Beiträge von sammler

    ... Das schweizerische Ordonanzkaliber 7,5x55 hingegen war verglichen damit eben schon deutlich teurer zumal es dieses Kaliber m.W. auch gar nicht als billige Surplus Ware gab ....

    Seit Mitte der 90er Jahre ist ein K31 in der Familie im Einsatz. Ich habe mir (extra dafür) abgeschossene Hülsen aus dem Grenzgebiet zur Schweiz gekauft und lade seitdem solche Hülsen (mit Berdan-ZH) mit N140 und 168 Grain Sierra MK in .308". Als es die originale GP11 dann zu kaufen gab, kam mein K31 dazu, der aber mit Ordonnanz-Munition gefüttert wird.

    Ich habe mal gehört, dass sich die Lehrlinge bei einem bekannten Büchsenmacher etwas dazu verdient haben, indem sie Serienläufe mit einem neuen Schaft und anderen Dingen veredelt und dann die Waffe verkauft haben. Der Lehrherr sah das übrigens mit Wohlgefallen, denn so lernten die Lehrlingen "nebenbei" noch eine ganze Menge dazu.

    Im Übrigen sind Läufe von Investarms sind übrigens sehr gut, auch ohne Nacharbeit.

    … Was würdet ihr empfehlen?

    Nimm eine Dose von Schoka-Cola und scheide aus dem Blech einen schmalen streifen. Dann entfernst Du den Lack, machst die Oberfläche mit Schleifpapier etwas rau und faltest daraus ein V. Dann entfernst Du das Fett vom originalen Korn, machst es ebenfalls etwas rau und klebst das V (das Du vorher so beschnitten hast, das es, auf das Korn gesetzt, genau die geforderte Höhe hat) mit Sekundenkleber auf das originale Korn. Nach dem Aushärten des Sekundenklebers kannst Du es noch etwas mit der Feile bearbeiten (scharfe Kante wegnehmen), die Verklebung hält das aus. Mit Heißluft bekommst Du die Verklebung wieder gelöst, wenn es sein muss.

    … Heute habe ich ... Eine Replika der Winchesster High Wall von Uberti. Diesmal in einem vernünftigen Kaliber, .38-55, relativ einfach zu laden und treffen tu ich auch damit.

    Was genau lädst Du in dieser Waffe?
    fragt ein Besitzer einer Low Wall von Uberti in .38-55

    Kann ein Putzstock zu lange sein ? Das wäre "Mir" neu.......

    Ein Putzstock eher nicht, ein Ladestock allerdings schon, denn man sollte das Geschoss immer mit gleichem Druck auf die gleiche Tiefe setzen. Ein zu langer Ladestock kann da durchaus zu Problemen führen.

    Aber zum Thema Wischen zwischen den Schüssen: Ich wische nicht. Und mit einem gut abgestimmten Geschoss und einem passenden Fett ist das auch nicht notwendig, bei Pflasterkugeln sowieso nicht. Allerdings brauchen manche Läufe erst so 2-4 Schuss, ehe sie bei dieser Art des Schießens auch perfekt treffen. Unter anderem deshalb gibt es ja die "Probeschüsse". Früher nannte man das "Schießen auf dem Brand"; die englischen Schützen so um 1860 glaubten, dass das Wischen nach jedem Schuss die gleichmäßig gute Präzision beeinträchtigt.
    Es gibt auch Waffen (die Volunteer von PH ist da berüchtigt), bei denen beim Wischen der Zündkanal ganz oder teilweise verstopft werden kann. Wen der Zündkanal nicht am Ende eines Pulversacks sitzt, sondern senkrecht in den eigentlichen Lauf mündet, kann es beim Wischen zwischen den Schüssen Probleme geben.

    Habe beim schießen mit dem VL immer das Problem mit Zündverzögerung oder das Piston ist zu. ...

    Mal ne vielleicht dumme Frage: Nimmst Du Teflon-Band, damit dein Piston nicht festbrennt?

    Habe ich auch eine Zeit lang gemacht, hatte auch Probleme mit mal deutlicher, mal nicht vorhandener Zündverzögerung. Habe mir dann die Pulverkammer und den Zündkanal mal ganz genau angesehen. Da sah ich dann einige dünne weiße Fäden. die beim Einschrauben des Pistons entstanden waren, weil dabei nämlich die Reste des Teflonbandes, die im Gewinde des Pistonsockels saßen, in den Zündkanal geschoben wurden. Diese Fäden verhinderten, dass immer genügend Pulver in die Nähe des Zündkanals kam. Nachdem ich diese Fäden vollständig entfern und auf Teflon-Band verzichtet hatte, hatte ich auch keine Zündverzögerungen mehr.

    Eine zweite Ursache kann im Wischen nach dem Schuss liegen. Dabei kann durchaus Pulverschmauch in den Pulversack bzw. in den Zündkanal gedrückt werden, was dann für die geschilderten Probleme sorgt.

    … Hat dazu jemand belegbare Daten, wie lange Steinschlosswaffen im 19. jahrhundert im Schützenwesen benutzt wurden. ...

