Beiträge von New Blackhawk

    Artikel 7 der Schiessverordnung sagt aber:

    "Der Handel mit Ordonnanzmunition im Schiesswesen ausser Dienst ist verboten. Das VBS regelt die Ausnahmen."

    IM Schiesswesen ausser Dienst. Handel damit ausserhalb des Schiesswesens ausser Dienst also ok?

    Dies ist natürlich eine interessante Argumentation :)


    Legalerweise dürfte es ausserhalb von Armee und ausserdienstlichem Schiesswesen eigentlich gar keine subventionierte Ordonnanzmunition geben und somit theoretisch auch kein entsprechender Handel möglich sein. Damit soll verhindert werden, dass mit dem Weiterverkauf von durch den Bund verbilligter Munition ein Gewinn erzielt werden kann. Eine zivile Auslieferung darf ja nur an anerkannte Schiessvereine für das ausserdienstliche Schiesswesen erfolgen und von diesen eigentlich nur im für die betreffende Schiessübung nötigen Umfang abgegeben werden (Schiessverordnung des VBS Art. 53 Abs. 2: "Es darf nur soviel Gratismunition und Kaufmunition an die Schützinnen und Schützen abgegeben werden, als für die betreffende Schiessübung erforderlich ist.")

    Obwohl in der Schiessverordnung steht, dass nur Ordonnanzmunition verschossen werden darf?

    Dies gilt nur für die Bundesübungen:


    Schiessverordnung Art. 24: "Die Bundesübungen dürfen nur mit Ordonnanzwaffen und den weiteren vom VBS zugelassenen Waffen sowie den erlaubten Hilfsmitteln und nur mit unveränderter Ordonnanzmunition geschossen werden."


    Konkret heisst dies allerdings dann auch, dass die gemäss Hilfmittelverzeichnis zulässigen Pistolen 00, 06 und 06/29 für die Bundesübungen gar nicht mehr verwendet werden dürfen, da es ja dazu, wie von Dir bereits erwähnt, keine Ordonnanzmunition mehr gibt.


    Schiessverordnung des VBS Art. 53 Abs. 1: "Aus Ordonnanzwaffen oder den gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassenen Waffen darf für sämtliche Schiessübungen und Ausbildungskurse nach Artikel 4 der Schiessverordnung nur unveränderte Ordonnanzmunition oder gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassene Munition verschossen werden."


    In dem zumindest mir bekannten Hilfmittelverzeichnis fehlen dann allerdings jegliche Angaben zur zugelassenen Munition. Nur ein weiterer Mangel in diesem Reglement.

    Das VBS hat nur bei Bundesübungen was zu sagen. Bundesübungen = Feldschiessen und Obligatorisches.

    Das steht aber nicht so in der Schiessverordnung:


    Verordnung über das Schiesswesen ausser Dienst (Schiessverordnung):


    Art. 1 Diese Verordnung regelt die ausserdienstliche Schiesspflicht sowie die Durchführung von ausserdienstlichen Ausbildungskursen und freiwilligen Schiessübungen mit Ordonnanzwaffen und Ordonnanzmunition.

    Art. 4 1 Als Schiessübungen und Ausbildungskurse im Interesse der Landesverteidigung gelten:

    b. die freiwilligen Schiessübungen:

    1. Vereinstrainings, Schiesswettkämpfe und Vorübungen zu den Bundesübungen....


    Armeemunition die an freiwilligen Vereinsübungen abgegeben wird ist reine Trainingsmunition.

    Da bin ich mit Dir einverstanden, trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass auch für Trainingsmunition der Munitionsbefehl gilt:

    1.2 Der Befehl gilt für die Angehörigen der Armee (AdA) im Ausbildungsdienst und für alle Übungsteilnehmer, die im Rahmen des Schiesswesens ausser Dienst Ordonnanzmunition erhalten bzw verschiessen.



    Ich bin kein AdA.

    Ich bin nicht "im Dienst" der Armee.

    Dann gilt eben Punkt 3 des Munitionsbefehls für Dich nicht.

    Unter 1.2, 4.1 und 5.1 werden aber neben "AdA" ausdrücklich auch "Übungsteilnehmer" aufgeführt. Wer ist denn Deiner Meinung nach damit gemeint?

