Beiträge von Weyland

    Noch viel besser: Ich habe gar kein Produkt erwartet, das bereits nach zwei Wochen defekt ist. Das habe ich wohl irgendwie mit dem Preis verbunden - mein Fehler.

    (...)

    Die Antwort für mich meine ich herausgelesen zu haben, auch außerhalb von COVID-19 ist die Kundenkommunikation "wenig wichtig".

    Ja, nimm es mit Geduld :drink:

    Diese Erwartung eines funktionierenden Qualitätsmanagement teile ich mit Dir. Und ich werde leider auch desöfteren enttäuscht.


    Rechtlich gesehen bist Du halt nicht Kunde von SIG-Sauer, sondern Deines Händlers. Er ist für alle Deine Gewährleistungsansprüche der Ansprechpartner. SIG-Sauer ist da raus. Was der Händler wiederum mit denen tut, vereinbart, aushandelt ist sein Problem.

    Die Auswahl in der Schweiz an AR-15 ist klein und oft sind sie überteuert. Ausserdem wirkt die AR-15 Plattform sehr fragil.

    HK MR223 ist, sofern nicht noch irgendwo versteckt ein Restexemplar auf Lager liegt, derzeit nicht mehr zu bekommen. Alle im Moment genannten Lieferdaten basieren auf Händlerfantasien ohne jeglichen Tatsachenhintergrund.


    Das AR15-Platform ist nicht fragil. Zumindest reicht es für die meisten Armeen der Welt.

    Rene Will sitzt in der Nähe von Winterthur und ist bei Hera als auch Oberland Arms gelistet. Die Waffen starten preislich etwas über 2000 CHF und das sind sie auch wert. Beide sind vollkompatibel mit dem AR15-Teileportfolio. Mir scheinen die OA etwas robuster und störungsunanfälliger, aber das basiert nur auf der Erfahrung mit längeren Modellen. Die kurzen darf ich ja hier nicht haben.

    Zu dieser Gruppe sei noch bemerkt, das der Kunde hier auch oft mit einem großen Maß an Geduld und Langmut ausgestattet sein muß.

    Ewige Lieferzeiten, unzuverlässige Termineinhaltung und gelegentlich sehr unfreundliches Verhalten gerade bei Reklamationen kommen

    auch hier vor.

    Ja, das ist leider so.

    Denen mit generell ruppigem bis stark unfreundlichen Verhalten eilt in der Regel ihr Ruf voraus. Da habe ich den ein oder anderen Namen in Hinterkopf. Ich mache um die einen Bogen.


    Die mit hinterherhinkendem Terminplan sind nochmal ein anderes Problem (gut Ding will Weile haben).

    Mir geistern noch zwei, drei Ideen für Langwaffen für PRS und Long Range im Hinterkopf herum, wo ich zumindest in einem Fall zu einer Custom-Waffe mit speziellem Schaft tendierte.

    Inzwischen, nachdem das bei einem AR ganz gut geklappt hat, tendiere ich eher dazu, gute Mittelklasse von der Stange zu kaufen und Stück für Stück selbst umzubauen soweit ich das darf (Schaft- und Abzugstausch, Mündungsbremse). Und mit dem ersten Laufwechsel, der bei den angedachten Kalibern eher früh als spät erfolgen wird, kann man da ja nochmal eins draufsetzen.


    Ich dachte, bei einer 3000 Euro teuren Pistole ist etwas mehr Service drin. Wie mann es so hört, könnte Eckenförde in Italien liegen: die bauen schöne Sachen, Zuverlässigkeit ist eher Glückssache.

    Ich denke, da sollte man nicht auf den Preis schauen, denn der ist durch den Markt bestimmt, sondern um wen es sich da handelt und wie der agieren kann.


    Im Gesamtkonzern SIG-Sauer ist - vom Umsatz und Ausstoß gesehen - die deutsche eine kleine Dependance, die sich auf einen Nischenmarkt spezialisiert hat, indem man (böse gesagt) gepimpte Großserienwaffen mit sportlichen Extras anbietet. Da kommen dann durchaus hochwertige Waffen heraus, aber es passieren Fehler wie überall.

