Beiträge von Texas Jack

    hängt auch vom Pulver ab und wenn die Hülsen von außen so verscheucht sind, deutet das darauf hin, dass die Hülse nicht vernünftig lidert und Gasdruck nach hinten entweicht.

    BulletToothTony hat doch nach Erfahrungen mit Beizen und Lackieren gefragt, nicht nach komplettem Neubau eines Schaftes.

    Ich habe bei meiner 1892er von Miroku den Schaft komplett überarbeitet weil es mich unglaublich genervt hat, dass in dem verwendeten Lach jeder noch so kleine Kratzer weiße Spuren hinterlässt. Bei intensivem Gebrauch beim Westernschiessen bleiben solche kleinen Kratzer aber nicht aus. Ich habe dann irgendwann das Teil Holz abgebaut und erst mit einer Ziehklinge vom Lack befreit und anschließend mehrfach trocken und nass geschliffen bis keine Holzfasern mehr hochstanden und der Schaft sich wirklich glatt anfühlte. Dann habe ich mir damals noch bei Kettner vor Ort ein Set zum Herstellen eines englischen Ölschafts besorgt und erst einmal die Poren mit dem im Set enthaltenen Porenfüller geschlossen. Dann wurde mit 800er Papier wieder glatt geschliffen. Anschließend wurde mit einem Baumwollballen das Öl in kreisenden Bewegungen aufgetragen bis der gesamte Schaft eine schöne gleichmäßige Schicht hatte. Das war natürlich mühsam und langwierig, ich habe diverse Abende vor dem Fernseher gesessen und Öl einmassiert. Das Ergebnis hat mich aber den Aufwand vergessen lassen. Jetzt werden kleine Kratzer nicht mehr weiß und ich kann diese bei Bedarf durch einfaches Überpolieren verschwinden lassen. ::c.o.l)

    kein erneutes Geschwafel über Schulen

    gibt es eigentlich Bücher, in denen die Unterschiede oder vielmehr die Erkennungsmerkmale und Besonderheiten der einzelnen Schulen aufgeführt und vielleicht sogar erklärt sind? Ich habe diverse Bücher zu dem Thema Longrifles aber ich tue mich schwer damit, die Unterschiede der einzelnen Schulen zu erkennen und damit die Gewehre zu identifizieren.

    Würde es reichen, die zu vergittern oder müssen sie zugemauert werden?

    Gitter reichen wenn die Anforderungen erfüllt werden

    Es gibt ja auch Fenstergitter deren Sichheitsgrad erhöht sind. z.B. solche die extra noch einen Hartmetallstab im inneren der Gitterstäbe haben und daher nicht so leicht zum durchsägen sind

    ein solches Rollstabgitter mit max. 12cm Stababstand war bei mir gefordert und es musste entweder mit Abreißschrauben eingebaut werden oder die Schrauben müssen mit dem Gitterrahmen verschweißt sein. Eine WK 3 Tür war auch angesagt, dadurch darf ich aber eine unbegrenzte Anzahl Waffen und Munition in meinem Kellerraum aufbewahren.

    Hab alle Anforderungen erfüllt und vom Gitter sowie der Tür mit den Zuhaltungen, dem Schloss und dem Typenschild Bilder gemacht und an meine SB geschickt. Nach ein paar Jahren hab ich mal nachgefragt, ob ich mit einer Kontrolle rechnen müsste und ob sie sich vorher anmelden würde. Ihre Antwort war eindeutig, sie hätte alle Infos die sie braucht und sieht keinen Grund für eine Vorortkontrolle. :thumbsup:::c.o.l)

    Überrascht bin ich aber von der Zuschreibung - Osterman. Die Initialen auf dem Lauf deuten für mich eher auf Larry H. Smith -Florida. Auf jeden Fall vielen Dank fürs zeigen.


    Grüße - Breuko

    hab mich jetzt schlau gemacht. Mein Remington Deringer ist tatsächlich von Larry Smith aus Florida, ist eine seiner frühen Arbeiten aus der Zeit vor 1978. Larry hat 1978 für seinen Remington Deringer von der “FGCA” (Florida Gun Collectors Association), den “SHOW AWARD, JAN. 1978” bekommen. Dieser Deringer hatte schon die Remington Adresse oben auf dem Lauf.

    L-Smith-Rem-VP-58-18.jpg

    bin aktuell auch Internet Explorer 11 unterwegs, hab aber gerade einmal die gleichen Stellen mit Google Chrome angesehen, da sind die leeren Seiten nicht vorhanden. Liegt wohl am Internet Explorer. ::(

    Das Problem hat aber nur der Ersteller des Posts, und nur auf dem PC auf dem das Post erstellt wurde.

    stimmt wohl nicht ganz, ich sehe in deinen Post hier in diesem Thread auch große weiße Flächen. Aber wie du schon sagst, einfach nicht drüber nachdenken. ::c.o.l)

    Breuko der Kleine ist mir als Arbeit von Daniel Osterman von einem anderen Sammler verkauft worden. Du magst natürlich recht haben und er ist tatsächlich von Larry Smith. Ich werde mal versuchen zu recherchieren. Danke für den Hinweis. :thumbsup:

    gehört zwar nicht zum Thema, ist mir aber gerade aufgefallen. Wenn ich über die Forumsfunktionalität Bilder hochlade und dann als Original einfüge, habe ich riesige leere Stellen am Ende meines Post. Nutze ich eine Upload Service (z.B. https://picr.de/) und kopiere nur die dort erstellten Codes ein, habe ich diese freien Seiten nicht mehr.

    ich habe in meiner Sammlung auch noch einen nicht alltäglichen Deringer im Kaliber .41 Short Rimfire. Dabei handelt es sich um einen Williamson Deringer.

