Beiträge von volker1

    Ich habe mich in meinem Jägerleben bereits 3 mal mit dem Revolver meiner Haut gegen annehmendes Schwarzwild erwehren müssen. Habe vorher auch immer gedacht, dass das eigentlich nie passiert ... Dabei auch schon Ringelreihen mit n Bache um n dicken Baum rum gespielt etc ...

    na ja kommt schon auf die Situation drauf an. Wie gesagt ich habe auch häufiger mal den .44Magnum dabei und zwar mit voller 6,5 Zoll Lauflänge. Das Gewicht merkt man aber bei einem Gürtelholster schon deutlich, ohne Hosenträger nur mit Gürtel zieht der einen die Hose runter wenn man sich auch weiter per Fuß bewegt, statt direkt mit dem PKW in die Nähe des Ansitzes zu fahren.

    Bei einem richtigen Nachsuchegespann ist Gewicht durchaus ein noch wichtigerer Faktor. Mit Pech kann bei denen so eine Nachsuche auch mal einige km durch Dick und Dünn und bergauf und bergab gehen. Das kann durchaus schon mal in halben Leistungssport ausarten.

    Auch bei der normalen Jagd hat man ja noch deutlich mehr als nur die Waffe oder Waffen dabei. Das läppert sich manchmal ganz schön. Da wären z.B. Langwaffe, Kurzwaffe, Munition, Jagdmesser je nach Zweck auch mal zwei verschiedene, Aufbrechsäge oder Zange, Kleine Tasche mit Erste Hilfe Material, Dokumententasche, Bergewerkzeug für schwereres Wild (n Reh kann man noch mit einer Hand hochheben, bei n 80kg Sau brauchts da schon Meterial um die zum nächsten Weg zu ziehen), Handy, eventuell Outdoor GPS, eventuell Entfernungsmesser, eventuell extra Jagdfernglas, Wasserflasche, je nach Witterung noch Klamotten zum unter- oder überziehen etc.

    Wenn mehr Hersteller außer Glock noch leichte 10mm Auto Polymerpistolen liefern würden, wäre das auch meine Wahl gewesen. Aber mit der Glock kann ich einfach nicht. Daher n H&K Mark23 mit Wechsellauf für .400 Corbon, hat die gleiche Leistung. Für n Nachsuche auf Schwarzwild würde ich aber dennoch den 44er Magnum einstecken trotz des Gewichts. Im Grunde würde ich Kaliber mäßig n .41Magnum als Optimum ansehen, nur ist da die Geschoss- und Munitionsauswahl recht eingeschränkt.

    Meistens bei der Jagd dabei, je nach Situation n Polymer Pistole in .400 Corbon

    Wenn ich mit Schwarzwild rechne statt dessen auch mal den .44 Magnum Revolver, hatte auch bisher schon mehr äusserst unangenehme Begegnungen mit den Schwarzkitteln als die Meisten.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bloomwert


    Mann kann den Bloomwert seiner verwendeten Gelatine auch selbst ermitteln. In 6,67%iger Gelatine nach 17h einen Stempel von 0,5 Zoll bei 10 Grad Celsius auf die Gelatine drücken, dass dieser die Oberfläche der Gelatine 4mm verformt ohne zu reißen. Das Gewicht in g das dafür drücken muss ist der Bloomwert.


    Bei der Gelatine oben welche ich verwendet habe gibt der Hersteller mindestens 220 Bloom an. Ich habe mal versucht den tatsächlichen Wert wie beschrieben zu ermitteln und bin auf ca 255 Bloom gekommen.

    In der zielballistischen Leistung übertrifft die .400 Corbon 140grs Barnes TAC-XP Laborierung mit RS20 aus 149mm Lauf aus dem ersten Beitrag sogar minimal die hier im Video getestete 10mm Auto 140grs Barnes TAC-XP. Wobei man natürlich schon sagen muss dass die Waffe im Video einen kürzeren Lauf hat. Allerdings hatte ich auch auf 25m geschossen und nicht auf 3 bis 5m wie wohl im Video.

    30-06 generell ist ein sehr gutes Jagdkaliber für heimisches Wild. Würde ich im Repetierer oder Halbautomat ohne nachzudenken nehmen.

    In n Kipplaufwaffe halte ich es halt für suboptimal, da ziehe ich Randhülsen aus besagten Gründen vor.

    Die obigen Geschosse auf das Gel wurden natürlich alle aus dem Revolver mit dem 6,5 Zoll Lauf abgegeben. Hatte ich nicht nochmal extra erwähnt.


    Im übrigen für Diskussionen über Fabrikmuni gibt es den Forenbereich Munition.

    genau sowas meine ich damit. Ich habe bei Kipplaufwaffen für randlose Hülsen noch keinen wirklich zuverlässigen Auszieher gesehen.

    Kommt natürlich auch auf die Laborierung an, sowie ob das Patronenlager immer gut gereinigt wurde. Stark geladene Patronen in nicht gereinigten Patronenlager haben natürlich den höchsten Auszugswiderstand.

