Beiträge von Weyland

    Gute Analyse. Damit hast Du zwei Lösungsansätze:

    (1) das einzige Trockentraining was mir was gebracht hat war Hanteltraining...


    (2) daß je länger ich die halte, umso mehr zittere...

    (2) soll hier heißen: Komm zur Sache, hampel nicht lang rum. Hoch mit der Waffe auf's Ziel, kurz die Höhe korrigieren und raus mit dem Bleiklumpen :-)

    Nur weil die Sportordnung "ewig" Zeit läßt, heißt das nicht, daß es sinnvoll ist oder die Ergebnisse besser werden.


    Und, zu (1), um eine grundsätzliche Körperspannung wirst Du nicht herumkommen wenn Du irgendein brauchbares Ergebnis erzielen willst. Das muß nicht langweiliges Hanteltraining sein, Stickwort Functional Movement.

    Hallo Eule,


    was meinst Du denn konkret mit "das Horus-Absehen"?

    Alle Absehen mit Tannenbaum-Form?


    Horus hat ja über die Jahre sicher 15 verschiedene Absehen für Zielfernrohre und Spektive entwickelt und den ZF-Herstellern.


    Ich habe derzeit ein Horus Tremor 3- Absehen im "LR-Zielfernrohr" und ein Horus H32 im Spektiv. Bisher habe ich aber nur bis 900 m geschossen.

    Dort, wo ich in Zukunft häufiger die Chance habe zu schießen, hat man es mit relativ schnell wechselnden und auf-/abflachenden Winden von der Seite zu tun. Wir haben es bei unserem Instruktor da so gelernt, nur die Höhe einzuclicken und die Seitenabweichung nach Maßgabe des Spotters übers Absehen zu korrigieren.

    Mir als nicht allzu erfahrenem Spotter fällt die Ansage durch das Gitternetz im Spektiv leichter.

    Für Schützen-Neueinsteiger ist das Tremor 3 schon fordernd. Insbesondere die Marken für bewegte Ziele bleiben auch auf Dauer ein verwirrendes Element. Hier ist ein Tremor 2 oder MSR2 doch einfacher.


    Daneben schieße ich noch Precision Rifle Speedsteel. Dabei hast Du keine Probeschüsse und das ZF kannst Du nur nach Gefühl & Erfahrung voreinstellen. Die Parallaxeeinstellung & Korrekturen machst Du erst, wenn die Zeit läuft, in der Regel 150 - 180s für zehn Schuß auf zehn verschiedene Ziele, auch mal auf unterschiedliche Entfernung. Da hilft der Tannenbaum schon sehr für schnelle Korrekturen.

    Ich bezweifle stark dass Softair mit der Präzisszion einer LuPi nur ansatzweise mithalten kann.

    Natürlich nicht, muß es auch in diesem Fall nicht.

    Es geht um Waffenhaltung, -kontrolle, Zielerfassung, Abzugskontrolle an einem funktionsfähigen Modell der Originalwaffe.

    Und eben nicht an einer völlig anderen Waffe, meist mit Formgriff, anderer Visiserung, anderem Abzug.

    Die Übersetzung ist wirklich grottenschlecht.

    Ich finde das Ding optisch auf den ersten Blick ganz nett - aber überteuert und das Tuning nicht immer ganz sinnvoll (aus sportlicher Sicht).


    Einige der verwendeten Teile dürften ganz normal bei den auf ARs spezialisierten Fachhändlern in Deutschland erhältlich sein. Die roten Teile könnten z.B. von Phase 5 sein.

    Den Lauf zu bekommen dürfte der schwierigste und teuerste Part werden.
    Ich persönlich setze Carbon aber eher für den Handschutz und den Hinterschaft ein. Beim Lauf wäre mir das zu empfindlich und zu teuer.


    Such Dir einen AR-Spezialisten, der eine Waffenherstellungserlaubnis hat, und laß Dir einen sinnvollen(!) Vorschlag zum Umbau Deiner Waffe machen.

    Matthias Horner wäre z.B. so jemand.


    Das Ergebnis wird dann vermutlich eher überzeugen und evtl. auch noch günstiger.

    Thema Abzug. Ein Vorredner meinte, vielleicht in etwas jugendlicher Unbedarftheit, man würde mit einem kratzenden, schlechten Abzug womöglich besser lernen. Dem ist mitnichten so!

    Da passiert höchstens Eines: derjenige verliert ganz schnell die Lust.

    Dieser Vorredner ist alles andere als jugendlich :-)


    Ich habe gerade einen (auch nicht mehr ganz jungen) Schützenkollegen, der aus welchem Grund auch immer vor ca. 2 Jahren mit einer gebrauchten Glock 17 angefangen hat zu schießen - während andere 2000 € und mehr ausgegeben haben. Die Ergebnisse waren wie zu erwarten anfangs sehr mäßig. Aber sehr fleissig trainiert hat er und einiges an Munition investiert.


    Beim Jahresabschlußschießen unseres Vereins hat er nun gegen ca. 50 Konkurrenten den zweiten Platz erreicht und bis auf einen Top-Wettkampfschützen alle alten Hasen inklusive mir dumm dastehen lassen.