    Und Du denkst, es hätte deswegen niemand Munition zuhause?

    Das denke ich überhaupt nicht, selbstverständlich habe auch ich so meine ganz legalen Reserven :)


    Als bewussten Vertrauensbeweis des Staates in seine Bürger würde ich dies allerdings nicht interpretieren, zumindest die Waffengegner sehen dies wohl eher als Gesetzeslücke. Ich selbst hatte noch während 24 Jahren meine 24 Schuss GP 11 in der "Konservendose" zuhause eingelagert.

    Fakt ist, dass die früher übliche kostenfreie Abgabe einer Munitionsreserve an jeden bewaffneten Dienstpflichtigen zur Aufbewahrung im trauten Heim aus Sicherheitsbedenken eingestellt wurde. Offiziell lagern unsere Wehrmänner eine Waffe ohne Munition. Dies zu ändern obliegt allenfalls der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Andernfalls lässt sich das Stgw zumindest noch mit aufgepflanzem Bajonett einsetzten.

    Ich war eben im Schiessverein und habe 150 Schuss subventionierte Bundesmunition gekauft.

    Die hast Du aber nicht zuhause, weil Du Dich ja an den Munitionsbefehl hältst.

    Sehe ich für dieSchweiz aktuell als fast unmöglich. Dann könnten ja die Soldaten dieDienstwaffe nicht mehr Nachhause nehmen und somit müsste das Milizsystemaufgegeben werden.

    Mit dem Milizsystem hat das rein gar nichts zu tun. Das ist doch kein Problem: Die Waffen werden einfach in den Zeughäusern eingelagert, so wie es die Linken schon lange wollen. Seit die Taschenmunition nicht mehr nach hause genommen werden darf, macht die Dienstwaffe zuhause höchstens noch für Sportschützen Sinn und es ist wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis dies auch noch verboten wird. Der ursprüngliche militärische Zweck, sich in einem Ernstfall mit schussbereiter Waffe zum Mobilmachungsort begeben zu können, wird schon lange nicht mehr erfüllt.

    2022 bei der nächsten Evaluierung der EU zum Waffenrecht

    Was heisst hier 2022?


    "Bis zum 14. September 2020, und anschließend alle fünf Jahre, über­mittelt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat ei­nen Bericht über die Anwendung dieser Richtlinie, der auch eine Eig­nungsprüfung der einzelnen Bestimmungen der Richtlinie enthält, und macht gegebenenfalls Gesetzgebungsvorschläge..." (RICHTLINIE (EU) 2017/853 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 17. Mai 2017 zur Änderung der Richtlinie 91/477/EWG des Rates über die Kontrolle des Erwerbs und des Besitzes von Waffen, Art. 17)


    Wobei ich mich frage ob die CH-Parabellum die in der Vorschrift http://svs-sense.ch/wp-content…nt_A3_D%C3%BCdingen-1.pdf zum FS Mindestabzugsgewicht von 1360 Gramm wirklich hält bzw. nicht doch unterschreitet jenachdem?

    Meine drei Parabellum 06/29 von 1937, 1940 und 1944 haben alle einen klaren Druckpunkt. Das Abzugsgewicht lässt sich durch vorsichtiges Zurechtbiegen der Abzugstangenfeder variieren, aber vorsicht: Bei zu starker Reduktion kann es zu Schussdoppelungen kommen. Grundsätzlich variiert das Abzugsgewicht bei meinen Waffen relativ stark. Bei regelmentskonformer Messung (Lauf senkrecht nach oben, Kontaktpunkt am tiefsten Punkt des Abzughebels) messe ich mit der digitalen Abzugswage von Lyman Abzugsgewichte zwischen 1460 bis 1600g, mit ausnahmsweisen Spitzenwerten bis 1900 g, aber sicher immer über den erlaubten 1360g.


    Das von Dir zitierte "Feldschiessen Düdingen Reglement" ist offenbar ein Spezialreglement der Düdinger, das mit dem Eidg. Feldschiessen nur insofern etwas zu tun hat, als es auf dessen offiziellen Reglementen zu basieren scheint. Ein Passus darin ist allerdings schlicht falsch formuliert:


    "Abzüge mit weniger als 1'360gr (Parabellum und P49) bzw. 1'500gr (P75 und restliche Waffen) Abzugsgewicht, die keinen Druckpunkt aufweisen oder in diesem hängen bleiben, sind verboten."


