972?

    Ulm: Eintrag, Austrag 30,- €, https://www.google.com/url?sa=…Vaw14A-mflqgh8GdxYbwQY9ju


    Die Spannweite ist groß, aber man wählt seinen Wohnort (in der Regel) nicht nach der Waffenbehörde ...

    Lachenmeier hat vor ein paar Wochen begonnen eine Sammlung (ca. 12 Stück) zu verkaufen.

    Mir hätte eine Pistole gereicht, ging aber geschlossen an den Händler.

    Die Auflösung einer Sammlungen steht genau am anderen Ende von dem, was jetzt von Frank1000 mit der roten WBK gerade begonnen wurde. Die wirtschaftliche Verwertung von Sammlungen dürfte aber ein ähnlich aufwendiges Unterfangen sein, wie die wirtschaftliche Verwertung von Erbwaffen.


    Für einen frisch gebackenen Waffensammler beginnt jetzt aber erst einmal die Jagd nach den Schätzchen ... viel Erfolg!

    Zum gründlichen Reinigen muss bei der Korth PRS 6" immer das Laufgewicht abgeschraubt werden - ich habe leider keine Anleitung gefunden, die die 4 Schrauben zu bedienen sind, denke mir meinen Teil, würde mich aber über eine Bestätigung bzw. Verbesserung freuen. Also:


    Es gibt zwei große Schrauben mit versenkten Köpfen mit Inbus und jeweils dazwei kleine Madenschrauben mit kleinerem Inbus, siehe Laufgewicht aus dem Verlauf:


    50125-korth005-jpg



    Bei geöffneten großen Schrauben kann mit dem Eindrehen der beiden Madenschrauben das geschlitzte Laufgewicht etwas aufgedrückt werden und das Laufgewicht auf den Lauf geschoben werden. Werden die beiden Madenschrauben etwas herausgedreht, federt das Laufgewicht in sich zurück und verklemmt sich am Lauf. Werden die Madenschrauben weiter herausgedreht, stehen sie nicht mehr unter Spannung und sind lose.


    Ein Anziehen ist mit den Madenschrauben nicht möglich, dazu dienen die beiden großen Schrauben, die im Laufgewicht auf der einen Seite des Schlitzes mit dem Kopf anliegen und auf der anderen Seite des Schlitzes in ein Gewinde eingreifen. Beim Anziehen der beiden Schrauben werden die beiden Seitenflügel des Laufgewichts aufeinander zubewegt und das Laufgewicht wird am Lauf verklemmt.


    Die erforderlichen Drehmomente sind nicht bekannt, auch dürften die Drehmomente von der Bohrung im Laufgewicht und dem Durchmesser des Laufs abängen, die so auch nicht bekannt sind.


    Eine seitliche und axiale Ausrichthilfe für das Laufgewicht wird nicht mitgeliefert, es gibt nur den axialen Anschlag an das Griffstück.


    Übrigens: abgebildet ist ein Laufgewicht, das so ähnlich auch als Austauch für das eigentliche Laufgewicht aus Stahl angeboten wird, siehe:


    https://kortharms.com/de/aluminium-laufgewicht-prs.html


    Laufgewicht Leicht für PRS


    Erfahrungsberichte aus anderen Systemen zu einem derartigen Laufgewicht sind willkommen!

    Könnte das den kein Argument zur Klage sein?

    Klagen könnte man eventuell gegen die Höhe, wenn es deutlich unangemessen wäre. Was ist aber angemessen? Das würde dann gerichtlich überprüft werden und gegebenenfalls korrigiert - kann aber dann für die Zukunft auch teurer werden ...

    Ok, lassen wir das mal so stehen ... da schlafen dann wahrscheinlich nicht nur die Hunde sondern sagen sich auch Fuchs und Hase gute Nacht ... muss eine glückliche Gegend sein :)