    Allerdings, das muß ich zugestehen, haben wir an dem Tag nur auf Stahl geschossen, also Fallplatten und Popper.

    Nichtdestotrotz, er hat eine hervorragende Waffen- und Abzugskontrolle entwickelt, d.h. jetzt würde sich eine Investition in eine präzisere Waffe erst recht lohnen.


    Die anfänglichen Erfolgserlebnisse kann man nach meiner Erfahrung gut dadurch erhöhen, daß man, sofern es der Stand zuläßt, auf kürzere Entfernung beginnt. So machen es zumindest auch alle kommerziellen Schießtrainer, deren Kurse ich bisher besuchen konnte.

    Bei EPP gibt's keine relevanten Entfernung oder Schußzahlen, die bei den Läufen zu wesentlichen Wärmeproblemen führen würden.

    Bei einem (IPSC) Long Course letztes Wochenende habe ich 43 Schuß in 66s rausgehauen (incl. Magazin- und Positionswechsel) und auch bei den letzten noch getroffen. Der Erstplatzierte und amtierende Deutsche Vizemeister hat knapp über 40s gebraucht und wir nutzen beide diese dünnen LW-Läufe (ich in 16,75", er in 18").


    Das Ganze wird problematischer, wenn bei solchen Kadenzen noch große Entfernungen dazukommen, also Ziele auf 300 m und mehr stehen.

    Auch ohne die Disziplin jemals geschossen zu haben klingt das sehr nach Murks.

    Die BDS-Mehrdistanzdisziplinen sind dahingehend auch mühsam, auch wenn nicht soooo sehr.

    Bei den IPSC-Disziplinen ist die Waffe ja nur beim Start gesichert, d.h. die Schützen bewegen sich mit feuerbereiter Waffe von Position zu Position, allerdings einzeln. Insoweit könnte man sich da sicher etwas abschauen.


    Zwei Anmerkungen noch zur Umfrage und den dort gegebenen Verbesserungsvorschlägen:

    Statt 45 Grad nach unten würde ich "in Richtung Hauptkugelfang" vorgeben (mit von Stand vorgegebener max. Abweichung)", z.B. 45 Grad in alle Richtungen.

    Beim AR wirkt die Sicherung ja nur auf den Abzug, d.h. ihre Wirkung ist als Fallsicherung begrenzt, und sie erzwingt bei den meisten Waffen, daß sie gespannt sind.

    Da er von Verfügbarkeit Mitte Januar schrieb und ab 20.1. wieder in Urlaub ist würde ich ihn einfach mal anrufen.

    Er beißt nicht - auch wenn es manchmal so wirkt ;-)

    Ich vermute, es wird keine größere Stückzahl verfügbar sein und der Preis macht das Ding schon fast zum Mitnahmeartikel.

    Sehr schöner Bericht!


    Habe ich es Recht in Erinnerung, daß es in der Schweiz keine öffentliche Möglichkeit gibt, in freiem Gelände mit Nicht-Ordonanzwaffen 300 m und darüber zu schießen? Ich selbst kenne nur Brünig Indoor.

    Bei deutschen Kursen oder Schießveranstaltungen jenseits der 300 m trifft man auch immer Schweizer Gäste.

    Ich glaube, wir müssen uns nicht um Prozentsätze streiten. Wir wissen alle, daß die meisten Schützen die Leistung ihres Waffensystems nicht ausreizen können.

    Es ist und bleibt ein Hobby.


    Daß dann der Topschütze irgendwann zum technischen Nonplusultra greift um Konkurrenten auf Distanz zu halten widerspricht dem nicht.

    Wenn es mit dem Abziehen klappt, werden auch die Ergebnisse besser.

    Ein guter Schütze beherrscht das ins Ziel gehen, die Atemtechnik in Verbindung mit dem richtigen Auslösen des Schußes.

    Ja, ich gebe Dir Recht - mit einer kleinen Ausnahme (s.o.).

    Das mit dem Atmen halte ich inzwischen auch für einen viel zu hoch bewerteten Nebenkriegsschauplatz - zumindest für die Masse der Schützen.

    (Die extremen Präzisionsschützen in statischen Disziplinen, Langwaffenschützen ab 300 m aufwärts, Benchrester mal außen vor gelassen).


    Den Erfolg, den man bei vielen Schützen durch Atemtechnik sieht, hat meiner Ansicht nach viel damit zu tun, daß sie mit dieser Konzentration auf ihre Atmung ihre eigenen Nervosität rausnehmen und viel weniger mit dem "durch bessere Atmung besser ins Ziel".


    Wenn man den Schützen zu Anfang Sicherheit gibt (das hat viel mit schießen, schießen, schießen zu tun), ihnen dabei beibringt

    - schnell, stabil und wiederholgenau ins Ziel zu gehen, d.h. (trocken)üben, üben, üben

    - stabil und fest die Waffe zu halten und

    - dabei den Abzug sauber und gleichmäßig zu betätigen

    dann ist der saubere Schuß draußen bevor die Rumwackelei anfängt und der Nachbar fertiggeatmet hat.

