Beiträge von geissi

    Die verlinkte DMAX-Sendung über das Jagdleben fand ich sehr gelungen und vor allem neutral und fair dargestellt. Eine Sendung über Sportschützen, welche alle Facetten wahrheitsgemäß und ohne reißerische Aufmachung beleuchtet, könnte gerade jetzt durchaus nützlich sein. Weg vom Geballer-Image, hin zu anspruchsvollem und verantwortungsvoll betriebenem Sport. Eben so, wie es in der Realität auch ist.

    Ich kenne die DMAX Sendungen auch vom Modellbausektor und auch da wird m.E.n. das meiste sehr gut dargestellt.

    Zu dem Artikel gibt es auch einen Kommentar-Artikel. Natürlich wird dabei wieder von einem "Waffenschein" gesprochen, den der Täter von Halle nicht hatte.

    Natürlich hatte der keinen Waffenschein, fast niemend von uns hat den....


    Schade, dass von den Magazinen nichts berichtet wurde.


    Meine Weissagung: Das Bedürfnis wird entschärft werden, der Rest (Magazine und Verfassungsschutzabfrage) wird 1:1 übernommen.

    Die Sache mit den Magazinen wird dann wachsweich formuliert und keiner weiß danach, was legal und was illegal ist.

    Einige von uns werden dann unwissentlich gegen Regeln verstoßen und ihre Zuverlässigkeit verlieren.


    Zitat


    Was ich immer noch nicht so verstehe ist das mit 5 und dann 10 jahren. Wird zwischendrin nicht mehr geprüft???

    Gute Frage... vermutlich wird das aber jährlich, also permanent nachgewiesen werden müssen.

    In ländlichen Gebieten kann ich die Begeisterung für Schützenfeste sehr gut nachvollziehen. Das sind ja oft die mitgliederstärksten und manchmal auch die einzigen Vereine.

    Leider sieht das in den städtischen Bereichen, insbesondere Großstädten, komplett anders aus. Da gibts etliche Alternativangebote und der Begriff "Schütze" wird dort im Allgemeinen eher mit Verbrechen in Verbindung gebracht.

    Glaubt mir, ich wünschte, es wäre anders.

    Für die große Allgemeinheit dürte das Thema "Schusswafen in Privathand" aber nur dann kurz in Erscheinung treten, wenn mal wieder ein Terroranschlag oder Amok-Lauf war. Danach ebbt das Interesse schnell wieder ab. Ich schätze mal, der ganz große Teil der deutschen Bevölkerung weiß nicht, dass das Waffengesetzt aktuell angepasst werden soll. Betrifft ja auch nicht viele.


    Stichwort Biathlon: Komischerweise sagt da keiner was. Etliche Fernseh-Zuschauer und immer volle Ränge und Begeisterung vor Ort.

    Irgendwie doppelmoralig. Biathlon ist momentan auch mein Lieblingsargument für Freunde und Kollegen.


    Früher gabs auf Kreuzfahrtschiffen wenigstens Tontaubenschießen als Animationsprogramm. Heute sind sogar die Kreuzfahrtschiffe verpönt... (vom Tontaubenschießen ganz zu schweigen)

    Ja, bin ich voll bei Dir aber mir fällt beim allerbesten Willen nichts ein, was uns bei der Allgemeinheit Sympathien einbringen sollte. Das Thema polarisiert dermaßen, weil die meisten einfach Angst vor Waffen haben. Wir wissen, dass diese Angst unbegründet ist, aber die Mehrheit weiß das gar nicht und will es auch gar nicht wissen.

    Schusswaffe = Schusswaffengewalt ist in den Köpfen drin.

    Wir haben einfach nen Sch... Stand und ein nicht akzeptiertes Hobby. Mit jedem Terroranschlag und Amoklauf wird es noch ein bisschen schlimmer.

    Greta, Extinction Rebellion und die FFF-Kinder haben es mit ihrem Thema da viel einfacher.

