Beiträge von Ike Godsey

    Noch weiter gehende Einschränkungen bei Messern brauchen wir da nun wirklich so gar nicht!!!


    Das stimmt!
    Allerdings wird es hie rin Deutschland so hinauslaufen wie es immer ist:
    Viele Leute reden drum dass man eine Lobby machen müsste um Front gegen dieses Verbot zu machen - und noch mehr finden Gründe warm sie dort nicht mitmachen - und während die einen noch reden und diskutieren - schwupps ist das Gesetz durch.

    Das war schon in 2002 so und bei jeder weiteren "Anpassung" des Waffenrechts.

    Warm solltes es jetzt anders sein?

    Das Gesetz selbst macht diesbezüglich ja keine Einschränkungen, aber die Sache mit dem Bedürfnis gibt der Behörde schon die Möglichkeit im Rahmen einer Ermessensentscheidung Grenzen zu setzen.

    Welche?

    Waffengesetz (WaffG)
    § 8 Bedürfnis, allgemeine Grundsätze


    Der Nachweis eines Bedürfnisses ist erbracht, wenn gegenüber den Belangen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung

    1. besonders anzuerkennende persönliche oder wirtschaftliche Interessen, vor allem als Jäger, Sportschütze, Brauchtumsschütze, Waffen- oder Munitionssammler, Waffen- oder Munitionssachverständiger, gefährdete Person, als Waffenhersteller oder -händler oder als Bewachungsunternehmer, und

    2. die Geeignetheit und Erforderlichkeit der Waffen oder Munition für den beantragten Zweck

    glaubhaft gemacht sind.

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    §14...


    (4) Sportschützen, die dem Schießsport in einem Schießsportverband nach § 15 Abs. 1 als gemeldetes Mitglied nachgehen, wird abweichend von § 10 Abs. 1 Satz 3 unter Beachtung des Absatzes 2 Satz 2 Nr. 1 und Satz 3 eine unbefristete Erlaubnis erteilt, die zum Erwerb von Einzellader-Langwaffen mit glatten und gezogenen Läufen, von Repetier-Langwaffen mit gezogenen Läufen sowie von einläufigen Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und von mehrschüssigen Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen) berechtigt. Die Eintragung von Waffen, die auf Grund dieser unbefristeten Erlaubnis erworben wurden, in die Waffenbesitzkarte ist durch den Erwerber binnen zwei Wochen zu beantragen.

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    Aus meiner Warte gesehen - und ja, ich weiß, andere mögen das anders sehen - ist nach §8 also ein Bedürfnis erbracht, wenn man in einem Schützenverein Mitglied ist, der wiederum in einem XYZ Verband angeschlossen ist.
    Soweit so gut.
    Der §14.4 hingegen gibt eine unbefristete Erlaubnis zum Erwerb bestimmter (im 14.4 aufgeführt) Waffenarten - und zwar OHNE Beschränkung, weder in Anzahl, noch in sonstwas. Zumindest lese ich keine. Alles was es gibt ist die 2/6 Regelung, die sich hier aber auf die WBKs grün und gelb bezieht.


    "Eingestaubt" ist ein passender Ausdruck. Bei meiner ersten WBK hat der Verein die Sachkunde bestätigt, es gab damals noch nicht mal eine Prüfung.


    Aber unser "schönes" Waffengesetz hat sich ja bekanntlich die letzten Jahrzehnte stark verändert und als LWB muss man halt dran bleiben an den aktuellsten Entwicklungen. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht"......dieser Satz gilt für LWB doppelt und dreifach. Egal ob man Infos an Dritte weitergibt oder man für sich selbst waffenrechtliche Fragen beantworten muss, es ist große Sorgfalt gefragt. Ich hab auch schon "danebengelegen", das kommt vor. Aber ich versuche es möglichst zu vermeiden und immer up to date zu sein, was auch nicht immer einfach ist.


    Aber Infos "aus den Ardennen" mit einem Wissensstand von vorgestern sind wirklich nicht zielführend. Das aber bitte nicht als böse Kritik verstehen, sondern einfach als gut gemeinten Hinweis. Reden kann man über alles, diskutieren auch. Aber wenn es um WaffG geht, dann ist Subjektivität ein schlechter Ratgeber. Im Ernstfall zählt eh nur die Sicht der zuständigen Behörde und wenn es darüber zum Streit kommen sollte, am Ende ggf. die "Meinung" des Gerichts.

