Beiträge von Greenhorn

    Nette Argumentation, Pikolomini .

    Dass in den USA auch nicht alles das Gelbe vom Ei ist, wird niemand bestreiten. Aber erste europäische Staaten schlagen selbst berüchtigte amerikanische Städte bereits in der Mordrate. Trotz generellen Waffenverbots. Und, die allgemeine Sterberate in den USA ist - je 100.000 Einwohner - geringer als in Deutschland. Trotz der Schusswaffentoten drüben. Und der schlechteren medizinischen Versorgung, und, und, und.


    Tatsächlich spielt das Vorhandensein von Schusswaffen wenig Rolle. Bildung, soziale Kompetenz, soziale Verhältnisse im Land etc. sind weit relevantere Faktoren.


    besten Gruß

    Werner

    Dann muss ich bereit sein zu töten.

    Kommt darauf an, was man unter "töten" versteht. Wie zuvor schon angeführt.

    Eigentlich sollte man nie wirklich bereit sein, einen Menschen zu töten.

    Man darf, soll muss im angesprochenen Fall wohl sogar, bereit sein, das Leben eines Angreifers zum Schutz des eigenen Lebens zu riskieren.

    Aber man tötet dabei nicht gezielt. Man macht den Gegner Handlungsunfähig, wenn er dabei stirbt, sein Pech. Wenn er nicht stirbt, aber dennoch handlungsunfähig ist, ist das nach meiner Definition kein Töten. Denn wenn das Töten die Absicht wäre, ist man im genannten Fall unzufrieden.

    Zumindest ich wäre aber durchaus zufrieden, wenn ich durch die Handlungsweise der zu schützende Person - sei es ich selbst oder jemand anderer -

    das Leben bewahren konnte. Der Tod des Angreifers ist keine Vorgabe, töten daher nicht die Absicht, zu der man bereit sein muss.


    besten Gruß

    Werner


    PS.: Das Argument, dass man dann auch mit Elektroschocker oder ähnlichem auskommt, ist dennoch falsch. Denn ein wesentlicher Faktor ist auch, dass der Gegner weiß, dass sein Leben bedroht ist. Einen Elektroschock riskiert er, Pfefferspray etc. auch. Wenn man vor dem Lauf einer Schusswaffe steht weiß man, dass die eigene Existenz ernsthaft bedroht ist. Ein nicht zu unterschätzender Faktor!

    Und wer BITTE soll das INDIVIDUELL entscheiden ? Die selben Beamten/ Politiker die jetzt schon "Entscheidungen" treffen ? ::lachen2::::lachen2::::lachen2::


    lg

    Du willst sagen, nur weil man in der Schei$$e sitzt und politische/rechtliche Kompetenz zum Fremdwort geworden ist,

    soll man auch vergessen, was eigentlich richtig wäre???


    Worüber regen wir uns dann eigentlich noch auf? Ist ohnehin alles Bestens!


    besten Gruß

    Werner

    Vorstrafe heisst für mich mehr als 90 Tagessätze.

    Blöde Sache, wenn man aufgrund der unterschiedlichen Gesetze in verschiedenen Ländern nahezu zwangsläufig zu

    unterschiedlichen Sichtweisen genötigt wird.

    "Vorstrafe" ist für mich kein Ausschlussgrund, sondern EIN zu berücksichtigender Faktor, neben anderen auch. Kann entscheidend sein,

    muss aber nicht. Ist individuell zu entscheiden.


    besten Gruß

    Werner

    Ganz einverstanden bin ich mit der oben angeführten Sichtweise nicht, klausrgr .


    ad "keine Vorstrafen" bin ich vorsichtig. Ein Kunde hat 'mal - ich war selbst dabei - einem Arbeitskollegen vorgeworfen er hätte ihn tätlich angegriffen, und ihn geklagt. Der Verteidiger meinte dann zu dem Kollegen: "Den Richter kenne ich, wenn er am Tag vor dem Prozess seinen Liter Wein trinkt gewinnen wir, andernfalls entscheidet er prinzipiell für den Kläger."

