Beiträge von Saiga

    Ich geb mal etwas Futter was zur Bewertung harangezogen wird und wie schnell man in diesen Bereich gelangt. Ich finde nämlich die gengesätzlich Laienbewertung im Brustton der Überzeugung ganz niedlich.
    Das ganze steht bei Gade/Stoppa, bei Steindorf, geurteilt durch BVerwG, BayVGH und zahlreichen OLGen.

    Zitat

    Bei der Anwendung des § 5 Abs. 1 Nr. 2 lit. a WaffG ist der allgemeine Zweck des Gesetzes zu berücksichtigten, nämlich beim Umgang mit Waffen und Munition die Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu wahren (§ 1 Abs. 1 WaffG) und zum Schutz der Allgemeinheit diese vor den schweren Folgen eines nicht ordnungsgemäßen Umgangs mit Waffen zu bewahren. § 5 Abs. 1 Nr. 2 WaffG hat in diesem Zusammenhang den Zweck, bei einer auf Tatsachen gestützten Prognostizierbarkeit eines spezifisch waffenrechtlich bedenklichen Verhaltens den Eintritt von Schäden an hohen Rechtsgütern zu verhindern,

    Zitat

    Es ist insoweit nicht der Nachweis gefordert, der Betreffende werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Zukunft erneut mit Waffen nicht sorgsam umgehen. Angesichts des möglichen Schadens bei Nichtbewährung und des präventiven ordnungsrechtlichen Charakters der Forderung nach einer besonderen Zuverlässigkeit für den Erwerb und Besitz von Waffen genügt es vielmehr, dass bei verständiger Würdigung aller Umstände eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine nicht ordnungsgemäße Ausübung des Umgangs mit Waffen verbleibt,

    Zitat

    Ausgehend von diesen Grundsätzen liegen hier genügend tatsachengestützte Anhaltspunkte dafür vor, dass der Kläger zukünftig missbräuchlich oder leichtfertig mit erlaubnisfreien Waffen umgehen könnte.

    Zitat

    Denn bei der im vorliegenden Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes gebotenen und auch ausreichenden summarischen Prüfung erweist sich der Antragsteller jedenfalls nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 b WaffG als unzuverlässig, weil Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass er mit Waffen oder Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgehen oder diese Gegenstände nicht sorgfältig verwahren wird.

    Zitat

    Auch die Interessenabwägung im Übrigen lässt das private Interesse des Antragstellers hinter das öffentliche Interesse zurücktreten. Zweck des Waffengesetzes ist es, den Umgang mit Schusswaffen und Munition zu begrenzen und den zuverlässigen und sachkundigen Umgang mit Waffen zu gewährleisten, um die naturgemäß aus dem Besitz und Gebrauch von Waffen resultierenden erheblichen Gefahren einzugrenzen und überwachen zu können. Der Bescheid der Antragsgegnerin dient damit dem Schutz überragender Gemeinschaftsgüter, nämlich von Leben und Gesundheit der Bevölkerung. Gegenüber diesem gewichtigen öffentlichen Interesse an der Verhinderung erheblicher Gefahren durch unzuverlässige Personen hat das private Interesse des Antragstellers zurückzutreten


    Und wenn dann die Besserwisser dafür unzutreffende Ausreden gefunden haben, beginnen wir konkrete Urteile zu zitieren, welche dann natürlich nur ein Hinweis für einen Unrechtsstaat sind ;)
    Das nutzt einem aber alles nicht. Seine Waffen kann man sehr schnell loswerden, wenn man es tolldreist treibt, weil man Gesetze falsch versteht. Das kann einen sogar betreffen, wenn man mit erlaubnisfreien Waffen nicht sorgsam umgeht ;)
    Juristen gibt es übrigens, weil der Laie meist falsch interpretiert.

    Triton


    Du hast es sehr genau auf den Punkt gebracht. Das ist auch haargenau, dass was ich mehrfach hier geschrieben hatte ;) Nur den Punkt Fitness würde ich sehr in Frage stellen. Das ist eine sehr humorvolle Ansicht, Der Gesetzgeber ist aber weniger humoristisch veranlagt.


    Die Frage nach Belegen und Urteilen ist auf dieser Seite genau das erste Mal an mich herangetragen worden. Selbstverständlich liegen diese vor. Sie sind sogar ganz einfach im Internet zu finden.
    Dampfplauderei und eigene (offensichtlich Nicht-Jurist) Interpretationen von Gesetzen sind daher schon niedlich.
    Was qualifiziert bitte MArksman die Rechtslage zu bewerten und auf welcher Grundlage sollten seine Äußerungen (die nebenher den Lachmuskel reizen, ob der zur Schau gestellten kindlichen Attitüde) plausibler als die Meinigen sein? Weil sie besser in den eigenen Kram passen!? Ist dies jedoch eine richtige Einschätzung? Wird dies dadurch gerichtsfest? Ist der gefühlt 1000ste Versuch etwas in Richtung "Führen" in die Diskussion einzubringen, obwohl das (wie ich genauso oft wiederholte) gar nichts mit dem Sachverhalt zu tun hat Ausdruck von Lese- und Verständniskompetenz? Auf falscher grundlage kann man schwerlich zum richtigen Ergebnis kommen.
    Das möge jeder selbst bewerten. Wer würde sich denn den Selbstversuch zutrauen?