    Richtig müsste es heissen: Abzüge, die weniger als 1360gr (Parabellum und P49) bzw. 1500gr (P75 und restlicheWaffen) Abzugsgewicht oder keinen Druckpunkt aufweisen oder in diesem hängen bleiben, sind verboten.

    So wie es formuliert ist würde es bedeuten, dass nur Waffen mit Abzugsgewicht unter 1360 g resp. 1500 g und gleichzeitig fehlendem Druckpunkt (resp. in diesem hängen bleiben) verboten sind.


    Ausserdem fehlt im Düdinger Reglement die Parabellum 00/06, die im Hilfsmittelverzeichnis explizit aufgeführt ist.


    Für Interessierte habe ich in unserem Vereinsforum u.a. alle offiziellen Reglemente mit Bezug zum Feldschiessen verlinkt:

    http://web286.login-91.hoststa…2d8ad788b1bed540e1151#p36

    (Eine Anmeldung im Forum mit aktiver Teilnahme ist nur für Vereinsmitglieder möglich).

    Ich versteh den Sinn nicht. Wer schießt denn mit ner Kurzwaffe und offener Visierung auf 100 Meter?

    In den schweizer Vereinen wird standardmässig auf 50m und 25m geschossen. Die 100m wurden lediglich im Zusammenhang mit der FK Brno Field Pistol erwähnt, die einen 6 inch Lauf hat, während in der Schweiz für die üblichen Wettbewerbe nur bis 12 cm Lauflänge zulässig sind. Die 50m-Distanz ist ein gutes Training, auf 25m trifft es sich dann wie von selbst :). Es braucht auch keine FK Brno für 7600 EUR, auch mit einer 80-jährigen Parabellum 06/29 im Kaliber 7.65 Para für 900 CHF lassen sich auf 50 m (selbstverständlich freihändig) ganz ordentliche Trefferbilder erzielen (die 10 misst 10 cm):


    IMG_20180905_182010_400.jpgIMG_20181010_174901_400.jpg

    Konnte für das fast gleiche Geld, (auch die X five war occ.) diese drei süssen kaufen.

    Gratuliere zum Kauf. Schade, dass die 210 mit 7,65mm so stark streut. Hast Du eine Ahnung woran es liegen könnte? Verriegelt der Lauf nicht mehr sauber?

    Leider funktioniert Dein Link zu den Bildern nicht.


    Hab mal ne Frage betreff Optic aufrüsten bei meinem Neuerwerb.

    Hier handelt es sich um eine SIG P210-2 oder auch als P49 bekannt.


    Diese würde ich gerne mit einer Microvisierung aus.- aufrüsten.

    Aber am liebsten mit Fiberoptic.

    Deine Frage zur Mikrovisierung habe ich nicht gesehen. Fragen zu schweizer Ordonnanzwaffen sind im schweizer Teil des Forums besser aufgehoben.

    LPA-Mikrovisierungen sind nicht zugelassen. Gemäss Hilfsmittelverzeichnis zulässig sind nur die original SAN-Mikrovisierung (schwierig zu bekommen und wenn, dann sündhaft teuer), wie ich sie auf meiner SAN P-210-6 serienmässig drauf habe und das üblicherweise verwendete Mikrovisier von Dobler.

    Also mit dem nötigen Kleingeld kann man sich für´s Feldschießen auch die neue FK Brno Fieldpistol holen.

    Ich weiss natürlich nicht, von welchem Feldschiessen Du sprichst. In der Schweiz wirst Du mir der FK Brno jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen, da sie nicht zugelassen ist. Da nützt auch der Name "Fieldpistol" nichts. :)

    Das neue Gesetz zielt doch nur auf halbautomatische Zentralfeuerwaffen ab, Randfeuerwaffen (zB kurzer Ruger 10/22) sind gar nicht betroffen. Oder irre ich mich da gewaltig.

