Beiträge von volker1

    Selbstentzündung nach meinem Wissen vornehmlich bei Leinölfirnis.


    Ansonsten kein Leinöl, und auch kein Sonnenblumenöl, denn das Zeugs neigt zum Verharzen.

    ...

    Prinzipiell stellen sogut wie Alle Öle die in Tüchern aufgesogen sind (Baumwolle, Wolle, Leinen, Papier, Dochte, Filze, auch Kunstfasern, besonders Filze und Wolle) eine gewisse Feuer- und auch Selbstentzündungsgefahr dar. Besonders bei höheren Temperaturen. Entsprechende Abfälle sind Gefahrgut z.B. UN1373 in der Klasse 4.2 .

    Bei Ölen die Doppelbindungen haben eben z.B. ungesättigte Fettsäuren ist diese Gefahr besonders hoch. Leinöl ist hier nur der extremste Fall mit sehr hohem Anteil an Omega3 Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumenöl mit viel Omega6 fällt durchaus darunter. Der Grund ist hier dass durch Oxidation bei diesen Ölen von selbst Wärme entsteht. Ein Lappen mit Leinöl imprägniert etwas zusammengeknüllt nicht Luftdicht verschlossen zündet da am schnellsten von selbst. Aber auch Mineralöle welche diese Strukturen nicht haben können sich auf Tücher imprägniert im dümmsten Fall selbst entzünden. Grund ist je nach Stoff und Gewebe der Tücher eine sehr hohe Oberfläche welche die Zündtemperatur stark senkt im Zusammenspiel mit Wärme und elektrostatischer Aufladung.

    Gute Waffenöle stellen hier zwar eine etwas geringere Gefahr dar, weil diese möglichst stabil sein sollen um nicht zu verharzen. Ausgeschlossen ist die Selbstentzündungsgefahr hier aber dennoch nicht vollkommen.

    KfZ Werkstätten haben dafür i.d.R. ein Stahlfass dass frei steht an einer Stelle wo eine Zündung am wenigsten Probleme macht oder das eben mit Spannring luftdicht verschlossen wird.

    Das ist ja richtig....nur ist allgermein betrachtet dynamisches Schießen eher IPSC, IDPA, etc, wo beim BDMP zwar auf unterschiedlichen Entfernungen geschossen wird, aber eben immer statisch aus der jeweiligen Entfernung. Bedeutet wir bewegen uns während den Durchgängen selber nicht auf ein Ziel zu, sondern schießen die Serie fest aus einer Entfernung, auf unterschiedlichen Stationen.


    Deswegen schrieb ich auch "...wenn man es genau nimmt...".


    Ist natürlich richtig, dass unsere BDMP Disziplinen dynamischer Natur sind.

    Ich würde mal sagen, das auf jeder Station einzeln “statisch“ geschossen wird ist in Deutschland bei jeder genehmigten sportlichen Disziplin so. Da bei uns sportliches Schießen während der Bewegung ganz schlicht und einfach vom Gesetzgeber verboten ist!

    Gemeinhin gelten als statisch aber Disziplinen, wo die gesamte Disziplin von einem einzigen Schützenstand aus aus einer Entfernung geschossen wird. In der überwiegenden Mehrheit bei Kurzwaffen 25m.

    Das Bleiproblem ist in Wirklichkeit sehr sehr viel Kleiner als der Öffentlichkeit immer versucht wird weis zu machen. Selbst wenn man metallische Bleisplitter von Geschossen mit dem Essen verschlucken sollte ist es so unlöslich, dass der menschliche Organismus mit seinen relativ schwachen Verdauungssäften davon kaum etwas aufnimmt. Das Meiste wird einfach wieder ausgeschieden. In der Umwelt verhält sich metallisches Blei noch inaktiver unlöslicher und verkapselt sich und gut ist. Nur unter ganz besonderen Bedingungen wie sehr saure Mineralwässer etc. löst es sich und wird transportiert.

    Der wichtige Faktor ist die Bioverfügbarkeit, und die ist bei metallischem Blei äußerst gering.


    Wenn Bleifrei vorgeschrieben ist, verwendet man natürlich Blei freie Geschosse, besser macht es die Sache jedoch nicht.

    naja wenn man sich bezüglich Schmierwirkung das Video das geposted wurde ansieht, scheint Ostermayer Jagd Waffenfett mit elektrisch geladenen Microkeramik Schmierpartikeln ja das Non Plus Ultra zu sein. Leider ist es das auch beim Preis. Ich glaube auch kaum, dass man das bei Waffen die regelmäßig gepflegt werden auch wirklich braucht. Vielleicht bei n Vereinsknifte sie erst nach mehreren tausend Schuss richtig zerlegt und gepflegt wird.

    Bei wichtigen Gleitstellen tut es bei mir entweder GunCer Waffenfett ebenfalls mit Microkeramik allerdings wohl noch nicht ganz so ausgefeilt wie das Ostermayer (das GunCer Fett war damals deutlich günstiger und reicht völlig, wobei das inzwischen wohl etwas im Preis angezogen hat). Oder einfach weißes Bundeswehr Lithium-Flüssigfett O-158. Das ist auch recht gut und kommt dabei ohne Microkeramik aus und ist phänomenal günstig. Eine Dose mit 1 US-qt reicht ewig und liegt preislich i.d.R. noch unter 10€.

