Beiträge von Long Johns Wolf

    Ohne die Revolver untersucht zu haben, möchte ich zwei Bemerkungen ergänzen:

    Zum nicht passenden Griff: üblicherweise sind die letzten Zifferen der Seriennummer in die Einfräsung vom Griffrücken "blind" gestempelt. Passt die Griffnummer zur Waffe?

    Zum Halbmondkorn: das sieht aus, als sei es nachträglich eingesetzt oder in der Form modifiziert worden.

    Long Johns Wolf

    Sehr hübsch, der DA Remmy Navy.

    Leider entsprechen die seitens der Neo-Classiker-Industrie des Remington Nes Model 1863 Navy (aka 1858 Navy) in den Maßen nicht dem original.

    Sie sind zu klein.

    Dass die Köpfe der Rahmenschrauben beim Original auf der rechte, bei den Neo-Classikern auf der linken Seite sind, ist noch das geringste Problem.

    Long Johns Wolf

    Der untere, Greenhorn, nicht der obere ist gemeint.

    Abgesehen davon und Stichwort "brauchbar für den Schießsport": z.B. fehlt bei diesem Neo-Classiker der Übergangskonus und noch einige weitere Details im Vergleich zum Original, die für eine zuverlässigere Einsatzfunktion hilfreich wären.

    Dafür hat er, wie das Original,11 und nicht wie andere nur 7 Züge.

    Auf der anderen Seite und sollte man bei den frühen frühen Colts wie den Paterson nicht vergessen: da sah im Details keiner wie der andere aus, da wohl noch viel händische Anpassungsarbeiten notwendig waren, innen wie außen.

    Denn Lehrenhaltigkeit gab's bei Colt erst ein paar Jahre später.

    In diesem Sinne ... Friede!

    Long Johns Wolf

    Wichtiger Hinweis, SM, danke.

    Seit die ersten Neo-Classiker von Percussionsrevolvern 1959 gefertigt wurden, haben die Hersteller ihre Modelle bewußt mit kleinen Abweichungen zum Original produziert.

    Die erkennt jeder, der sich etwas intensiver mit dem Thema befasst hat.

    Ursprünglich wurden die Neo-Classiker ja nur für Schützen und Hobbyisten gefertigt.

    Dass bereits frühzeitig Sammler auf den Neo-Classikerzug sprangen, um ihre wertvollen Originale zu schonen, ergab sich aus Sicht der Hersteller "ungeplant".

    Trotzdem wollten sich die Neo-Classiker-Hersteller nicht mit den mächtigen Sammlervereinigungen in den USA anlegen, wollten nicht mit Fälschungen durch ihre Teile in Verbidnung gebracht werden.

    Beispiel: bei einem Colt 1860 Army aus dem Bürgerkrieg wird die geborstene Trommel durch eine neuer Fertigung ersetzt (nachdem sie künstlich gealtert wurde) und das Ding dann als Original verkauft.

    Auch unter diesem Gesichtspunkt ist es erfreulich, das seit 2017 die Neo-Classiker bereits in einer Reihe von deutschen Bundesländern als eigenständiges Sammelgebiet anerkannt werden.

    Long Johns Wolf

    Diesen hübschen Texas Paterson Kal. .36 der Fa. MOFRA konnte ich Anfang der 1970er samt Zubehör bei der marchenhaften Waffenbörse in Dortmund erwerben.

    Jahrelang war ich stolz auf diesen Neo-Classiker, bis ich anfing, mich etwas tiefer in das Thema einzuarbeiten.

    Um festzustellen, dass der Griff eher die Kontur eines Colt 1851 Navy als die eines Paterson hat.

    Abhilfe wurde gesucht.

    Die Optionen: 1) den MOFRA verkaufen und entweder einen Paterson von Uberti oder 3. Gen Colt erwerben.

    3. Gen Colt gab und gibt's nur graviert, Uberti nur mit 7,5"-Lauf.

    Aber der 9"-Lauf des MOFRA hatte etwas, und die meisten Texas Ranger meinten das anno dunnemals auch.

    Hilfe deutete sich im Febraur d.J. aus felix Austria an: Der bekannte BüMaMe, Conversion-Künstler, FROCS Luger Master und Paterson-Fan arbeitete gerade an einer Conversion auf Basis eines MOFRA-Paterson. Er stand ebenfalls vor einem Griffkonturen-Problem. Da er jedoch auch gut schweißen kann, hatte bei seinem am Griffrahmen bereits Stahl aufgebracht. Deshalb war er bereit, auch bei meinen entsprechende kosmetische Optimierungen vorzunehmen ... wenn ich jemanden fände, der dann für den seinen wie auch den meinen neue, historisch korrekt geformte, einteilige Griffschalen anfertigen würde.

    Die Griffschalen des Uberti-Paterson sind zwar korrekt geformt, Lieferungen aus bella Italia bekommt unser deutsche Uberti.Imprteur HEGE erst wieder im Oktober.

    Der FROCS mit dem Alias Socks drängte sich zwar nicht auf, war aber bereit, sich der Mühe zu unterziehen. In eingweihten Kreisen kennt man Socks als großen Meister der Holzbearbeitung und -veredelung. Nach ca. einem Monat übergab mir Socks die zwei auf ihre jeweiligen Rahmen erst zugeschnittenen, dann ausgeformten Griffe, gefertigt aus ausgewähltem Nussbaumholz.