    Diese "kleine Niederlassung" ist aber mit Blick auf den europäischen Markt trotzdem ein großer Sportwaffenhersteller. Wenn sie z.B. 0,1% Fehlerquote hätten, dann taucht eben eine messbare Anzahl enttäuschter Kunden in Foren auf.


    Man kann das aber nicht damit vergleichen, daß ein Büchsenmacher / Kleinserienhersteller mehr oder weniger in Manufaktur aus Rohteilen einzelne Waffen fertigt, um deren Käufer er sich noch einzeln kümmern kann.

    Es liegt am Käufer, zu entscheiden, was und wo er erwirbt.

    Ich hatte Ende letzten Jahres mal eine Ersatzteilanfrage per Email nach Eckernförde geschickt, die nach ca. drei Wochen ohne Zwischenkommunikation mit Zusendung des Ersatzteils beantwortet wurde.

    Mein Eindruck ist, daß sie a) zum einen mehr als genug Arbeit haben und b) nicht auf die Kommunikation mit Privatpersonen ausgerichtet sind.


    Ich halte es auch nicht für sinnvoll, einen Auftrag via Handel einzureichen und dann von dritter Stelle (Privatkunde) Kommunikation hinsichtlich dieses Auftrages zu starten. Kleinserienhersteller wie DAR bekommen das oft hin, aber eine kleine Niederlassung eines Großserienherstellers hat damit Probleme weil die Personaldecke erfahrungsgemäß mehr als dünn ist.


    Insoweit kann ich aus meiner Erfahrung nur empfehlen, beim Kauf von Wettkampfwaffen darauf zu achten, daß kurzfristige Wartung und Reparatur gesichert sind. Also beim kompetenten Händler / Büchsenmacher kaufen, der das selbst erledigt, oder von Herstellern, wo der einzelnen Waffe noch Bedeutung beigemessen werden kann.

    Ich habe auch Waffen, bei denen Zeit keine große Rolle spielt, weil ich eine taugliche wenn auch nicht optimale Ersatzwaffe habe, maximal Bezirksmeisterschaften damit schieße, Kleinteile selbst tauschen kann, usw. - da kaufe ich dann auch schon mal über irgendeinen Händler vom fernen US-Großserienhersteller.

    du kennst auch die Situation beim BDS und die Diskussionen darüber.

    Ich kenne die Problematik, erlebe aber wenig die engagierte Diskussion mit den Ansprechpartnern beim BDS.

    Was ich lese, sind Fragen und Beschwerden in irgendwelchen Foren.


    Aber wenn's dann auf die Wettkämpfe zugeht, die Grenzen in den Ausschreibungen unnötigerweise immer enger gezogen werden, bekomme ich von Funktionären die Rückmeldung, daß ich der Einzige sei, der ein Problem damit habe und sich "oben" beschwert. "Querulant" war da so ein Wort ...

    Viele Andere machen vorab den Bückling und müllen das BKA mit Anträgen für einzelne Waffen zu, so daß die kaum Zeit finden, Serienwaffen zu beurteilen.


    Ich wünsche mir von den anderen Wettkampfschützen einfach mehr Engagement und Konfliktbereitschaft, damit wir den Mist mal loswerden.

    Sorry für's Jammern ;-)

    Im Zweifel wirst du ohne BKA Bescheid zumindest auf Meisterschaften des BDS nicht starten (...)

    Es gibt da aber keinen Zweifel.

    Der BKA-Feststellungsbescheid für das Nordic Components-AR-Wechselsystem ist mehr als eindeutig.


    Hier hat die Fa. Helmut Hofmann als Importeur und Antragsteller als auch das BKA als Gutachter vorbildliche Arbeit geleistet.