    Ganz unangenehm sind Kaliber wo nicht nur die Hülse Randlos ist sondern die Hülse über weite Bereiche nahezu zylindrisch wie bei .308 . In sofern lässt sich .308 noch schlechter ausziehen wie 30-60 die etwas mehr konisch ist.


    Grundsätzlich würde ich persönlich in Kipplaufwaffen mit nur einem Kugellauf aber wie oben erwähnt Randhülsen vorziehen, wie 8x57JRS oder 7x57R etc.

    Dann hast Du Glück, bei sehr vielen Kipplaufwaffen funktioniert das mit dem teilweise Ausziehen von Randlosen Hülsen nur so leidlich eben nicht zuverlässig gut beim Öffnen des Verschlusses. Hab da schon viele Waidmänner etwas länger fummeln sehen um die abgeschossene Hülse raus zu bekommen.

    Klar im Nahbereich kann man sehr viel schneller einen zweiten Schuss abgeben, wenn man im Schrotlauf n Slug geladen hat. Das hat entfernungstechnisch halt nur Grenzen bis wo hin man sinnvoll einen Slug einsetzen sollte. Und bei der BBF verzichtet man dann auf den eigentlichen Vorteil der Waffe eben mit Büchsenpatrone und Schrotpatrone universell für fast alles Wild gerüstet zu sein.

    30-06 ist jetzt ein Schalenwild taugliches Kaliber in völlig normaler Stärke, was jetzt in keinster weise übertrieben stark wäre. Ein etwas stärkeren Rückstoss kann es natürlich bei Gewichtsmäßig sehr leichten BBFs geben, wie bei Brünnern häufiger. Wenig Waffengewicht mehr Rückstoss, so ist das nunmal.

    Meine BBF in 8x57JRS und 12/76 schiebt mit 8x57JRS auch stärker als der Jagd98er Repetierer in 8x57JS obwohl die JS i.d.R stärker geladen ist als JRS.

    Wenn der Verschluss für 30-06 ausgelegt ist, dann hält der den Druck problemlos. Sofern man jetzt nicht wie ein Sportschütze tausende von Schuss daraus abfeuert spielt jagdlich der möglicher weise etwas höhere Verschleiß am Verschluss keine Rolle. Selbst wenn es irgendwann mal soweit sein könnte, kann ein Büchsenmacher einen nicht mehr richtig dichtenden Verschluss wieder dichten nacharbeiten.


    30-06 würde ich in BBF aber eher ungern nehmen wie jede andere Nicht-Randpatrone auch. In n Bockbüchse gerne, aber in n BBF wo man nur einen einzigen Kugelschuss hat würde ich Randpatronen immer bevorzugen. Die lassen sich deutlich einfacher schnell nachladen wenn man doch mal n zweiten Kugelschuss braucht. Bei Randlosen Patronen kann das Entladen der abgefeuerten Hülse in so n Waffe manchmal etwas fummeliger werden. Das sind dann fehlende wertvolle Sekunden sollte man mal einen zweiten Kugelschuss abgeben müssen.

    Ist aber nur meine persönliche Meinung.

    Auch hier mit den .44Magnum Jagdlaborierungen und Geschossen der Test auf ballistische Gelatine. Da ich bei dem Kaliber und Energie schon mehr erwartete hatte als bei der .400 Corbon hatte ich schon mehr Gelatine gegossen, dennoch war es nicht ganz ausreichend um alle Geschosse aufzufangen. Mehr Platz war jedenfalls nicht im Kühlschrank.


    Bei der 240grs Speer Gold Dot Deep Curl Ladung mit 22,0grs RS30 aus Beitrag 6 drang das Geschoss ca. 24 Zoll tief ein und und vergrößerte den Querschnitt auf 0,75 Zoll


    Bei der 200grs Barnes XPB Ladung aus Beitrag 7 drang das Geschoss 21,5 Zoll tief ein und vergrößerte den Querschnitt auf 0,78 Zoll


    Das 205grs SAX KJG HSR mit der Ladung aus Beitrag 1 durchschlug alle Gelatineblöcke mit 30 Zoll ballistischer Gelatine + zusätzlich 2 gefüllte 5Liter Wasserkanister aus Kunststoff, welche ich dahinter gestellt hatte um die Gelatinebklöcke an Ort und Stelle zu halten und verschwand dahinter im Kugelfangsand. Ich hab da noch etwas im Sand gegraben das Geschoss aber leider nicht finden können.

    Bei einem früheren Einsatz als Fangschussmunition bei der Jagd hatte ich mal ein Geschoss aus dem Erdboden unter dem damit erlösten Keiler der davon durchschlagen wurde geborgen, muss es aber irgendwo in meiner Wohnung verlegt haben, jedenfalls habe ich es für das Foto nicht finden können. Die Bedingungen waren natürlich unbestritten auch andere als bei dem Gelatinetest auf dem Schießstand, aber als Hinweis trotzdem nützlich. Es hatte den Querschnitt auf genau 0,50 Zoll vergrößert. Ausreichend für einen wirkungsvollen Fangschuss. In USA würde man sagen Extrem Penetrator.

