Beiträge von Maddin

    Ha, ich sollte mal deutsch lernen ;)


    Um zum Thema zurückzukehren: Die 250er Serie ist optisch nicht ungewöhnlich, abgesehen davon (technisch gesehen), dass sie keinen außenliegenden Hahn hat. Für einen UHR eher ungewöhnlich. Ich würde das aus rein praktischen Gründen nicht kaufen. Klingt doof, aber eine Waffe ist ein Gebrauchsgegenstand. Ich schieße meine Waffen alle regelmäßig. Aber es gibt durchaus Gründe, eine solche Waffe haben zu wollen...

    Deine Frage ist theoretisch => jedes Auge guckt anders. Ich habe auf der Browning BL22 und auf meiner Gebrauchs-Winchester in 30-30 (UHR-A) Visierungen von Harry (Kimme/Korn) drauf. Meiner Erfahrung nach liegt Harry bei seinen Tips tendenziell immer etwas niedriger, als mein Auge guckt. Heißt: Lieber eine lieferbare Kornhöhe mehr. Abfeilen geht immer ;). Kommt auch darauf an, wo Du anhältst. Ich (emp-) finde Schießen (als) sehr persönlich...

    UMAREX hat halt a) Erfahrung und b) Kapazitäten zur Herstellung von gespritzten Verschlüssen. In den USA, wo die neuen PPK(/S) hergestellt und wohl hauptsächlich verkauft werden, müsste auf einen externen Hersteller zurückgegriffen werden.


    PS: Die PPK dürfte auch gar nicht in die USA eingeführt werden (=> US gun control act von 1968), weshalb Walther die PPK/S überhaupt eingeführt hat.

    Friede! :)


    Es wird immer die Diskussion der Sammler zum Thema Originalität geben. Der Diskussion liegt zugrunde, dass "echte" Liebhaber immer das/die Originalkaliber des Entwicklers zugrunde legen. Ich habe vor wenigen Wochen eine Commander in .38 Super verkauft, die ich als unverbasteltes Original (Bj. 64) verkauft habe und kein Widerspruch kam (bislang jedenfalls nicht... ;) ). John Moses Browning hatte weder 9mm Luger noch .38 Super auf dem Zettel...

    @ suveran: Nein. Vielmehr ist es so, dass bei frühen P38/den ersten P1 nur die SN auf dem Griffstück vorhanden war. Erst später wurden auch auf Riegel, Laufträger und Verschluss werkseitig die letzten drei Ziffern der SN gestempelt. Bei vielen "Alt-" Waffen wurden aber später die letzten drei Ziffern der SN händisch nachgetragen. So geschehen vermutlich auch bei Deiner Waffe.

    ...

    Hallo Jens,


    Glückwunsch zu den neuen Schätzchen. Eine echte Walther gehört in jeden Waffenschrank!


    Deine P1 ist natürlich nicht von 1981. Sie wurde 1981 revidiert und auf Stand der damaligen Technik gebracht, was auch der Stern neben der Datumsmarkierung anzeigt (= Form geändert). Vielmehr stammt Deine P1 aus einer der ersten Lieferungen an die deutsche Bundeswehr, bei der die Verschlussbezeichnung bereits auf P1 geändert war (vorher: P38, später wurden nur zivile Waffen mit P38 gestempelt). Seriennummerbereich ab ~230000, geliefert ab 11/63. Quelle ist mein lieber Kollege Dieter H. Marschall, an dessen Walther-Buch ich auch ein wenig mitarbeiten dürfte. Am Rande: Die P38/P1 ist die perfekte Waffe für die einsame Insel, die repetiert sogar bei aufgebauchtem Lauf... ;)


    Deine PP ist eine zivil verkaufte Waffe, 1972 passt.


    Die Griffschalen Deiner PPK wurden seinerzeit von Walther als Originalzubehör verkauft, Hersteller ist die Fa. Sile.

    Danke für Deine Antwort. Ich schau mal, wie mein Sohn darüber denkt und was seine Meinung ist. Meins wird das Erma vermutlich nicht... ;)

    ... hat mich aber an was erinnert ...

