Beiträge von Weyland

    wilmes


    Marken, die mir bei Deinen Anforderungen so in den Sinn kommen, in absteigender Reihenfolge:

    • DAR
    • Oberland Arms
    • Rainier Arms
    • DPMS


    Zu "Sparen bei der Anschaffung":

    Das teuerste am Schießen - insbesondere bei Langwaffen - ist die Munition.

    Der Waffenpreis, solange es kein High End System ist, ist dagegen nebensächlich.


    Laufgewinde bei 20" BB-Systemen:

    Eine .223 Rem hat keinen wesentlichen Rückschlag, vor allem bei langer, schwerer Waffe.

    Bei Disziplinen mit Zeitfaktor wie Fertigkeit will man die den Hochschlag mindern, um wieder schneller im Ziel zu sein.

    Dazu gibt es mehrere Ansätze: Hohes Gewicht vorne, schienenförmiges Gleiten der Waffe mittels entsprechendem Zweibein und Hinterschaft, Kompensator.
    Ein Kompensator erhöht aber bei einer solchen Waffe die Belastung für den Schützen und die anderen auf dem Stand durch Knall- und Druckumlenkung. Außerdem ist er in manchen Disziplinen und auf manchen Ständen nicht erlaubt. Insoweit wird er von vielen Präzisionsschützen nicht benötigt.

    Wenn man es doch will: Mündungsgewinde (z.B. für Kompensator) und ähnliches (wie z.B. Laufflutungen, -beschichtungen, ...) kann man bei OA oder DAR einfach als Sonderoption kostengünstig mitbestellen.


    Was meinst Du mit "träge" beim 20" BB?


    Ich kaufe kein technisches Gerät bei jemandem, der schon mittels Foto demonstriert, daß er augenscheinlich NULL Ahnung von dem hat, was er da tut.

    Eine Optik, die nicht zum Kaliber paßt, und dann mittels falsch herum aufgesetzter Schrottmontage montiert :wall:

    Was meinst Du, was passiert, wenn Du ein Problem mit der Waffe hast? :popcorn:

    Der wesentlichste Faktor bei jedem Wettkampf ist der Schütze und seine Fähigkeiten, nicht die teure Ausrüstung. Erst mit steigendem Level an Fertigkeiten und Wettkampferfolg wirkt sich die Ausrüstung stärker aus weil auch die Konkurrenten mit optimiertem Gerät antreten.


    Grundsätzlich kann man aber mit jedem AR15 Präzision, Fertigkeit und IPSC schießen lernen - wenn auch nicht unbedingt Wettkämpfe gewinnen. Mit steigenden Kenntnissen, Erfahrungen, Fähigkeiten, so Du den Anspruch hast, wirst Du die Waffen optimieren, umkonfigurieren, austauschen wollen.


    Ich habe mir 2018 als erste Langwaffe einfach ein Einsteiger-18"-AR15 gekauft und seither von IPSC über Präzision und Fertigkeit bis Speed Steel alles mitgeschossen, was sich an Turnieren angeboten hat.

    IPSC mit erst sehr mäßigem Erfolg und zähen Verbesserungen Turnier für Turnier - was aber nicht an der Waffe lag / liegt.

    Fertigkeit mit zweimal kurz Üben und einem eigentlich ungeeigneten ZF 2-10x auf Anhieb den 4. Platz bei der Bezirksmeisterschaft gemacht.

    Bei Präzision bin ich allerdings ganz schnell an die Grenzen der Waffe und des ZF gestoßen.

    Inzwischen habe ich zwei AR15, Wechselsysteme, Lower, Zielfernrohre ... und lasse mir gerade noch etwas für die nächste Saison bauen.


    Grundsätzlich empfehle ich für dynamische Disziplinen eine eher kurze, leichte Waffe (14,5"-16,75" - soweit sportlich verfügbar/erlaubt) mit leichtem ZF 1-4x / 1-6x und Single Stage-Trigger.


    Für Fertigkeit und Präzision ist ein 18" - 20"-Bull Barell / -Matchlauf mit gutem 2 Stage-Trigger wie dem Geissele SSA-E oder National Match eher die Wahl, dazu ein nicht zu schweres ZF mit höherer Vergrößerung. Bei der Konfiguration muß man auf leichte Teile achten wegen der Gewichtsobergrenze der Disziplinen (Ultraleichtmontage, kein überschweres Zweibein wie das Fortmeier etc.).