    Die beiden beteiligten Herren, die mir und vielleicht dem ein oder anderen hier auch namentlich bekannt sind, muß man wirklich loben.


    Generell kann ich aber nur empfehlen, solche Themen mit den Wettbewerbsverantwortlichen (Landessportleiter, Match Director etc.) vorab zu klären. Es gibt im Zweifel auch einen klaren Eskalationspfad. Vor Ort beim Wettkampf ist es dann allerdings meist zu spät für fruchtvolle Diskussionen.

    Ich habe mit dem Nordic schon Wettkämpfe bis zur DM geschossen bevor es dafür einen BKA-Bescheid gab und besitze auch weitere Wettkampfwaffen, für die es einen solchen Bescheid nicht gibt. Und ich durfte bisher immer antreten wenn ich wollte.

    Hmm. Es gab ja in Russland den Versuch, Füchse zu domiszieren. Der Fuchs als Haustier, wie ein Hund. Hat nicht geklappt.

    Mitnichten. Die Domestizierung hat einwandfrei geklappt.


    Dmitri Beljajew, ein russischer Biologe, startete das ursprüngliche Projekt mit Polarfüchsen in den 1950er Jahren in Novosibirsk, USSR. Hauptziel war es damals, die Pelztiere auf den Farmen leichter handhabbar zu machen. Damals war man sich aber eines Nebeneffektes nicht bewußt:

    Indem man immer weiter die zahmsten Polarfüchse verpaarte stellten sich plötzlich Änderungen in der Optik (Hängeohren) und vor allem auch Fellstruktur und -farbe ein. Damit waren die Pelze dieser Tiere wertlos weil sie sich in Richtung Haushund veränderten.

    Den gleichen Effekt erlebt man, wenn man Hunde auf ein bestimmtes genormtes Aussehen züchtet. Als unvermeidbaren Nebeneffekt stellen sich Verhaltens-, Wesens- und gesundheitliche Veränderungen ein. Deswegen die Misere in der Hundezucht...


    Hinsichtlich der Hauptmotivation war Beljajews Projekt gescheitert, man hatte aber wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen. Das Projekt lief etliche Jahre weiter, doch mit dem Zusammenbruch des Sowjetunion brachen auch die finanziellen Mittel weg. Die Forscher schafften es mit Mühe und Not, die Füchse am Leben zu halten.


    Die Nachkommen der Füchse leben heute im JAB Canid Education and Conservation Center in Santa Ysabel, CA, wo man weiter Forschung beteibt. Die aktuellen Füchsen lassen sich anfassen wie Hunde, können im Haus leben - wegen ihres Geruches ist das aber weniger angenehm und hat sich nie durchgesetzt. (Wölfe hingegen riechen für Menschen deutlich angenehmer, ziemlich wie Haushunde,)

    Das sind meines Erachtens Hillbilly-Youtube-Fantasien, die nicht viel mit dem zu tun haben, was wir im deutschsprachigen Bereich unter Waidgerechtigkeit verstehen. Auch wenn man die juristischen Rahmenbedingungen außen vor läßt will ja man mehr als ein "paßt schon irgendwie".


    Die .45 ACP hat weiterhin ihre Berechtigung im sportlichen KW-Präzisions- und Traditionsschießen, ihre ballistische Wirkung ("Mannstopper") wird aber überschätzt, gerne auch von Jägern.

    Militärisch ist sie nur noch in Nischen anzutreffen (Bekämpfung von Nahzielen, im SD-Betrieb bei Spezialeinheiten), einige eher traditionell eingestellte US-Polizeieinheiten setzen auch noch darauf. Der Rest ist längst wieder bei 9x19 angekommen oder nutzt Kaliber mit mehr Power (aber anderen Nachteilen) wie die .357 SIG, .40 S&W.


    Was Langwaffen anbetrifft kenne ich nichts in .45 ACP, was jagdlich sinnvoll anwendbar ist.

