Beiträge von Luccio

    ch sehe da leider in Zukunft keine besseren Zeiten auf uns zukommen, sondern eher schlechtere Zeiten.

    Das sehe ich auch so. Es ist nicht eine Frage, ob es geschehen wird, sondern leider nur noch wann. Ich bin vielleicht etwas optimistischer mit den Jahren, habe aber den Vorteil, dass sich mein Leben auf der zeitlichen Achse schon deutlich über der Halbzeit befindet. Besonders schlimm finde ich, dass wir es nicht nur mit unmöglichen juristischen Aspekten zu tun haben, sondern bereits ebenfalls mit einer in der Bevölkerung auszumachenden Mentalität, die sich offenbar von der nördlichen Blockwart- und Denunziantentradition ableitet.

    Das mein persönlicher Waffenbesitz dadurch begrenzt wird nehme ich der Allgemeinheit geschuldet in Kauf.

    Ich brauche auch keine 100 LW auf der gelben EBK und 10 Schuß Magazine reichen mir.

    Ich fühle mich in meiner pers. Freiheit dadurch nicht beschnitten.

    Ob Du 100 Waffen hast oder nur eine, macht in den Augen von Waffengegnern sowieso keinen grossen Unterschied. Sie wollen, dass Du keine hast. Bist Du auch mit null Waffen zufrieden? Und falls ja oder Du mit einer oder zwei Waffen gut leben könntest, würdest Du der Allgemeinheit wegen auch in Betracht ziehen, dass man Dir das Autofahren und das Fliegen verbietet oder zumindest kontingentiert? Würdest Du auch einer grundsätzlichen chemischen Kastration für Männer zustimmen, weil es zu viele Vergewaltigungen gibt? Wäre ein allgemeines Schreib- und Redeverbot nicht eine einfache und wirksame Massnahme, weil heute zu viel Unsinn verbreitet wird?

    Joo ... genau ... und deshalb kaufe man generell einfach immer hinterm Bahnhof,

    da sind sich Ver- und -käufer meist auch immer einig und um lästige "Vorschriften" braucht man sich auch nicht zu kümmern ...:hyster:

    Hinter dem Bahnhof habe ich noch nie eine Waffe gekauft, aber im Bahnhof selbst bzw. im Bahnhofbuffet schon. Seit der Ende 2008 eingeführten WES-Pflicht für den Privatverkauf von bewilligungspflichtigen Feuerwaffen ist leider alles unnötig komplizierter, aber nicht zwingend besser geworden. Irgendwie wünschte ich mir die alten Zeiten zurück.

    Wenn es für antike, vor 1870 hergestellt Waffen keine Dokumente braucht, dann muss man deswegen doch kein schlechtes Gewissen haben. Irgendwie scheint es nun auch in der Schweiz nach deutschem Vorbild Mode zu werden, dass man sich als Waffenkäufer und -besitzer automatisch als besonders überwachte Person fühlen soll, selbst wenn man sich völlig innerhalb des erlaubten Spielraums bewegt. Besonders störe ich mich daran, dass es einzelne Leute gibt, die sich hier als Legalwaffenbesitzer bezeichnen wollen. Was für ein Unwort. Waffenbesitzer reicht völlig.


    Ärgerlich ist auch, dass man immer von verbotenen Waffen spricht. Ich spreche lieber von speziell bewilligungspflichtigen Waffen, denn mit dem Waffengesetz nicht vertraute Leute kommen schnell auf komische Gedanken, wenn man ihnen sagt, dass man verbotene Waffen besitzt. Wieso ist eigentlich noch kein Grüner auf die Idee gekommen, das Lenken eines Autos als verbotene Handlung zu erklären? Schliesslich braucht man mindestens theoretisch eine entsprechende Erlaubnis. Okay, vielleicht gibt es schon bessere Bürger als ich, die sich als Legalautofahrer bezeichnen. Solange ich den Fetzen Papier habe, bin ich einfach nur ein Autofahrer.

    Vor noch nicht allzu langer Zeit war die Waffe das Symbol des freien und mündigen Bürgers. Deshalb war es früher Pflicht und später Tradition, dass man bewaffnet zur Landsgemeinde erscheint. Dass es in anderen Ländern nicht so war, ist mir klar. Wieso wir aber uns nach diesen Ländern orientieren müssen, erschliesst sich mir überhaupt nicht.

    Das sehe ich vollkommen auch so. Kenntnis nur wenn notwendig. Diese Haltung war schon immer vernünftig.

    Hilft aber auch nicht, wenns vom zuständigen Waffenbüro anders ausgelegt wird.

    Aber wieso sollte man denn überhaupt das Waffenbüro für eine unqualifizierte Antwort beiziehen, wenn es um den Erwerb antiker Waffen geht? Es ist doch völlig ausreichend, wenn der Veräusserer und der Käufer der übereinstimmenden Meinung sind, dass es dazu keine Dokumente braucht.

