Beiträge von Laufleuchte

    Auch meiner Meinung nach ist Spucke das Mittel der Wahl - wenngleich man da nach ner kompletten Serie echt viel Dreck im Mund hatte. Ich nehme deshalb eine Mischung aus 1/5 Ballistol und 4/5 Wasser

    Ballistol ist wasserlöslich und alkalisch, erhöht den PH-Wert der Schwefelverbindung im Lauf und das Wasser hält den Brand im Lauf sehr weich. Bei einem hochwertigen Lauf bleibt bei mir fast nix drin, den muss man praktisch überhaupt nicht zwischenwischen. Zusätzlich muss man sich immer überlegen, ob man Filze als Trennschicht mit schießt - bei Pflasterkugel mache ich es nicht, hab keinen Unterschied feststellen können.

    Ich hab den Württemberger ein paar Jahre selber gehabt (freilich nicht für 50 Meter) und kann ein wenig dazu erzählen, falls das noch von Interesse ist. Der ist ja bekanntlich nicht "ohne" - also, bedarf schon einiger Maßnahmen, um vernünftig zu treffen.

    Fängt bei der Nachbearbeitung der Ringe an, geht übers Schloss und hört bei der Bettung auf. Oder man schießt ihn so, wie er aus der Kiste kommt, aus Spaß und ohne ernsthafte sportliche Ambitionen.

    Erst laden und dann putzen. Also die Kugel setzen, in dem man bereits einen Patch auf dem Lappenhalter hat. Dadurch putzt man den Brand auf die Kugel und nicht in den Pulversack. Den Patch vorher leicht anfeuchten und gut ist es.


    Der Dreck wird dann mit rausgeschossen und der Zündkanal bleibt sauber...

    Das glaube ich für SP nicht.

    Das ist m.E. ein Problem, das bei Nitro, nicht aber bei SP entstehen könnte.

    Tja - beweisen kann ich´s auch nicht. Also, ich hab ja z.B. ne Tryon von Pedersoli - und die zeigt exakt die Problematik (bei CH2 später, bei Wano früher), die hier geschildert wird. Sitzt die Pille nicht stramm genug im Lauf, ist nach spätestens 15 Schuss finito. Dann muss die Revisionsschraube raus. der Weg zum Pulversack freigepopelt werden und erst dann geht´s weiter. Da hilft auch kein putzen nach jedem Schuss, weil man sich einen Teil von dem ganzen Dreck natürlich vor den Zündkanal schiebt

    Hab ich aber ne stramme Ladung am Start, egal ob Kugel oder Maxi oder Real, läuft die, bis das Pulver alle ist. Zündet wirklich augenblicklich, setzt wenig Brand an und ist hoch präzise. Meine These ist die, dass durch das höhere "Startmoment" der Gasdruck und die Verbrennungstemperatur deutlich größer ist als bei Luschiladungen. Und diese Umgebung bewirkt eine saubere Umsetzung des Pulvers.

    Der Hintergrund meiner Fragerei ist darin begründet, dass manche Patentschrauben zur Versottung neigen, wenn gewisse Parameter nicht eingehalten werden. Ein klassischer Typ sind da die Pedersoli Schwanzschrauben mit Zündkanälen von gerade mal knapp 3 mm.


    Wenn leichte Geschosse mit leichter Ladung verschossen werden, werden Gasdruck und Temperatur für eine saubere und rückstandsarme Verbrennung nicht erreicht und das führt zu den von dir beschriebenen Problemen.


    Ich würde das Ding mal korrekt sauber machen und den Zündkanal mit ner passenden Schlauchbürste durchbürsten sowie den Pulversack richtig säubern. Dann würd' ich mal ne Serie mit gepatchter Rundkugel machen. Stramme Ladung, die Kugel darf sich schon recht stramm setzen lassen.

    Das kann durchaus verschiedene Ursachen haben und ein Schwarzpulver Gewehr ist nun wahrlich keine Raketenwissenschaft. Aber trotzdem ist Gewehr nicht gleich Gewehr und Pulver nicht gleich Pulver und beim Ladungsaufbau gibt es ja bekanntlich auch Unterschiede und so weiter und so weiter...

