Beiträge von 1874

    Moin,

    die Laufverjüngung Richtung Mündung war nicht nur bei den Pistolen so.

    Dieses leigt an mehreren Faktoren. Der Hauptfaktor waren die Materialkosten. Den Stahl (nicht vergleichbar mit den heutigen Stählen) zu erzeugen war sehr teuer, der Hauptkostenfaktor war die Holzkohle.

    Der größte Druck beim Schuss entsteht im Bereich der Pulverkammer, wo der Lauf wegen der recht geringen Materialfestigkeit dickwandig ausgeführt sein muss. Der Gasdruck nimmt Richtung Mündung weiter ab, dort muss die Kugel dann nur noch geführt werden. Also reicht eine dünne Wandung.

    Das es hauptsächlich um die Kosten für die Materialien geht sieht man schon beim Schmieden der Laufplatten (Gewehr) und der Doppelplatten für Pistoleläufe. Bei Schmienden der Laufplatten, dem Runden und beim Feuerschweißen durfte nur eine maximale Anzahl von Wärmen (Hitzen im Feuer) eingesetzt werden. So wurde nicht zuviel der teuren Holzkohle und auch weniger Material je Lauf gebraucht. Bei jedem Erwärmen entsteht Zunder und somit "Materialabbrand". Das beutet, bei wenigen Wärmen war auch weniger "Materrialabbrand".

    Wenn ich diese Teilevielfalt so sehe ... Respekt wer sich da dran traut. Glaube, die Grenzen zwischen Wunschdenken bzw. Selbstüberschätzung und dem was man real in der Lage ist fertig zu bringen sind hier fließend. Möchte nicht wissen, wieviele Bausätze wegen fehlender Erfahrung schon vermurkst wurden.

    Mühli, da hast Du vollkommen recht. Was meinst Du was man so zu sehen bekommt, wenn man Erbschaften aufkauft.

    Viel meinen ein US Bausatz ist so als wenn man eine Modellbausatz erwirbt. Was dabei vergessen wird das es eine Zusammenstellung von Rohteilen ist, die nur bis zu einem gewissen Grad vorgearbeitet sind.

    Moin Gm11,

    Dein Unterfangen finde ich in der heutigen Zeit recht mutig, wenn Du es in einem gewerblichen Rahmen ausführen willst. Besonders bei „rein“ handgefertigten Waffen, die auch stielsauber ausgeführt sind.

    So wie es sich anhört hast Du von der Materie und dem ganzen Drum und Dran, Einsatzgebiet des Produktes und Kundenkreis, nicht viele Vorkenntnisse. Mit dem Thema solltest Du Dich, bevor Du viel investiert, intensiv auseinandersetzen. Möchtest Du es nur zum Spaß machen, dann kannst Du den Bereich natürlich zum Teil vernachlässigen, aber Du solltest auch auf Deine Kosten kommen.


    Deutsche Literatur in der die Anfertigung von Steinschlosswaffen behandelt wird, wiest du vergeblich suchen. Allerdings könntest Du mit etwas Glück Literatur bekommen, in der zumindest die Perkussionsära und zum Teil die Übergangszeit Stein/Perkussion, behandelt wird.

    Ich kann Dir als Literatur folgende Bücher empfehlen:


    Die ferfertigung der Handfeuerwaffen

    nebst einer geschichtlichen Darstellung ihrer Einrichtung von der Entstehung bis in die heutige Zeit. Von Ferdinand Wolf, Verlag Christian Theodor Groos 1832


    Die kleinen Waffen

    Oder die Waffen der Infanterie und Kavallerie mit Einschluss der Lehre vom Schießpulver

    Von Leutnant G.A. von Erdmannsdorf, Heinrichhofensche Buchhandlung 1845 1845


    Die Gewehrfabrikation in Lüttich

    Herausgegeben von Alphons Polain, aus dem Französischen von M.J. Foettinger, Verlag F. Renard 1864


    Die moderne Gewehrfabrikation

    Von Friedrich Brandeis, Verlag Bernhard Friedrich Voigt 1881


    Allerdings muss Du zum lesen dieser Bücher Gebrochene-Schriften wie Fraktur lesen können


    Bei weitere Literatur kann der der User „Sammler“ unter Umständen helfen, spreche ihn an, es ist ein ganz netter Vertreter der "Schwarzen Zunft".

    Da die "Nutzung der Anlagen" komplett untersagt war, hast Du eben einfach Glück gehabt, daß nicht zur selben Zeit eine Streife unterwegs war

    oder

    es einen netten Nachbarn gab, der zum Telefon griff.

    ::c.o.l)

    Da in den niedersächsischen Verordnungen stand, dass öffentlichen Sportanlagen geschlossen sind, war es doch kein Problem.