    Nun, ich sags mal so - ich kenne mich relativ gut aus was das WaffG betrifft - das war auch nie das Thema - hier ging es (mir) immer um eine EInschränkung seitens der Verbände - und diese darf es nicht geben. Dennoch, was völlig an mir vorbei geht sind die Regelungen der div. Verbände - und ehrlich? Das interessiert mich auch nicht!
    Maßgebend ist immer das WaffG - nicht das was der Verband "reguliert".
    Maßgabe ist der Hintergrund der geschaffenen Erlaubnisse - die 14.4 ist extra dafür gemacht worden, der Erwerb für den LWB zu erleichtern, nicht dafür, dass einem ein Verband darauf auch noch Regeln auferlegt.

    Ich als Waffenhersteller hatte neulich mal das Problem, dass eine Unterewaffenbehörde einem Kunden eine UHR nicht eingetragen hat. Begründung war, dass der Verein in dem der Erwerber Mitglied war, keine UHR Disziplin hätte.
    Ein Anruf auf de AMt hat das geklärt - und der SB hat den UHR anstandslos eingetragen. Denn nirgends im WaffG steht, dass man für die Waffen die man nach 14.4 erwirbt auch die entsprechende Disziplin schießen muss!
    Es reicht durchaus aus, dass man hier oder dort als Gastschütze teilnehmen kann.

    Insofern kann es keine Beshränkung geben - einzig und allein gilt hier die 2/6 Regelung, die exakt deswegen eingeführt wurde.

    Doch wie heisst es so schön? Jedem das seine - und jeder kann glauben was er mag.

    Was die Diskussion jetzt mit Vereinen und Verbänden zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen. Der Verein hat mir zu Anfang meines

    Sportschützentums die Bedürfnisse für die ersten Waffen auf Grün bescheinigt, und der Verband (BSSB) hat diese bestätigt - damit habe ich vom Amt die WBKs in grün und gelb bekommen. Und was dann in Zukunft auf gelb gekauft wird, damit hat doch weder der Verein noch der Verband irgendwas zu tun. (OK, der Veein vlt. noch, wenn die Kameraden man die eine oder andere Neuerwerbung am Stand befingern)


    Sorry Buchi0 - das war wohl meine Entgleisung.

    Aber, ich bin froh, dass du ähnliche Erfahrungen der Erteilung der Erlaubnisse hast, wie ich - ich dachte schon ich bin senil.
    Obwohl dein Hinweis auf die Bestätigung durch den Verband - daran erinnere ich mich nicht - ich hab aber auch nicht wirklich drauf geachtet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen muss: Aber du hast vom Sportschießen scheinbar keine Ahnung.

    Nun, wie schon gesagt, das will ich auch gar nicht!

    Dennoch, es mag sein, dass meine Infos ein wneig "eingestaubt" sind - ich bin seit Jahren nichts mehr in einem Schützenverein oder Verband oder sonstwas, doch zu dem Zeitpunkt als ich als Sportschütze begonnen habe, wurde der Bedürfnisnachweis vom Verein ausgestellt! Der Verein führte ebenfalls die Sachkundeprüfung durch und hat darüber einen Nachweis erstellt.

    In meinem Fall bin ich in den Verein eingetreten, habe meinen 1/2jahresbeitrag bezahlt. Zwei Wochen später gabs nen Sachkundelehrgang (an einem Samstag Vormittag) den einer der Vorstände abhielt. Dann die Prüfung, damals rein mündlich.

    Auf einen Zettel sollte man schreiben, welche KWs man wollte (Art, Kaliber) und am folgenden Dienstag (einem reg. Schießtag) bekam ich einen Umschlag mit Nachweis der Sachkunde, Nachweis des Bedürfnis für 2 KW wie angegeben.

    Damit, also dem Nachweis der Sachkunde, des Bedürfnis und dem Ausweis des Schützenvereins, zusammen mit einem per Hand ausgefüllten Antrag gings zum Amt, der diese Dinge (außer dem Ausweis des Schützenvereins) zum LKA schickte und 3 Wochen später konnte ich mir meine erste grüne WKB mit den Voreinträgen einer Pistole .45 ACP und einem Revolver Kal. .357 Mag. anholen. Kostete damals - das weiß ich noch genau - 14 DM pro Voreintrag inkl. des Stempels für den Mun-Erwerb.