    Da sag noch einer das neue Waffengesetz sei Käse...

    Ich sehe den Zusammenhang mit dem neuen Waffenrecht eigentlich nicht; vorher war der Erwerb der SD doch auch schon möglich. Und der Erwerb anderer Sachen war noch einfacher möglich. Es fällt mir schwer, irgend einen Vorteil im neuen Waffenrecht festzustellen. Es müsste meiner Meinung nach daher docher eher Waffenwenigerrecht oder sogar Waffenunrecht heissen.

    Wäre ich 10-20 Jahre jünger Anfangs 20 oder Anfangs 30, würde ich das vielleicht auch machen mit der ABK. Möchte da aber nichts mehr neues anfangen dahingehend, bin schon seit über 20 Jahre Waffenbesitzer. Gut sind die Geschmäcker verschieden und für jeden ist etwas dabei im breiten Spektrum der Schusswaffen und ihren verschiedenen Ausführungen.

    Das verstehe ich sehr gut. Bei mir sind es schon mehr als 35 Jahre, dass ich Waffen besitze, wobei nur ein ganz kleiner Anteil neu auf eine ABK müsste. Grundsätzlich könnte ich mich bei künftigen Einkäufen auf reine WES-pflichtige Waffen beschränken, ohne dass mir etwas fehlen würde. Auf der anderen Seite steht aber die Überlegung, gerade nur deshalb einige ABK zu lösen bzw. solche Waffen zu kaufen, damit demonstrativ und exemplarisch die Notwendigkeit aufgezeigt wird. Sonst könnte es doch noch passieren, dass unsere Politiker und EU-Schergen verlauten lassen, es bestehe gar kein Bedarf nach ABK-pflichtigen Waffen mehr.

    In der Praxis sind mehr als drei Waffen aber nur in speziellen Fällen anzutreffen, bspw wenn man eine grosse Sammlung erbt.

    Die Frage ist, ob sich auf einem ABK-WES für Sammler auch "normale" Feuerwaffen eintragen lassen. Gerade anlässlich Auktionen ist es mir schon passiert, dass ich mehr als einen WES beschaffen musste.

    Zumindest beim WES und der ABK für Schützen stimmt das Gefasel vonwegen es ändert sich nichts. Auf beide kann man definitiv drei Waffen zum Preis von 50.- nehmen.

    Ja, tatsächlich! Ich hatte nur das ABK-Formular für Sammler studiert. Dieses unterscheidet sich im Text vom Formular für Sammler:


    ABK.jpg


    Im WG unter Artikel 13i zum Waffenerwerb durch Sammler und Museen ist dagegen zu lesen, dass mehrere Feuerwaffen mit einer einzigen kantonalen Ausnahmebewilligung erworben werden können, sofern gleichzeitig und beim gleichen Veräusserer. Eine Beschränkung auf drei Waffen scheint nicht einmal vorgesehen zu sein.


    Das neue Waffengesetz ist wirklich voller Übelraschungen.

    Der Artikel zeigt schön auf, wie mangelhaft der Gesetzgeber vorgegangen ist. Es ist offensichtlich, dass der Bundesrat die Stimmbürger skrupellos angelogen hat, weil er befürchtet hat, er müsste bei einer Ablehnung des Referendums vor die EU-Kommission treten und dort Klartext reden.


    Habe nur ich den Eindruck, dass man mit einem ABK-WES für CHF 50 nur noch eine einzige Waffe erwerben kann? Das würde bedeuten, dass das Lügen selbst nach der Abstimmung mit der grössten Selbstverständlichkeit andauert.

    Ich bin absolut kein Glock-Fan, aber ich muss sagen, dass mich diese G44 eigentlich ziemlich stark anspricht. Vom grösstenteils aus Polymer gefertigten Verschluss erhoffe ich mir eine Kleinkaliberpistole, die auch mit SV-Munition klarkommt. Und falls es so sein sollte, dass diese G44 effektiv aus dem Haus Glock stammt, so hat sie bei mir mehr Sympathie als die KK-Versionen von Walther, Beretta, Colt, SIG und anderen, die eigentlich nicht von den namensgebenden Herstellern selbst produziert werden, sondern von auf Freizeitwaffen spezialisierten Unternehmen wie beispielsweise Umarex oder GSG.

    WES kam heute per Post. Genau 2 Wochen nach Eingabe auf meiner Wohnortgemeinde des Kantons ZH. Glaube schneller geht es da nicht, ausser man geht vielleicht persönlich vorbei und küsst dem "Fürsten" die Schuhe!

    In meiner Wohnortgemeinde im Kanton Zürich bekomme ich die WES eigentlich immer genau sieben Tage nach dem Einreichen und das schon seit Jahren. Ich habe deshalb fast den Eindruck, dass das so gesteuert wird. Nur in einem einzigen Fall dauerte es länger. Beim Nachfragen stellte sich heraus, dass mein Antrag untergegangen war. Der WES kam zusammen mit einem Entschuldigunsschreiben postwendend an, und als Wiedergutmachung wurde mir die übliche Gebühr erlassen.

