Beiträge von New Blackhawk

    Der Schweizer Schiesssportverband (SSV) und die Organisatoren des Eidgenössischen Schützenfests Luzern 2020 (ESF2020) haben gemeinsam entschieden, den wichtigsten Anlass der Schiesssportsaison 2020 um ein Jahr zu verschieben. Das Eidgenössische Schützenfest in Luzern wird neu vom 10. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. (http://www.swissshooting.ch/de…esf-2020-wird-verschoben/)


    Das Feldschiessen 2020, ursprünglich vorgesehen vom 5. bis 7. Juni, findet nicht zentral statt. Es kann bis zum 30. Sept. auf dem Heimstand als Vereinsanlass geschossen werden. Ein Verein kann auch mehrere «Feldschiessen-Tage/-Wochenenden» anbieten, wenn er dies will.


    Schiesspflicht / Obligatorisches Programm

    Die ausserdienstliche Schiesspflicht 2020 für die schiesspflichtigen Angehörigen der Armee wird sistiert. Diese müssen das Programm nicht zwingend schiessen, sie dürfen aber freiwillig daran teilnehmen.

    Die Frist für Feldschiessen und Obligatorisches Programm wird verlängert, bei Programme können bis am 30.09.2020 geschossen werden.
    (http://web286.login-91.hoststa…er-Dienst_2020-03-20_.pdf

    http://web286.login-91.hoststar.ch/pdf/Corona_Info_b2.pdf)


    Eine vertrauenswürdige, weil Vereinskameraden langjährig bekannte Büchsenmacherin, hat uns noch eine gebrauchte SIG P210 5" von 1982 angeboten. Sieht aus wie neu, meine Frau findet die vom Handling megaklasse. Ich kann aber nicht einschätzen, ob 2,500€ OK ist. Ein Waffenverkäufer in einem Laden, wo wir danach waren, meinte Preis wäre OK, wir sollten halt da am Schlagbolzen schauen, ob da noch keine Abdrücke sind. Allerdings meinte er auch, es gibt nur schwer Ersatzteile. Man bräuchte zwar nicht viele, aber z.B. die Magazinfeder wäre schwer zu bekommen. Und dadurch wäre das keine Waffe, aus der man jetzt "viel" schießt. Was meint Ihr?

    Hallo Albuchler


    Was meinst Du genau mit einer "SIG P210 5""? Die in Schweizer Vereinen auf 50m und 25m weitaus am häufigsten geschossene Kurzwaffe ist die Pistole 49/SIG P210 mit einem 120mm Lauf im Kaliber 9mm Para, seltener 7.65 mm Para. Weiter gibt es die SIG P210-5 mit Läufen von 150mm und seltener auch 180mm Länge. Letztere sind in der Schweiz für Wettbewerbe mit Ordonnanz- und Ordonnanzähnlichen Waffen nicht zugelassen und deshalb eher etwas für Sammler.
    Die Versorgung mit Ersatzteilen für die P210 ist eigentlich kein Problem und bei diesen qualitativ hochwertigen Waffen auch nur selten nötig. Z.T. werden Ersatzteile inzwischen auch neu angefertigt. Einzig bei den Druckpunkthebeln für die P210-6 (Sportversion) zeichnen sich gewisse Engpässe ab. Solche für die P49/P210-2 sind dagegen als Neufertigungen gemäss den Spezifikationen der P210-6 erhältlich (passen aber nicht für die P210-6). Eine defekte Magazinfeder habe ich noch nie erlebt, notfalls gibt es hier Nachbauten von Promag, die qualitativ allerdings nicht mit den Originalmagazinen mithalten können.


    Preisvergleiche für die Schweiz und die USA findest Du auf der Webseite von swisswaffen unter "Marktbeobachtung". Weiter bietet auch der Auktionskatalog der Fa. Kessler jeweils eine gute Übersicht der aktuellen Marktpreise in der Schweiz (Katalog der letztjährigen Spezialauktion: P210 ab Seite 69 mit den Ausrufpreisen, Ergebnisliste mit den effektiv zugeschlagenen Beträgen (zuzüglich 23% Aufgeld)). Das Preisniveau in Deutschland ist mir nicht vertraut und die original SIG P210 aus Neuhausen dürfte da wohl auch wesentlich seltener anzutreffen sein. Nicht zu empfehlen ist der Nachbau Sig Sauer P210 Legend, überteuert bei deutlich schlechterer Qualität. Allein schon die Passgenauigkeit des Schlittens unterscheidet sich um Welten.