    Baldur S. ist halt ein besonderer Mensch. Er hat mir mal nach einer Reklamation Hausverbot auf seiner HP erteilt. Das sagt schon einiges über den Herrn aus. Später habe ich ihn auf Rücknahme der Ware und Erstattung der Kosten verklagt. Im Vorfeld schriftlich üble Drohungen gegen das Gericht und natürlich gegen mich ausgesprochen, aber zum Termin ist er nicht erschienen. Nach Versäumnisurteil gegen ihn habe ich ihn dann pfänden lassen. Anekdote am Rande: Ich habe immer noch ein aktives (sprich funktionierendes) Kundenkonto bei der Firma...


    Also ich würde garantiert nichts mehr dort kaufen, egal für welchen Verwendungszweck...

    czler : Wir haben ein 1022 als Vereinswaffe - daher vll. manchmal nicht so gepflegt - selbst das braucht zumindest die semi auto, um gut zu funktionieren. Ich nehme als "Ballermunition" gerne die CSI Blazer, gut und günstig und (eben) eher eine HV-Patrone. Damit funktioniert eine der beiden Ermas mit genau einem(!) 10er Magazin einwandfrei, die zweite ist nur am zicken. Daher meine Vermutung in Richtung Magazin. Das Erma überzeugt mich auch verarbeitungsmäßig nicht wirklich. Wäre aber evtl. was für meinen Sohn zum Einstieg, der hat gerade seine Sachkunde gemacht.

    Ich habe ein 1909 Peru. Das hat die lange Visierung (400m - 2000m), der Haltepunkt lag ursprünglich rund 5cm unter der Scheibe. Ich habe mir bei befreundeten BüMa einen Schweißpunkt aufs Korn gemacht und dann Stück für Stück nacharbeitet. Die Kornhöhe haben wir zunächst vom langen Schweden abgeleitet. Damit schieße ich jetzt auf 100m Fleck. Ich würde Dir die Kornhöhe ggf. ausmessen, wobei Du natürlich ein anderes Kaliber schießt und entsprechende Unterschiede einkalkulieren musst. Es war jedenfalls schon ein ganzes Stück Arbeit, das anzupassen. Lohnt sich aber und kostet ein Standardkorn plus Arbeit.

    Ich habe irgendwo noch einen KK-Selbstlader von Voere, allerdings aus Kufstein (Mod. 2115, also auch mit dem jagdlichen Schaft). Bilder muss ich nachreichen. Leider klemmt sie beim Repetieren gern mal zwischendurch die Hülse ein (die wird also ausgezogen, aber nicht vernünftig ausgeworfen). Habe ich noch keine Lösung für gefunden. Auch der Abzug im Makrolon-Gehäuse ist nicht der Reisser. Immerhin konnte ich einen sauberen Druckpunkt einstellen und kriechen oder kratzen tut er auch nicht. Dafür hat der Abzug gefühlt 25m Vorzug.


    czler : Ich könnte gerade zwei Ermas geschenkt bekommen (aus zwei mach eins ;) ). Beide haben Repetierprobleme, evtl. durchs Magazin verursacht. Wie sieht das bei Deiner aus? Im Moment denke ich eher über ein Ruger 1022 nach, das funktioniert wenigstens... ;)

    Nun, vermutlich wäre jeder Schütze, der ZG5 mit einem UHR zu schießen gedenkt, eher ein "Sonderling" ;). Trotzdem gibt es wirklich gute UHR in .22lr, die auch in dieser Disziplin zumindest "mitschwimmen" könnten (Update und einen guten Schützen vorausgesetzt). Die Henry, noch dazu in der Golden Boy Ausführung, gehört definitiv nicht dazu. Klingt für den OP vermutlich doof, ist aber leider so.