    Wenn bei Dir klar ist, daß Du aufgrund Interesse, Standverfügbarkeit und Trainingsmöglichkeiten eher in Richtung Präzision (incl. Fertigkeit) gehst und Wettkämpfe schießen willst, würde ich gar nicht unter 18"-Lauf mit Rifle-Gassystem(!) anfangen. Oder, falls der Geldbeutel es zuläßt, gleich eine Kombination aus kürzerer Grundwaffe und Match-Wechselsystem nehmen. Oberland Arms beispielsweise bietet da auch preislich interessante Möglichkeiten.


    Was Streukreise von Billigmunition anbetrifft habe ich nur einen Wert für 50 m vom Einschießen meiner DAR-15 diese Woche:

    • Konfiguration: DAR-15 mit 16,75" Super Light Barell
    • Optik: Kahles K16i in 6facher Vergrößerung
    • Trigger: CMC Tactical Single Stage 1600g
    • Auflage: Vorne Harris-Zweibein, hinten Säckchen
    • Munition: GGG .223 Rem. 55 grs FMJ 50er-Schüttpackung


    Range Buddy sagt als Ergebnis der finalen 5er-Gruppe:

    • Group Size: 11mm (0.228 mil)
    • Group Area: 7mm x 9mm

    Ich gehe davon aus, daß die Streukreise auf 100 m deutlich aufgehen - da wäre eher Matchmunition (und ein anderes ZF für Präzision) angesagt.

    Sollte, hätte, könnte ... :think:


    3 Schuß sind als Stichprobe zu klein, um einen Streukreis zu beurteilen.

    Sinnvoll ist ein Schußbild mit 5, besser 10 Schuß, um zufällige Einflüsse zu minimieren.

    Ein 3er-Schußbild ist eher Marketing und dient dem Hersteller nur dazu, zu erkennen, daß die Waffe nicht grundsätzlich Murks ist (Lauf lose etc.).


    Es gibt das Konzept des Einschießens eines Laufes (Schießen - Zwischenreinigen - Schießen - Zwischenreinigen - ... - fertig). Manche halten das für Esoterik, manche versuchen es technisch zu erklären.

    Ich habe bei 08/15-(Nicht-Benchrest-) Waffen meine Zweifel, daß sich dadurch etwas wesentlich verbessern läßt.

    Bei bestimmten Laufgeometrien oder Laufbeschichtungen kann es technisch gesehen definitiv nicht funktionieren.


    Ich könnte mir das vorstellen, dass eine Waffe erst einmal wie jedes technische Gerät eine Zeit benötigt, biss sie sich eingerichtet hat. Weiß das jemand?

    Ich lese sowas immer wieder, verstehe aber bis heute nicht, woher diese Idee kommt.

    Mechanische Geräte richten sich nicht von selbst auf irgendetwas ein. Als Konstrukteur und auch als Hersteller will man solche Art von Eigenleben tunlichst vermeiden sondern stattdessen eine technische Einheit mit definierten, festen Eigenschaften übergeben.


    Es kommt natürlich bei bewegten Teilen zu Abnutzungen, die irgendwann zum technischen Lebensende führen.

    Früher konnte man nicht genau genug fertigen, so daß es in der Anfangszeit der Nutzung zu hohem und sich dann verrringerndem Abrieb kam. Das sollte heutzutage erledigt sein (bzw. man könnte es vermeiden tut es aus Kostengründen nicht). Deswegen mußte man Autos / Motoren früher einfahren und dann einen Ölwechsel machen um die Späne aus dem Ölkreislauf herauszuholen.

    Ich fand sie live ehrlich gesagt auch nicht wirklich prickelnd.

    Ich habe auf der Messe mehrere systemgleiche Remingtons ausprobiert. Auffällig war für mich, daß bei allen Verschlußgang und Abzugsverhalten unterschiedlich waren. Ich habe mich letztendlich für eine Remington 700-kompatible Waffe aus europäischer Fertigung entschieden.


    Der Verschluss ist sehr passgenau gebaut und etwas schwergängig.

    Der ist nicht schwergängig weil er paßgenau ist sondern weil er es nicht ist. Ansonsten müßte er satt gleiten.

    Wenn Du mal spüren willst wie satt paßgenaue Verschlüsse laufen dann probiere mal bei einer AS.H Walküre oder im etwas günstigeren Bereich bei der Tikka T3x TAC. Für die Treffgenauigkeit ist das aber irrelevant.