    Wir Legalwaffenbesitzer haben speziell in Deutschland ein ganz großes Problem: Die allgemeine, quasi nicht vorhandene Akzeptanz eines Großteils der Bevölkerung und der Politik. Alles, was wir öffentlich tun und machen würden, würde sofort gegen uns verwendet werden und alles nur noch schlimmer machen.

    Wir sind maximal geduldet, aber keinesfalls erwünscht.


    Man merkt das aktuell ganz deutlich in den Diskussions-Threads der Bundetags-Petition. Da genügt aktuell ein Troll, und weil alles so schön "neutral" moderiert und zensiert wird, kann keiner mal deutlich seine Meinung sagen. Mir läge da einiges auf der Zunge. Da wird klar vorgegeben, wie und was diskutiert werden darf.

    Wer dort Klartext scheibt, dessen Beiträge werden schnell angemahnt oder gelöscht. Die "Gegenseite" hat jedoch fast Narrenfreiheit.

    Kommt einem ja alles bekannt vor. (Klimawandel, Flüchtlinge und andere heiße Themen)


    Wir könnten ja nicht mal demonstrieren, wie es die Bauern aktuell eindrucksvoll tun. Sollen wir mit Schusswaffen und Plakaten "Waffen für alle" auf die Straße gehen? Die Reaktionen möchte ich nicht erleben.

    Uns bleibt nur die Petition, der Einfluss der Expertenanhörung und das Hoffen auf Vernunft der Entscheider.
    Fürs Quorum fehlen immer noch knappe 20.000!


    Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass die Entscheidung so lange dauert und nicht hoppla-hop 1:1 durchgewunken wurde.


    Ja, ich weiß, die Hoffnung stirbt zu letzt.

    Zitat

    Katja Triebel mag den einen oder anderen vielleicht nicht überzeugt haben, aber Sie hat sich engagiert und mit viel Fleiß versucht zu retten was zu retten ist.

    Ganz im Gegenteil zu circa 92% der Deutschen Legalwaffenbesitzer, die es nicht mal geschafft haben sich an einer Petition zu beteiligen die seit einem 3/4 Jahr läuft.

    Ja, sehe ich auch so. Ich denke, Sie war vielleicht auch ein wenig nervös und sie ist keine Politikerin, die das täglich macht.
    Auf alle Fälle: Danke und Hut ab!

    Ich habe die Anhörung auch so mit halbem Ohr mitbekommen. Der Zusammenfassung von "Phil" kann ich voll zustimmen. Da war noch ein Polizist, der von einem Einzelfall eines Jägers mit extrem vielen Waffen erzählt hat. Darauf sind sie ewig rumgeritten.

    Interessant war für mich persönlich, mal mitzubekommen, wie solche Entscheidungsfindungen generell ablaufen. Zuerst referieren Experten, dann stellen die Fraktionen ihre Fragen, die am Schluss alle mehr oder weniger beantwortet werden.

    Gut fand ich, dass bei den Experten nach der nun optimalen Vorgehensweise zu konkreten Themen gefragt wurde. Das waren konstruktive Fragen.


    Unglaublich fand ich, wie Herr Gepperth gleich mal eine "im parlamentarischen Kreise nicht erwünschte Drohung" angedichtet wurde. Er hat seine Aussage dann aber deutlich klargestellt. Herr Gepperth erläuterte auch, dass es sehr viele existierende und geplante Verbote in Deutschland gäbe, die es ein keinem andern europäischenLand so gibt. Auch hat er sehr eindringlich erläutert, warum Magazine mit nur max. 10 Schuss einen deutlichen, sportlichen Nachteil für die deutschen SPortschützen darstellen. Herrn Seehofer war das ja nicht bekannt (....keiner kann mir erklären, wofür man ein 20 Schuss Magazin benötigt...)


    Lustig fand ich, dass sich die SPD quasi über die riesige Briefeflut aufgeregt hat. Tja....


    Mal sehen, was nun daraus werden wird!