    Übrigens unser freundlicher Nachbar, hat uns vor einigen Jahren eingeschränkte Schießzeiten reingewürgt. ::abschi::

    Bei dem Namensstempel wird es sich, so wie es W. sagt, um den Laufhersteller handeln.

    Bei den "Zukaufläufen" war es, bei Einzelanfertigungen oder Kleinstserien von Gewehren und Pistolen, in der Regel so, dass die die Läufe in den Außenkonturen nicht auf Endmaß waren. Deshalb wurden bei denen die Marken und Namenszüge recht tief gestempelt. Dadurch lassen sich viel der Namenszüge nach der Bearbeitung auf Endmaß schlecht lesen.

    Aber die bieten Patches und Rundkugelzange extra als Zubehör an.

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    Könnte mit .40er Langgeschossen allerdings auch dienen, so isses nicht. Werkzeug zum gießen und kalibrieren vorhanden. Schönes Kaliber übrigens.

    :hyster::hyster::hyster::hyster:

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    Da wird Deine Kalibrierung bestimmt nicht passen. Jason fertigt die Läufe immer etwas unterkalibrig, wird wohl eher bei .39 liegen.

    Moin Erik,

    das ist nicht ganz richtig.

    Die von Dir beschriebene mit der Falchen-Mündung wurde von Palmetto hergestellt.

    Allerdings gab es von Palmetto auch ein Modell, das bis auf die Falsche-Mündung genau gleich war. Da gab es keine.

    Es hat sich leider hier noch keiner gemeldet der mit seinem Dienstgewehr ernsthaft auf 50m trainiert!

    Damit ist meine Frage immer noch nicht beantwortet und so wie es aussieht muss ich da wohl allein nachhelfen.

    Was hat die erste Aussage mit der zweiten zu tun? In Deinem Eingangspost hattest Du nachgefragt welches der Gewehre Du nehmen könntest und nicht wer Dienstgewehr auf 50m trainiert. Deshalb habe ich nichts dazu geschrieben, denn ich z.B. verwende mein original Colt von 1864 ausgiebig und regelmäßig.

    So etwas hat es recht oft bei englischen Sportgewehren gegeben. Allerding war die Feder dort vor dem Abzug angeschraubt und hat nach Oben gewirkt, so dass der Hintere Teil des Abzuges angehoben wurde.

    Wenn Ihr euch das Gewehr anseht, kann man herauslesen, dass es ursprünglich nicht mit der Visierung ausgestattet war und es war wohl zur Jagd auf Kleintiere, wie Eichhörnchen oder ähnliche Raubtiere gedacht. Dazu passt dann auch das Kaliber und die kleine Pulverladung.

    C.C es ist ein Diopter und das hat nichts mit der Einfachheit zu tun, Diopter kommt von "Hindurchsehen" und die Ursprünglichen waren als "Irisblende" gedacht. Deshalb hatten die meisten ursprünglichen Scheibenbüchsen auch noch eine Kimme.

    Dieser Diopter ist eindeutig nachträglich angebracht worden, denn bei der qualitativ guten Verarbeitung des Gewehres hätte kein Erbauer die vordere Schraube in den Übergang vom Lauf zum Schaft eingesetzt. Somit gehe ich davon aus, dass die Büchse ursprünglich nur mit Kimme und einem anderen, wahrscheinlich kleineren Korn, ausgerüstet war.

    Die Erklärung könnte ganz einfach sein.

    Mit den unterschiedlichen Verschlussmaterialien hat CC recht und deshalb werde sie wohl zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht worden sein. Sehr auffällig ist der Abstand des vorderen Schwalbenschwanzes zur Mündung.

    Wegen des gesamten Bildes gehe ich davon aus, dass der vordere Schalbenschwanz der ursprüngliche ist und die Falschemündung noch nicht war. Dann wurde aus aus dem vorderen Laufstück die Falschemündung gefertit und das Korn, in diesm Fall ohne Korntunnel musste nach hinten weichen.

    Auch die hintere Aufnahme des Glases ist untypisch. Deshalb wird dort wohl der "Ausleger" der ehemaliegen, gefederten, Kimme verwendt worden sein.

    Moin,

    die Springfields, ob A1 oder A3 müssen vernünftig in der Bettung liegen.

    Das bedeute, das Sytem darf sich nicht verziehen, wenn beide Schrauben angezogen werden.

