Beiträge von Winkelsdorf

    @ horner


    Danke, mit der Nomenklatur komm ich dauernd in den Tüddel, weil die nicht dem Wechsel von HK gefolgt sind.


    Aber mal blöde gefragt:


    Ich hab beim HK 33 ein Steuerstück mit Winkel X, beim HK 33k mit Winkel Y und beim HK 53 mit Winkel Z, logischerweise wird bei der Übertragung ja der Verschlusszyklus gesteuert über eben diesen Winkel. Durchlaufzeiten hat der Rollenverschluss damit erkennbar schon. Man denke nur mal an die reine Zahl der verschiedenen Steuerstücke für die MP und die Versionen.


    Wenn ich dann jetz eh schon bei 55grs am unteren Ende der Skala anfange, kann das nicht dazu führen, dass die Waffe zur Unterfunktion neigt oder ist das ausreichend sicher?


    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Moin!


    Kurze Frage in die Runde:


    Ich beabsichtige, einen MKE T93 bis zum Kronträger zu kürzen und dann 55 grs daraus zu verschießen. Schulterstütze soll dabei durch eine Abschlusskappe ersetzt werden. Lauf bleibt ohne Feuerdämpfer.


    Was meinen die Experten zum Rollenverschluss dazu? Spielt die Basiswaffe da mit oder muss ich da was über das Steuerstück fummeln, um eine sichere Funktion zu erzielen?



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Hallo!


    Ich übertrage einfach mal die Überlegungen:


    Wir nehmen einfach ein ausgereiftes Browningsystem mit Masseverschluss wie die FN 1910/22, bauen da dann einen "Browningverschluss" mit Verriegelung im Auswurffenster ein, selbstverständlich mit Entlastungsrillen im Patronenlager und Polygonlauf, neue Griffschalen, eine Rail ans Griffstück und dann konstruieren wir noch neue Magazine, damit die alten nicht passen.


    Das Ganze dann im Kaliber 7,65mm Browning, LPA-Visierung draufgesetzt und mit einer Montageschiene über das Griffstück setzen wir dann ein Eotech XPS-3 freischwebend über den Verschluss, damit man damit IPSC schießen kann.


    Ich überleg mir gerade, wie der Vorstand von FN gucken würde, wenn da einer aus der Entwicklungsabteilung mit dieser Idee aufschlägt... :Braverle:

    Nimm mal eine P8, dann zerleg das Ding und greif mal vorsichtig mit einem Schraubenzieher unter die Schlagbolzensicherung im Griffstück, drücke das Teil SANFT nach oben und schau mal, was lustiges passiert...


    Jetzt mal den Abstand zwischen Magazin und Schlagbolzensicherung ausmessen, okay? Ziemlich eng, oder?


    Fein, und dann mal ausprobieren, was mit einem Magazin der P8 passiert, wenn man es 6 Monate voll aufmunitioniert herumschleppt.


    Und wenn das Experiment dann fertig ist, dann einfach nur noch den Verschluss hinten festlegen, eben dieses Magazin geladen einführen und mal kräftiger Klapps auf den Magazinboden - aber bitte nur auf dem Stand und bitte nur in eine sichere Richtung halten, Gehörschutz auf und Schutzbrille nicht vergessen, könnte laut werden...


    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Hallo!


    Das mit den Änderungen bei der P8 ist Blödsinn, da ist tatsächlich weitaus mehr geändert und da bestehen auch ganz massive Probleme mit der Waffe. So massiv, dass die Wunderwehr das Nachfolgemodell P8A1 verlangt hat - und einen Verriegelungskamm wird das Ding sicherlich auch nicht völlig grundlos erhalten haben...


    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf


    Super, dann werd ich das mal vorbereiten und schauen, wie man sowas dann am Besten realisieren kann.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Hallo!


    Ich habe mir den besagten Artikel jetzt fünf Mal durchgelesen, um die Diskussion nachvollziehen zu können. Tatsächlich aber finde ich nichts darin, was nicht den Anforderungen eines seriösen Journalismus entsprechen würde. Im Gegenteil, ich finde es mehr als bemerkenswert, dass sich der Kollege die Mühe machte und zu dieser Veranstaltung ging, wo es so viele Absagen gegeben hatte.