    Wie gesagt, es mag sein, dass meine Erfahrungen nichts gelten und/oder überholt sind, aber das sind die Erfahrungen die ich machte. Ich habe danach nur noch eine gelbe WBK ausstellen lassen, für die ich auch einen Bedürfnisnachweis von Verein bekommen habe.


    Mit der Erteilung meiner allerersten roten WBK verließ ich den Schießsport - es hat mich auch nicht wirklich interessiert, da ich damals Deutschland verlassen habe und in die USA ging, wo ich aufgewachsen bin. Wenn ich seither hier in D schiessen gehen will, fahr ich zu einem guten Freund, was max. 2x im Jahr vorkommt.

    Wenn das alles heute anders ist, heisst das nur, dass es ein Mehr an Bürokratie gibt, welche ich zu tiefst verabscheue.

    Aber irgendwann kommt die Sache mit dem unseligen Bedürfnis zum Tragen.


    Und exakt hier ist der Wurm drin!
    Dieses Bedürfnis wird i.d.R. vom Verein ausgestellt und der stellt nur aus, was in SEINE Disziplinen passt. Und so lange es um eine GRÜNE WBK geht kann ich das ein Stückweit nachvollziehen.

    Aber, der Gesetzgeber hat den 14.4 sowie die 2/6 Regelung extra geschaffen, dass bestimmte Waffen(arten) für Sportschützen imit erleichtertem Erwerb zu haben sind.
    Wenn nun der Unterteufel - oh sorry - die Unterewaffenbehörde wegen der Anzahl und dem Bedürfnis meckert, dann soll mir das einer mal erklären warum das so ist.

    Nach der 2/6 Regelung muss einer 15 Jahre im Besitz einer 14.4er sein, um legal 60 Schusswaffen auf GELB zu besitzen.

    Und dann kommt einer und schreibt:

    Die Kaliber haben sportlich keinen Einfluss. In der Regel sind alle Kaliber zugelassen.

    Das ist doch PRIMA!
    Again, JEDES Kaliber hat ne andere Innen- und Außenballistik, was alleine schon dem Amt gegenüber eine Begründung für mehrere Waffen ist. Von den unterschiedlichen Disziplinen bei denen man auch als Gastschütze teilnehmen kann etc. etc.

    All das sind Argumente warum man eine größere Anzahl Waffen benötigt.

    Frank1000


    ich sags ja, du hast es nicht verstanden.
    Worauf ich hinaus will, ist, dass es gut ist, dass wir ein paar Hürden haben, die man überwinden muss um Waffen erwerben und besitzen zu können. Allen voran die Sachkunde und die sichere Aufbewahrung.

    WIe ich schon mehrfach ausführte, sind für den Staat die Checks gleich, egal WAS ein LWB dann beantragt ob Rot, Gelb oder Grün.
    Somit schränkt dich der Verband mit der Aufstellung seiner Regularien und dem erteilen der Bedürfnisbescheinigung ein - nicht das Amt!

    Worauf ich hinaus will ist, das es alleine DIR überlassen werden sollte was du kaufst und was nicht. Alles ist staatlich - der Hintergrund-Check, die Sachkunde, die Nachschau zur Aufbewahrung etc. - und plötzlich kommt ein privater Verein - mehr sind die Verbände ja auch nicht - daher und erstellt zusätzliche Regelungen.
    Dann gehts runter auf Vereinsebene und hier hat man dann einen vor der Nase sitzen der er ggf. davon abhängig macht ob er dich leiden kann oder nicht um einem die dritte KW zu schreiben oder eben nicht. Und bei all der Macht die man den Verbänden und Vereinen und ihren Funktionären hier in die Hnad gibt, schaffen diese Kaspern es nicht, eine Lobby zu bilden, um wirklich mal Front zu machen und Flagge zu zeigen? Die gehören alle ihres Amtes enthoben und neue, vernünftig denkende Leute gewählt!
    Wo gibts denn sowas?

    Sicher, wenn ihr Wettkämpfe austragen wollt, muss es gewisse Regularien geben - keine Frage - und wenn man sich diesen freiwillig unterwerfen will - OK. Ist ja jedem seine Sache.
    ABER für die Erteilung einer Erlaubnis nach WaffG - da darf eigentlich keine "private Oragnisation" wie die Verbände und Vereine etwas damit zu tun haben.
    Dies muss alleine vom Gesetzgeber ausgehen.
    Und der hat diese Voraussetzung ja schon geschaffen - der 14.4 wird nicht von Gesetgeber eingeschränkt.

