Beiträge von Ike Godsey

    Ist es nicht genau das: wird von langer Hand vorbereitet, und irgendwann kann man dann mal zuschlagen ?

    Exakt so ist es.

    Denkst du denn, dass z.B. der kleine Waffenschein für PTB Waffen "einfach so" kam?
    Damit lässt sich prima kontrollieren, wer dann, wenn die PTBler Kartenpflichtig werden sollten, eine anmeldet und wer nicht. Mach denen dann mal glaubhaft, dass du die PTB Puste schon vor Jahren entsorgt und den KWS behalten hast.

    Denk mal zurück - vor 2002 waren Weschelsysteme nur dann zu haben, wenn man die Grundwaffe hatte und dieses WS ist dann in die WBK eingrtagen worden.
    Dann kam Steinhäuser und sein Amoklauf in Erfurt - daraufhin die WaffG Änderung 2002 - ab da waren WS frei, wenn man den Besitz der Grundwaffe nachweisen konnte. Das WS musste auch nicht eingetragen werden.
    Dann ein paar Jahre später wieder die Kehrtwende zum alten System der Eintragung.

    Die Folge war, dass in eGun Pistolen verkauft wurden mit dem Zusatz, dass man auch nur das WS und alle freien Teile des Griffstücks haben könne.
    Die Griffstücke sind an Ö geschckt worden - dort sind sie frei. Der Deutsche Käufer bekam seine Ware mit dem Zusatz für 90€ (als Beispiel) könne man das nummergleiche Griffstück erwerben. Das wurde dann aus Ö (weil dort frei) via DHL (EU ohne Grenzkontrollen und ohne Zoll etc.) direkt an die Haustüre geliefert -> BINGO!

    Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen was da alles hin und her ging.... ...und nie registriert wurden.

    Das wird eh noch lustig werden...

    In den "alten Tagen" gab es Waffen da wurde (wenn überhaupt) nur eine Nr. "irgendwohn gestempelt". Drei Fälle sollen hier als Beispiel dienen:


    ------Fall 1-----


    Ich habe eine Replika eines 1860er COLT Army Revolvers im Kal. .44 - drauf sollte eigentich folgendes zu lesen sein:

    - Hersteller / Modell
    - Kaliber
    - Seriennummer
    - Beschusszeichen

    Auf besagtem Revolver finden sich auf dem Rahmen: die Beschusszeichen.

    Auf dem Lauf (der ja bekanntlich via Keil auf der Waffe besfestig und somit "Ohne Werkzeug" tauschbar ist) die Seriennummer.

    Das wars dann. Kein Hersteller, keine Nr. auf dem Rahmen, keine Kaliberangabe, keine Modellbezeichnung.

    Der Clou ist, dass bei dem Revolver ein passender Wechsellauf dabei ist, der gar keine Stempel hat.
    In der WBK steht "Wechsellauf zu lfd Nr, .... ohne Kennzeichnung".


    ------- Fall 2 -------


    Der Idealfall wäre nun auch, wenn es pro Waffenmodell jeweils nur eine Waffe mit einer bestimmten Serienummer gäbe. NIcht so bei der Fa. Euroarms.

    Euroarms war zu letzt eine Handesvertretung fü Italo-Repliken div Westernwaffen um das mal so zu sagen.

    Euroarms hat u.a. einen UHRep Vertrieben, die eine relativ gute Kopie der Winchester 1873 darstellte. Die Kaliber waren .357 Mag. und .44/40.

    Nun, mir ist es nicht gleich aufgefallen, aber eine ganze Zeitlang standen in meinem Sicherheitsraum 2 UHRep der Fa. Euroarms im Kal. .44/40 mit der exakt gleichen Seriennummer.

    ----- Fall 3 -----


    Eine Walther PP mit "AC44" Stempelung auf dem Schlitten und sonst völlig ohne Kennzeichnung.
    Keine Seriennummer, keine Kaliberangaben oder ähnliches - keine WAAXXX Stempel.

    Eingetragen als Walther PP - Kal. 7,65mm - Nr. AC44


    -------
    Ich will damit sagen, dass es noch wahnsinnig Lustig wird, was da noch alles auf LWBs zukommt.
    Es wird wohl ne Menge Rechtstreits geben, wenn Bußgeldbescheide wegen falscher Kennzeichnung ins Haus flattern oder ein wild gewordener Staatsanwalt einem die WBK entziehen will, weil man auf einer mehrere Tausend € teure Sammlerwaffe keine Stempel nachträglich anbringen will....