    Das Preisniveau hängt natürlich von Modell und Zustand ab. Gut erhaltene Pist 49(Armeemodell)/P210-1 oder P210-2 in 9mm Para mit Festvisierung bekommst Du in der Schweiz ab ca. CHF 1000.00. Ein Mikrovisier ist für ca. CHF 200.00 nachrüstbar. Für die sehr gesuchten Sportversionen der P210-6 (mit Sportabzug) in 9mm Para werden mit Festvisierung für neuwertige Waffen aktuell ca. CHF 2000-2500 bezahlt, für solche mit original Mikrovisier bis 3000.00.

    Ich selbst habe vor 3 Jahren für eine ungeschossene P210-6 von 1982 mit Festvisier inkl. Originalverpackung, Schussbild und 2 Originalmagazinen CHF 2500.00 ausgegeben und dies keine Minute bereut.


    Gruss

    Martin

    Artikel 7 der Schiessverordnung sagt aber:

    "Der Handel mit Ordonnanzmunition im Schiesswesen ausser Dienst ist verboten. Das VBS regelt die Ausnahmen."

    IM Schiesswesen ausser Dienst. Handel damit ausserhalb des Schiesswesens ausser Dienst also ok?

    Dies ist natürlich eine interessante Argumentation :)


    Legalerweise dürfte es ausserhalb von Armee und ausserdienstlichem Schiesswesen eigentlich gar keine subventionierte Ordonnanzmunition geben und somit theoretisch auch kein entsprechender Handel möglich sein. Damit soll verhindert werden, dass mit dem Weiterverkauf von durch den Bund verbilligter Munition ein Gewinn erzielt werden kann. Eine zivile Auslieferung darf ja nur an anerkannte Schiessvereine für das ausserdienstliche Schiesswesen erfolgen und von diesen eigentlich nur im für die betreffende Schiessübung nötigen Umfang abgegeben werden (Schiessverordnung des VBS Art. 53 Abs. 2: "Es darf nur soviel Gratismunition und Kaufmunition an die Schützinnen und Schützen abgegeben werden, als für die betreffende Schiessübung erforderlich ist.")

    Obwohl in der Schiessverordnung steht, dass nur Ordonnanzmunition verschossen werden darf?

    Dies gilt nur für die Bundesübungen:


    Schiessverordnung Art. 24: "Die Bundesübungen dürfen nur mit Ordonnanzwaffen und den weiteren vom VBS zugelassenen Waffen sowie den erlaubten Hilfsmitteln und nur mit unveränderter Ordonnanzmunition geschossen werden."


    Konkret heisst dies allerdings dann auch, dass die gemäss Hilfmittelverzeichnis zulässigen Pistolen 00, 06 und 06/29 für die Bundesübungen gar nicht mehr verwendet werden dürfen, da es ja dazu, wie von Dir bereits erwähnt, keine Ordonnanzmunition mehr gibt.


    Schiessverordnung des VBS Art. 53 Abs. 1: "Aus Ordonnanzwaffen oder den gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassenen Waffen darf für sämtliche Schiessübungen und Ausbildungskurse nach Artikel 4 der Schiessverordnung nur unveränderte Ordonnanzmunition oder gemäss Hilfsmittelverzeichnis zugelassene Munition verschossen werden."


    In dem zumindest mir bekannten Hilfmittelverzeichnis fehlen dann allerdings jegliche Angaben zur zugelassenen Munition. Nur ein weiterer Mangel in diesem Reglement.

    Das VBS hat nur bei Bundesübungen was zu sagen. Bundesübungen = Feldschiessen und Obligatorisches.

    Das steht aber nicht so in der Schiessverordnung:


    Verordnung über das Schiesswesen ausser Dienst (Schiessverordnung):


    Art. 1 Diese Verordnung regelt die ausserdienstliche Schiesspflicht sowie die Durchführung von ausserdienstlichen Ausbildungskursen und freiwilligen Schiessübungen mit Ordonnanzwaffen und Ordonnanzmunition.

    Art. 4 1 Als Schiessübungen und Ausbildungskurse im Interesse der Landesverteidigung gelten:

    b. die freiwilligen Schiessübungen:

    1. Vereinstrainings, Schiesswettkämpfe und Vorübungen zu den Bundesübungen....


    Armeemunition die an freiwilligen Vereinsübungen abgegeben wird ist reine Trainingsmunition.

    Da bin ich mit Dir einverstanden, trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass auch für Trainingsmunition der Munitionsbefehl gilt:

    1.2 Der Befehl gilt für die Angehörigen der Armee (AdA) im Ausbildungsdienst und für alle Übungsteilnehmer, die im Rahmen des Schiesswesens ausser Dienst Ordonnanzmunition erhalten bzw verschiessen.



