Beiträge von blaser_r93

    Nun möchte ich auch etwas dazu sagen,

    Die Fotos von dem Motor sind ja also wirklich frech.


    Ein top geputzen, völlig staub- und wasserfleckenfreien Motor zu fotografieren und dann sagen

    "Schaut her wie toll der Motor aussieht weil ich ihn mit Ballistol vor Salzwasser schütze"

    Ist schon sehr.. naja.. und das unterstelle ich jetzt einfach mal... interessengetrieben.


    Nachdem du den Post ja gestartet hast um auf die ultimative Wirksamkeit von Ballistol zu verweisen passt das natürlich sehr gut zu deinem Eingangspost, aber nachdem wir ja jetzt alle gelernt haben, dass Ballistol mit Wasser emulgiert (was ziemlich das gleiche ist wie "in Wasser lösen") KANN Ballistol nicht vor Wasser und dessen Funktion als Elektrolyt schützen, DENN wie gesagt es bildet sich eine Emulsion und das schützende Öl wird also vom Metall abgewaschen.


    Ich bin kein Bootsbauer aber durch das Fischen, das ein Hobby von mir ist hin und wieder auf verschiedenen Booten unterwegs.

    Hier wird bei innenliegenden Motoren als auch bei Aussenbordern sehr darauf geachtet, dass die zu schützende Mechanik best möglichst vor agresivem Salzwasser geschützt wird. Ich habe noch nie davon gehört, dass hier auf Ballistol gesetzt wird.

    Es werden Schutzlacke verwendet, wo immer nötig und alles andere wird mit rostfreien Materialien gebaut.


    Auch wer sein Auto vor Rost schützt tut dies ( Peppone ist hier sicher eine Ausnahme) nicht mit Ballistol sondern mit Unterbodenspray oder Hohlraumversiegelung auf Fett oder Wachsbasis, manchmal auch auf Bitumenbasis da billiger.

    Diese Mittel, denen man wirklich unterstellen kann, dass sie funktionieren, funktionieren genau deswegen weil sie haften und eine Schickt bilden die Feuchtigkeit und Sauerstoff von Metall abhalten und so vor Korrosion schützen.

    Ballistol haftet nicht (es unterliegt den Gesetzen der Schwerkraft und läuft irgendwann herunter und (nochmals) es emulgiert mit Wasser.

    KANN also nicht davor schützen, schon gar nicht vor agresivem Salzwasser.


    Um wieder zu den Waffen zurück zu kommen, braucht man ein Korrosionsschutz ohnehin nur wenn die Waffe mit Feuchtigkeit zu tun hat.

    Z.B. bei nicht trockener Lagerung oder bei Gebrauch draussen bei Feuchtigkeit oder Regen.


    Wer mal in einem Waffenmuseum war und dort uralte Steinschloss Gewehre gesehen hat fragt sich nun (Achtung Ironie)

    "Wie haben die das damals nur ohne Ballistol hinbekommen" genau so:

    Sie haben IRGEND EIN ANDERES ÖL ODER FETT genommen denn ein Öl ist deswegen ein Öl weil es sich nicht mit Wasser mischen lässt und grundsätzlich schützt jedes Öl vor Korrosion, die Frage ist nur wie lange.

    In der Trockenkammer wohl sehr lange, im Salzwasser kurz bis gar nicht.

    Daher muss man, wenn man Ballistol so vergöttert wie Peppone eben einfach öfter ran und

    das ganze ersetzen. Das kommt der Firma Klever sicher nicht ganz ungelegen denn die verdienen damit ja schliesslich Geld wenn man alles immer wieder neu einsprühen muss. Wenn Sie was beständigeres auf den Markt bringen gewollt hätten, hätten Sie sonst ein Fett genommen das haftet und vor allem nicht mit Wasser emulgiert. Aber das war damals ja auch gar nicht das Ziel. Man wollte ja ein Wund-Desinfektionsmittel herstellen und das hat ja scheinbar geklappt...

    Als man noch keine Pflaster hatte ;)

    Bist herzlich eingeladen mal mit mir auf den Dornsberg zu gehen, dann kannst es mit eigenen Augen sehen. Wir waren auch sehr enttäuscht.
    PS: Falls es wirklich nur 130° sind, was wirklich überraschend schlecht wäre, dann ist es wohl ganz normales Universalschmierfett, denn das macht auch etwa 130° mit.
    Das hatte ich auch schon mal in der Flinte ist aber sofort verlaufen, glaube das von Blaser hält schon etwas mehr aus.

    Also grundsätzlich finde ich sollte ein unbescholtener Bürger, der keine Vorstrafen hat und körperlich und psychisch in der Lage ist mit einer Waffe umzugehen, meiner Meinung nach auch das Recht haben sich eine Waffe zur Selbstverteidigung (Zuhause) zu kaufen. Vorausgesetzt er ist Staatsbürger und mit festem Wohnsitz im Land des Antrages.