    Ich meine allerdings auch, dass die Opfereltern zweifelsfrei einen berechtigten Anspruch darauf haben, dass ihre durchaus berechtigte Kritik Gehör findet, von daher finde ich es ausdrücklich sogar sehr gut, dass dies in den Artikel eingebaut wurde. Das ganze Thema ist emotional derart aufgeladen, dass es eine unglaublich schwere Position ist, als Journalist dabei seine Distanz zu beiden Seiten zu wahren und sich von keiner der Parteien in diesem Konflikt vereinnahmen zu lassen. Und das ist dem Kollegen großartig gelungen.


    Wobei ich finde, dass viel zu viel übereinander geredet wird und zu wenig miteinander. DAS wäre journalistisch sicherlich hochinteressant, ein solches Gespräch der Konfliktparteien miteinander zu begleiten und zu dokumentieren. Es muss dabei ja auch gemeinsame Punkte geben und der banale Weg von These-Antithese-Synthese aus so einem Konfliktgespräch wäre für mich von ausgesprochenem Interesse.


    Gäbe es hier geeignete Vertreter der Waffenlobby, die zu einem solchen Gespräch in Sinne einer offenen Diskussion als Interviewform vielleicht bereit wären?



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Ich kenne jetzt deinen journalistischen Werdegang nicht (und bin gerade zugegebenermaßen auch zu faul was zu suchen)
    Die schlechten Chancen jetzt aber allein auf mangelndes Profil bzw. Engagement zu reduzieren finde ich nicht wirklich korrekt. Wir reden hier nicht nur von (pseudo-) investigativem Journalismus auf der jagt nach "der Story" sondern durchaus auch von dem reinen Tagesgeschäft was in der Praxis (ich denke unbestritten) anders aussieht.


    Ich bin auch nicht beschränkt auf (pseudo-) investigativen Journalismus oder die Jagd nach "der Story" sondern mache auch mehr, das sind ja nur die Sachen, die einfach bekannter sind, weil sich beispielsweise für eine historische Recherche zu Ian Fleming und einem damit verbundenen Interview mit dem Leiter des Saturn-V-Programms der NASA im Prinzip kaum jemand interessiert.


    Die Praxis besteht, kurz gesagt, zu 90% aus Lesen, da gebe ich Dir völlig Recht. Aber das sollte eben schon dazugehören, dass man Engagement zeigt und auch ruhig mal zu Rockern geht und bei den Menschen nachfragt, die Gegenstand der eigenen Berichterstattung sind, statt sich einfach nur auf die Pressemappe einer Polizeibehörde zu verlassen. Und solche Unterschiede sind tatsächlich ganz entscheidend.


    Nehmen wir ein simples Beispiel aus meiner beruflichen Praxis, hier zunächst die Pressemitteilung der Polizei Bremen im Wortlaut:


    http://sek-einsatz.de/nachrich…n-bremen-erschossen/1937/


    Das wurde ohne Ende verbreitet, in Artikel eingearbeitet und stammte aus einer "privilegierten Quelle".


    Der Kampfhund war ein neun Monate alter Mischlingswelpe, der auf der Flucht vor den Polizeibeamten die Treppe hinauflief und mit einer MP5 erschossen wurde. Vier Schritte entfernt von dem Hund stand ein 15jähriger Junge... und gerade hier wird man wohl einschätzen können, was das für eine Wahnsinnstat gewesen ist.


    Ich hab die Fotos vom Kadaver, hab ein Interview mit den Betroffenen geführt, die Schussspuren dokumentiert, die Durchsuchungsbeschlüsse kopiert, etc. pp. Aber sowas kriegt man auch nur dann, wenn man den Schreibtisch auch zu verlassen bereit ist. Und da war noch wesentlich mehr hinter dieser "Story", was von eigentlicher Bedeutung ist.