    Als KFZ-Lenker hat man bei uns prinzipiell eine Vorstrafe, wenn es einen minderjährigen verletzten Fußgänger gab.

    Bei Vorstrafen sollte schon ein bisschen relativiert werden, was und warum es passiert ist.


    ad. "Gesundheit und Sehtest"

    Irrelevant! Hängt davon ab, wofür man die Waffe benutzt - oder auch nicht benutzt.

    Wir haben in Österreich übrigens auch einige blinde Sportschützen, die über Akustik-Signal zielen. Sind die böse???

    Und wenn man als Sehbehinderter historische Wertgegenstände sammelt, was ist daran böse.

    Last not least: Praktisch kein gefährlicher Fehler passiert, weil der Waffenbesitzer schlecht sieht,

    das hat weder damit zu tun, dass man auf "Finger lang" vergißt, noch damit, dass man eine Waffe vollständig entlädt,

    noch damit, dass man sie nur in sichere Richtungen hält.


    Dass man in solchen Fällen genauer schaut, - selbstverständlich! Genauer heißt aber eben GENAUer, und nicht gegen den Menschen!


    besten Gruß

    Werner

    Wer von euch kann das? Wer sagt mir hier das er bereit wäre im Notfall einen Menschen zu töten? Bitte jetzt nicht "die Familie, Freundin und Co. anführen. Sondern im ganz normalen, täglichen Umfeld. Und nicht nur dumm daherreden "Ja ich kann das." Und gezielt schießen? Voll mit Adrenalin, Hektik, Stress, die Umgebung dabei beobachten das man niemand falschen trifft?

    Das lässt sich lernen! Die entsprechende "Schule" ist keineswegs angenehm, weil die Schüler ganz gezielt an ihre körperlichen und psychischen Grenzen gebracht werden, aber man kann es lernen (oder eben vorher aufgeben bzw. nicht bestehen).


    Zu beachten "Töten" ist nicht gefragt, und richtigerweise auch nicht erlaubt. Das wäre eine Legalisierung von Mord. "Notwehr" ist kein Problem, und wenn es "Notwehr mit Todesfolge" werden sollte ist das OK. Aber Töten (= ok, getroffen hab' ich, jetzt liegt er verletzt da, ich setzte ihm die Pistole ans Genick und drücke ab) ist nicht, und hat auch nicht zu sein.


    Man darf auch nicht glauben, dass man, nur weil man es vor 20 Jahren 'mal gelernt hat, alles Notwendige auch noch immer kann. Ist wie bei einem Sportler: Bloß weil ich vor 10 Jahren den Kilometer in 3 Minuten gelaufen bin heißt das nicht, das ich's heute auch kann. Um so weniger, wenn ich nicht genau das auch trainiert habe. Alle entsprechenden Fähigkeiten sind regelmäßig zu trainieren, - oder man verliert sie schrittweise.


    Worauf man sich nicht vorbereiten kann ist, ob man dann auch damit fertig wird, wenn man jemanden getötet hat. Hier reagiert jeder Mensch anders, und praktisch niemand weiß vorher, wie seine Reaktion sein wird. Da haben sich schon viele getäuscht, in alle Richtungen. Manche belastet das überhaupt nicht, andere werden nie damit fertig. Die glücklicheren Menschen sind allemal jene, die das gar nicht erst herausfinden müssen.


    besten Gruß

    Werner

    Die Berechtigung, eine Waffe führen zu dürfen, darf ruhig schwierig zu erwerben sein.

    Der wesentliche Punkt dabei ist allerdings: Dieses "schwierig" hat sich nicht auf bürokratische Faktoren zu beziehen, sondern auf die zu bestehenden praktischen Fähigkeiten.

