Beiträge von Pikolomini

    Vergiss nur einmal bei der Steuererklärung einen Krankheitstag, und schreib 240 statt 239 Fahrten zur Arbeitsstätte auf, und schon bist Du ein ganz pöser Steuerhinterzieher. Oder lass die Putzfrau bei Dir im Haus arbeiten, und putz dafür die Wohnung der Schwiegermutter selbst, anstatt Deine eigene Wohnung zu putzen, und den Pitzdienst zur Schwiegermutter kommen zu lassen, und Du bist ein schlimmer Steuervermeider, ein Schädling der Volksgemeinschaft, ein Parasit. Ob 100 Euro oder 100.000 Euro hinterzogen ist für die Zuverlässigkeit egal.

    Die typische Argumentation mit der man versucht schwere Steuer Verbrechen zu rechtfertigen. 1 Fahrt mehr zur Arbeisstätte steuerlich abzusetzen o.Ä. mit einem

    50 000 Millonen Euro Steuer Betrug vergleichen ist daneben. Es ist wieder der Versuch, solche Verbrechen zu rechtfertigen, aber das wurde uns ja zur Genüge in den Boulevardblättern vorgekaut, daß es jedoch noch Menschen gibt, die das glauben, erstaunt mich.

    Unter dem Motto: Schau mal kleiner Mann, Du betrügst doch auch, also dürfen es die Großen auch.

    Asylant mit Haus in Syrien. Gibt nicht wenige davon.

    Um 50 Milliarden oder 50 000 Millionen sind - nur - durch CUM EX Steuerbetrugs Geschäfte die Bürger, der Staat, betrogen - beraubt - worden.

    Darüber sollte man sich aufregen, aber auch über die Finanzminister - Schäuble uA. - die das zugelassen haben.

    Aber, wie schon beschrieben, jede Gesellschaft bekommt die Repräsentanten, die sie will und verdient.

    Für 50 000 Millionen könnte man manchen Kindergarten, manche Brücke, Schule usw. bauen.

    Asylrechsmißbrauch verurteile ich genauso und ärgere mich darüber.

    Die regelmäßig aufbrandende, öffentliche Empörung über Steuerhinterzieher assoziiere ich automatisch immer mit KZ-Häftlingen, die geflohene Mithäftlinge verraten

    Steuerhinterziehung ist für mich ein Verbrechen an der Gesellschaft d.H. an den Bürgern. Ohne Wenn und Aber.

    Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt zu sehen halte ich für falsch.

    Ganz einfach:

    Wer z.B. aus Steuerersparnisgründen sein Vermögen ins Ausland schafft, hier aber alle Vorteile - Gesundheitswesen, freie Schulen - Universitäten -

    Sicherheit usw. usw. in Anspruch nimmt, dafür aber Steuernzahlungen vermeidet, ist fur mich ein ganz übler Schmarotzer und Verbrecher und sollte auch so behandelt werden.

    Genau die, die Steuerzahlungen vermeiden, sind auch die, die dieses Verbrechen verniedlichen, denn das ist in Ihrem Interesse.

    Den Vergleich das mit dem Verrat geflohener KZ Häftlinge zu vergleichen, zu kommentieren, erspare ich mir.

    dass Menschen wie Du sich immer mit dem vermeinlich unabwendbaren, kleinsten Übel begnügen bzw. abfinden

    Ich finde mich in keiner Weise mit gesellschaftlichen Übeln ab. Nur weil durch eine Verschärfung des Waffenrechtes für mich die Welt nicht untergeht,

    darauf zu schließen, daß ich Alles akzeptiere, was die Mehrheit fordert und lebt, ist falsch.

    Bei meinen Aussagen geht es nur um das Waffenrecht. Zudem habe ich nur die Funktion gesellschaftlicher Zusammenhänge - aus meiner Sicht -

    beschrieben.

    verdammte kleine Tastatur!

    Wer ver**scht jetzt wen?


    Zu Waldgängers Argumenten:

    Adolf Hitler war der kleinste gemeinsame Nenner.

    Nach le Bon und Freud sind große Anführer immer Durchschittsmenschen, mit denen sich die Masse identifizieren kann.

    Das ist auch die Quintessenz des Menken Zitates.

    Oder simpel ausgedrückt: Jede Gesellschaft bekommt die Repräsentanten, die sie verdient.

    Das stimmt für die US Gesellschaft sicherlich.

    Gesetze sind kein Selbstzweck, sondern sie regeln das Zusammenleben der Bürger. Das diese Regeln in die Freiheit einzelner eingreifen ist unvermeidlich,

    ohne solche Regeln ist Zusammenleben nicht möglich.

    Beispiel: " Du sollst nicht töten " hat den Sinn, das eigene Leben zu schützen. Wäre Töten allgemein erlaubt, würde es für Alle gelten und auch Du könntest getötet werden. " Du sollst nicht töten " dient vor Allem dem Schutz des eigenen Lebens. Solche Regeln dienen denen, die sie befolgen.

    das Autofahren und das Fliegen verbietet oder zumindest kontingentiert

    Natürlich würde ich auch das akzeptieren, wenn nur es das Zusammenleben ermöglicht und vernünftig ist. Nehmen wir an, durch Autofahren würde die Umwelt so zerstört, daß man nicht mehr in ihr leben könnte, dann müßte man natürlich Autofahren verbieten - ohne Wenn und Aber.