    Zunächst solltest du Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Ich habe nur im selben Stil geantwortet und wir beiden Betroffenen hatten das wohl auch vernünftig geregelt.


    Zweitens liegst du immer noch meilenweit danebn. Ich muss das nicht zum 20sten Mal wiederholen. DU verstößt gegen die Aufbewahrungspflichten und prognostizierts Unzuverlässigkeit/Nichteignung durch nicht sorgsamen Umgang. Beides ist bereits mehrfach in Urteilen so ergangen.
    Ob dir das passt oder dir deine falsche Meinung am Herzen liegt, spielt keine Rolle. Die Rechtslage ist dennoch eine andere. Auch wenn du wütend mit dem Fuß stampfst, weil du es nicht verstehen willst.

    Wer besoffen zu handgreiflichen Streitereien neigt, hat meist keine erforderliche Zuverlässigkeit ;)


    Jemand der besoffen lustig ein Liedchen trällert und zu Bett geht, bleibt eine zuverlässige Person.


    Um auch den Garten und die Wohnung nochmal zu erläutern: Es ging um die Fälle mit der vorgetragenen Selbstverteidigungslust und im Brustton der Überzeugung auf eigenem Boden mit Waffen anstellen zu können, was man möchte. Hier gibt es Grenzen. Alles was das Bedürfnis umfasst, ist konform. Alles darüber hinaus eben nicht mehr.
    Die Probleme ergeben sich auch nur in Foren. In der Realität werden ein paar Besserwisser aussortiert und die anderen bewahren ihre Waffen ordentlich auf und putzen ganz ungestört im Garten. Die Anschlagübungen finden selten gut einsehbar statt.
    Ich habe in meinem Garten, auch von der Nachbarschaft bemerkt, Waffen lackiert, Schäfte ausgebessert oder Schrott brauchbar gemacht. Das alles macht keine Probleme, wenn man als normaler Mensch auch normale Dinge tut.

    Dazu muss man sich die Sache konkret anschauen.
    Erst einmal gilt aber der Grundsatz: Wo kein Kläger, da kein Richter. Zumindest in den eigenen vier Wänden geht es ziemlich privat zu.
    Im Garten rückt man schon eher in den Fokus der Mitmenschen.


    Wer sich soweit beherrscht, dass er auch sternhagelvoll nicht an Unsinn mit Waffen denkt, verhält sich objektiv zuverlässig. Wer meint diese lautstark der Öffentlichkeit vom Balkon aus zu präsentieren ist es wiederum nicht.
    Ist genau wie mit dem Auto. Besoffen darfst du eins haben, fahren aber nicht ;) (bitte jetzt nicht zerreden wegen Privatgrundstück, darum geht es doch hier nicht)


    Wer also stolz präsentiert, dass er seine Waffen dauerhaft zu seinem Selbstschutz spazieren trägt, wird eben anders bewertet, als derjenige welcher auf der Terrasse Pflegemaßnahmen durchführt. Kann man eine tatsächliche objektive Bedrohung belegen, sieht es auch schon wieder ganz anders aus.

    Chapeau. Endlich mal einer der es versteht.

    Einiges. Was soll bspw. die Verbotsnorm sein? Das Waffenrecht kennt zwar Aufbewahrungspflichten und regelt den Umgang mit Schusswaffen-also zwei sehr konkrete Formulierungen-aber zum Thema Alkohol in der Nähe von verschlossenen Waffen äußert es sich nicht.
    P.S.: Sollte man alkoholisiert mit den Waffen hantieren, könnte das sicher anders bewertet werden. Auch hier bedarf es, wie so oft, eines vertaruensvollen Mitbürgers als Tippgeber.

    Wenn es bei dir Hirn geregnet hätte, hättest du mehrfach gelesen, das ich Anschlagsübungen selbstverständlcih zu Hause durchführen kann. Das subsummiert sich, wie auch das Reinigen, unter Umgang zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck ;)


    Es ist nicht gerade ein Qualitätsmerkmal, wenn du auf ganz viele anderslautende Meinungen hinweist. Ich warte nebenher nicht mit Meinungen, sondern mit dem Waffenrecht auf, sowie zugehörigen Urteilen, die das bestätigen.