    Ich bin kein AdA.

    Ich bin nicht "im Dienst" der Armee.

    Dann gilt eben Punkt 3 des Munitionsbefehls für Dich nicht.

    Unter 1.2, 4.1 und 5.1 werden aber neben "AdA" ausdrücklich auch "Übungsteilnehmer" aufgeführt. Wer ist denn Deiner Meinung nach damit gemeint?

    Und Du denkst, es hätte deswegen niemand Munition zuhause?

    Das denke ich überhaupt nicht, selbstverständlich habe auch ich so meine ganz legalen Reserven :)


    Als bewussten Vertrauensbeweis des Staates in seine Bürger würde ich dies allerdings nicht interpretieren, zumindest die Waffengegner sehen dies wohl eher als Gesetzeslücke. Ich selbst hatte noch während 24 Jahren meine 24 Schuss GP 11 in der "Konservendose" zuhause eingelagert.

    Fakt ist, dass die früher übliche kostenfreie Abgabe einer Munitionsreserve an jeden bewaffneten Dienstpflichtigen zur Aufbewahrung im trauten Heim aus Sicherheitsbedenken eingestellt wurde. Offiziell lagern unsere Wehrmänner eine Waffe ohne Munition. Dies zu ändern obliegt allenfalls der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Andernfalls lässt sich das Stgw zumindest noch mit aufgepflanzem Bajonett einsetzten.

    Ich war eben im Schiessverein und habe 150 Schuss subventionierte Bundesmunition gekauft.

    Die hast Du aber nicht zuhause, weil Du Dich ja an den Munitionsbefehl hältst.

    Sehe ich für dieSchweiz aktuell als fast unmöglich. Dann könnten ja die Soldaten dieDienstwaffe nicht mehr Nachhause nehmen und somit müsste das Milizsystemaufgegeben werden.

    Mit dem Milizsystem hat das rein gar nichts zu tun. Das ist doch kein Problem: Die Waffen werden einfach in den Zeughäusern eingelagert, so wie es die Linken schon lange wollen. Seit die Taschenmunition nicht mehr nach hause genommen werden darf, macht die Dienstwaffe zuhause höchstens noch für Sportschützen Sinn und es ist wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis dies auch noch verboten wird. Der ursprüngliche militärische Zweck, sich in einem Ernstfall mit schussbereiter Waffe zum Mobilmachungsort begeben zu können, wird schon lange nicht mehr erfüllt.

    2022 bei der nächsten Evaluierung der EU zum Waffenrecht

    Was heisst hier 2022?


    "Bis zum 14. September 2020, und anschließend alle fünf Jahre, über­mittelt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat ei­nen Bericht über die Anwendung dieser Richtlinie, der auch eine Eig­nungsprüfung der einzelnen Bestimmungen der Richtlinie enthält, und macht gegebenenfalls Gesetzgebungsvorschläge..." (RICHTLINIE (EU) 2017/853 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 17. Mai 2017 zur Änderung der Richtlinie 91/477/EWG des Rates über die Kontrolle des Erwerbs und des Besitzes von Waffen, Art. 17)


    Wobei ich mich frage ob die CH-Parabellum die in der Vorschrift http://svs-sense.ch/wp-content…nt_A3_D%C3%BCdingen-1.pdf zum FS Mindestabzugsgewicht von 1360 Gramm wirklich hält bzw. nicht doch unterschreitet jenachdem?

    Meine drei Parabellum 06/29 von 1937, 1940 und 1944 haben alle einen klaren Druckpunkt. Das Abzugsgewicht lässt sich durch vorsichtiges Zurechtbiegen der Abzugstangenfeder variieren, aber vorsicht: Bei zu starker Reduktion kann es zu Schussdoppelungen kommen. Grundsätzlich variiert das Abzugsgewicht bei meinen Waffen relativ stark. Bei regelmentskonformer Messung (Lauf senkrecht nach oben, Kontaktpunkt am tiefsten Punkt des Abzughebels) messe ich mit der digitalen Abzugswage von Lyman Abzugsgewichte zwischen 1460 bis 1600g, mit ausnahmsweisen Spitzenwerten bis 1900 g, aber sicher immer über den erlaubten 1360g.


    Das von Dir zitierte "Feldschiessen Düdingen Reglement" ist offenbar ein Spezialreglement der Düdinger, das mit dem Eidg. Feldschiessen nur insofern etwas zu tun hat, als es auf dessen offiziellen Reglementen zu basieren scheint. Ein Passus darin ist allerdings schlicht falsch formuliert:


    "Abzüge mit weniger als 1'360gr (Parabellum und P49) bzw. 1'500gr (P75 und restliche Waffen) Abzugsgewicht, die keinen Druckpunkt aufweisen oder in diesem hängen bleiben, sind verboten."