    Vom "Mehrheitswillen" zu sprechen, ohne dass diesbezüglich ein Volksentscheid durchgeführt wurde, ist Quatsch

    Dazu ich ein über 10 Jahre altes Zitat des US Satirkers H. Mencken :


    " Wenn die Demokratie sich fortlaufend perfektioniert, wiederspiegelt die Präsidentschaft immer exakter die Seele des Volkes.

    Eines großen und glorreichen Tages wird sich der Herzenswunsch der Leute erfüllen und das weisse Haus mit einem wahren Idioten verziert sein. "


    Wie recht der doch hatte, - ein wahrer Prophet.

    Ich hoffe nur, das hier bei uns die Vernunft siegt.

    Man sollte nicht der Illusion erliegen, dass die Innere Sicherheit primär dem Bürger dient, sondern sie soll die Sicherheit des Staatswesens garantieren

    Das Staatswesen ist kein abstrakter Gegenstand, es ist gerade die Summe der Bürger, also dient alles, was dem Staatswesen dient , dem Bürger.

    Art. 20/2 unseres Grundgesetzes sagt: " Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus ". D.h. das Volk bestimmt z.B., durch Wahlen, wer z.B. Inhaber des Gewaltmonopols ist.

    Wir kommen nicht daran vorbei, daß die Mehrheit in Deutschland die Zahl der Waffen in Privathand so gering wie möglich halten will.

    Das mein persönlicher Waffenbesitz dadurch begrenzt wird nehme ich der Allgemeinheit geschuldet in Kauf.

    Ich brauche auch keine 100 LW auf der gelben EBK und 10 Schuß Magazine reichen mir.

    Ich fühle mich in meiner pers. Freiheit dadurch nicht beschnitten.

    Ich kenne die USA ganz gut, war lange in Mittelamerika Guatemala, Belize und Nikaragua.

    Ich denke, wir leben hier - in Deutschland - im Paradies.

    Hier - in den Foren - den Untergang des Abendlandes zu erklären, nur weil LW. Magazine nur 10 Schuß haben dürfen, und in der gelben WBK nur 10 LW eingetragen sein dürfen halte ich für pervers.

    Nachbarn gar nicht, aber dafür der Staatsmacht blind vertraut,

    Dazu noch eine Anmerkung: Der Staat ist die Summe der Bürger, die Staatsmacht also die Macht der Bürger.

    Das ist kein unbestimmtes Etwas, sondern ganz konkret das, was die Mehrheit der Bürger fordert.

    Alles was gut für den Staat ist, ist gut für die Bürger. Alles was den Staat schädigt, schädigt die Bürger.

    Z.B. Eine Person, die Steuern hinterzieht, schädigt - oder beklaut - den Staat und dadurch jeden Bürger.

    Die Geschichte der USA kenne ich. Das 2nd Amendment entstand, weil zu der Zeit der Entstehung der US Verfassung in manchen Gegenden und Bereichen

    der USA das Recht - noch - nicht durchgesetzt werden konnte und die Notwendigkeit bestand, auch ohne den direkten Schutz durch den Staat den Bürgern die Existenz zu sichern.

    Daraus kann man schließen, das mit der allgemeinen Durchsetzungsmöglichkeit des Rechtes, Waffen in Privathand zum Eigenschutz nicht mehr nötig sind.

    So liegt denn auch in zivilisierten Gesellschaften das Gewaltmonopol ausschließlich beim Staat.

    Gibt der Staat dieses Recht aus den Händen, wie teilweise in den USA, entstehen auch gesellschaftliche Verhältnisse wie dort.

    Das Ergebnis kann man sehen, wenn man die Todesrate durch Waffen je 100 000 Einwohnern und Jahr zwischen den USA und Deutschland vergleicht.

    Wir leben in einer Demokratie und akzeptieren die Beschlüsse unseres Parlamentes. Wenn es gut geht, handelt das Parlament im Interesse der Allgemeinheit.

    Ich bin Sportschütze und glaube die Meinung der Mehrheit unserer Bevökerung - im Bezug auf privaten Waffenbesitz - zu kennen.

    Ich bin davon überzeugt, daß die Mehrheit unserer Bevölkerung restriktive Waffengesetze befürwortet. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen.

    Ich persönlich fühle mich in meiner persönlichen Freiheit dadurch nicht eingeengt, obwohl auch ich gerne große Magazine für Langwaffen hätte, komme ich mit 10 Schuß Magazinen als Sportschütze aus, wenn ich ehrlich bin. Ich muß nicht als Rambo mit langem Magazin rumlaufen um davon zu träumen durch solche Waffen unbesiegbar zu sein.

    Bezüglich der Waffengesetzgebung wird uns die USA oftmals als erstrebenswertes Vorbild genannt. US Amerika kenne ich ganz gut, dort möchte ich nicht " tot über dem Zaun hängen ". Das die Bevölkerung dort ihr Selbstvertrauen mit Waffen aufpäppelt, zeugt von schwersten gesellschaftlich - und sozialen Defekten, äußerlich auch sichtbar durch den rein körperlichen Zustand der Masse der Bevölkerung - Übergewicht.

    Der Clown an der Spitze repräsentiert genau Das.

    Natürlich weiß ich, daß ich einen Sturm der Entrüstung auslöse, aber ich kann langsam diese scheinheilige Rederei - Schreiberei über den Verlust unserer Freiheit durch die Waffengesetzgebung nicht mehr hören.