    Es reicht eben nicht, "nur" qualifiziert zu sein und dass der Markt sich dann selbst reguliert, ist einfach nur ein natürlicher Vorgang. Da muss man auch mal die Frage stellen, welchen Nutzen ein Verlag aus kaufmännischer Sicht hat, einen extrem qualifizierten Redakteur zu beschäften, wenn die gleiche Arbeit auch von einem extrem qualifizierten Volontär verrichtet werden könnte.


    Sagen wir einfach, dass es qualitative Unterschiede im Journalismus gibt und das merken Leser und Zuschauer schon, blöde sind die eindeutig nicht. Hier wird das zumeist als isoliertes Problem eines "Feldzuges" gesehen, aber betrachtet man das Gesamtbild, dann sind das nur Symptome und die "Erkrankung" betrifft noch weitaus mehr Themen. Am Ende reguliert sich auch dies dann von selbst, wenn die Einschaltquoten in den Keller gehen oder die Auflagezahl sinkt.


    Von daher kann ich das nicht so einfach stehenlassen, dass es nur um die Qualifikation ginge und dies ein Unterscheidungsmerkmal wäre, um dann einer allgemein schlechten Marktsituation die Schuld zu geben. Im Grunde versuche ich damit, den Usern hier gegenüber eine Lanze FÜR Journalisten zu brechen und auch einfach mal aus der Praxis aufzuzeigen, dass "guter" und "schlechter" Journalismus nicht vom Produkt abhängig ist sondern zweifelsfrei erkennbar an der Mühe des verantwortlichen Journalisten.


    Ich teile Eure Meinungen auch nicht, aber ich mache mir die Mühe, meine Sorgfaltspflichten vollumfänglich erfüllen zu wollen und bin fair und gewähre immer die Gelegenheit zur Stellungnahme. Aber da muss ich dann ehrlicherweise auch sagen, dass es mir schon oft genug passiert ist, wo ich sagen musste: "Okay, die Waffenlobbyisten haben in diesem Punkt mal Recht und meine Story ist jetzt tot." Und ich meine, dass jeder Journalist, der seine Sorgfaltspflichten zweifelsfrei erfüllt und sich nach dem Grundsatz des audiatur et altera pars verhält, auch dann Anspruch auf respektvolle Behandlung verdient, wenn er eine andere Meinung vertritt als die User in diesem Forum.


    Die Meinung ist völlig frei, nur die Fakten, die sind bekanntlich heilig.


    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Genau das meine ich. Das ich in den letzten Jahren in dem Bereich auch sehr gute Leute kennen gelernt habe - teilweise definitiv überqualifiziert für das Resort in dem sie eingesetzt wurden - nur leider ohne jegliche Chance!!


    Leider ja. Wobei das eben auch eine Frage des journalistischen Profils ist und nicht nur der Qualifikation.


    Seien wir doch mal ehrlich, wenn man von einem mutmaßlich echten Kannibalen als Hauptgericht zum Abendessen eingeladen wird, welcher Journalist sagt dann "prima, da geh ich hin" und wie groß ist das Heer derjenigen, die dann sagen "ich bin doch nicht bekloppt, ich geh lieber zum Tennis und höre mir den Mist dann irgendwann mal auf einer Pressekonferenz an!"?


    Wenn letztere Fraktion dann keine beruflichen Chancen hat und niemals ein Profil entwickelt, muss man sich doch nicht wundern, wenn man nur schlechte Berufschancen hat.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Bevor ich mich jetzt hier mit dir über Dinge streite von denen du vermutlich mehr hintergrundwissen hast lasse ich das jetzt mal so stehen.
    Ich kenne weder die Verbände im einzelnen, noch die genauen Voraussetzungen zum Erhalt des Ausweis, kenne aber einige Leute (Fotografen) die Presseausweise besitzen (von welchem Verband auch immer) obwohl sie dies nicht hauptberuflich machen. So schwer kann es also nicht sein.


    Was die Berufschancen angeht scheinst du dann aber eine Ausnahme zu sein. Ich bekomme seit Jahren mit, wie die Zahl der Neueinstellungen wie auch die Zahl der Belegschaft stetig reduziert wird und Neueinsteiger kaum eine Chance haben.
    Oder willst du etwa sagen, dass man aktuell rosige Jobaussichten im Journalismusbereich hat?