    Und ja natürlich gehört da auch das WaffG teilweise "erneuert", klar.
    Und ggf. müssen auch die Strafen anders bewertet werden.

    Frank1000  

    Das versuche ich ja - du hörst nur net zu.

    Zum einen Kaliber sind schon immer relevant gewesen für die Treffsicherheit - da kann mir ein Verband erzählen was er will! JEDES Kaliber hat eine andere Innen- und Außen-Balistik, somit eine andere Flugbahn, und meist (aber net immer) auch eine andere Trefferlage. Das kann dir jeder BüMa im ersten Lehrjahr haarklein erläutern.

    Zum anderen, vo vielen Sportschützen höre ich immer "der Verband dieses und der Verband jenes" - einen Scheiß kann der Verband!
    Alles was zählt ist das WaffG!

    Beispiel - WBK nach 14.4 - dein Verband XY erlaubt keine UHRs - das WaffG aber schon somt kauf dir eine! Wer sagt denn, dass du nicht ausserhalb des Verbands damit irgnedwo als Gastschütze Westernschessen machen darfst?
    Wer will dir das denn verbieten?

    Und hiermit:

    der Hintergrundcheck der bei einem gemacht wird, die Sachkunde, die Aufbewahrung etc. sind bei allen LWBs gleich. Insofern unterscheidet sich deine Sache nicht von meiner - bis auf eine kleine Ausnahme - du hast ggf. ein paar bunte WBKs und ich habe ein paar mit der schönen rosa Frabe.
    In deinem Fall bestimmt der Verband über seine Rahmenbedingungen WAS du kaufen darfst und was nicht.
    In meinem Fall bestimme ich das.


    meinte ich, genau das - der Check Up zum Waffenerwerb den man "von Amtswegen bekommt" ist für jeden von uns exakt gleich - egal ob Sammler, Schütze, Jäger, Sachverständiger...
    Den Unterschied macht nur der Antrag und dessen Begründung - und ja, natürlich das entspr. Bedürfnis. Die Frage ist, warum muss das so sein?

    Der einfachste Nachweis den ich je erbringen musste, war für eine rote WBK mit folgender Aufschrift:

    WBK-Sach.JPG
     
    Die ist von datum her älter als diese hier:


    sammler.JPG


    Die Nachweise sind gar nicht schwer - es sei denn, man glaubt all den "Bangemachern" hier und anderswo, die die schlimmsten Schauergeschichten über "die Rote" und deren Erteilung erzählen.

    AGAIN - Der Unterscheid liegt in der Zugehörigkeit zu einem Verband und dem "verbandslosen" Waffenerwerb/besitz.
    Und wenn mans richtig anstellt ist sogar das hier machbar:

    waff_sch_01a.jpg


    und zwar entgegen allen Unkenrufen ohne AUflagen irgendwelcher Art und obendrein noch für mehr als eine Schusswaffe:

    waff_sch_02a.jpg


    Das Problem ist, dass zuviel Mist über Dinge erzählt wird, und viele das einfach glauben. Dadurch gehen viele erst gar nicht an Dinge heran, die andere einem eh schon als "zu schwierig" oder "unausstellbar" madig machen.

    Und ja, du hast völlig Recht, nur zusammen sind wir eine Lobby - aber das haben die LWBs schon vor 2002 nicht begriffen und die Verbände haben versucht ihr eigenes Süppchen nicht untergehen zu lassen, anstatt dass sie EINE FRONT gemacht hätten - und sie werden es in Zukunft auch nicht schaffen weils immer und immer wieder Schwarzmaler gibt die einem in den Eintopf spucken.
    Ich habe meinem Verband dem ich vor 25 Jahren als Sportschütze angehörte schon nach 2 Jahren dem Rücken zugedreht.
    Und ich komme ohne bestens aus...

    Rolf2,

    ich bezweilfe nicht, dass es dieses Urteil gibt. Insofern sorry, falls das falsch rüberkam.

    Ich denke nur, dass wenn man 3 Richter hat man 5 Meinungen bekommt.

    Sicher kann ein RIchter sich an ein vorher ergangenes Urteil halten - kann - müssen muss er das aber nicht.


