Beiträge von 1874

    Wenn Ihr euch das Gewehr anseht, kann man herauslesen, dass es ursprünglich nicht mit der Visierung ausgestattet war und es war wohl zur Jagd auf Kleintiere, wie Eichhörnchen oder ähnliche Raubtiere gedacht. Dazu passt dann auch das Kaliber und die kleine Pulverladung.

    C.C es ist ein Diopter und das hat nichts mit der Einfachheit zu tun, Diopter kommt von "Hindurchsehen" und die Ursprünglichen waren als "Irisblende" gedacht. Deshalb hatten die meisten ursprünglichen Scheibenbüchsen auch noch eine Kimme.

    Dieser Diopter ist eindeutig nachträglich angebracht worden, denn bei der qualitativ guten Verarbeitung des Gewehres hätte kein Erbauer die vordere Schraube in den Übergang vom Lauf zum Schaft eingesetzt. Somit gehe ich davon aus, dass die Büchse ursprünglich nur mit Kimme und einem anderen, wahrscheinlich kleineren Korn, ausgerüstet war.

    Die Erklärung könnte ganz einfach sein.

    Mit den unterschiedlichen Verschlussmaterialien hat CC recht und deshalb werde sie wohl zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht worden sein. Sehr auffällig ist der Abstand des vorderen Schwalbenschwanzes zur Mündung.

    Wegen des gesamten Bildes gehe ich davon aus, dass der vordere Schalbenschwanz der ursprüngliche ist und die Falschemündung noch nicht war. Dann wurde aus aus dem vorderen Laufstück die Falschemündung gefertit und das Korn, in diesm Fall ohne Korntunnel musste nach hinten weichen.

    Auch die hintere Aufnahme des Glases ist untypisch. Deshalb wird dort wohl der "Ausleger" der ehemaliegen, gefederten, Kimme verwendt worden sein.

    Moin,

    die Springfields, ob A1 oder A3 müssen vernünftig in der Bettung liegen.

    Das bedeute, das Sytem darf sich nicht verziehen, wenn beide Schrauben angezogen werden.

    Dazu muss aiuch die Distanzhülse der vorderen Systemschraube von der Länge her passen. Wenn die vordere Systemschraube angezogen ist, muss das System vorne sauber und nicht zu stramm auf dem Schaft aufliegen. Ist die Hülse zu lang, ist dort etwas Luft und ist sie zu kurz entstehen eine zu große Spannung. Das ist ganz einfach mit etwas Knetgummi zu testen. Dazu das Gewehr ausschäften, ein Kügelchen der Knete, etwas größer als ein Stecknalkopf, rollen und auf die Schaftfläche neben der vorderen Schraube legen. Dann zuerst den Rahmen ohne Magazinfeder und Zubringer, mit der Distanzhülse von Unten fest in den Schaft einführen, danach das System ohne Druck auf das Kügelchen einsetzen und die vordere Systemschraube anziehen. Nach dem Lösen schauen wie platt das Kügelchen ist und so die Bettungsstelle beurteilen. Ist die Kugel ganz platt und ausgeglichen liegt das system ohne Luft auf. Ähnlich bei der Distanzhülse vorgehen um die Länge zu bestimmen und um festzustellen ob sie zu kurz ist, wodurch zu viel Druck ausgeübt wird. Stimmen beide Maße, kommt der nächste Schritt. Dazu erst die vordere Systemchraube und anschließend die hintere Systemschraube anziehen. Wenn das System im hinteren Bereich Luft hat und sich erst beim festziehen der Schraube in den Schaft in sein Bett absenkt, dann ist Spannung im System und die ganze Bettung muss nachgearbeitet werden. Passt dort alles geht es an den Lauf. Die Laufwurzel, vor dem System, muss gut auf dem Schaft aufliegen. Dann muss der ganze Lauf bis ca. 2-3cm vor dem vorderen Ende frei im Schaft sein. Vorne auf den letzten 2-3cm muss der Lauf leicht auf den Schaft drücken, ca. 2-5Kg. In dem gleichen Bereich, der 2-3cm, muss der Lauf gleichmäßig und leicht an beiden Seiten anliegen. Der Handschutz darf nicht mit dem Lauf in Berührung kommen.