    Das verwechseln die Leute gerne, aber bei Presseausweisen sollte man grundsätzlich darauf achten, wer die ausgestellt hat. Wobei die im Grunde auch nicht sooo bedeutend sind, wie man gemeinhin denkt, ich hab in meinem Leben bisher vielleicht zwei oder drei Mal einen solchen Ausweis überhaupt gebrauchen müssen. Und meistens liegt der bei mir auch ehrlicherweise irgendwo in der Schreibtischschublade verbuddelt.


    Rosig sind die Aussichten da wirklich nicht, da stimme ich Dir völlig zu. Aber ich hab auch im Bereich der Neueinsteiger und Volontäre sowie Praktikanten echte Spitzenleute kennenlernen dürfen und attestiere denen blind, ausgezeichnete Chancen zu haben.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Das wage ich jetzt mal deutlich zu bezweifeln, dass es nicht so schwer wäre, an einen Presseausweis des DJV oder eines gleichwertigen Verbandes gelangen zu können...


    Vielleicht an den von irgendeinem frei erfundenen Regionalverband oder von einer Institution, die deutlich geringere Anforderungen stellt, ja, aber echte Presseausweise oder Redaktionsausweise sind mit hohen Anforderungen verbunden. Von daher kann ich das eindeutig so nicht bestätigen.


    Und mit der Festanstellung kann ich so auch nicht bestätigen, mir wurden allein dieses Jahr schon zwei Mal entsprechende Angebote unterbreitet. Wobei das dann auch von Redaktion zu Redaktion und Medium zu Medium auch unterschiedlich ist. Ich kenne jetzt die Situation in Süddeutschland nicht und weiß auch nicht, von welcher Redaktion und welcher Zeitung wir da sprechen, von daher enthalte ich mich da einer Meinung.




    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Günter Jauch einen Journalisten zu nennen ist natürlich ... Mutig...


    Die beschriebene Praxis ist Realität in einer Tageszeitung. Ab wann darf man sich deiner Meinung nach offiziell Journalist nennen? Sobald man einen Presseausweis hat?


    Sagte doch bereits, das es m.W. Nach kein geschützter Beruf mit vorgegebener Ausbildung ist.


    Eigentlich ist die Definition des Journalistenverbandes einleuchtend und auch verbindlich.


    Es ist aber im Grunde wirklich so einfach, wer einen echten Presseausweis oder Redaktionsausweis hat, der ist definitiv Journalist, weil überprüft und anerkannt.


    Bei manchen Phantasieverbänden sind da Zweifel durchaus angebracht und gerade bei solchen Pseudo-Ausweisen sollte man sowas durchaus kritisch hinterfragen.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Die Schule soll sicher keine Journalisten von 0 an ausbilden.


    Um Journalist zu werden muss man irgendetwas studiert haben um ein Volontariat zu bekommen - was ist hierbei völlig wurscht. Wobei sich natürlich Politikwissenschaften, Deutsch, Journalismus, o.Ä. anbietet. Und bei der aktuellen (sehr schlechten) Lage im Journalismus-Bereich hat man nach dem Volontariat kaum eine Chance auf Übernahme.
    Also zu denken man könnte kurz ankommen und nach 12 Monaten wäre man fertiger Journalist der auch nur die Hauch einer Chance auf eine Anstellung hat ist weit gefehlt.


    Gibt es für diese Behauptungen einen Quellennachweis?


    Weil ich das bei Journalisten wie Sabine Christiansen, Günther Jauch, Ulrich Meyer, Rainer Fromm, Bodo Hauser, Ulrich Kienzle oder Helmut Markwort jetzt irgendwie anders feststellen muss, manchmal nur Studium, manchmal nur Volontariat und manchmal nichts von beidem.


    Sind das jetzt keine Journalisten???



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Hallo!


    Ich recherchiere zu einer Pistole Walther PP, Fertigung Zella-Mehlis, Kaliber 7,65mm Browning.


    Griffstück trägt die Seriennummer 322813 P, also "Millionenserie". Waffe ist nicht nummerngleich, der Verschluss trägt die Seriennummer 179450 P. Der Waffenverschluss ist zivil gekennzeichnet.