    Der zweite Punkt ist der Waffenschein bez. Waffentragbewilligung (CH) und Waffenführbewilligung? (Österreich).
    Damit nicht jeder mit einer Knarre rumrennt sollte man meiner Meinung nach um eine Waffe führen zu dürfen eine Prüfung ablegen bei der man nachweist, dass man körperlich in der Lage ist in einer extrem Situation gezielte Schüsse abzugeben, die Gesetzte kennt die es zu befolgen gibt (Notstand, Notwehr, Notstandshilfe...) und die Waffensachkunde inne hat, damit sichergestellt ist, dass der/diejenige wirklich weiss was er/sie tut.



    Das ganze wäre meiner Meinung nach sehr einfach umzusetzen, WENN die Politik in Deutschland das auch wollte, was ich aber schwer bezweifle.


    Das Resultat wenn man obiges Umsetzen würde wäre meines Erachtens, dass unsere Schützenvereine deutlich mehr Zulauf hätten, es viel viel, VIEL weniger Einbrüche gäbe und es auch viel weniger Übergriffe auf Frauen gäbe und es der europäischen Waffenindustrie auch besser ginge.

    Komisch, denn das Futteral muss nicht verschlossen sein. Es geht um nicht zugriffsbereit und das ist nicht gleich verschlossen.
    Entweder haben die Zöllner also keine Ahnung von ihrem Job oder du vergisst hier ein paar Details... ;)

    Sehr richtig, das hab ich denen auch erklärt, die wollten aber dass ein Vorhängeschloss am Futeral ist (das mit dem Vorhängeschloss meinen übrigens auch viele Sportschützen, seit es Waffengesetzkonforme Futterale mit Vorhängeschloss gibt).
    Nachdem das aber nicht gefruchtet hat ist mir eingefallen, dass ich ja eh gerade auf dem Weg ins Revier bin und die Sache war erledigt.

    Zudem: Wenn Frau dem über sie herfallenden Vergewaltiger zwischen die Beine tritt ist das auch Notwehr, und niemand
    untersagt die "Vorbereitung zur Notwehr".
    Man muss sich 'halt auch ein bisschen von der Vorstellung trennen, nur mit Schusswaffe wehrhaft zu sein.


    besten Gruß
    Werner

    Wenn dem so einfach wäre, dem Vergewaltiger mal kurz zwischen die Beine zu treten, dann gäb es deutlich weniger davon.
    Ich glaub das geht in die "Einfach eine Armlänge Abstand halten" Diskussion zurück wie wir nach den Silvester-vergewaltigungen in Köln hatten..


    Eine Kugel zwischen den Ohren ist da wohl deutlich effizienter, auch wenn man körperlich unterlegen ist.

    sehr wohl ist "selbstverteidigung" ein anerkannter Bedürfnsigrund.
    Trifft halt für die wenigsten zu.

    In welchem Land denn? In Deutschland hat der ein Bedürfniss eine Waffe zu erwerben, der diese entweder zur Ausübung seines Berufes benötigt, AKTIVER Sportschütze, Jäger oder Waffensammler ist. Das Recht sich eine Schusswaffe zu kaufen um sich damit "NUR" zu verteidigen hat man eben in Deutschland nicht (Ausser die Berufswaffenträger)

    In der Theorie schon, in der Praxis hat aber keiner einen Ballermann wenn man ihn braucht, ausser er ist Jäger und gerade auf dem Weg ins Revier.
    Bin letztens mit einer Waffe (natürlich ungeladen und Patronen separat gelagert) nach Deutschland gefahren, hab dann wie es sich gehört den Zöllner darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Flinte dabei habe. Die wollten mich anzeigen weil die Waffe im Futteral, im Kofferraum nicht ordnungsgemäss verschlossen war.
    Zum Glück war ich gerade auf dem Weg zur Jagd und durfte das daher so transportieren aber da sieht man mal wie gerne die Ordnungshüter das so haben wenn jemand anders ausser Ihnen einen Knallstock hat.


    Was ich eigentlich gemeint habe ist, klar hat man das recht auf Notwehr aber man kann es praktisch nicht nutzen, weil die "Vorbereitung zur Notwehr" kein anerkanntes Bedürfnis darstellt. In der Schweiz oder Österreich hingehen schon.

    Ich glaube hier lohnt es sich einen Blick in die Schweiz zu machen. In der Schweiz ist jeder mündige, nicht vorgestrafte Bürger berechtigt eine Waffe (oder auch 100) zu kaufen.
    Es muss bei der Polizei hierfür ein Grund angegeben werden und der zuständige Polizist entscheidet dann ob für diesen Grund eine Waffe erworben werden darf.


    Falls der Antragsteller sich also an seiner Ex rechen möchte oder eine Bank ausrauben will, wird der Antrag abgeleht, fühlt er sich zuhause nicht mehr sicher und will sich deswegen bewaffnen um sich verteidigen zu können wird der Antrag angenommen.


    So und hier ist ein riesen Unterschied zu Deutschland denn hier hat man schlichtweg nicht DAS RECHT sich zu verteidigen.


    Um also über eine Regelung zu finden in Deutschland die Menschen wieder zu bewaffnen, müsste also erst ein mal das Recht auf Verteidigung wieder eingeführt werden. Und man müsste den Leuten erlauben Waffen kaufen zu dürfen ohne ein Bedürfnis nach jetziger Gesetzeslage zu haben.