    Richtig müsste es heissen: Abzüge, die weniger als 1360gr (Parabellum und P49) bzw. 1500gr (P75 und restlicheWaffen) Abzugsgewicht oder keinen Druckpunkt aufweisen oder in diesem hängen bleiben, sind verboten.

    So wie es formuliert ist würde es bedeuten, dass nur Waffen mit Abzugsgewicht unter 1360 g resp. 1500 g und gleichzeitig fehlendem Druckpunkt (resp. in diesem hängen bleiben) verboten sind.


    Ausserdem fehlt im Düdinger Reglement die Parabellum 00/06, die im Hilfsmittelverzeichnis explizit aufgeführt ist.


    Für Interessierte habe ich in unserem Vereinsforum u.a. alle offiziellen Reglemente mit Bezug zum Feldschiessen verlinkt:

    http://web286.login-91.hoststa…2d8ad788b1bed540e1151#p36

    (Eine Anmeldung im Forum mit aktiver Teilnahme ist nur für Vereinsmitglieder möglich).

    Ich versteh den Sinn nicht. Wer schießt denn mit ner Kurzwaffe und offener Visierung auf 100 Meter?

    In den schweizer Vereinen wird standardmässig auf 50m und 25m geschossen. Die 100m wurden lediglich im Zusammenhang mit der FK Brno Field Pistol erwähnt, die einen 6 inch Lauf hat, während in der Schweiz für die üblichen Wettbewerbe nur bis 12 cm Lauflänge zulässig sind. Die 50m-Distanz ist ein gutes Training, auf 25m trifft es sich dann wie von selbst :). Es braucht auch keine FK Brno für 7600 EUR, auch mit einer 80-jährigen Parabellum 06/29 im Kaliber 7.65 Para für 900 CHF lassen sich auf 50 m (selbstverständlich freihändig) ganz ordentliche Trefferbilder erzielen (die 10 misst 10 cm):


    IMG_20180905_182010_400.jpgIMG_20181010_174901_400.jpg

    Konnte für das fast gleiche Geld, (auch die X five war occ.) diese drei süssen kaufen.

    Gratuliere zum Kauf. Schade, dass die 210 mit 7,65mm so stark streut. Hast Du eine Ahnung woran es liegen könnte? Verriegelt der Lauf nicht mehr sauber?

    Leider funktioniert Dein Link zu den Bildern nicht.


    Hab mal ne Frage betreff Optic aufrüsten bei meinem Neuerwerb.

    Hier handelt es sich um eine SIG P210-2 oder auch als P49 bekannt.


    Diese würde ich gerne mit einer Microvisierung aus.- aufrüsten.

    Aber am liebsten mit Fiberoptic.

    Deine Frage zur Mikrovisierung habe ich nicht gesehen. Fragen zu schweizer Ordonnanzwaffen sind im schweizer Teil des Forums besser aufgehoben.

    LPA-Mikrovisierungen sind nicht zugelassen. Gemäss Hilfsmittelverzeichnis zulässig sind nur die original SAN-Mikrovisierung (schwierig zu bekommen und wenn, dann sündhaft teuer), wie ich sie auf meiner SAN P-210-6 serienmässig drauf habe und das üblicherweise verwendete Mikrovisier von Dobler.

    Also mit dem nötigen Kleingeld kann man sich für´s Feldschießen auch die neue FK Brno Fieldpistol holen.

    Ich weiss natürlich nicht, von welchem Feldschiessen Du sprichst. In der Schweiz wirst Du mir der FK Brno jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen, da sie nicht zugelassen ist. Da nützt auch der Name "Fieldpistol" nichts. :)

    Das neue Gesetz zielt doch nur auf halbautomatische Zentralfeuerwaffen ab, Randfeuerwaffen (zB kurzer Ruger 10/22) sind gar nicht betroffen. Oder irre ich mich da gewaltig.

    Da bin ich absolut Deiner Meinung:


    Das Waffengesetzvom 20. Juni 1997 wird wie folgt geändert:

    Art.4 Abs.2bis und 2ter


    2bis Als Ladevorrichtungen mit hoher Kapazität gelten Ladevorrichtungen für halb-automatische Zentralfeuerwaffen, die eine Kapazität aufweisen:

    a.bei Faustfeuerwaffen: von mehr als 20 Patronen;

    b.bei Handfeuerwaffen: von mehr als 10 Patronen