    Bekanntlich wurden die Verschlüsse von Walther erst ab etwa Seriennummer 220000 P mit Seriennummern versehen, Ausnahmen hier gingen weitestgehend ans RSHA, also wohl Bestand Waffen-SS.


    In der einschlägigen Literatur habe ich zu diesem Seriennummernbereich nichts gefunden. Können die User hier vielleicht weitere Erkenntnisse liefern, ob die Waffe tatsächlich dem RSHA zugeordnet werden kann?




    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Also, hier mal die Übersicht:


    Ruger MIni 14 GB für "Government Barrel" = Kriegswaffe, eingeführt beispielsweise in Irland, Frankreich oder Bermuda.


    Mit Kornträger "mittig" auf dem Lauf, militärischem Diopter wie beim Garand oder M14 und Bajonettaufnahme leicht zu erkennen


    AC 556 und seine Versionen = Kriegswaffe und verbotener Gegenstand, da Vollautomat, also ohnehin nicht der Diskussion hier wert.


    Ruger Mini 14 und Ruger Mini 14 "Ranch Rifle" = Zivile Langwaffe


    Erkennbar am leicht kürzeren Gehäuse, Korn an der Laufmündung und keine Bajonettaufnahme. "RR" haben einen Klappdiopter und eine ZF-Montage bereits vorbereitet, werden auch mit Montageringen ausgeliefert.


    Dann gibt es noch so "Zwischenmodelle", bei denen das Korn auch auf der "Laufmitte" war, zumeist wurde das dann bereits beim Import nach KrWaffKontrG entfernt, "militärischer Diopter" ist noch vorhanden. Die gab es nur ein paar Jahre gegen Ende der 70er Jahre und die wurden damals nach diesen Änderungen auch aus dem KrWaffKontrG entlassen, sind also heute "zivil".


    Und es existieren noch einige sehr seltene Versuchsmuster in .308 Winchester, aber das funktionierte nicht, hat Ruger dann aufgegeben und solche Prototypen wird man hierzulande wohl nicht finden, soll wohl nur so um die zehn Waffen gegeben haben davon.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf

    Hallo!


    Das Problem beim Mini 14 wird häufig im Schwingungsverhalten des Laufes gesehen, wodurch die Waffe wie eine sprichwörtliche Gieskanne streut. Früher, noch zu Zeiten des §37 (alt), wurde vielfach versucht, dies mit Laufhülsen und ähnlichen Vorrichtungen zu kompensieren nach dem Motto "Gewicht dran, dann schwingts nimmer so". Immerhin war das Mini 14 bis zur Neuregelung des WaffG 2003 der wohl am weitesten in Deutschland verbreitete Selbstlader überhaupt - auch, wenn das so manche "Ekschpädde" leugnen.


    Tatsächlich aber scheint man bei Ruger Probleme bei der Lauffertigung gehabt zu haben, das letzte Drittel des Laufes ist da, um es vorsichtig zu formulieren, nicht so ganz optimal gewesen, wie es hätte sein sollen. Sieht man ganz gut bei einem Abdruck, also einem Laufnegativ mit Alginat. Ich hab mal rumprobiert und den Lauf kürzen lassen auf knapp vor der Gasabnahme und dann eine Mündungshülse draufsetzen lassen, um den Druck zu verstärken und damit den Selbstladezyklus zu gewährleisten. Ergebnis: Es war kein Problem mehr, mit dieser Waffe auf 100 Meter die Zehn zu halten, natürlich mit ZF.


    Potential hat die Waffe zweifelsfrei, aber so "out of the Box" würde ich davon abraten. Und mit den Umbaumaßnahmen ist man dann preislich auch schon wieder deutlich im Bereich eines "Black Label" unterwegs. Wirtschaftlich lohnt so etwas also definitiv nicht, zudem wird das Gerät dann doch sehr munitionsfühlig. Und die Lautstärke ist dann auch nicht mehr sonderlich angenehm, da gibt es dann unweigerlich Probleme mit Standnachbarn und Anwohnern.


    Hoffe, geholfen zu haben.



    Beste Grüße


    Lars Winkelsdorf