    "Schützenwesen" ist ein großer Begriff. Aber um in Deutschland zu bleiben:

    Um 1845 geschriebene Bücher über das Schützenwesen (z.B. C.C.Beyer: "Meine Erfahrungen bei dem Scheibenschießen", München 1844, eine Fassung in moderner Schrift ist unter ISBN 978-3-7386-2257-7) erwähnen das Feuerschloß (wie damals das Steinschloss genannt wurde) nicht einmal mehr.

    Auch Im 1862 erschienen Buch von Heinrich Kummer "Der praktische Büchsenschütze" (Neuausgabe in lesbarer Schrift, ISBN 978-3-8482-6429-2) wird das Feuerschloß nicht mehr erwähnt.

    Beim Militär erfolgte die Umstellung vom Feuer- auf das Perkussionsschloss irgendwann zwischen 1830 und 1840.

    In der von Friedrich Gerstäcker verfassten und 1848 erschienenen Broschüre "Schießwaffen - Einige Worte über den Gebrauch der Büchsen und Flinten" wird das Feuerschloß zwar noch erklärt, die Vorteile des Perkussionsschlosses aber betont.


    Faktisch ist das Feuerschloß bei den deutschen Schützen völlig ausgestorben, und kam erst nach 1960 wegen der vorhandenen Repliken n Deutschland wieder in Mode. In den USA waren die Verhältnisse zwar anders, in abgelegenen Gebieten hielt sich das Steinschloss als Gebrauchswaffe noch sehr lange, aber im dortigen Schützenwesen war nach meiner Kenntnis spätestens um 1840 verschwunden.

    ... 2 Originale ... Einfuhr-Umsatz bezahlt und fertig. Ein Bausatz von TOW ...die Auflage, den staatlichen Beschuss nachzuweisen.

    Das sind ja auch 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.

    Originale sind "Antiquitäten" und werden steuerlich und, da vor 1891 gefertigt, auch beschussrechtlich so behandelt.

    Ein Bausatz ist dagegen eine neue Waffe, und die unterliegt der Lauf dem Beschussrecht, egal, ob es sich um eine Steinschlossbüchse oder eine "moderne" Waffe handelt.

    Ich hatte diesbezüglich ein längeres Telefonat mit Gerhard Furnier. Dabei wurde folgendes klargestellt:

    1. Es gab eine Diskussion in der TK, ob über Irisblenden und ähnliches nicht die Grenzen zwischen offener und geschlossener Visierung verwischt werden.
    2. Die Diskussion ist noch nicht beendet.
    3. Es gibt derzeit keinen Beschluss der TK und auch keine Änderung der Sportordnung, mit der Irisblenden für Disziplinen, bei der offene Visierung vorgeschrieben ist, ausgeschlossen werden.
    4. Die Starter-Zusammensetzung nach Altersklassen der DM 2020 wird ausgewertet. Auf Grundlage dieser Auswertung wird die diesbezügliche TK-Diskussion ergebnisoffen weitergeführt.
    5. Es ist nicht beabsichtigt, ältere Schützen in irgendeiner Weise zu benachteiligen oder auszuschließen.

    Hallo, ab 2021 keine Irisblenden mehr bei Vorderlader DSB zugelassen.????:wall::wall:

    Was kommt als nächstes: Verbot von Dioptern, oder zumindest ein Verbot von Dioptern mit verstellbarem Durchblick?


    Wenn es wirklich zu diesem Verbot kommt, ist VL-Schießen in einigen Disziplinen (VL-Dienstgewehr z.B., aber wahrscheinlich generell bei Waffen mit "offener Visierung) zumindest in der Seniorenklasse tot.
    Ich wusste bisher nicht, dass der DSB unter zu vielen Mitgliedern leidet.

    Hatte heute alle drei in der Hand … Für mich als Laie gab es ehrlich gesagt keinen Grund 100€ mehr für die Pedersoli auszugeben !?

    Um welche Waffe (also um welches Modell) geht es denn konkret.
    Aber wenn es um Qualität geht, würde ich (trotz des höheren Preises) eine Waffe von Parker-Hale vorziehen. Der Grund dafür ist die Laufqualität und die Verarbeitung (auch des Holzes, unter dem Lauf). Pedersoli hat in letzter Zeit allerdings die Qualität einiger seiner Läufe deutlich gesteigert (konkret Qualitätsstufe PMG = Pedersoli Match Grade).

    Außerdem steht die Frage: Wofür willst Du das Teil vorrangig haben?

    ...Mitunter wurden bei militärischen Gewehren die Daten oder Wappen der Einheiten, an die sie ausgeliefert wurden, angebracht, im Extremfall (Garde) bis hin zum Namen des Soldaten, dem sie zugeteilt wurde. Derartiges wird es auch in der Schweiz gegeben haben, ...

    Hm, möglich ist sicher vieles, aber ich kenne solche eingelassenen (leeren) Plaketten eigentlich nur von Scheibenbüchsen,. Hier eine Plakette auf einer 100% zivilen Martini-Scheibenbüchse, Kaliber 10,4x38R (Zentralfeuer), hergestellt von G. Rickenbach in Basel.Bild_07.jpg