    Eigentlich ist es ja ein Geschoss für die .444 Marlin das dort als Teilzerleger mit Restbolzen wirkt. In der .44 Magnum verladen wirkt es aus dem Revolver als leichtes Deformationsgeschoss, dass allerdings weniger auf geht als die für Kurzwaffen designten Geschosse.


    Das Barnes Kupfergeschoss behielt 100% seines Gewichtes, das Speer Gold Dot Deep Curl verlor 0,5% seines Gewichtes, Frangmente waren keine zu Erkennen wahrscheinlich einfach durch Abschmierung.

    So sehr interessant die obigen Ladungen und Geschosse aus der Mark23 mit dem 149mm IGB Lauf mal auf ballistische Gelatine getestet


    Das 140grs Barnes TAC-XP mit der .400 Corbon RS20 Ladung von oben drang ca. 14 Zoll tief ein und vergrößerte den Querschnitt auf 0,75 Zoll


    Das 165grs Speer Gold Dot mit der .400 Corbon RS20 Ladung aus Beitrag 6 drang genau 16,5 Zoll tief ein und vergrößerte den Querschnitt auf 0,66 Zoll


    Das 155grs Speer TMJ mit der .400 Corbon RS20 Ladung aus Beitrag 6 durchschlug den 22,5 Zoll langen Gelatineblock komplett und verschwand Dahinter im Geschossfangsand.


    Das Kupfergeschoss behielt 100% seines Gewichtes. Das Gold Dot verlor ca. 0,3% seines Gewichtes wahrscheinlich durch Abschmierung, Fragmente waren keine zu erkennen es blieb in einem Stück.

    So und nun zu einem Barnes Vollkupfer Hohlspitzgeschoss


    .44 Magnum

    200grs .429 Barnes XPB 42920

    OAL 40,55mm

    15,6 grs Alliant Blue Dot

    Hülsen: Speer .44 Magnum vernickelt (Innenvolumen ca. 2,380cm3 bei 32,5mm) [Zum Vergleich Starline hat ca. 2,430cm3]

    Zünder: Federal 155 Large Pistol Magnum

    anständiger Rollcrimp

    Max Gasdruck ca. 2601 bar

    V2 aus 6,5Zoll Revolver 432m/s und 1208 Joule


    Da Barnes bei den XPB Jagd-Geschossen ähnlich wie auch bei den TAC-XP den Einpressdruck, bei dem glatten Vollkupfergeschoss ohne Führbänder oder Druckentlastungsflächen, dadurch senkt, dass nur ein kurzes Stück in der Mitte des Geschosses volles Maß erreicht und der rest optisch für das Auge kaum wahrnehmbar verjüngt untermaßig wird, lassen sich die Geschosse, wenn man eine Recalibriermatrize für die Hülsen verwendet die nicht überkalibriert, i.d.R. gut setzen ohne den Hülsenmund vorher aufzuweiten. Das sorgt zusammen mit dem Rollcrimp für einen fest genugen Geschosssitz. Beim .44er XPB ist der Laufreibungsäquivalente Druck im Gegensatz zum .40er TAC-XP immer noch recht hoch, und wenn man genau nachmisst erreicht auch die kurze Stelle beim XPB mit .4288 Zoll wo der Umfang am dicksten ist nur ganz ganz knapp das Laufzugmaß. Da die meisten Waffenläufe geringfügig über dem Mindestmaß liegen kann hier je nach Waffe Gasschlupf entstehen, nicht optimal. Wenn man sowas dauerhaft regelmäßig schießt bedeutet das etwas erhöhten Laufverschleiß durch Gasfraß.

    Aus dem Revolver ist der Streukreis bis auf 25m gut o.k. wenn jetzt auch nicht die höchsten sportlichen Ansprüche für Präzision erfüllt werden. Das Geschoss geht sehr gut auf und vergrößert den Querschnitt für den Fangschuss entsprechend stark (Ist ja auch speziell für Kurzwaffen designt)

    Aus dem 20 Zoll UHR mit Micro Groove Barrel war auf 50m keinerlei brauchbarer Streukreis hinzubekommen. Habe eine komplette Ladungsleiter von Min bis Max Ladung durch geschossen nix zu machen. Bin mir nicht ganz sicher ob es an dem schwächeren Laufdrall des UHR Laufs und dem zwar leichten aber relativ langen Barnes Geschoss liegt, oder aber an den flachen Micro Groove Zügen in Zusammenspiel mit dem etwas untermaßigen Geschoss.

    Was der Versuch aber auch demonstriert hat, dass die obige Ladung aus dem 20 Zoll UHR Lauf nur geringfügig mehr Energie mit ca. 443m/s ca. 1277 Joule erreicht als aus dem 6,5 Zoll Revolver.

    Vergleicht man das mit dem SAX KJG HSR Führband Vollkupfergeschoss von oben aus dem ersten Beitrag, das mit den etwas übermaßigen Führbändern gut abdichtet aber deutlich wenger Laufreibung hat, wird der Unterschied deutlich (441m/s aus 6,5 Zoll Revolver und 513m/s aud 20 Zoll UHR)

    Und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!