    Noch ein paar Anmerkungen:

    Die S&B FMJ 147 grs ist allgemein nicht besonders präzise (mit Unterschieden von Waffe zu Waffe); das Geschoß ist zu leicht und hat keine ideale Form.

    Ich gehe davon aus, daß Remington die Schußbilder mit der Remington Premier Match 168grs HPBT erzeugt. Daher würde ich mal diese oder eine andere Match-Munition mit einem Sierra Matchking 168 grs HPBT-Geschoß probieren. Damit solltest Du Deinen Erwartungen näher kommen.


    Zwei Verriegelungswarzen ist heutzutage üblich; das Risiko sehe ich (als Nicht-Wiederlader) bei .308 Win eher als theoretisch an.


    Was willst Du mit einem Mündungsfeuerdämpfer? Das ist doch eher unüblich bei Repetierern. Schießt Du die Waffe nachts?

    Ich hatte Hinterschaft aus Geckos Link, und der macht vielleicht bei der DB10 Sinn als Dämpfung, aber bei .223 kaum. Mir ist er dadurch zu unpräzise für die schnellen Anschläge im IPSC. Vor allem, da ich ja immer wieder zwischen Hauptvisierung und 45-Grad-Sekundärvisier wechsele.


    Ihr könnt wahrscheinlich besser beurteilen, ob ein 18"-Lauf für EPP sinnvoll ist. Vorteile bringt er auf diese Entfernungen nicht und ich würde da eher kürzer wählen wegen Handlichkeit beim Positionswechsel.


    Die Norinco ist eine Kriegswaffe nach KrWaffKontrG, daher in Deutschland nicht erhältlich.

    Hat jemand Erfahrung mit der Diamondback BD15EB

    Ein Schützenkollege und ich haben sie. In beiden Fällen erstes AR.

    Für mich war der Haupteinsatz IPSC Rifle und BDS Fertigkeit. Jetzt habe ich für IPSC Rifle die DAR-15.

    Den Lower der DB15 nutze ich auch mit einem Nordic Components .22 lfB Wechselsystem für IPSC MiniRife, Speed Steel, Steel Challenge, Fallplatte, ...

    Ansonsten bleibt sie als meine Universal-Trainingswaffe,


    Die DB15 ELB ist eine Einsteigerwaffe mit guter Grundausstattung: Freischwinger, Keymod statt nur Picatinny, Mündungsbremse, guter Pistolengriff ...

    Meine Waffe läuft störungsfrei, ca. 2000 Schuß Fabrikmunition sind durch. Die Upper-Lower-Verbindung ist weitestgehend wackelfrei.

    Die Waffe muß ausreichend geölt werden, dann ist sie auch leichtgängig, die Magazine fallen sauber etc. Das hat mein Kollege versäumt und anfangs etwas mit Störungen gekämpft.

    Ich nutze PMAGs und solche von OA. E-Lander ist auch ok. Lancer kann hakelig sein bzw. sie müssen sorgfältig eingesetzt werden.

    Die Präzision ist für meine Zwecke gut (d.h. besser als der Schütze). Ich schieße allerdings keine Präzisionsdisziplinen, nur günstige Fabrikmunition (überwiegend GGG) und kann daher das letzte Quentchen nicht beurteilen.


    Die Anforderung für EPP kenne ich auch nicht.

    Ausgetauscht habe ich an der DB15 für meine Disziplinen bzw. meinen Bedarf mit der Zeit::

    - Abzug weil schwergängig, kratzend

    - Hinterschaft (nicht präzise genug. d.h. zu weich, wackelt mir zu viel) gegen A2-Rifle-Hinterschaft (Festschaft)

    - Sicherungshebel gegen beidseitig bedienbaren

    - Ladehebel gegen beidseitig bedienbaren mit Gasabweisung


    Für den engagierten Wettkampfschützen bleibt trotzdem ein Nachteil bei der DB15, wie bei vielen anderen ARs im günstigen Bereich: Das Carbine-Gassystem. Das fällt dem Einsteiger nicht auf. Man merkt es aber, wenn bereits sonst alles paßt und die DAR-15 mit Rifle-Gassystem sich trotzdem ruhiger schießt.


    In Preis-Leistung ist die MSR Recon in der aktuellen Version meines Erachtens aber noch einen Tick besser als die DB15.


    In der Preislage die MSR Recon.

    Oder was drauflegen, das DAR15-Sondermodell nehmen und lange daran erfreuen.