    Jemand der eine Waffe legal führt, darf nicht zu unkontrollierter Aggression neigen, er muss technisch ausreichend fähig sein um eine Waffe fehlerfrei zu bedienen, nicht in der Theorie, sondern in der Praxis nachgewiesen. Detto muss er Situationen realistisch einschätzen können, auch fähig und gewillt sein zu erkennen, wann es für alle besser ist, (s)eine Waffe nicht zu benutzen. Es lassen sich sicher noch weitere notwendige Bedingungen finden.


    Schulungen und Prüfungen haben entsprechend aufgebaut zu sein, und: JEDER der eine Waffe führen will hat diese Prüfungen zu bestehen, ob Politiker, Richter, Polizist, Soldat, Bodyguard, Sportschütze, Jäger, Sammler, sonstwas. Kriterium ist nicht wer man ist, sondern ob man die nötigen Fähigkeiten nachweist.


    Strenge Beurteilung dieser Fähigkeiten ist ok und durchaus sinnvoll, allerdings: für alle gleich streng, auch für Politiker, Polizisten, …!


    besten Gruß

    Werner

    Gut, kommen wir zum Grund für die langatmige Einleitung:


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    Aha!?! Nett, Und was bitte soll das nun mit dem oben gezeigten Gewehr zu tun haben???

    Wäre in etwa meine erste Reaktion gewesen.

    Trotzdem het es mich gestern 'mal gröber gerissen, als mir dieses Gewehr auf den Bildschirm tanzte!

    Denn:

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    Zufall? Namensgleichheit? Nein!

    Peter Moll war ein Enkel des oben erwähnten Johannes Moll - Sohn von John Moll jun.

    David Moll einer von dessen Neffen. Beide Büchsenmacher, von denen bekannt ist, dass

    sie gemeinsam eine Büchsenmacher-Werkstatt betrieben haben. Bekannt für noble Pistolen

    mit Messinglauf. Aber sie haben - speziell für den sportlichen Eigenbedarf - auch Büchsen

    "zusammengezimmert".


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    Theoretisch ist zu dem Gewehr so gut wie nichts bekannt, dem Händler ist nicht einmal

    wirklich bewusst, dass es sich um ein Exemplar aus der Moll Familie handelt. Es ist bloß

    eine recht primitiv gebaute Chunk gun, ein extrem schweres Gewehr für seit 200 Jahren

    beliebten "Over the log" Bewerbe, liegend aufgelegt - zur Not auf einem Sattel - geschossen.

    Wenn man weiß, dass dieses Gewehr einen Lauf im Kaliber .50" hat, bekommt man eine

    Ahnung von seinem Gewicht.


    PDM08.jpgWie kommt man darauf, dass es sich nicht dennoch um eine zufällige Namensgleichheit

    handelt? Die Kontur des Gewehrs hat ja nun wirklich überhaupt nichts mit der oben

    gezeigten Kopie einer J.Moll Northampton County Büchse zu tun. Wirklich überhaupt nichts?

    Da fällt mir doch ein: in dieser Schule war es üblich, die Nasenkappe aus Messingblech zu

    biegen, ohne Frontabdeckung, so dass das Schaftholz unter dem Lauf von vorn sichtbar bleibt.

    Ich bin mir beim obigen Foto nicht 100%sicher, aber doch ziemlich. Ein Indiz.


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    Da wäre dann auch diese nette, zweiteilige Patchbox. Die Form entspricht nicht zu

    100 Prozent den Schul-Idealen der 1770er bis 1790er Jahre, nur - dieses Gewehr

    sollte auch zwischen 1820 und 1830 entstanden sein, was also will man erwarten?

    Und dann fiel mein Blick auf das Foto der Schloss-Gegenplatte.

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    Das ist DIE von Johannes Moll eingeführte Northampton County Gegenplatte. Die

    passt zwar überhaupt nicht zur Form dieses Gewehrs, nur - wenn man sich ein billiges

    aber gutes Gewehr zur Teilnahme an Bewerben baut, achtet man auf perfekte Technik

    und nicht so sehr auf Moderichtlinien. Dass es sich um in Gewehr aus der Moll Familie

    handelt, erachte ich nun aber als gesichert.