    Da brauchts ne Menge Popcorn.

    Ich überlege das bei mir auch, denn so langsam wird es etwas unübersichtlich mit den diversen Tresoren. Mein Keller hat betonierte Wände und Decken. Insofern denke ich, müsste das machbar sein. Mit wieviel Kosten muss man denn rechnen bis so eine Sicherheitstür eingebaut ist? Und wie sieht es mit den Fenstern aus? Würde es reichen, die zu vergittern oder müssen sie zugemauert werden?


    Dazu rate ich dir, frag deine Behörde, wie der akteulle Stand der Anforderungen ist.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dort gut und fundiert beraten wird.

    Das bedeutet nur, dass du dich auf Kontrollen einstellen sollst. Den Absatz GANZ lesen würde zeigen wohin die Reise geht.


    (3) Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen, Munition oder verbotene Waffen besitzt oder die Erteilung einer Erlaubnis zum Besitz beantragt hat, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen. Besitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen haben...

    EXAKT!
    Rein theoretisch dürfen die bei einer Aufbewahrungsüberprüfung nicht einmal die Waffen kontrollieren.

    Vorallem: man wird bestraft, weil ein Gegenstand, welchen man schon länger besitzt, auf einmal verboten ist?

    Also Rückwirkend?

    Wenn man dich damit erwischt ja.

    Es ist wie mit sog. "Einhandmessern" oder einem Messer dass den Griff quer zur Klinge hat...

    Wenn du es hast und man dich damit erwischt, wirds bitter.

    Und ob du das vorher schon hattest - wie willst das denn nachweisen? Mit dem Kassenzettel von vor 25 Jahren?

    Selbiges wird jetzt dann für diese Magzine gelten die man da unten in den Knallstock schiebt.
    Wenn die Dinger mal ab einer bestimmten Größe verboten sind.... ...das wird noch echt lustig hier.

    Interessante Auffassung, die Du wie begründest?


    :think:


    Eigene Erfahrung.
    Im Grunde ist es doch so, dass hier jeder nur das schreiben kann, was er selbst erfahren hat - alles andere ist Kristallkugelleserei!

    Aber ich will dir sagen wie ich drauf komme.
    Wie ich schon schrieb, hatte ich (damals) 4 KW Schränke mit der damals gültigen Norm "B". Es galt 5 KWs pro B-Schrank. Mein SB sagte mir "Wenn Sie mir die korrekte Verankerung der Schränke in der Wand nachweisen, schreibe ich Ihnen 10 KWs pro B-Schrank".
    Gesagt, getan. Hab nen Schrank ausgeräumt, die Verankerung gezeigt (die sie fotografierten) und ihnen ein Foto von der Schachtel der Liebig-Dübel machen lassen (Zuglast, Tragekraft etc.).
    Mein SB hat mir ein Stück Papier gegben mit Stempel und Unterschrift und allem drum und dran. Drauf stehen 10 KW pro B-Schrank.

    Wie schon erwähnt habe ich 5 weitere Schränke der selben Güte nachgekauft (noch vor der Änderung) und ebenso verankert wie die ersten 4.
    Zwischenzeitlich habe ich einen Teil meines Hauses umgebaut und mir einen Sicherheitsraum eingerichtet. Diesen nimmt bei uns aber nicht die Untere Waffenbehörde ab, sondern die Kripo.
    Was ich jetzt nicht wußte, war, dass Kriop und Waffenbehörde sich nicht austauschen. Ich ging also davon aus, dass die Kripo der Waffenbehörde meldete, dass sie eine Abnahme für einen SIcherheitsraum "unbegrenzte Menge" erteilt hat.

    Ich hab also ein paar KWs gekauft und bin ordnungsgemäß zum Amt um sie eintragen zu lassen.
    Bei der 56. KW fiel dem SB dann auf, dass er ja nur für die besagten 40 KWs Schränke vermerkt hat, und er fragte nach der Aufbewahrung. Hinzufügen muss ich, dass ich nur 4 KWs eintragen lassen wollte, ich also vorher schon 12 KWs über "seinem erfassten Kontingent" war.
    Als ich ihm sagte, dass ich einen Sicherheitsraum habe, der polizeilich abgenommen sei, ist er schier vom Stuhl gefallen. Schreiben der Kripo kopiert und am Amt abgegeben - alles gut.