    Na ja, es gibt durch aus einige Jäger die nicht mehr regelmäßig selbst zerwirken, sondern da ein Schlachter/Metzger vor Ort haben, der das für sie erledigt etc. ...

    Und die haben norm. eine extra Mülltonne für Schlachtabfälle die regelmäßig von einem entsprechenden Entsorger abgeholt wird (das ist preislich natürlich nur dann akzeptable wenn da regelmäßig entsprechende Mengen anfallen, privat kann man das vergessen).

    z.B. in Rheinland-Pfalz dürfen Zerwirkreste in das Revier aus den sie stammen auch wieder zurück gebracht und dort entsprechend gemeinwohlverträglich entsorgt werden.

    http://www.jjv-kulmbach.de/fil…e_Konfiskatentsorgung.pdf


    In Hessen z.B. darf NICHTS was das Revier einmal verlassen hat dort wieder zur Entsorgung hingebracht werden (man hat wohl Angst, dass dort dann auch illegal Schlachtabfälle entsorgt werden könnten ...)


    Aufbrüche darf man in eigentlich jedem Bundesland direkt im Revier lassen. Nur für Zerwirkreste nützt das einem wenig.


    Leider gibt es kaum noch Tierkörperbeseitigungsanlagen vor Ort. Bei uns hat die letzte vor einigen Jahren zu gemacht. Jetzt müsste man sehr sehr sehr weit fahren um entsprechende Wildabfälle zu einer zu bringen ... Das wird egal welches Bundesland spätestens dann zum Problem, wenn man kein gesundes, sondern tierseuchenverdächtiges Wild erlegt haben sollte, das natürlich entsprechend unschädlich entsorgt werden muss.

    Die meisten Disziplinen von denen ich hier jetzt gelesen habe sind mit Sicherheit schöne Disziplinen. Aber soweit ich das jetzt durchgesehen habe sind da keine Disziplinen bei, die auf einem normalen statischen 25m Stand mit Ziehen aus dem Holster geschossen werden. Und so wie ich das verstanden habe ging es bei der Frage genau um das.

    RS12 ist sehr gut für normale .45ACP Ladungen wie auch für 12/70 Schrot bis 32g.

    Aber für sanfte langsam anschiebende 9mm Luger nicht geeignet. Man kann damit 9mm Luger zwar gut laden aber i.d.R. mit hohem Gasdruck.

    Ginge mit dem Möller MJG genauso, einfach die Kunststoffspitze vom Flitzer weg lassen. Dann bremst das Geschoss durch höheren Luftwiederstand zwar mehr, aber bis 150m ist das eigentlich noch kein Problem.

    Es ist aber gerade bezogen auf Ballistol ein rießen großer Unterschied, ob die Waffen nur feucht wird, oder ob sie dem Regen richtig ausgesetzt wird.

    Gunex z.B. unterwandert Feuchtigkeit und lässt Wasser abperlen und stellt auch im Allwettereinsatz einen langfristigen Rostschutz dar.

    Ballistol schützt zwar vor Rost auch wenn die Waffe mal etwas Sprühnebel abbekommt, aber bei richtig Wasser wird Ballistol einfach weg gewaschen, da es mit Wasser emulgiert sich also damit mischt und immer weiter verdünnt wird bis nichts mehr da ist. Durch Feuchtigkeitsaufnahme dickt Ballistol etwas an und verhält sich dann ähnlich wie ein dünnes Fett. Das ist kein Verharzen, denn dabei klebt es nicht sondern schmiert weiterhin und schützt auch noch vor Rost. Bis etwa 10% Ballistol im Wasser ist noch ein merklicher Rostschutz vorhanden.

    Was ich also damit ausdrücken will, Ballistol schützt bei Feuchtigkeit aber nicht wenn richtig flüssiges Wasser über die Waffe läuft. Gunex schützt auch beim Allwettereinsatz im strömenden Regen.

    Probier es aus! Das ist Theorie und Praxis. Bei einem vollständig verriegeltem Verschluss würde das ohne Frage funktionieren. Bei den meisten teilverriegelten Pistolenverschlüssen macht das Probleme. Zudem stellen sich i.d.R. brauchbare Streukreise erst über Maxladung ein.

    Die reinen Abrenngeschwindigkeits-Vergleichtabellen sagen aber relativ wenig über das sonstige Verhalten aus. Ja N330 ist von der Abbrenngeschwindigkeit ähnlich eingestuft. Aber N330 hat dabei noch ein relativ kleines Volumen, das bedeutet bei dann geringen Füllständen der Patrone und der guten leichten Entzündbarkeit der einbasigen niedrig nitrierten Vihtavuori Pulver eine kurze aggressivere Druckspitze. Bei modernen Waffen kein Problem. Für den Kniegelenkverschluß aber nicht wirklich optimal.

    gute Geschosse sprechen auf härtere Hindernisse möglichst wenig an und in Gewebe oder Flüssigkeit sehr gut. In sofern hat Schwarzer Mann recht. Ein Schuss auf Kiefernholz ist sehr wenig aussagekräftig. Allerdings für gute Schalenwild-Jagdmunition müsste man schon recht viel Gelatine gießen um ein solches Geschoss zu fangen. Bei Deformatoren etwas weniger bei Teilzerlegern mit formstabilen Restbolzen merklich mehr. Meine 8mm Laborierung mit Möller Messing Jagd Geschossen macht da locker 75cm ballistische Gelatine.