    Da bin ich absolut Deiner Meinung:


    Das Waffengesetzvom 20. Juni 1997 wird wie folgt geändert:

    Art.4 Abs.2bis und 2ter


    2bis Als Ladevorrichtungen mit hoher Kapazität gelten Ladevorrichtungen für halb-automatische Zentralfeuerwaffen, die eine Kapazität aufweisen:

    a.bei Faustfeuerwaffen: von mehr als 20 Patronen;

    b.bei Handfeuerwaffen: von mehr als 10 Patronen

    Pech, wird jetzt doch fürs erste ne P210 von einem Vereinskollegen,

    Weshalb Pech? Die SIG P210 ist eine ausgezeichnete Pistole, für die grosse Mehrheit der ambitionierten Ordonnanzschützen in der Schweiz die erste Wahl und passt wahrscheinlich ohnehin besser zu Deinen kleineren Händen. Eine gepflegte, gut erhaltene SIG aus schweizer Produktion würde ich allemal einer SIG Sauer vorziehen.

    Aber Feldschiessen mache ich nur 25m weil 50m bei uns nur ein Schattendasein führt.

    Es geht ja nicht nur ums Feldschiessen, sondern auch um die grosse Zahl lizenzierter Wettschiessen auf 50m, bei denen neben SPK und freier Pistole auch Ordonnanzpistolen gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassen sind.

    Ist die X in etwa wie ne Shadow2 im Schiessverhalten?

    Willst Du jetzt im Ernst eine für IPSC konzipierte Waffe mit einem SA/DA Abzug mit einer Präzisionswaffe mit einem SAO Abzug vergleichen, die 2.5x soviel kostet? Die Shadow 2 ist für ihren Zweck eine tolle Waffe und passt mit ihren stark taillierten Alu-Griffschalen ausgezeichent für kleinere Hände (wie z.B. meine mit Handschuhgrösse 7), deshalb ist sie auch bei der IPSC-Damenelite so beliebt. Für 50m in der Schweiz ist sie ohnehin keine Option, da nicht für die Bundesübungen zugelassen (wenn damit an Wettbewerben geschossen werden soll). Mit der SIG P210-6 schiesse ich auf 50m deutlich besser als mit der Shadow 2, auch wenn deren Griffe mir nicht ganz so optimal passen wie diejenige der S2. Die inzwischen erhältlichen Alu-Giffschalen von Wyss bringen da eine leichte Verbesserung. Für grössere Hände sind die Nill-Griffschalen besser geeignet.

    Mit der X-Five classic habe ich keine praktische Erfahrung. Die X-Five allround hatte ich einmal in der Hand, die liegt mir persönlich von der Grösse der Griffschalen her überhaupt nicht. Optionen für kleine Hände sind mir nicht bekannt.


    Es sind sicher beides sehr gute Waffen und fürs Präzisionsschiessen auf 50m in der Schweiz gibt es unter den ordonnanzkonformen Waffen nur noch die Parabellum 06/29 als weitere Alternative. Deren Präzision ist immernoch unerreicht und ich schiesse damit auf 50m regelmässig 3-4 Punkte mehr (von max. 100) als mit der P210, trotz der miserablen Ergonomie des Griffstückes. Von den Resultaten her kann ich damit beidhändig gut mit den einhändig geschossenen Kleinkaliber-Sportpistolen mithalten. Der fixe Lauf, die längere Visierlinie und das kleinere Kaliber sind ein nicht zu unterschätzender Vorteil.


    Letztlich musst Du selbst herausfinden, welche Waffe Dir am besten liegt.


    Gruss
    Martin

    Ich zitiere:


    ... vielleicht weil er sich auf das Schlimmste gefasst macht bewahrt Guevara in der Hosentasche ein Magazin mit nur 2 Kugeln für seine Walther PPK auf. Zu Benigno hat er gesagt, sie würden ihn nicht lebend kriegen.

    "Ich bin ein vorausschauender Mensch" sagt er. "Für den Fall, daß die Erste daneben geht".

    Seiner Familie hat er ein kleines Gedicht geschrieben, in dem er von einem Opfer spricht, daß er der Revolution bringe, mit der " schönsten Kugel dieser Pistole, meiner ständige Begleiterin".

    ...

    Quelle?