    In der Schweizer Geschichte seit der Umwandlung vom Staatenbund in einen Bundesstaat brauchte es ganze 151 Jahre, unterschiedlichste kantonale Waffengesetze und später Waffenkonkordate, ehe sich der Souverän im Jahr 1999 an der Urne für ein eidgenössisches Waffengesetz aussprach, das einige Jahre später auch effektiv Wirklichkeit geworden ist. Während 20 Jahre später die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie eigentlich eine europäische Harmonisierung suggeriert, wird den Kantonen wieder mehr Handlungsspielraum als zuvor zugestanden.


    Durch die zusätzlich unterschiedlichen kantonalen Interpretationen und Umsetzungen von Waffengesetz und -verordnung findet deswegen doch eine Abkehr von einer gesamteidgenössischen Lösung statt. Ich bin kein Jurist und Politiker schimpfe ich mich schon gar nicht, aber gefühlsmässig würde ich den Vorgang als eine Missachtung des Volkswillens von 1999 bezeichnen. Natürlich haben die Stimmbürger der Waffengesetzrevision 2019 zugestimmt, aber wohl eher, weil sie aufgrund der von Bundesrat und Parlament erfundenen Schengen-Rauswurf-Angst mit dem Rücken zur Wand standen. Ist das nur meine persönliche und vielleicht naive Beurteilung oder sehen andere das auch so?

    In einer aktuellen Medienmitteilung ruft PROTELL dazu auf, positive oder negative Erfahrungen mit dem Waffenbüro nach der Umsetzung des neuen Waffengesetzes zu melden. PROTELL schreibt, dass die überwiegende Mehrheit der bisherigen Erfahrungen von einer Praxis zeugen, die nicht mit dem Gesetz und seinem Zweck übereinstimmen.

    ...

    Hab lediglich den Punkt gefunden, dass mit einer AB immer nur EINE Waffe (oder Waffenteil) erworben werden kann :think:

    Auf dem zürcherischen Gesuch für eine Ausnahmebewilligung "klein" ist vorgesehen, dass bis zu drei Waffen aufgeführt werden können. Daraus würde ich doch schliessen, dass die entsprechend ausgestellte Ausnahmebewilligung für bis zu drei Waffen gültig ist. Die Ausnahmebewilligungen, mit denen der Erwerb bloss einer Waffe möglich ist, müssten meiner Meinung nach Ausnahmebewilligung "kleinlich" heissen.


    AB.jpg

    Was ich überhaupt nicht verstehe, ist der Umstand, dass in der neuen Waffenverordnung im Artikel 13g "Sichere Aufbewahrung" explizit den Kantonen das Recht eingeräumt wird, die Anforderungen an eine sichere Aufbewahrung von Waffen im Sinn des Waffengesetzes zu präzisieren.


    Da hat man Jahrzehnte für die Erschaffung eines Waffenkonkordats gebraucht und danach weitere Jahrzehnte, bis der Souverän 1999 an der Urne entschieden hat, dass das Waffengesetz gesamtschweizerisch geregelt werden soll. Und nun, 20 Jahre später, kommen plötzlich wieder föderalistische Elemente zum Zug.


    Bedeutet es, dass es Kantone gibt, die dadurch die Möglichkeit sehen, den Waffenbesitz künftig über die Aufbewahrungsvorschriften zu regulieren?

    Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn ab jetzt alle Waffen, welche potentiell böse sind/werden, mit AB klein gekauft werden.

    Ja, das sehe ich auch so. Ich frage mich, ob ich mir für die nächsten Auktionen und Waffenbörsen jeweils zwei bis drei Gesuche nach folgendem Muster einreichen soll. Das Formular verkommt natürlich so zu einem Witz. Aber schliesslich haben die Politker immer beteuert, es wäre nur ein anderes Formular auszufüllen. Davon, dass man es anders ausfüllen muss, habe ich nie gehört.


    Gesuch.jpg

    Bei mir ist es auch so, dass meine Trefferleistung mit Revolvern durchschnittlich höher ist als mit Pistolen. Mir fällt auch auf, dass ich mit kleineren Kalibern und/oder schwächerer Ladung besser treffe.


    Ich führe es primär darauf zurück, dass ich mich beim Pistolenschiessen instinktiv ganz anders verhalte, weil ich z.B. darauf achte, dass die Hand nicht zu schlaff ist (Stichwort Limp Wristing) und dem Verschluss nichts im Weg steht. Beim Revolverschiessen bin ich in der Regel immer lockerer. Und bei den unterschiedlichen Kalibern erschrecke ich regelmässig bei der eigenen Schussabgabe. Damit ist für mich klar, dass es nicht an den unterschiedlichen Waffenarten liegt, sondern an mir selbst bzw. dem Umstand, dass ich zu oft dem Schiessen fernbleibe.