    Daher weiß ich das.


    Kann er nicht stichhaltig begründen, denn ..


    Ich finde es immer wieder belustigend, wenn mir irgendwer, der weder mich, noch meinen SB noch sonstwas kennt, erzählen will, was ich kann und was nicht.

    §36 WaffG.

    Absatz 3:

    Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen, Munition oder verbotene Waffen besitzt oder die Erteilung einer Erlaubnis zum Besitz beantragt hat, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen.


    Edit: Keine Ahnung, ob die Behörde bei der Beantragung einer neuen Waffe wirklich zählt, ob die Anzahl der Waffen in einem Schrank den Rahmen der Erlaubten übersteigt (z.b. mehr als 5 KW bei Grad 0). Das könnte nach Papierlage schwierig werden (z.B. bei Mitnutzung durch andere WBK Inhaber im selben Haushalt). Bei der Kontrolle vor Ort wird das mit Sicherheit geprüft und nachgezählt.
    Bei meinen Beantragungen nach der 1. Waffe, habe ich auf dem Antrag lediglich angekreuzt "wurde bereits nachgewiesen". Fertig.

    Ja und?

    Das heisst nicht, dass du denen jeden Schrank melden musst.
    Wenn für deinen Schrank das Kontingent erfüllt ist, beschaffst du dir als gesetzestreuer Bürger einen weiteren, geeigneten Schrank (jeweils gültige Norm).
    Es ist Sache der Behörde beim Erreichen der Obergrenze für den Schrank, bei dir die Aufbewahrung für die weitere(n) Schusswaffe(n) abzufragen.

    Ich habe es irgendwo schon mal geschrieben:


    Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Neukauf eines Waffentresors unaufgefordert an die für mich zuständige Waffenbehörde zu melden (Kopie des Lieferscheins per E-Mail reicht).


    Da unser Sachbearbeiter wirklich in Ordnung ist, denke ich, daß es nicht schadet, ihm seine Arbeit etwas zu erleichtern.


    Das sehe ich im Prinzip genauso.
    Mein SB ist super nett und man kann wirklich mit ihm reden.
    Und das Thema Waffenschränke hat sich für mich eh erledigt.

    Ich hatte eine Kontrolle.
    Die beiden Herren haben sich angemeldet, wir haben einen Termin vereinbahrt und sie waren pünktlich da.
    Das alles hat keine 15 Min gedauert.
    Schränke auf, Typenschid überprüft, Formular ausgefüllt, Stempel drauf und Unerschrift - Schränke zu - Ende der Geschichte. Das war.... 2006 glaub ich.

    Es seither gab nur einmal Diskussionen, als ich mir erlaubte, nach der besagten Kontrolle, 5 weitere KW Schränke Typ "B" sowie 2 Schränke Typ "A" zu kaufen - noch bevor der 0 schrank Pflicht wurde. Dann kam irgendwann der 0 Schrank. Da hatte ich die zusätzlichen A & B Schränke aber schon und waren auch schon lange verschraubt und gefüllt.

    Es gab dann ein wenig Diskussion darum, ob ich die nun als legale Aufbewahrung nehmen dürfte oder nicht.
    Sie stellten darauf ab, dass bei der Kontrolle nur 4 KW Typ B Schränke vorhanden waren und deswegen keine weitern gelten würden.

    Ich hab dann mal dumm nachgefragt, wo denn im WaffG oder sonstwo stehen würde, dass ich die Anschaffung von zusätzlichen - damals aktuellen - Waffenschränken melden müsse.
    Und ich gab den Hinweis, dass es nicht meine Sache sei, wenn die Waffenbehörde vor der Umstellung der Sicherheitstufen der Waffenschränke keine erneute Erfassung durchführen würde.

    Lange Rede kurzer Sinn - ich habe meine B und A Schränke genehmigt bekommen, mit der Auflage, bei einem weiteren Kauf eines Schranks auf die dann geltende Norm zu achten, was ich jetzt eh nicht mehr brauche.

    hier liegst du falsch, Val Forgett hat die Navy Arms gegründet. Cheffe von Dixie Gun Works war Turner Kirkland.