    Die Anhörung sollte unter bundestag.de in der Mediathek irgendwann verfügbar sein.

    So, hab mir alle 7 Reden der Berliner Firearms United Konferenz angeschaut.

    Am interessantesten fand ich die Beiträge von Prof.Dr. Stephan Humer (Terrorismusexperte)

    und Dr. Raoul Wagner aus Österreich.

    Umgerechnet 100x mehr Waffenscheine als in Deutschland und weniger Verbrechen....


    Mal sehen, was morgen am 11.11. so passiert.

    In der Schweiz sind es nur 0,5 (und bei denen ist es wesentlich liberaler als bei uns), und die Österreicher sind mit 0,7 auch besser als wir.

    Hingegen gibt es in Mexiko wohl genau einen einzigen Waffenladen in Mexiko-City. Die liegen dafür aber bei 19,3.

    Da ist es bei den Amis mit 5,4 wesentlich besser.

    Schon interessant, wenn man mal einfach Zahlen vergleicht. Der gesellschaftliche Einfluss ist schätzungsweise die Hauptursache.

    Zitat

    Die Prüfungen erfolgen nach 5 Jahren und nach 10 Jahren nach erstmaliger Waffenerlaubnis.

    Im für die Prüfung maßgeblichen Jahr soll je Waffenart (Kurzwaffe/Langwaffe) im Besitz entweder 1x im Quartal oder 6x im Jahr geschossen werden.

    Das würde ja alles etwas Hoffnung machen.


    Die Frage wäre dann: Was genau bedeutet "im für die Prüfung maßgeblichen Jahr"? Müsste dann nur jeweils im 5. und im 10. Jahr geschossen werden oder in jedem Jahr (10 Jahre lang)? Und dann auch nur 1x pro Waffenart? Mhhhh.....


    Bin echt gepannt, was dabei genau rauskommen wird.


    Inzwischen habe ich von verschiedenen Fraktionen Rückantworten auf meine Mails und Briefe erhalten.

    FDP und AfD haben sich zum Thema sehr klar positioniert. Noch kann wohl prinzipiell gewisser Einfluss

    auf die Gesetzesvorlage genommen werden - unklar ist, in welcher Tiefe.

    Letztendlich können wir jetzt nur noch die letzen Tage bis zur Entscheidung abwarten.

    Ich bin auch der Meinung, dass Demos der Sache eher schaden als nützen würden. Die Öffentlicheit (ich muss da z.B. nur an meine Kollegen auf der Arbeit denken), steht dem Thema "privater Waffenbesitz" äußerst kritisch gegenüber. Es ist nicht möglich, jedem lang und breit zu erklären, was da eigentlich abläuft. Die Masse will das weder wissen noch verstehen.

    Daher habe ich den Weg des sachlich argumentierten Briefes ohne übertriebene Polemik und ohne Textbausteine gewählt. Was anderes bleibt kaum übrig. Wenn die eine Seite mit dem längeren Hebel und mit der Macht partout nicht will, wirds immer schwierig.

    Ich habe den vermeintlichen "Vorteil", dass ich erst seit einem halben Jahr eine WBK besitze und bislang wegen der 2/6er Erwerbsstreckungsregelung nur 2 Waffen eingetragen habe. Eine Dritte ist bestellt.

    Die meisten meiner Vereinskameraden haben jedoch, so wie die meisten, eine umfangreichere Sammlung. Zudem hat unser Stand nur 1x in der Woche für 2 Stunden geöffnet und die Schießzeiten für Langwaffen mussten wegen Lärmbelästigung auch noch reduziert werden.

    Im Sommer ist oft nur 2x im Monat Schießbetrieb. Gut, dann muss man eben auf umliegende Schießstände ausweichen.

    Ich fürchte nur, auf die Idee kommen andere auch und dann wird es schwierig, überhaupt noch Schießtermine zu bekommen.


