Beiträge von Maddin

    Hi Jack,


    Du hast recht, Mr. Imperato war lange im Waffenhandel umtriebig. Ich kann Dir nicht sagen, ob L.Imperato bei Ithaca angestellt war oder als Freelancer/Distributor für Ithaca gearbeitet hat, die wie gesagt unter ihrem Namen Erma Gewehre in den USA verkauft hat (bei Erma hergestellt). Es ist auch denkbar, dass Imperato selbst Distributer für Erma war und über Ithaca vertrieben hat. Jedenfalls hat er zusammen mit seinem Sohn 1996 die Fa. Henry Repeating Arms gegründet und dabei den Namen von B.T. Henry verwurstet verwendet (B.T. Henry war immer Angestellter und später bis zu seinem Tod selbstständiger Büchsenmacher). Die Rechte am Namen Henry wurden zudem erst 2003 erworben. Ob es (daher) einen Rechtsvorgänger der Fa. Henry gab, weiß ich nicht.



    Henry hat zunächst nicht selbst entwickelt, sondern die Rechte an verschiedenen Erma Entwicklungen (u.a. EG712, EG73) übernommen, evtl. (es ist wohl mehr als ein Gerücht) auch Maschinen/Werkzeuge/Vorrichtungen/Prüfmittel aus der Erma Konkursmasse erworben.

    Das wird (leider) sehr unterschiedlich gehandhabt, rein rechtlich darf die Behörde die Auskunft verweigern. Manche SBs sind da zum Glück unkomplizierter gestrickt.


    Ein befreundeter Händler wurde vor kurzem von der Behörde eines Käufers darüber informiert, dass er die verkaufte Waffe selbst in die WBK des Käufers eintragen muss, die Behörde stempelt nur ab. D.h. die WBK musste dem VK im Original vorliegen. Heißt im Umkehrschluss: Du kannst auch Deine WBK im Original an den Händler schicken (Einwurfeinschreiben) und bekommst sie mit der Waffe zurück. Manche Händler verlangen das inzwischen auch in ihren AGB.


    Aber hey, warten wir doch mal ab, wie das nach der nächsten WaffG-Änderung, in der die Vorgaben der europ. Feuerwaffenrichtlinie umgesetzt werden müssen, aussieht. Schließlich sieht die Feuerwaffenrichtlinie die persönliche Übergabe (durch Händler, Makler, Behörde - auch beim Ver-/Kauf von/an Privat) vor... :whistling:


    ...ich schreibe zu langsam...

    Vielen Dank für Deinen Hinweis, Rolf. Leider habe ich erst in den späten 80ern angefangen, Kataloge nicht mehr wegzuschmeißen. Muss ich mal forschen, es gibt ja auch noch ältere Kollegen.

    Ich möchte gar nicht in eine Grundsatzdiskussion eintreten. Man kann auch mit Pfeil und Bogen ordentliche Jagdergebnisse erzielen. Ich lebe nicht in den USA und dürfte hier in der BRD eh nur mit einer Munitionssorte (Hornady FTX) Schalenwild jagen. Blöd nur, dass ich kein Jäger bin. Streng genommen habe ich die Waffe übernommen, weil ich das darf.


    Ich bin durchaus technikinteressiert, daher auch meine ursprüngliche Frage. Habe Deine technische Zusammenfassung daher mit großem Interesse gelesen. Aber meine Intension ist im Gegensatz zu Deiner vermutlich eine ganz andere.


    Argh: Wir überschneiden uns ständig ;) . Gebrauchswaffen sind toll, ich schieße fast ausschließlich Dienstpistolen, was meine "Ringejagd" angeht. UHRs sind eher meiner Vergangenheit geschuldet, als mein Papa mir mit 5 Jahren meinen ersten UHR geschenkt hat - Daisy.

    Na gut, in meinem Fall war es exakt die Gebühr für den Eintrag in meine WBK. Du siehst ja auf den Bildern, dass der Zustand sehr gut ist, daher konnte ich da auch nicht nein sagen. Innen sieht sie so aus wie außen 8-.) . Die Änderungen für die Montage wurden sehr ordentlich ausgeführt, die Grundplatte könnte evtl. auch eine Einzelanfertigung sein.


    Tante Edith sagt: Ich gebe Dir in Deiner Beurteilung recht, trotzdem finde ich den Umbau eig. ziemlich charmant gelöst. Mag sein, dass es vll. nicht der gängigen Denke für diese Waffe entspricht, da bin ich an der Stelle allerdings schmerzfrei.