    Ich hatte zum Testen eine GLOCK 21 und eine GLOCK 41 (.45)

    Die 41 mit der längeren Visierlinie war exakter.

    Nö, das heißt nur, Du warst exakter mit der 41.

    Bei jemandem, der eine bessere Waffenkontrolle hat als Du, zeigt sich vielleicht gar keine merkliche Abweichung.

    (Das soll keine Abwertung Deiner Leistung sein, nur generell gesprochen).

    Die "Auslenkung", von der Gerom01 spricht, ist ja nicht zwangsweise bei Schußabgabe(!) in solchem Umfang vorhanden, daß sie den Unterschied 200 zu 220 mm bemerkbar macht.


    In der Praxis kommen meines Erachtens Themen wie Rückschlag, die "Angst" davor, die Ausbalanciertheit der Waffe, Griffkraft und -stabilität des Schützen, etc. wesentlich mehr zum Tragen. Sonst würden wir alle in dichtem Leistungsfeld um die Top 10-Plätze streiten. In Wirklichkeit gibt es nach meiner Erfahrung zwischen der Spitze und dem Mittelfeld bei Meisterschaften einen deutlichen Abstand, der sich in keinster Weise mit Waffeneigenschaften erklären läßt.


    Den Langwaffenvergleich kann man da auch nicht gut platzieren: Bei denen kommen, über die Visierlinie hinaus, ganz andere Dinge zum Tragen, wie z.B. daß Länge, Drall und Steifheit / Schwingungsverhalten des Laufes zu Geschoßgewicht, Geschoßgeschwindigkeit, Abbrandverhalten des Pulvers passen.

    Ich möchte mal noch zwei Dinge zu bedenken geben:

    1. Ein Waffenkauf ist keine Ehe. Weder ist das unwiderruflich noch darf man nur eine haben. Es macht also am Anfang gar nicht soviel Sinn, einen Riesenaufwand in den Erstkauf zu stecken. In diesem Moment passiert der Kauf sowieso mit geringer Erfahrung, wenig Wissen um die eigenen Bedürfnisse, unter theoretischen Annahmen und mit viel Hörensagen.


    2. Es gibt den Ansatz, eben nicht mit einer hochgetunten Waffe zu starten, die gerne mal grundsätzliche Handling- und Abzugsfehler überdeckt.

    Insoweit ist eine normale CZ, eine Shadow 1, selbst eine Glock, sofern die jeweilige Sportordnung sie erlaubt, sinnvoll für den Einsteiger. Das Griffstück sollte halt zur Hand passen - und selbst das läßt sich durch gutes Handling überkommen.

    Ich erlebe gerade meine eigene Umgewöhnung an die HK SFP 9L OR, welche Abzugsfehler im schnellen Schießen zutage bringt, die meine zuletzt geschossene BUL dank Sportabzug milde verdeckt hat.

    • DAR-15 IPSC Advanced
    • JP CTR-02™ Match Ready Rifle
    • 3G Sports RIFLE .223 Level II
    • sich etwas individuell zusammenstellen lassen, z.B. von Horner Arms

    Meine IPSC-Wettkampfwaffe ist eine eine DAR-15, nicht als IPSC Advanced sondern in einfacherer aber auch etwas schwerer Ausführung. Daneben schieße ich noch selbst zusammengestellte / modifizierte Waffen auf Basis Diamondback, Troy und Oberland Arms.


    Ja, die superleichten Barrels verändern die Trefferlage bei hohen Kadenzen und damit einhergehender starker Erhitzung. Nach 400-500 Schuß an einem intensiven Trainingstag sind aber immer noch für's Dynamische ausreichende Trefferlagen zu erzielen.

    Wenn aber hohe Schußzahlen mit hohen Entfernungen zusammenkommen wie bei der letzten Europameisterschaft in Schweden verhält sich ein dickerer Lauf besser. Dort kam die ein oder andere Klage.

    Die sehr kurzen Läufe produzieren z.T. erhebliche Feuerbälle und bringen sportlich wenig bis nichts; das muß man mögen - oder auch nicht.

    Das Set ist preislich nicht attraktiv. Einge Händler verkaufen das Strike Eagle 1-8x24 für 400 €.


    Die Vortex-Montagen sind qualitativ nicht auf der Höhe der Eratac Ultraleicht und schon gar nicht auf der von Spuhr.

    Ich finde die normale Vortex-Montage qualitativ ähnlich der von Brownells (ca. 90 €), welche ich gerade am Erproben bin.

    Und diese von Brownells sieht der Vortex Pro-Montage, also der teureren von Vortex, sehr, sehr ähnlich. Ich konnte sie bisher leider nicht nebeneinander legen um festzustellen, ob sie baugleich sind. Mir sieht es fast so aus, als käme das alles aus der gleichen chinesischen Maschine.

    Wenn man kein ambitionierter Wettkampfschütze ist kann man es halt mal probieren, warum nicht?

    Wer regelmäßig 120 € Teilnahmegebühr plus Reisekosten (z.B. für eine LM- oder DM-Teilnahme) hinlegt dem wird der Preisunterschied zur Eratac nicht das Risiko wert sein.