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    Das Schloss, offenbar von einer zerstörten britischen Muskete ausgeschlachtet, ist übrigens mit ein

    Grund, warum ich das Gewehr als eine für den Eigenbedarf zusammengestellte Bewerbs-Büchse

    halte. Derartiges bietet man einem zahlenden Kunden eher nicht an. Für sich selbst nutzt man,

    was technisch ok ist und unbenutzt herumliegt.


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    Und so kommt es, dass ich dieses Gewehr, obwohl keine Schönheit, für

    ein ausgesprochen interessantes Exemplar seiner Zeit halte. Bringt mich doch

    glatt zum Nachdenken über meinen Kontostand. Das ist aber ein anderes Thema.


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    Jedenfalls aber ein süßes Gewehr, das weit mehr Beachtung verdient als auf

    den ersten Blick ersichtlich. Auch der Zustand ist besser als bei vielen erhaltenen

    Waffender Zeit (David Moll ist 1851 verstorben). Klar, als Büchsenmacher passt

    man auf Waffen auf, und bei den paar Bewerben für die man Zeit aufbringen kann

    geht es nicht so belastend zu wie auf der Jagd oder gar bei Kämpfen.


    PDM11.jpgJedenfalls eine der bemerkenswertesten antiken Büchsen die mir in den

    letzten Monaten über den Weg gelaufen ist. Das Ding hat Charakter!


    besten Gruß

    Werner

    Nö, nicht Moll als Gegensatz zu Dur, (DER Scherz mit dem langen Bart :saint:)

    sondern John Moll, Gründer der Northampton County Schule.


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    Ich will auch nicht zum zigsten Mal die Northampton County Schule präsentieren,

    die Langzeit Teilnehmer hier kennen sie schon in- und auswendig, ich will lediglich als

    Einleitung für noch Schlimmeres die Optik dieser Schule wieder in Erinnerung rufen.


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    Northampton County - später durch die Aufteilung der Counties auch Lehigh County - Rifles

    gelten als DER Inbegriff schlanker Longrifles. Dieser schlanke Stil war zu der Zeit gerade sehr

    gefragt, und die Büchsenmacher waren recht kreativ wenn es darum ging, die Kundenwünsche

    durchzusetzen. Den Grundstein dazu legte "Papa" Johannes Moll, der unter anderem seine Söhne

    John Moll Jr. und Peter Moll, aber auch Größen wie Herman Rupp und noch andere ausbildete.

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    So war bei diesen Büchsen der Schafthals breiter als hoch, um die schlanke Wirkung zu vertiefen, und die senkrechten

    Flächen des Laufs wurden nicht wie üblich zur Hälfte, sondern nur im untern Drittel vom Schaftholz abgedeckt. Das Schloss

    wurde nicht parallel zur Laufachse eingebaut sondern hinten leicht angehoben, sodass sich an der Unterseite noch Holz

    wegnehmen ließ und die berühmte in zwei Bügen geteilte Kolbenunterseite entstand, zwei Hohlkehlen die sich am hinteren

    Ende des Abzugsrahmens treffen.

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    Typisch ist auch die zweiteilige Patchbox, sowie die eingeschnittene oder als Inlay ausgeführte Figur der Indianerin vor

    dem Abzugsrahmen.

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    Außerdem verwendeten zumindest die Moll-Schüler ebenso wie ihr Meister Schloss-Gegenplatten

    aus der selben Gußform, auch wenn sie dann unterschiedlich gestaltet wurden, bzw. für Poorboys

    auch schon 'mal unbearbeitet blieben und nur glattgeschliffen wurden.