    Na ja, es hält sich in Grenzen. Acht waren es ja schon werkseitig, jetzt sind es elf. Ich selbst hätte das vermutlich trotz des unbeliebten schwarzverchromten Finish auch nicht gemacht. Wenn ich Dir aber jetzt sagen würde, was das Gewehr gekostet hat, könntest Du auch mit den drei Löchern leben... ;)

    Moin Moin,


    mir ist kein Tuningfedernsatz für die 1873 bekannt. Nacharbeit scheidet bei Blattfedern mMn. auch aus. Bleibt in meinen Augen auch für den versierten "Bastler" nur polieren. Oder direkt einen guten Büma mit dem Abzugstuning beauftragen.


    Ist zwar nicht wirklich vergleichbar, aber ich habe am WE eine Browning mit neuen Federn ausgestattet. Ein Job für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat. Das Ergebnis ist zwar wirklich gut, aber beim nächsten mal zahle ich dem Büma lieber die 50€ für den Einbau.


    Schrauben: Ein gut kriechendes Öl (etwas!) auf die Schraube und einwirken lassen. Das richtige (passende) Werkzeug sollte zudem nicht fehlen. Sonst sind die Schraubenköpfe schnell versaut.

    Du hast absolut recht, r2.
    Es ist aber einfach in der öffentlichen Forenlandschaft so, dass Menschen aufeinander treffen, die man zunächst nicht kennt und folglich nicht beurteilen kann. Der fragende Kollege hat Deinen Vorschlag nicht so verstanden, als dass er daraus den richtigen Schluss gezogen hat. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist auch nicht verwerflich. Ich lerne auch jeden Tag dazu und das wird sich vermutlich auch nie ändern.


    Du hast nichts falsch gemacht, deshalb war meine Bewertung so gemeint, wie ich sie angebracht habe: Ehrlich. Stevepages ist übrigens ein wichtiger Hinweis für Menschen mit ähnlicher Intension. Daher auch hier ein ehrliches Thumb up!

    Der Seriennummer nach ist meine eine späte Fertigung der Ur-75, 1979 beschossen und hat einen Frankonia Vertriebsstempel. Ich habe sie im Rahmen eines Konvoluts zusammen mit einem befreundeten Händler gekauft. Musste ich direkt behalten... 8-.) Schießt übrigens sehr ordentlich und der Abzug ist phantastisch. Hat vermutlich ursprünglich einem Jäger gehört, jedenfalls war die Waffe praktisch ungeschossen.


    Woher Du sie kennen solltest, kann ich Dir aber leider nicht sagen.

    Hi Maddin,
    Du bist mir sehr sympathisch mit Deiner schönen , etwas älteren, CZ.

    Vielen Dank! Zugegeben, ich mag die "short rail" auch sehr gerne. Hat so was ursprüngliches. ;)
    Aber was ich jetzt hier schon gesehen habe, ist auch nicht von schlechten Eltern. Respelt!

    Grundsätzlich ist jede Waffe ein wenig munitionsfühlig, weshalb Spitzenschützen sich mit ihrer Waffe nach ausgiebigen Tests beim Hersteller von der besten Muni aus dem gleichen Los eine ausreichende Menge kaufen...


    Grundsätzlich ist, wie erwähnt, Gewehrmunition idR. mit einem "trägeren" Pulver befüllt, weil die Lauflänge das kompensiert. Viele Kurzwaffen können damit trotzdem gut "umgehen", macher Halbautomat (auch lang) mag das vll. weniger.


    Daher gilt: Probieren! Eine Komplettlösung (an den eigenen Ansprüchen gemessen) für unterschiedlichste Waffen ist eher schwierig, aber nicht unmöglich.

    Hallo Perkolat,


    wenn Du von unten auf die Waffe guckst, siehst Du zwischen Unterhebel und Abzug eine Schraube. Diese dient als "Endanschlag" bei der Repetierbewegung. Je weiter Du repetieren kannst, desto weiter bewegt sich der Zubringer nach oben. Also Schraube rausdrehen => als Faustformel bündig zur Gewehrunterkante und der Zubringer kommt ausreichend hoch. Nach Feinjustierung mit Schraubensicherung (Nagellack ist perfekt) sichern, denn das Schräubchen verstellt sich schon mal resp. wird "unbedarft" auch gerne mal verstellt.


    Viel Spaß mit dem Erma!

    KPk ist natürlich sehr speziell. Mehrere Autoren gehen kurz darauf ein, beschränken sich aber meist auf die Erwähnung. Bei mWn. drei bekannten Prototypen (alle unterschiedlich), von denen zumindest eine Im Verdacht steht, ein Fake zu sein, kann ich das auch gut verstehen. Mein Freund Dieter (Marschall) umschifft das Thema beflissentlich und er kennt sich wirklich gut aus... ;)