    Typisch sind Selbstlader mit Masseverschlüssen und polizeitypisch-schwergängigen Abzügen, die martialisch aussehen und sich (aus jagd- aber auch sportlicher Sicht) nicht besonders angenehm schießen.

    Vom Gewicht als auch Format sind sie ähnlich modernen DI-Selbstladern in .223 Rem., ohne deren ballistische Wirkung, angenehmes Schußverhalten und Tuningmöglichkeiten zu haben. Speziell für SD-Betrieb gibt es auch passendere moderne Kaliber mit Wirkung wie die .300 Whisper (sic) oder die fast identische .300 AAC Blackout.


    Und nach unten hin ist die .22 lfB wie bereits von anderen erwähnt eine altbewährte, preisgünstige Alternative.

    Das einzige als WS vermarktete AR kürzer als 16,75" und sportlich zugelasen ist meines Wissens von Schmeisser. Dirk Frey hat es vorrätig (siehe auch eGun).

    Bei Schmeisser mußt Du insoweit aufpassen, daß "Wechselsysteme" ohne Verschluß im Umlauf sind, vom Hersteller so vermarktet. Ich halte das für eine rechtliche Grauzone.

    Außerdem darf so ein Schmeisser 14,5" Sport WS eben nicht mit jedem Lower kombiniert werden, man derzeit noch auf den Hinterschaft achten.


    Dirk hat auch immer wieder preislich sehr attraktive Windham WS vorrätig, die man auch als Basis für ein eigenes Projekt nutzen kann, indem man z.B. den Handschutz gegen einen freischwingenden tauscht.


    Michael Blendinger hat ein SIG-Sauer M400 WS vorrätig, auch siehe eGun. Ich finde dessen Qualität aber nicht besser als die von Windham.

    Ich hab jetzt aktuell eine .308 Rifle Feder und einen 280g oder so Buffer drin, aber das Kynshot Ding mit JP Carbine Feder hab ich auch mitgenommen.

    Ich habe die normale .223 Feder geschossen. Da war wenig Unterschied zu meiner Troy trotz Komp.

    Sascha Back hat erzählt, daß er die .308 Feder drin hat: Etwas deutlicherer Kick, aber nicht schwabbelig unpräzise, d.h. das Gesamtsystem beruhigt sich schneller.

    Ich denke, da bist Du richtig unterwegs.

    Gute Wahl!

    Ich habe beide Modelle letzten Samstag an Svens Teststand ausprobieren dürfen: Sieht nicht nur gut aus sondern schießt sich auch schön.

    Hast Du die Standardausführung mit .223-Bufferspring?

    Die Verordnung in BaWü verfügt nur die Schließung von "sonstigen Sportstätten in geschlossenen Räumen".

    https://www.baden-wuerttemberg…breitung-des-coronavirus/


    Hinsichtlich der 18/12 Regelung wird es für die meisten wohl auf 18 hinauslaufen, und das sollte machbar sein. Die meisten Schützen, die ich kenne, stehen derzeit eher bei 24 bis 48.

    Das Wettkampfthema wird wohl kritischer. Aber wer da letztes Jahr schon aktiv war, ist je erstmal auf der sicheren Seite und sollte vielleicht früher erwerben als ursprünglich geplant.

    Da Vortex ja ein recht bekannter Hersteller ist, wird er es wohl nicht ersatzlos streichen. Hier tut sich ggf. was guten neues auf?!

    Könnte sein.


    Auf der anderen Seite: Holovisier ist eine deutlich komplexere Technik als ein normales Rotpunktvisier. Vielleicht hat man das unter- und die Nachfrage am Markt überschätzt. Die wenigsten potentiellen Kunden von Vortex können den Unterschied benennen und sowas überzeugt die Leute erst live. Vortex verteibt aber überwiegend über's Internet.

    Eotech mußte zeitweise ja auch schon ziemlich einstecken wegen hohem Stromverbauch und sinkender Zuverlässigkeit seiner Visiere. Sie haben aber den professionellen Markt als wesentliche Stütze.