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    Gebaut wurde dieses Gewehr von Allen Martin im Jahr 1999, und es erzielte hereits 2004 einen Preis von US$ 7.000,-.

    also kein ganz günstiges Vergnügen. Gerechtfertigt, die Dinger sind nicht wirklich leicht in glaubwürdige Form

    zu fertigen.

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    So viel für den Augenblick. Mir ist da noch ein anderes Gewehr aus der Familie aufgefallen,

    aber das erfordert noch ein wenig Arbeit an ein paar Fotos. Demnächst mehr.


    besten Gruß

    Werner

    Wieder einer der Fälle, wo gar nicht viel zu sagen ist.


    Eine US Mod. 1816 Muskete, also Steinschloss.

    Ausgeliefert an eine Einheit die viereinhalb Jahrzehnte später zur Konföderation gehören sollte.

    Wie auch im Norden herrschte mit Ausbruch des Bürgerkriegs akuter Mangel an Gewehren.

    Also wurde man kreativ.

    Eines der ganz wenigen Exemplare die in diesem Zustand (sehr gut) erhalten sind.

    Mit $ 2800,- imho sogar für einen recht günstigen Preis. Wird schnell weg sein.


    Mehr ist nicht zu sagen, die Bilder sprechen für sich!


    besten Gruß

    Werner

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    Mit einem vernünftigen Fett und nach dem Schuß in den Lauf ausatmen *

    ...

    *(Hinweis und Warnung : Dank der TK bin ich mir natürlich zwischenzeitlich der tödlichen Gefahr bewußt die von einem von mir selbst abgefeuerten VL Gewehr immer noch ausgeht, obwohl ich das damals mit einem mehr als 50 cm langen Plastikschlauch machte - was offiziell natürlich trotzdem nicht erlaubt ist, da womöglich die nicht vorhandene Kugel ja im 90 Grad Winkel aus dem Lauf kommen könnte.

    Du verkennst die Lage völlig, Captain Cat  X(

    Selbstverständlich geht es bei der Warnung um die tödliche Gefahr für den Lauf, die von Dir ausgeht! grin-.).::t.ü.r::.

    besten Gruß ;)

    Werner

    Die Probleme sind mit verschiedenen Piston, Stahl und Berylium. Ohne nennenswerte Besserung

    Danke, Uwe , das wollte ich hören. Die einleitende Fehlerbeschreibung war mir diesbezüglich etwas zu ungenau,

    daher die leicht "freche" Antwort.

    Wechsle 'mal nach den ersten beiden (oder drei) Schuss das Piston gegen eines vom gleichen Typ, und schau' ob die Verschmutzung im gleichen Tempo wieder auftritt - also nach weiteren 3 Schuss. Vielleicht kannst Du so beurteilen, ob das Problem vom Schießen selbst kommt (die Verschmutzung also identisch ist) oder mehr von Rückständen der letzten Reinigung der Waffe kommt - dann sollte die Verschmutzung geringer werden. So solltest Du eingrenzen können, wo Du am Sinnvollsten mit der eigentlichen Problemsuche ansetzt.


    Interessant wäre, ob das Piston "nur" an der Außenseite "zugelötet" ist, oder auch an der Innensteite, oder nur innen? Deine erste Beschreibung löste bei mir das Bild "nur außen" aus, was aber doch etwas ungewöhnlich wäre. Bevor wie also spekulieren, klären wir 'mal das... 8)


    besten Gruß

    Werner

    Alles gut und richtig, nur - wenn ich am Piston meiner Waffe binnen der paar Schuss eines Wettbewerbs das Piston mit einer Schlacke wie zugelötet verlegt habe, dann will ich einmal wissen wie sich andere Pistons verhalten. Ob ich das Problem beim Piston oder anderswo suche. Wäre bei mir der, weil einfachste Schritt - ein paar Pistons habe ich immer dabei.

    Man kann auch andere Reihenfolgen bevorzugen.


    besten Gruß

    Werner

    Eine gute Wertanlage sollte mehrere Bedingungen erfüllen.