    Dazu muss aiuch die Distanzhülse der vorderen Systemschraube von der Länge her passen. Wenn die vordere Systemschraube angezogen ist, muss das System vorne sauber und nicht zu stramm auf dem Schaft aufliegen. Ist die Hülse zu lang, ist dort etwas Luft und ist sie zu kurz entstehen eine zu große Spannung. Das ist ganz einfach mit etwas Knetgummi zu testen. Dazu das Gewehr ausschäften, ein Kügelchen der Knete, etwas größer als ein Stecknalkopf, rollen und auf die Schaftfläche neben der vorderen Schraube legen. Dann zuerst den Rahmen ohne Magazinfeder und Zubringer, mit der Distanzhülse von Unten fest in den Schaft einführen, danach das System ohne Druck auf das Kügelchen einsetzen und die vordere Systemschraube anziehen. Nach dem Lösen schauen wie platt das Kügelchen ist und so die Bettungsstelle beurteilen. Ist die Kugel ganz platt und ausgeglichen liegt das system ohne Luft auf. Ähnlich bei der Distanzhülse vorgehen um die Länge zu bestimmen und um festzustellen ob sie zu kurz ist, wodurch zu viel Druck ausgeübt wird. Stimmen beide Maße, kommt der nächste Schritt. Dazu erst die vordere Systemchraube und anschließend die hintere Systemschraube anziehen. Wenn das System im hinteren Bereich Luft hat und sich erst beim festziehen der Schraube in den Schaft in sein Bett absenkt, dann ist Spannung im System und die ganze Bettung muss nachgearbeitet werden. Passt dort alles geht es an den Lauf. Die Laufwurzel, vor dem System, muss gut auf dem Schaft aufliegen. Dann muss der ganze Lauf bis ca. 2-3cm vor dem vorderen Ende frei im Schaft sein. Vorne auf den letzten 2-3cm muss der Lauf leicht auf den Schaft drücken, ca. 2-5Kg. In dem gleichen Bereich, der 2-3cm, muss der Lauf gleichmäßig und leicht an beiden Seiten anliegen. Der Handschutz darf nicht mit dem Lauf in Berührung kommen.

    Reingauer, nur mit dem Nacharbeiten der Stelle wirst Du nichts werden. Am besten den ganzen Stecher zerlgen und zuerst gründlich reinigen und entfetten. Danach alle Teile, die in einander haken ganz vorsichtig und rechtwinkelig mit einem Wasserstein abziehen. An keiner Stelle wirklich Material abnehmen, dann stimmt das Zusammenspiel nicht mehr. Das von Dir genannte Problem entsteht nicht an dem Punkt in Deinen roten Kreis, sonder nach meinen Erfahrungen an der "Wippe", dem vordersten Teil in dem Stecher. Beim Zusammenbau drehe die Einstellschraube ganz heraus bis sie keine Funktion mehr zeigt. Dann drehe sie rein bis der Stecher auslöst. Anschließend drehe sie in kleinen Schritten, minimal heraus, bis der Stecher hält. Probiere dann noch mehrere Male wo der Punkt liegt, an dem der Stecher nicht mehr hält. Denke daran, dass die Stechereinheit nicht geölt werden soll.


    @ProGer Die beiden Stecherarten kann man nicht mit einander vergleichen. Deren Aufbau ist komplett unterschiedlich. Beim Waadlander ist ein achtfach übersetzter Stecher verbaut. Dagegen sind in moderneren Jadwaffen einfach übersetzte Steche, meisten nach Mauser, verbaut.

    Naja, der DSB ist nun wirklich nur ein Verband unter Vielen. Wenn es mit dem Haufen keinen Spaß mehr macht, macht man halt woanders mit...

    Ll, dann sei froh wenn für Dich die Möglichkeiten in einer vernünftigen Entfernung gegeben sind.

    Nun CC, ist ja nix gegen zu sagen. Nur, der Sturm im Wasserglase (hier) - wem hilft denn der?? Den Anfängen währt man an geeigneter Stelle.


    sammler hat das einzig Richtige getan - und da angerufen wo es gilt. Sieht Herr Fongier mal das es die Leute auch wirklich interessiert.

    Sich (ausschließlich) hier künstlch aufzuregen - und auch noch über ungelegte Eier - ist nur heisse Luft.

    Mühli, ich sehe das etwas enger, deshalb habe ich neben Gerhard Lang auch verschiedene LAndesreferenten angesprochen. Die wussten z.B. noch nichts. Deshalb ist es wichtig von vielen Seiten zu reagieren.

    Ich müsste ca. 100km fahren um in einem nicht DSB-Verband zu schießen.

    Ich hatte diesbezüglich ein längeres Telefonat mit Gerhard Furnier. Dabei wurde folgendes klargestellt:

    1. Es gab eine Diskussion in der TK, ob über Irisblenden und ähnliches nicht die Grenzen zwischen offener und geschlossener Visierung verwischt werden.

    Dann würde das ja wohl nicht nur die Vorderlader sondern auch die Ordonnanzgewehr und Kurzwaffenschützen betreffen.


    Na, lassen wir uns mal überraschen.