    Ansonsten bin ich nicht der Typ der Rechtschreibung unter die Nase hält, auch wenn dies immer noch gewisse Rückblicke auf das Hirn zulässt. Vielleicht merkst du es nicht einmal, dass ich das von dir angeprangerte ganz freizügig mehrfach als rechtmäßig bezeichnet hatte.


    Wer austeilt, muss auch einstecken können. :drink:

    @ Greenhorn und Seligenstädter


    Ich wollte damit lediglich auf die unzutreffende Aussage der vermeintlichen Sicherheit mit illegalen Waffen hinweisen.
    Der legale Falschaufbewahrer kann einfach Abhilfe schaffen und der Illegale ist durch vermeintliche Anonymität sicher.
    BEIDE werden zumeist durch liebe Mitbürger in den Fokus der Ordnungsmacht gerückt. BEIDE sind gleich unsicher.
    Niemand klopft auf Verdacht beim Illegalen und niemand schaut verdachtslos unter die Matratze des Legalen.
    Es ist eine Mär und JA!!! man hat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit sorgsam mit Waffen und Munition umzugehen.

    d.H. das in D etwas explizit verboten sein muss, damit es bestraft werden kann.


    Gibt es keinen Straftatbestand, kann es nicht bestraft werden.

    Nein, das heisst das nicht. Nicht jede strafbare Handlung beruht auf einem Verbot. Das Gesetz sagt zudem nur aus, das die Handlung bereits zum Tatzeitpunkt rechtswidrig sein musste. Das verhindert eine Strafe auf Grund einer Rechstwidrigkeit, die zum Tatzeitpunkt nicht rechtswidrig war oder einfach ausgedruckt: Der Paragraph war noch gar nicht vorhanden, sondern wurde nach der Tat hinzugefügt.

    Marksman


    Ich brauche es dir nicht versuchen zu erklären. Das habe ich bereits. Du WILSST es gar nicht wissen. Ich empfehle dir nach wie vor den Selbsttest zur Prüfung deiner Aussagen. Alles andere bringt dich nicht weiter. Keine Sorge: Du bist nicht allein. Es hat schon so einige die Waffen gekostet.


    Du hast Aufbewahrungspflichten und du hast Umgang nur zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck. Eignung und der Zuverlässigkeit beruhen genau auf diesem sorgsamen Umgang. Beide sind schnell bei nicht konformen Verhalten aberkannt.

    Meist ist man in beiden Fällen gleich schlecht dran. Sowohl die registrierte (falsch aufbewahrte) als auch die illegal besessene (und ebenfalls falssch aufbewahrte) Waffe wird im Zuge einer Denunziation überhaupt erst gesucht.
    Die gepriesene Sicherheit der Illegalen ist dann immer gut in der Zeitung zu lesen: Rubrik "Polizei hebt illegales Waffenlager aus" ;)


    P.S.: Die Kontrolle kann man auch für 5 Minuten warten lassen und ordnungsgemäße Aufbewahrung herrichten.

    Genau. Man richtet die passive Sicherheit ein, die einem ermöglicht aktiv für die eigene Sicherheit zu sorgen. Das ist tausendmal effektiver, als vollkommen unvorbereitet mit geholsterter Waffe überrascht zu werden.

    Ich habe bereits mehrfach die §§5 u 6 WaffG genannt. Dazu kommen die Aufbewahrungsvorschriften und die Einschränkung zum Umgang auf den Bedürfnis umfassten Zweck.
    Man kann das natürlich vorsätzlich wiederholt ignorieren, weil es einem nicht in den Kram passt. Rufe doch die Polizei zu dir und gehe entsprechend deier Vorstellungen vor. Dann könnte es sein, dass du es ganz persönlich vorjustiziert bekommst. Vielleicht zitiert man dir dann auch die anderen ergangenen Urteile zur Thematik. Wenn man möchte kann man allerdings auch anders seine Bildungslücken schließen. Wenn man aber leiber die harte Tour möchte:
    Ich wünsche viel Erfolg! ;)

    Genau das ist in Deutschland auch alles zweifelsfrei erlaubt und ich unterschreibe deinen gesamten Absatz inklusive des Dachschadens

    Ich auch nicht, weil ich damit gar kein Problem habe.
    Ich habe bereits sehr deutlich geschrieben, wo man juristisch mit Problemen rechnen muss. Das brauchen wir nicht weiter zerreden. Ich denke auch du hast das sehr deutlich herausgelsen.



    und NEIN, es ist niemandes gutes Recht zu Hause geholster rum zu laufen. Auch das ist hinreichend geklärt und keine Theorie sondern abgeurteilt.

    eben. und genau deswegen kann ich getrost mit meinen waffen im garten hantieren wie ich das will. den zum einen führe ich sie nicht, und zum zweiten ich bin nicht in der öffentlichkeit. :NO:

    Beides ist richtig und kann (und hatte bereits) manchmal die Unzuverlässigkeit zur Folge. Sorgsamer Umgang und Verwahrung ;)