    Ansonsten gebe ich Dir vollkommen recht. Es darf grundsätzlich erwartet werden, dass ein Sportschütze sich informiert, liest und versteht. Nun hat der OP sich aber eingelesen und ist beim UHR mangels Masse gescheitert. Das ist OK. Der Hinweis auf verbandsunabhängige Disziplinen ist richtig und wichtig. Ich wollte lediglich darüber hinaus darstellen, dass die angestrebte Waffe auch hier wenig Spielraum bietet, was den sportlichen Einsatz angeht.

    wie schon gesagt, ist eigentlich wuppe, denn keiner würde freiwillig mit einem KK UHR in der Diziplin ZG5, wo die meisten mit reinen Matchbüchsen mit ZF drauf antreten, freiwillig antreten.

    Ich denke, wer sich eine Henry kaufen möchte (Erma EG 712 Nachbau; auf Optik und Preis getrimmt), sucht generell nur nach einer Alibidisziplin, um sich ein "Spielzeug" zu gönnen. Das ist ja auch nicht verwerflich. Spätestens aber dann, wenn man eine wie auch immer geartete UHR-Disziplin wirklich amitioniert schießen möchte, werden die Schwächen der Henry auffällig (=> verstifteter Lauf im Druckgussgehäuse). Das Henry ist eine optisch ansprechende Freizeitwaffe, nicht mehr, nicht weniger.

    Ich möchte noch mal differenzierter auf das Gesamtthema blicken:


    Es gibt unterschiedlichste Gründe, sich für einen Unterhebelrepetierer im Kaliber .22(lr, hauptsächlich) zu interessieren. Bei mir liegen zwei Dinge vor: Ich interessiere mich für UHRs (auch historisch) und ich schieße diese Waffen auch sportlich => DSB, Bayr. B-Liste, UHR C. Ich betrachte meine Browning als Sportgerät und habe sie auch meinen Bedürfnissen nach angepasst => Eure KK Gewehre . UHR C als Disziplin sind 8x5 Schuss stehend auf Fallscheibe 25m, Waffe abgesenkt, Zeit 20 sec. pro Durchgang. So wertig, wie schwere Waffen daherkommen, so lästig wird das Gewicht (spätestens) in den letzten Duchgängen. Eine führige, eher leichte Waffe, die dazu praktisch durch Hand auf/Hand zu zu repetieren ist, kann da ein großer Vorteil sein. So bin ich zum Browning gekommen.


    Das Browning wurde seinerzeit ja nicht für den europäischen Markt entwickelt, sondern diente (tatsächlich) als frühe Markenbindung für US-amerikanische Kinder. Auch Winchester hatte mit dem 9422 diesen Weg beschritten, hatte aber noch ein ganz anderes Problem: Während Browning praktisch nur Lizenzgeber war, musste Winchester hart am Markt arbeiten und hatte in den Jahren vorher viel Reputation durch umstrittene Modellüberarbeitungen verloren. Es verlangte also eine Rückbesinnung auf alte Tugenden, während Browning tatsäch den Weg technischer Neuerungen/Innovationen beschreiten konnte.


    Den Vergleich Browning - Erma finde ich sehr weit hergeholt, hier werden wirklich Äpfel mit Birnen verglichen. Das Erma resp. dessen Klone sehen optisch gut aus, sind aber wirklich auf Preis getrimmt und werden am ehesten der Rubrik "Spaßgewehr" gerecht, wobei ich das nicht abwertend meine. Aber ein verstifteter Lauf in einem Druckgußgehäuse ist bei regelmäßigem Gebrauch halt nicht für die Ewigkeit konzipiert. Das Browning hingegen ist ein ernstzunehmendes Sportgerät.


    Am Rande: Marlin ist ja auch nicht mehr Marlin, in soweit greift der qualitätsbewusste Käufer eh auf ältere Jahrgänge zurück. Das Browning zu FN Herstal gehört, ist ja kein Geheimnis. Und dass Miroku diese Waffen schon immer gefertigt hat, auch nicht. Die Qualität hat sich auch hinlänglich herumgesprochen. Winchester Gewehre werden übrigens heute wo hergestellt? Genau, bei Miroku. Die Markenrechte an Winchester Gewehren gehören nämlich auch FN.


    Ich kann jeden verstehen, der gerne eine alte Winchester oder Marlin besitzt. Ich mag die Historie ja auch... :)