    Insofern aus einem Urteil eine Richtung ableiten zu wollen halte ich für ziemlich gewagt.

    Aber bitte, dieses ist (noch) ein freies Land und jeder soll bitte das glauben was er will und dem folgen was er denkt das für ihn der beste Weg ist - ich tue das ja auch.

    Ich weiß nicht, ob du Sportschütze biste oder nicht. Falls doch, solltest du es selbst besser wissen: Die Kaliber haben sportlich keinen Einfluss. In der Regel sind alle Kaliber zugelassen. Der DSB hat 2 Disziplinen für Ordonnanzwaffen, der BDMP 3 (für Waffen auf WBK, grün). Den BDS kenne ich im Detail nicht, es wird aber vermutlich ähnlich sein. Wenn wir unterstellen, dass der Schütze in zwei Verbänden (DSB und BDMP) ist, alles aktiv schießt und für jede Disziplin eine eigene Waffe hätte (Schäftung, Visierung, Riemenösen und was weiß ich nicht alles), dann käme er auf 5 Waffen, die er sportlich benötigt. Dann rechnen wir noch einmal die selbe Anzahl als Reserve für Wettkämpfe drauf und dann noch einmal dieselbe Menge für Fehlkäufe und alte Disziplinen von früher oder was auch immer. Dann komme ich auf 15 oder 20 Ordonnazwaffen mit einem sportlichen Bedürfnis als Erwerbsgrund.


    Jetzt, lieber Ike Godsey, erkläre mich doch bitte einmal, wie ich der Behörde antworten sollte, wenn sie mich nach meinem sportlichen Bedürfnis fragt, wenn ich weit aus mehr als diese Anzahl besitze?!

    Na ist doch toll, wenn du dir deine Fragen selbst beantwortest - dann kannste gleich weiter machen.
    Denn Ordonnazwaffen kommen in unterschiedlichen Qualitäten - somit kaufste eine Enfield und die ist vielleicht von Lauf her Schrott muss ne neue her - sind schon 2...
    Und du willst mir allen Ernstes erklären, dass du keine Argumente findest?

    Und nein, ich bin kein Sportschütze - dem Himmel sei Dank muss ich mich nicht mit irgendwelchen Dingen herumschlagen, die ein Verband sich erdacht hat, um seinen Mitgliedern den Erwerb und Besitz von Schusswaffen zu beschränken.- ja ich weiß, ihr seht das anders...
    Es ist doch so, der Hintergrundcheck der bei einem gemacht wird, die Sachkunde, die Aufbewahrung etc. sind bei allen LWBs gleich. Insofern unterscheidet sich deine Sache nicht von meiner - bis auf eine kleine Ausnahme - du hast ggf. ein paar bunte WBKs und ich habe ein paar mit der schönen rosa Frabe.
    In deinem Fall bestimmt der Verband über seine Rahmenbedingungen WAS du kaufen darfst und was nicht.
    In meinem Fall bestimme ich das.

    Was den Entzug einer WBK betrifft, so kannst du gern glauben was immer du magst - ist ja ein freies Land hier (zumindest noch).
    Ich war jedenfalls bisher in solchen Fällen 3x als Sachverständiger involviert um ggf. Waffen zur Aufbewahrung entgegenzunehmen. Und in JEDEM der drei Fälle hat das Gericht gegen die "Meinung" des Amtes entschieden.
    In einem Fall mussten noch am Tag der Urteilsverkündung alle Waffen, die bereits vorsorglich eingezogen wurden, beim LWB abgeliefert werden. In den anderen beiden Fällen haben die LWB während des schwebenden Verfahrens ihre Püster behalten dürfen - schließlich war ja noch kein rechtskräftiges Urteil ergangen - und wie der Richter so schön sagte: "Eine bloße Meinung eines Beamten sagt noch lange nicht aus, dass diese Meinung richtig ist!"

    Besitzstandswahrung -> schon mal gehört diesen Begriff? Nein?
    Selbst wenn es sich um eine erlaubnispflichtige Waffe handelt, ist ja nur der Erwerb und das ausüben der tatsächlichen Gewalt Gegenstand der Erlaubnis (lies nach, steht drauf auf der Pappe). Das heisst aber auch, dass der Gegenstand DEIN Eigentum ist, über dessen Verbleib du bestimmst und nicht die Behörde - auch dann nicht, wenn es sich um Waffen handelt - das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen "Sachen".