    Stimmt, hab die Namen verwechselt. :shock: Man sollte in meinem Alter nachts keine solchen Ergüsse mehr schreiben...

    Ist auch net wichtig.
    Wichtiger ist, dass die "Musketen" aus alten Teilen gebaut wurden, die aus Belgien stammen.

    Du sprichst mir aus der Seele Werner!!

    Val Forgett, mit dem alles was Replikas heute sind, los ging lies ja bekanntlich als erstes einen "COLT Navy 1851" nachbauen und diesen in den USA über seine neu gegründete Firma DIXIE GUN WORKS vermarkten.
    Danach folgten 2 Langwaffen - eine "Longrifle" und eine "Muskete" die der alte Val in Belgien bauen lies. Diese Muskete wurde doch tatsächlich aus Teilen alter, originaler Musketen gefertigt.

    Warum Belgien?

    Nun, die Belgier waren schon immer für den Waffenbau bekannt und berühmt. Selbst das britische Königshaus lies schon in der ameriaknischen Revolution die Long Land und Shortland Pattern (bei uns landläufig ls Brown bess bekannt) neben Deutschland, auch in Belgien fertigen. Ebenfalls später dann die Enfields P53 und P56 etc.

    Aber - und das ist für die Replika Sache viel wichtiger - Gott und die Welt lies in Belgien Flintlocks auf Perkussion konvertieren. Aber auch das ist nur eine Randnotiz wert, denn eigentlich ging es dem guten alten Val um eine Zeit um 1900 und danach.
    Viele der obsoleten Waffen der europäischen Armeen wurden in den Afrikahandel gebracht. So konnte man Lager leeren und ggf noch ein paar Groschen dran verdienen.
    In Afrika gab es aber damals ein Waffengesetz, das den Eingeborenen untersagte Waffen zu haben, die über gezogene Läufe verfügten und sie mussten ein Steinschloß haben!

    Kurzerhand haben die Belgier Läufe ausgerieben und alte perkussionierte Steinschloss Waffen wieder Re-Aptiert, sowie Perkussionswaffen wie Enfields etc. auf Steinschloß konvertiert.
    Ab gings nach Afrika!

    Und unser guter alter Val suchte genau nach diesen Teilen die für den Afrikanischen Markt gefertigt wurden und überzählig waren. Daraus - so solls jedenfalls gewesen sein - sind angeblich die ersten DGW Langwaffen entstanden.

    Ich habe irgendwo eine altes US Amerikanisches Waffenmagazin in welchem diese Stroy so steht und in den Veraufsanzeigen im Anhang wird u.a. auch die Muskete von Val angeboten.

    Darf man von einem Waffenhersteller Fachwissen verlangen?

    Wenn selbst ein Idiot wie ich weiß, dass die Bezeichnungen "Pocket", "Navy" und "Army" in der Perkussions-Ära KALIBERANGABEN sind,

    wobei Pocket für .31" steht, Navy für .36" und Army für .44", warum schafft es dann ein Replika Anbieter, einen Colt Navy im Kaliber .44" anzubieten???

    Und die Waffe wird auch noch zu Bewerben zugelassen, wo doch der Nachweis eines historischen Vorbilds Bedingung für die Zulassung ist.

    Werner, du sprichst mir aus dem Herzen - DANKE!!

    Kid,

    nicht wirklich!
    Der Schaft deiner Dikar ist wesentlich schmaler (Butt) als der der "echten" Longrifles.

    Die Rifle die du da hast wurde in den 80ern von Jakobi in Perk und Stein verkauft und als Bausatz - ich glaube sogar, dass es einen Satz mit Wechselschloß gab.
    Diese Maslin Schlösser taugen nicht viel wenn sie in Stein sind, die Batterien sind nicht wirklich gut gehärtet.
    Der Lauf ist eingiegermaßen, wenn man in gut hont.

    Mein Freund der Doppel D hatte mal eine in Perk. Darauf haben wir ein Diopterrohr gebaut und ich habe den Lauf gehont. Ging ganz passabel, wenn man die korrekte Ladung, Kugeln etc. hatte.

    Allerdings gebe ich Greenhorn Recht, wenn man was draus machen will, mus sman wirklich Geld in die Hand nehmen...
    Und ja, auch Breuko trifft den Nagel - das Korn ist ein anderes und es ist weichgelötet ohne dass es der "Macher" versäubert hat.

    Schade um das Teil...