    Von daher: Erzähl doch einfach mal, was du da so am Start hast - dann bin ich mir fast sicher, dass wir hier ne Lösung finden. ::c.o.l)::c.o.l)::c.o.l)

    Das kann von Null Aufwand bis hin zu ziemlich viel Aufwand laufen. Ich hatte mir mal 2 Originale schicken lassen, die gingen so durch. Hin gefahren, Einfuhr-Umsatz bezahlt und fertig. Ein Bausatz von TOW hingegen ist mal direkt zur Kreispolizei gewandert und von dort gabs dann gleich die Auflage, den staatlichen Beschuss nachzuweisen.

    Hat dann zwei Jahre gedauert, bis ich das Ding fertig hatte und der Kerl stand alle 6 Monate auf der Matte und wollte wissen, wie weit ich bin.

    Zu einer kurz vor Weihnachten gebraucht erworbenen Büchse bekam ich eine .451er Maxi-Kokille von Hensel dazu. Der Geschosstyp interessiert mich eigentlich Null, der Preis für die Waffe aber war schon gut und die Kokille gabs quasi geschenkt. Die Kokille war tatsächlich "so gut wie ungebraucht" - es hatte vom Vorbesitzer wohl einen Gießversuch gegeben, der aber wohl nicht geklappt hatte. Nach genauer Betrachtung stelle ich dann heute fest, dass im unteren Bereich der Kaverne eine "Schlackeanhaftung" sitzt, die sich nicht entfernen lässt.


    Dem, was da drin sitzt, lässt sich weder mit leichten mechanischen Mitteln noch mit Wärme beikommen - sowas hab ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen. Steinhart, schwarz und sitzt endfest.


    Hat evtl. jemand einen Tip oder ist die Kokille reif für´s Altmetall?

    Ebend, ggf. einen neuen Verein gründen in einem anderen Verband und dem DSB Adieu sagen. Bei unserem Landesverband auch DSB haben sie letztes Jahr das spinnen angefangen.... hab dann mal ein bisschen Stunk gemacht, nachdem die beiden mitgliederstärksten Vereine (zus. um die 900) den Verbandswechsel angedroht haben, war gleich Ruhe

    Ja, das ist bei den Kameraden sowas von in die DNA gerastet, das wirklich nur noch der Holzhammer hilft. War mit den Bogenschützen im 3d Bereich genau so. Davon wollten sie nix wissen - von wegen auf Tiere schießen und so - bis sie dann gemerkt haben, wie viele Leute das tatsächlich machen und wie Viele die anderen Verbände schon abgefischt hatten. Da ging´s dann auf einmal.

    Wie gesagt-der DSB ist finsterste Steinzeit - und wenn mal was Neues erfunden wird, dann ist es Schwachsinn. Nur zur Info am Rande: Die neue Begrenzung von 10 Stück auf Gelb kommt im Übrigen auch vom DSB...

    Grundsätzlich erstmal hat meine Aussage nichts mit der von dir genannten Redewendung zu tun. Man "steckt den Kopf in den Sand", wenn man etwas Unangenehmes oder Bedrohliches nicht sehen will oder nicht von etwas Unangenehmen oder Bedrohlichem wissen will. Nicht, wenn ein halbtoter Verband sich wieder mal neuen Schwachsinn ausdenkt - und einen das genau Null interessiert.

    Wie du sicherlich mitbekommen hast, hat sich der DSB hinsichtlich der erst kürzlich beschlossenen Verschärfung des Waffengesetzte wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Dazu kommt, dass Regelungen dieses Verbandes mittlerweile mehr als weltfremd anzusehen sind. Das erstreckt sich als kleiner Auszug über Lauflängen, über das völlig lächerliche 15-Schuss Programm (gegenüber 13-3, was im Übrigen international geschossen wird) beim Vorderlader, bis hin zum jetzt drohenden Verbot der Irisblende.

    Wenn ein Verband also meint, dass er es diversen (vor allem älteren) Schützen schwerer machen muss als andere Verbände dies tun, dann muss er das eben machen. Nur dann bin ich als DSB Mitglied nicht verpflichtet, denen zu erklären, dass sie da Schwachsinn verzapfen. Ich schieße mein Programm dann beim BDS, SPI, DSU oder sonst wo und nehme so viele Mitglieder mit, wie ich kann. So einfach ist das - der DSB hat weder einen kulturellen noch anderweitigen Wert, das ist nur noch ne Organisation, die zum blind politikhörigen Oberkontrolletti mutiert.

    Naja, der DSB ist nun wirklich nur ein Verband unter Vielen. Wenn es mit dem Haufen keinen Spaß mehr macht, macht man halt woanders mit...