    Reingauer, nur mit dem Nacharbeiten der Stelle wirst Du nichts werden. Am besten den ganzen Stecher zerlgen und zuerst gründlich reinigen und entfetten. Danach alle Teile, die in einander haken ganz vorsichtig und rechtwinkelig mit einem Wasserstein abziehen. An keiner Stelle wirklich Material abnehmen, dann stimmt das Zusammenspiel nicht mehr. Das von Dir genannte Problem entsteht nicht an dem Punkt in Deinen roten Kreis, sonder nach meinen Erfahrungen an der "Wippe", dem vordersten Teil in dem Stecher. Beim Zusammenbau drehe die Einstellschraube ganz heraus bis sie keine Funktion mehr zeigt. Dann drehe sie rein bis der Stecher auslöst. Anschließend drehe sie in kleinen Schritten, minimal heraus, bis der Stecher hält. Probiere dann noch mehrere Male wo der Punkt liegt, an dem der Stecher nicht mehr hält. Denke daran, dass die Stechereinheit nicht geölt werden soll.


    @ProGer Die beiden Stecherarten kann man nicht mit einander vergleichen. Deren Aufbau ist komplett unterschiedlich. Beim Waadlander ist ein achtfach übersetzter Stecher verbaut. Dagegen sind in moderneren Jadwaffen einfach übersetzte Steche, meisten nach Mauser, verbaut.

    Naja, der DSB ist nun wirklich nur ein Verband unter Vielen. Wenn es mit dem Haufen keinen Spaß mehr macht, macht man halt woanders mit...

    Ll, dann sei froh wenn für Dich die Möglichkeiten in einer vernünftigen Entfernung gegeben sind.

    Nun CC, ist ja nix gegen zu sagen. Nur, der Sturm im Wasserglase (hier) - wem hilft denn der?? Den Anfängen währt man an geeigneter Stelle.


    sammler hat das einzig Richtige getan - und da angerufen wo es gilt. Sieht Herr Fongier mal das es die Leute auch wirklich interessiert.

    Sich (ausschließlich) hier künstlch aufzuregen - und auch noch über ungelegte Eier - ist nur heisse Luft.

    Mühli, ich sehe das etwas enger, deshalb habe ich neben Gerhard Lang auch verschiedene LAndesreferenten angesprochen. Die wussten z.B. noch nichts. Deshalb ist es wichtig von vielen Seiten zu reagieren.

    Ich müsste ca. 100km fahren um in einem nicht DSB-Verband zu schießen.

    Ich hatte diesbezüglich ein längeres Telefonat mit Gerhard Furnier. Dabei wurde folgendes klargestellt:

    1. Es gab eine Diskussion in der TK, ob über Irisblenden und ähnliches nicht die Grenzen zwischen offener und geschlossener Visierung verwischt werden.

    Dann würde das ja wohl nicht nur die Vorderlader sondern auch die Ordonnanzgewehr und Kurzwaffenschützen betreffen.


    Na, lassen wir uns mal überraschen.

    Ich habe mich gestern mit dem DSB Bundesreferenten Vorderlader in Verbindung gesetzt. Er konnte mir noch keine abschließende Auskunft geben und muss sich erst noch mit der „obersten Heeresleitung“ besprechen.

    Krurz nach dem ich das Obige geschrieben hatte, rief jemand an und wollte etwas bei mir abholen. Da ich wusste, er hat zwei Sharpse, sollte er sie mitbringen.

    Von denen die Schrauben vermessen: Ein ArmynSport die hatte 10-32 und eine neuere IAB mit 4,58mm im Durchmesser und mit 28 Gang. Also kein Regelgewinde.

    Fazit, wuss man eben anfertigen. OB, wenn ich Dir welche machen soll, dann bitte eine PN.