    Griff und Rahmen des einen MOFRA gingen dank DHL zurück nach Austria, der meine musste noch tauchbrüniert werden. Und wer ist der Meister der Tauchbrünierung bei den FROCS? Genau, uns' Gunfire. Und der konnte die Brünioerung auch zeitnah erledigen.

    Den ganzen Sonntagnachmittag, 09.06.2020 verbrachte ich damit, die verd........Schlossteile im Paterson-Rahmen erst unterzubringen, dann den Revolver zum funktionieren zu bringen. Nach drei Stunden gab ich genervt auf, Brachte zwar die Schlossteile unter, konnte aber den verflixten Paterson nicht spannen.

    Ich wusste, dass unser Westernwaffenlieferant FROCS Doc Richards bereits einen MOFRA-Paterson zerlegt UND mit Funktion zusammenbekommen hat UND er am 10.06.2020 den Abend mit uns auf der Schießanlage Hofheim verbringen würde. Da Fragen nichts kostet, er nicht schießen wollte, ihm jedoch nach Basteln war, ließ ich ihn an den Paterson.

    Und als ich mein CAS-Training abgeschlossen hatte, drückte er mit meinen1-FIL17549.JPG1-P1070273-001.JPG1-FIL17549.JPG1-P1070273-001.JPG2-P1070274-001.JPG 9"-MOFRA-Paterson - zuverlässig funktionierend - in die Hand

    Danke, meine Herren FROCS, für Eure Hilfe. Allein hätt' ich das in einem Jahr nicht gepackt.

    Long Johns Wolf

    M.E. Wird bei UHR in Kurzwaffenkalibern der Aspekt Lauflänge und Entfernung zum Ziel =/> 50 m überbewertet.

    Das besonders, wenn noch Zeitdruck dazukommt.

    Ich habe mit einer ASP 73 Carbine aptiert auf .44 Colt ein Liegend-Match über 150 m gegen einige Freunde mit 24"er und 30"er - Hersteller Browning, Uberti, Marlin - in Kalibern zwischen .357 Mag und .45 Colt erfolgreich bestritten.

    Ein Kumpel gewann mit seiner kurzen Marlin (20"), gefüttert mit .357ern, gegen meine Henry in .44 Colt und ein 92er Browning in .44-40 über 200 m, Anschlag stehen freihändig.

    Meine 5 €-Cent.

    Long Johns Wolf

    Zwei Bilder eines originale Colt 1847 Walker mit Sattelholstern, aus dem Marinemuseum von Port Isabell, TX.

    Auffällige Unterschiede zu den Neo-Classikern:

    # schlankere, vielleicht auch unten weniger geschwungene Griffkontur des Originals- wobei mir der Palmetto-Griff im oberen Bereich ähnlich schlank erscheint

    # runde, nicht ovale Trommelstops des Originals

    # kürzerer, sich nach vorn verdickender Ladehebel beim Original

    Long Johns Wolf

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    Nach meinen Recherchen verkaufe HEGE anno dunnemals die Walker und Dragoons von ASM (und MOFRA Patersons), als diese Modelle noch nicht von Uberti verfügbar waren.

    Es ist also denkbar, dass der Walker im Kasten von HEGE aus der frühen Uberti-Fertigung.

    Uberti lieferte auch die Walker für die 2. Gen. Colt F-Serie.

    Hier sind Bilder von zwei Palmetto Walker.

    Besonders der Griffbereich der Palmettos scheint den mir bekannten originalen Walker näher zu kommen als die Walker der anderen Hersteller.

    Long Johns Wolf

    Vom Italo-Hersteller Palmetto hergestellte Walker kenne ich bisher nur von Fotos.

    Da sehen sie topp aus, ähnlich wie 2. und 3. Gen. Colt.

    Leider ist ja Palmetto seit ein paar Jahren nicht mehr aktiv.

    Gibt's hier evtl. Besitzer von Palmetto-Walkern, die ihre Erfahrungen mit dieser Variante mitteilen möchten?

    Jede Info hilft mir.

    Danke & Gruß,

    Long Johns Wolf

    Ein Montag, der mit Bildern eines Centaure beginnt, ist ein guter Tag und das hält vor für die ganze Woche.

    Und wenn dieser Centaure dann noch graviert ist und im Kasten mit teilweise originalem FAUL-Zubehör präsentiert wird, dann ist nun der gesamte April für mich gerettet.

    Vielen Dank, Black Bart, "you made my day"!

    Long Johns Wolf

    Danke Greenhorn,

    für die Bilder des seltenen CS-Leech & Rigdon-Perkussionsrevolvers.

    Neo-Classiker davon wurden/werden von Gregorelli & Uberti (1960-63), danach von Uberti und möglicherweise auch von Pietta gefertigt.

    Anekdotische Bemerkung dazu: Seit Jahren suche ich einen Neo-Classiker eines Leech & Rigden.

    Die scheinen jedoch in D'land ähnlich selten zu sein wie Originale.

    Long Johns Wolf

    Kann TJ nur beipflichten: es werden nur Platzpatronen geladen und verschossen.

    Noch ein - vielleicht unbekannter - Aspekt: die eingesetzten Neo-Classiker von Colt SAA's haben in der Regel Birdsheadgriffe, 3,5"-Lauf und Kal. .45 (Blanks).

    Diese Varianten werden und wurden von den Herstellern vor allen Dingen dem Wunsch der Mounted Shooters folgend gefertigt.

    Long Johns Wolf