    Ich denke, daß Du in beiden Fällen bei Matthias H. in sehr guten Händen wärst, kurz- als auch langfristig. Dafür würde ich die Tour von München in Kauf nehmen.


    Ein Dropzone Absehen einer .300 Blackout auf ner .223 Büchse?!

    Hab ich da was falsch verstanden?

    Plus falsch herum montierter ZF-Montage von Murks& Co?!

    Scheint mir ein wahrer Kenner zu sein.

    Ich bin mir nicht sicher, was ein "Scheibenvisier" ist, u.a weil ich auch ohne ein solches auf Scheiben schießen kann / darf.

    Aber vielleicht meinst Du eine Möglichkeit, die für dynamisches Schießen gedachte Visierung der LDC auf eine für's Präzisionsschießen umzurüsten?

    Dafür gibt es eine erhöhte Kimme mit der Bezeichnung "LPA 'TPU' extra hoch" in drei Varianten: Target, White Otline und 3Dot. Triebel hatte die immer mal.


    Was die Griffschalen aus G10 anbetrifft: Klar kannst Du die tauschen wenn Du auf dem Zubehörmarkt welche findest. Mir sind keine bekannt.

    U.U. ist die Waffe damit aber nicht mehr in bestimmten Sportdisziplinen zulässig.

    Ich kenne das auch nicht, daß man bei Wettkämpfen darauf Rücksicht nehmen kann.

    Klar, man läßt Schützen mit KK-Gewehr möglichst nicht zwischen GK-Büchsen mit fetter Mündungsbremse starten - wenn man das vorher weiß und steuern kann. Wenn es aber die gleiche Disziplin nur andere Wertung ist, weiß man ja vielleicht gar nicht, wer da mit was kommt.

    Die Zeitslots sind zu eng um dann mal einen allein schießen zulassen.


    Das ist einfach individuelles Pech, so wie Licht- und Wetterwechsel. Wenn ich ein Match in strömendem Regen schieße und meine Wettbewerber am Tag zuvor bei bestem Wetter, habe ich halt Pech gehabt, genauso wie wenn mir ein Waffenteil unerwartet bricht oder ich Zahnschmerzen bekomme.


    Ich habe auch nicht den Eindruck, daß sich das (bei den GK-affinen) Verbänden unterscheidet. Ich habe auch schon mit einer BDMP-Gruppe Long Range geschossen und da hat es auch keinen interessiert, ob Du mit der .308 Win zwischen zwei .338 LM mit ordentlicher Bremse liegst.

    Wir sind halt nicht im Schießlabor und mit äußeren Belastungen bis zu einem gewissen Grad umgehen zu können gehört dazu. Resilienz ist auch ein Merkmal guter Leistungssportler.


    Je nach Konstruktion des Anschlagschaftes wird es da vorne schon heiß, je kürzer der Lauf desto mehr.

    Für das IMI Kidon für die P226 LDC ist empfohlen, den Kunststoffeinsatz des LDC-Leuchtkornes vor Nutzung im Anschlagschaft herauszunehmen.

    Ich finde den Abrieb auch untypisch hoch.

    Keines meiner beiden AR zeigt sowas. Wenn's an engen Toleranzen läge müßte das bei meiner DAR ja noch schlimmer sein.


    Wurde die Waffe geschmiert gemäß Handbuch? Der Verschlußträger auf dem zweiten Bild sieht sehr trocken aus.

    Hallo,


    bei Steel Challenge (im BDS) wird mit erhobenen Händen ("Y-Position") und geholsterter Waffe gestartet.

    Bei Speed Steel (auch BDS) ist dies eine der möglichen Startvarianten, neben z.B. "Lawman ready" (Hand an der Waffe im Holster) und anderen.

    Es gibt keine Kaliberbeschränkung, aber die Geschoßenergie ist wegen Stahlbeschuß und der Zielentfernung auf 1500 J beschränkt. Das müßtest Du sicherstellen.

    Die Disziplinen sind noch jung. insoweit ist der Zugang zu LMs und DM wenig beschränkt, das Leistungsniveau der Spitzengruppe aber trotzdem recht hoch.


    Ob es jetzt dynamische oder statische Disziplinen sind - darüber könnte man streiten. Auf der einen Seite wird sehr auf Zeit geschossen, auf der anderen Seite bewegt sich der Schütze nicht aus seiner Box heraus.


    https://www.all4shooters.com/d…chaft-bericht-ergebnisse/