    Die Frage ist, ob das Anerkennen von Trainingsterminen (nur eine Waffe pro Tag oder mehrere Waffen an einem Tag) zukünftig gesetzlich genau vorgegeben wird, oder ob das die Verbände entscheiden können.

    Da kenne ich mich noch zu wenig aus. Meiner Meinung nach muss das gehen: Training ist Training, da ist es doch egal, ob ich mit einer oder gleich mit 3 Waffen nacheinander trainiere. Dann stellt sich noch die Frage, ob eine bestimmte Anzahl an Schüssen pro Training gefordert ist. Wer kontrolliert das dann?

    Da sind so viele Fragen offen....


    Bin sehr gespannt, was letztendlich dabei rauskommen wird...

    Gestern habe ich 6 individuell sachlich formulierte Briefe und nochmals 6 E-Mails mit verkürztem Text an ausgewählte Volksvertreter versendet.


    Insbesondere habe ich mich nach dem Wirkmechanismus erkundigt, wie denn nun genau illegale Waffenbeschaffung, Waffen-Eigenbau und allg. die Bekämpung von Extremismus und Terrorismus verhindert werden sollen, wenn Sportschützen nun länger, öfter und mit allen Waffen gleichermaßen trainieren müssen.


    Ich kann nur eines hoffen, und zwar, dass die Regelung wenigstens so werden wird, dass an einem Tag mit mehreren Waffen trainiert werden darf, und dies auch so anerkannt wird. Wenn pro Tag auch weiterhin nur eine Waffe als Trainingseinheit anerkannt wird, wirds echt übel.

    In der Praxis wird man natürlich einfach ausprobieren, auf welche Entfernung man mit welcher Visiereinrichtung wohin anhalten muss. Ich bin nur jemand, der gerne auch verstehen möchte, warum etwas so und so ist - dann muss ich es mir nicht auswendig merken. :)


    Auf relativ kurze Distanzen ist das gar nicht so trivial, wie man meinen möchte. Je nach Distanz (zwischen 5 und 25m) und Visierhöhe (iron sight oder höher gesetzes optical sight) muss man laut meinen Skizzen drüber oder sogar drunter halten.

    Wäre die Geschossflugbahn eine exakte Gerade ohne Höhenverlust, müsste man jedoch bei jeder kürzeren Entfernung als 25m immer etwas drüberhalten. Je höher die Visierung und je näher das Ziel, desto höher muss man anhalten.

    Da man bei einer auf 25m Fleckschuss eingeschossenen Kurzwaffe am Anfang etwas nach oben schießt, damit das Projektil in einem ganz leichten Bogen ins Ziel fallen kann, können sich Ziel- und Visierlinie je nach Höhe der Visierlinie an unterschiedlichen Punkten überschneiden. Es kann sogar eine Entfernung zwischen 0 und 25m geben, bei der man, wie auf die eingeschossenen 25m, genau Fleck anhalten muss. Im Prinzip wird das Ganze aber erst bei sehr kurzen Entfernungen und hoher Visierline relevant.


    Im Vakuum verliert ein 9mm Projektil, welches mit 320 m/s den Lauf verlässt, rechnerisch grob 30mm Höhe auf 25m Schussentfernung. Das ist von der Dimension her in etwa die Visierhöhe eines optical sights.


    Falls sich jemand die Mühe machen möchte, meine Überlegungegn nachzuvollziehen, würde ich mich sehr über sachdienliche Rückmeldungen freuen. Kann gut sein, dass ich einen Denkfehler drin habe.


    Viele Grüße

    Rolf

    Ich trainie seit einem Jahr regelmäßig als Sportschütze. Ich bin sicher noch kein Profi, aber zielen-schießen-treffen klappt schon ganz gut und zwar statisch.

    Mich interessieren momentan die Feinheiten des Zielens bei kürzeren Distanzen mit optical sight in der Theorie, daher meine Überlegungen. Ich möchte die Zusammenhänge zwischen Ziellinie, Visierline usw. besser verstehen.