    Man darf den Wert nicht benötigen, also nie unter Druck auf den Markt werfen müssen.

    Man muss Interessenten kennen, nicht sie bei Bedarf suchen müssen.

    Und so weiter.

    So wertvoll ein Gegenstand sein mag, wenn er niemanden interessiert, daher niemand etwas

    dafür bietet, hat er eben keinen Wert.
    Wenn der Kasten seit 2012 nicht verkauft wurde, dürfte der Aspekt "Wertanlage" zu überdenken sein.


    besten Gruß

    Werner

    Wie ist der Underlug befestigt? Schwalbenschwanz-Konstruktion? Mach 'mal ein Foto.

    Normalerweise ist das Teil nur festgeklemmt, also in Position bringen und mit geeignetem

    Meissel (notfalls Schraubendreher) und Hammer zart wieder festklopfen, so dass die

    in den Lauf gefeilten Halterungen wieder festen Kontakt zum Underlug haben.


    bestem Gruß

    Werner


    Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage was dieser Kasten kosten darf.

    Alles!

    Der Wert/Preis orientiert sich daran, was Käufer bereit sind zu zahlen.

    Du findest qualitativ hochwertige Stücke erstklassiger Büchsenmacher, die nur niemanden interessieren, um € 2.500,- , und gleichwertige, oder sogar bereits industriell gefertigte Exemplare gefragter Waffenschmiede um € 500.000,-, oft auch wegen der Person die sie besessen hat.

    Ein Paar hübscher, gut erhaltener Pistolen von Barnett/London aus dem Jahr 1810 mit Kästchen wird "drüben" gerade um $4,550,- angeboten, Britische Waffenschmiede sind drüben gerade nicht so sehr gefragt.


    besten Gruß

    Werner

    Ich würde von einem Zeitraum zwischen 1835 und 1840 ausgehen. Die Schlosse wurden vermutlich am Ende von W.Jacksons Schaffensperiode erworben oder stammen vielleicht sogar aus seinem Nachlass, motivierten vielleicht dadurch zum Bau dieser Pistolen - reine Spekulation!

    Und - nach 1840 hätte Henry Tatham kaum mehr seinen alten Firmensitz am Charing Cross erwähnt. Damit hat er eher schon etwas früher aufgehört.


    besten Gruß

    Werner

    Militärisch war Amerika in der Zeit ca. 5-10 Jahre hinter Europa zurück. Man konnte sich erlauben sich Zeit zu lassen und zu beobachten, und natürlich war das Militär konservativ. Samuel Colt, der Mitte der 1830er Jahre sowohl für Lang- als auch für Kurzwaffen die brauchbare und im Vergleich zum vorhandenen Bestand die allemal deutlich besseren Alternativen anbieten konnte machte - zu dem Zeitpunkt - damit bankrott.

    Die letzte Ausschreibung für eine Steinschloss Muskete tätigte das US Kriegsministerium im Jahr 1840. Die nächste Ausschreibung - Modell 1842 - verlangte bereits Perkussionszündung. Und die meisten Exemplare des Modells 1840 wurden noch vor der Auslieferung an die Truppe auf Perkussion konvertiert.

    Ab 1855 erhielt das US Militär gezogene Perkussionmusketen für Minie Geschoße

    Dass zu Anfang des Bürgerkriegs alles ausgegeben wurde was einen Lauf und einen funktionierenden Zündmechanismus hatte lag schlicht daran, dass die Zahl der eingezogenen wehrfähigen Männer die Zahl der verfügbaren modernen Musketen um ein Vielfaches übertraf.

    In diesem Krieg fielen zwischen 1861 und 1864 mehr Amerikaner als im 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Korea und Vietnam zusammen. Noch einmal so viele Soldaten kamen durch Krankheiten ums Leben.

    Zurück zum Zündmechanismus. Oben die Daten der Amerikaner, in Europa war man ein paar Jahre früher dran. Nur als Anhaltspunkt.


    besten Gruß

    Werner