    David Williamson erhielt am 2.10.1866 ein Patent auf eine "Breech-Loading Fire-Arm". Auf der Basis dieses Patents wurde von 1866 bis ca. 1870 in New York City der Williamson Deringer bei der Moore's Patent Fire Arms Co. gebaut in der David Williamson seit 1863 der Leiter war. Das Pistölchen hat als Reminiszenz an die Perkussionsderinger einen hölzernen Griff und einen Rahmen aus Messing. Der Lauf hat auf beiden Seiten einen Pfeil eingraviert und die Adresse oben auf dem Lauf nennten den Namen, das Patentdatum und New York. Das Besondere an diesem Deringer ist der nach vorne zu schiebende Lauf und die Möglichkeit, diese Pistole auch mit einer speziellen Ladehülse, die mit einem Perkussionszündhütchen gezündet wird, zu laden. Es gab also eine Ladehülse im Kaliber .41, die einen Piston enthielt, der durch den Stoßboden im Rahmen reichte und das Zündhütchen darauf vom Hammer gezündet wurde. Leider ist diese Ladehülse bei den meisten Waffen verloren gegangen und durch einen Nachbau ersetz worden, deshalb musste ich davon ein Bild aus dem Netz suchen. Bei meinem Deringer fehlt das Teil leider. Der Lauf wird mit dem kleinen Hebel vor dem Abzugsbügel entriegelt.

    Ich habe übrigens bewusst Deringer mit einem R geschrieben, da die Autoren R.L. Wilson und L.D. Eberhart in ihrem Buch "The Deringer in America Volume II" Deringer auch nur mit einem R schreiben.

    Diese beiden 1985 und 1993 herausgekommen Bücher habe ich mir extra zugelegt weil mich diese Threads von Greenhorn zum Thema Deringer so angefixt haben, dass mehr Infos brauchte. ::c.o.l)

    Texas Jack , schickes Pistölchen!


    Könntest Du vielleicht eine Großaufnahme von den Patrönchen einstellen; mit einem Größenvergleich?

    bitte schön ::c.o.l) die Patrönchen haben ein Kaliber von 2mm und sind im Vergleich zu einer .22lr winzig

    20200625_115927.jpg


    20200625_120457.jpg

    die Aussparung für den Pin der Patrönchen ist nach unten gerichtet und der Hahn ist so konstruiert, dass er von unten auf den Pin schlägt

    20200625_120205.jpg

    Die Handykamera ist im Makro-Modus doch nicht so super :pinch:

    Ike Godsey hier liegst du falsch, Val Forgett hat die Navy Arms gegründet. Cheffe von Dixie Gun Works war Turner Kirkland.

    Val wurde in den späten 1950ern bewusst, dass das 100jährige Jubiläum des US Bürgerkriegs in schnellen Schritten kam. Es gab damals schon Reenactment Gruppen, die entsprechende Waffen brauchten und er erkannte, dass der Bedarf zum 100jährigen mit den Originalen nicht gedeckt werden konnte. Offenbar ist ihm zu Ohren gekommen, dass in der alten Welt Waffenhersteller existieren, die Waffen bauen könnte um den Bedarf zu decken. Er reiste also mit einem 1851er Navy im Gepäck über den grossen Teich und klopfte erst einmal bei Erma in Dachau an. Die haben ihm aber erklärt, dass Nachbauten von Waffen aus dem 19. Jahrhundert keinen Markt hätten. Also ist Val weitergereist, nämlich nach Gardone Val Trompia in Norditalien. Dort traf er auf Aldo Uberti, der als Tüfftler sofort bereit war, das Risiko der Produktion solcher Revolver einzugehen. Wieder zurück in USA gründete er die Navy Arms, importierte die in Italien produzierten Revolver und vermarktete diese sehr erfolgreich in USA. Was aus dieser Idee der Reproduktion von amerikanischen Waffen aus dem 19. Jahrhundert geworden ist, wisst ihr ja alle.

    Ich kenne Sigi Mau und seine Rifle, Jack.

    Nimms mir bitte nicht übel, aber seine Rifle und deine sind nicht zu vergleichen. Sigi hat seine perfekt gebaut und sie ist stilistisch korrekt, soweit ich das beurteilen kann. Aber hier überlasse ich Werner die anschließende Beurteilung.

    Was Sigi Mau macht, hat Hand und Fuß, er postet einige seiner Werke bei Contemporary Makers, hier z.B. ; http://contemporarymakers.blog…ols-by-siegfried-mau.html


    Lederstrumpf

    warum sollte ich dir etwas übel nehmen? Du sagst wie es ist und das ist absolut ok. Ich habe für diese Gewehre einfach noch nicht das Auge um die beurteilen zu können, daher ja auch meine Fragen an euch Spezialisten. Der Siggi Mau wurde mir von einem Club Kollegen empfohlen, der auch in der 18.Jahrhundert Szene unterwegs ist.

    Breuko, wenn ich mich da dran mache, wird der Lauf bräuniert nachdem das Korn gefixst ist. Ich denke, ich werde mich erst einmal ein wenig auf den einschlägigen Webseiten umsehen bevor ich dann wirklich Hand anlege.