Beiträge von Sirrah73

    Glückwunsch. Und allzeit Gut Schuss !!!


    Ich schieße die von Artax Dia .578 535gr. Die fliegen bei mir recht gut.


    Habe die ArmiSports 1858, die PH 1853 und eine original Enfield Snider 3 Band (hier kommen nach dem Feuerformen aber .600 Flachboden rein).


    Die Vorderlader lade ich sehr moderat mit 40 grn CH3. Ich kann aber nur auf 50 Meter schießen. Bei hundert würde ich 50+ grn verwenden.

    Ich hatte eine Kontrolle bei Antrag auf Rote. Waffennummern kontrolliert- check, Schrank auf DIN Plakette kontrolliert - check, Munitionsaufbewahrung - Check. Dann noch nen Kaffee und Fachsimpelei - check.


    War alles entspannt und easy, weil ich die Sachen auch vernünftig aufbewahre. Wäre der SB unangemeldet gekommen wäre nichts anders gewesen. Ich denke das soll auch so sein.


    Ich glaube unser SB kann aber auch unentspannt werden, wenn Dinge so laufen wie ... oh der K98 ... ja momente mal ... der ist irgendwo im Kleiderschrank oben / Vorsicht mit der Pistole ... das Magazindingsda ist geladen und steckt noch drin / Die Munition ? Warten sie mal ... ich glaube hier in der Wühlkiste liegt noch was / Ehrlich, der Holzschrank entspricht der EN 1143-1, Ehrenwort. ;-)

    wie viel Schritte brauchst du dabei um den Hülsenhals auf das richtige Maß zu bekommen?

    Insgesamt in mindestens 6 Schritte. Ich schraube die Matrize zunächst nur 3 Umdrehungen rein. Presse dann in minimalen Schritten bis die Schulter geformt ist. Wichtig ist dabei, dass ja nicht zuviel Fett verwendet wird. Das gibt ansonsten ratzi fatzi Dellen (oil dents). Und immer nur leicht anpressen und das Fett mit dem Finger wieder von Hülsenmund nach unten verteilen und wieder ein wenig pressen. Wenn im Anschlag, die Matrize wieder 2-3 Windungen nach unten schrauben und wieder Schritt für Schritt pressen ... bis die Hülse fertig ist. Ich arbeite immer so 5-6 Hülsen auf einmal in Reihe ab.


    Klar kann man die Hülsen auch fertig kaufen. Aber mir geht es auch um's schaffen. Den Vorgang hat man irgendwann drauf. Aber ich habe einige Hülsen verballert, wobei der kritische Schritt bis zum Formen der Schulter ist. Sobald ich gemerkt habe, dass die Hülse ne Delle oder Macke hatte, habe ich den Vorgang abgebrochen, die Hülse gekürzt und ne Snider Hülse draus geformt. Somit habe ich den Ausschuss niedrig gehalten

    welche ist die treibende Kraft dahinter ?

    Hülsen event. selber umgeformt ?

    Ja, Hülsen aus 24er Schrothülsen von MagTech umgeformt. Habe dutzende verballert bevor ich die jetzt mit Ausbeute von 80% hinkriege. Sauarbeit. Geladen habe ich jetzt mit 55grn CH4. Sollte auf 50 Meter langen.

    Ich persönlich wäre vorsichtig mit Paper Patchen, Stichwort Treibspiegel, ich weiß dass die Meinungen auseinandergehen ob Paper Patch schon ein Treibspiegel ist.

    Ich bin vorsichtig ;-)


    „Patronenmunition für Schusswaffen mit gezogenen Läufen, deren Geschosse im Durchmesser kleiner sind als die Felddurchmesser der dazugehörigen Schusswaffen und die mit einer Treib- und Führungshülse umgeben sind, die sich nach Verlassen des Laufes vom Geschoss trennt.“ Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4), Waffenliste, Punkt 1.5.3


    Das Geschossdiameter entspricht dem Felddurchmesser. Der Sinn der Paperpatched Munition ist es, die Züge mit auszufüllen, dem Geschoss eine bessere Führung zu geben, die Laufverbleiung zu verhindern und sich nach verlassen des Laufs von dem Geschoss zu trennen. Deshalb ist für letzteres auch die Wicklungsrichtung wichtig.