    Zu Froglube gibts viele Videos auf youtube, ist erst eine Paste, wird dann hart und bei hitze wieder flüssig.
    Hat dadurch aber den Vorteil, dass bei den Tests bei denen man ein schnell rostenden Stahl raus in den Regen legt, (und es dabei kalt ist) eine sehr harte Schicht den Stahl schützt.
    Zur Schmierung kann ich aber nichts sagen.

    Also da sind wir uns einig, ein (Fest)Schmierstoff sollte im SCHMIERöl schon drinn sein.
    Ich spreche jetzt mal vom Sportbereich bei dem schnelle Schussfolgen mit hohen Temperaturen geschossen werden.


    Was mich interessieren würde, habt ihr im extrembereich festgestellt, dass das Schmieröl oder Schmierfett überhitzt also flüssig wird und davon läuft?
    Ich hatte das laufend, sogar das Blaser Orginalfett lief nach etwa 40 kurz hintereinander geschossenen Tauben von der Basküle in den Vorderschaft.

    Wieso ich nach eurer Meinung frage habe ich ganz am Anfang geschrieben. Ich wollte wissen ob ihr IPSC Schützen die gleichen Probleme mit der Hitzebeständgkeit bez. dem Verschleiss habt.


    Dass der Suhlerdrilling keine Höchstleistungen bringt und die Anforderungen ans Schmiermittel daher zu vernachlässigen sind ist mir klar, jedoch dachte ich dass bei IPSC Schützend ie im Jahr ja auch gut und gerne mal 10.000 oder 20.000 Schuss durchlassen das schon eine Rolle spielt und dann auch gern zum hochtemperaturbeständigen und vor allem Hhochdruckbeständigen Schmiermittel gegriffen wird.

    Also erstmal vorne weg, ich will und wollte hier niemandem zu nahe treten und ich dachte auch nicht, dass meine Frage solch eine emotinale Diskussion auslösst.



    Zum Ballistol Spray und auch zum WD40 diese "Universalöle" haben wie gesagt keine festen Schmierstoffe drinn, daher eignen sie sich meiner Meinung nach kaum zum schmieren sondern eher zum putzen.


    Ich habe schon die ein oder andere Waffe geputzt und danach auch wieder geschmiert, schiesse im Jahr etwa 10.000 Schuss mit etwa 20 verschiedenen Waffen, jagdlich, ein bisschen Pistole und Revolver, das meisste aber Jagdparcours.
    Ich habe einen ganzen Schrank voll Pflegeprodukte, was ja auch irgendwo Sinn machen kann, denn man hat ja für alle Möglichen Sachen verschiedene Reiniger, man Wäscht sein Auto ja auch nicht mit Colorwaschmittel und seine Wäsche nicht mit Pril.


    Durch verschiedene Gespräche mit Büchsenmachern, anderen Schützen und nun mit euch merke ich aber dass da die Meinungen teilweise komplett auseinander gehen von "ich benutze seit 100 Jahren Balistol und es funktioniert" zu ich benutze Spezialprodukte für spezielle Anforderungen.


    Ich will das auch gar nicht werten und wenn einer seinen Drilling mit Schweinefett einreibt und das funktioniert dann ist das ja ok.
    Ich habe gemerkt, dass bei mir ALLE Fette die ich früher probiert habe flüssig wurden und ich bei einem einzigen Keramikfett hängen geblieben bin das einfach funktioniert.
    Und das ist zwar grausam teuer aber das nehme ich jetzt für alles her.


    Balistol nehme ich nur noch zum reinigen wenn ich den Lauf putze (aber auch nur weil ich das noch in grossen Mengen zuhause hab" und alles andere steht einfach nur noch rum.

    Der Büchsenmacher sagt von Ballistol aber was anderes. Nämlich, dass nach dem verdunsten der flüchtigen Stoffe weißes Fett übrig bleibt, das nicht verharzt. Und es sich damit hervorragend zum schmieren eignet.

    Das kann ich so nicht ganz nachvollziehen, Weissöl verdunstet nicht (Fakt) und die Trockenstoffe (Lösungsmittel) die lösen eben den Schmutz, damit man damit putzen kann.
    Daher empfielt Ballistol das Öl ja auch für alles mögliche vom Flecken entfernen über Lauf putzen.
    Dieser Schmauch und Dreck lösst sich aber nicht in Luft aus, sondern bleibt im Öl und wirkt dann wie ein Poliermittel.. nimmt also immer ein wenig Material ab.
    Dazu kommt das das Öl selbst keine Schmierkörper enthält also etwaige Aufschläge nicht gedämpft werden.


    Daher haben schlaue Ingenieure irgenwann in den 60er Jahren Feststoffe ins Öl und Fett getan um mit Teflon, Silikon oder eben Keramik deutlich besser zu schmieren.
    PTFE- GIFTIG und stinkt
    Silikon - nicht temperaturbeständig und für Feuerwaffen daher ungeeignet (Aber gut für Luftdruck oder Paintball Markierer)
    Keramik - geil aber eben sauteuer.