    Eben mal nachgemessen - ziemlich genau 4,55 mm ... nicht 4,8 mm


    Demnach ist es wohl auch noch was Anderes, als besagtes UNF 10-32.

    Mess mal die Steigung nach, nach meinen Erfahrungen wurden gerade von Italienischen Herstellern die Durchmesser der Schrauben recht klein gefertigt.

    Selbstgefertigte Schrauben im Norm-Maß passten dann aber immer in die Muttergewinde.

    Wenn ich aber die Steigung nach dem Bild nachzähle, schätze ich die Steigung au 24 Gang. Teste einmal, wie stramm das Schraubengewinde im Muttergewinde sitzt. Hat es etwas Spiel, dann würde ich auf W3/16" schätzen. Welchen Duchmesser hat das Kernloch ca.? Bei dem 3/16 Gewinde 3,4mm.

    Leute könnt ihr keine Federn machen, etliche dt , Eu Kader Schützen schiessen mit Abzug Stangenfedern die ich für sie gemacht habe, vor allen bei Pedersoli Mauser 1858.

    Abzuggewicht bei 500 g wie bei einer LP ohne das die Abzugstange in die Laderast fällt.

    Feilen und schleifen ist für mich ein no go.

    Mein Lieber, Federn herstellen können die wenigsten Laien.

    Eine zu starke Feder, die so nie wieder benötigt wird muss man nicht aufheben und darf verändert werden.

    Allerdings sollte man wissen wie und nicht wie im vorletzten Beitrag.

    Prahlen bringt auch nichts.;)

    PS denke aber daran, dass Du die Feder und somit den Abzug nicht zu leicht machst, da die abzugstange dann sehr schnell in der Laderaste ist. Wenn Ciappa die Nuss und somit die abstände wie bei den orig. Springfields gemacht hat, dann ist der Weg recht weit zwischen den Rasten, da ist die Nuss von Colt besser fürs umrüsten zum sportlichen Schießen, da dort der Weg kürzer ist.

    Moin PS,

    ich meine schon die Dicke. Wenn Du in der Breite etwas weg nimmst, bekommst Du sie zwar leichter und es ist einfacher zu bewerkstelligen, aber in der Dicke weggenommen bringt ein besseres Schwingungsverhalten.

    Meine Originalen 1861 + 1863 /64 habe ich alle so behandelt, wobei sie etwas andere Verhalten bekommen mussten, da die Schlosse von Colt anders als die von Springfield und den weiteren Herstellern sind.

    Hätte ich damals angefangen eine Bugfeder durch veränderen der Schenkelbreite zu einem leichteren Druck zu verhelfen, hätte mein alter Meister mich erschlagen.

    Moin, nicht anlassen, Du kannst die Härte, besser die Elastizität nicht kontrolliert wegnehmen.

    Als erste solltest du die Kante, die auf der Abzugstange aufliegt runden und polieren, so dass sie gut auf der Stange gleitet. Dann den unteren Schenkel, zur Abzugstange vorsichtig dünner feilen / schleifen, damit sie gut "schwingt", nicht kürzen. Dabei immer in Längsrichtung und keine Riefen einarbeiten. Eine Kante zur Rundung ebenfalls vermeiden.

    Während der Arbeiten immer wieder einsetzen und prüfen. Bedenke, dass die Nuss kein Fliege hat, somit darf das ganze nicht so leicht wie bei einem Stecher werden, ansonsten kommt die Laderast schneller in Einsatz als Dir lieb ist.

    Moin,

    bist Du Dir sicher, dass es ein PH war? Solch eines ist mir noch nie unter gekommen.

    Normaler Weise ist dieses das Muster 1858, es wurde nach dem Sepoy-Aufstand 1857, für die indischen Truppen eingeführt.

    Das gibt es nach meinen Kenntnissen nur im Original oder als indischen Nachbau.

    Moin Schwarznasen,


    ich löse die Restbestände von Patches in meinem Lager.

    Wenn jemand Interesse hat, sende mir bitte eine PN, dann schicke ich die Liste.