    Wäre das Preußische Zündnadelgewehr eine Patronenwaffe, da hättest Du den echten Fall eines Treibspiegels bei Büchse.


    VG aus dem Taunus

    Sind das 2 verschiedene Offiziere?

    Hm ... das kann tatsächlich sein. Ich hatte erstmal gemutmaßt, es wäre ein und der selbe. Beide sind mit Verbindung zu Nottingham zu finden. Aber Du hast Recht, die Sterbedaten sind unterschiedlich. Ich weiss, dass Henry Eyre noch bis 1889 das 2nd Battalion des Lanastershire Regiments geführt hat.


    Ja, sehr wahrscheinlich werden das in den Linke nicht die selben Personen sein. Henry war bestimmt zu der Zeit ein beliebter Vornamen und wer weiss Eyre ist vielleicht ein Nachname wie :-D .


    Ich habe sonst leider nicht soviel zu Henry Eyre gefunden. Wenn ... dann packe ich es einfach mal hier rein.


    Aber, vielen Dank für den Hinweis :-)

    1861 gebaut ... 1861 fing der Amerikanische Sezessionskrieg an, 1861 regierte Queen Victoria noch weitere 40 Jahre, 1861 musste Wilhelm I. noch 10 Jahre warten, bevor er Kaiser des Deutschen Reiches wurde. 1861 .... gab es noch nicht mich, meinen Vater, Opa, Ur-Opa, Ur-Ur Opa .... und ich habe das Privileg die alte Dame eine Zeit lang begleiten zu dürfen.


    Ich freue mich auf den Einstand auf dem Stand.

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    So .. zu meinen ganzen Lee's gesellt sich nun ein Martini Henry hinzu. 1886 von Enfield hergestellt, als MKIV in Dienst gestellt, was auch immer erlebt und 1908 nach Allahalabad Indien ins Arsenal geschickt. Ich habe jetzt erstmal die ganze Arsenalschmiere rausgeholt und das gute Schätzchen sauber gemacht. Schau ich mir den Lauf an, hat sie wohl nicht so viel erlebt. Messerscharfe tiefe Felder und Züge. Die Brünierung ist am Lauf zu fast 100% erhalten, Feder kräftig und überhaupt Topp in Schuss. Ich denke wenn ich die Patronen fertig habe und zum Schießen fahre, dann wird da der erste Schuss nach 115 Jahren aus der Waffe brechen. Da freue ich mich schon drauf und bin ganz gespannt.

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    Kannst du mir sagen wo man so eine Feder herbekommt?

    Hallo,


    zu kaufen gar nicht. Ich habe Federstahlblech genommen und mir die Feder passend rausgeschnitten. Die Hauptfeder ist ja recht simple nur ein Stück "Eisen". Das ganze leicht in Form gebogen und soviele Bleche übereinander gelegt bis das Abzugsgewicht passte. Die Feder muss dann in der Aufnahme sehr bündig sitzen, sonst ist die Funktion sehr lasch. Das kriegt man aber mit Unterlegscheiben (auch aus dem Federblech geschnitten) hin.


    Vorteil der ganzen Aktion: Die Originalfeder bleibt unberührt, ebenso der restliche Aufbau. Will man wieder zurück zum Ursprung: Alte Feder rein, fertig.


    Das mag ne Stümpermethode sein, funktioniert für mich aber gut. Und vor allem nicht invasiv an der Waffe selber.


    Das Federblech hatte ich von einem Kumpel der bei einem Maschinenhersteller arbeitet her. Das mag es aber bei jeder Schlosserei geben. Man braucht auch nicht viel. 10x10cm reicht vollkommen.


    Ich hoffe ich konnte helfen. Ansonsten einfach noch her mit den Fragen.