Beiträge von snigelfritt

    Ich habe auch mal die Suchfunktion genutzt und schon einiges mehr über das Modell hier gefunden. Etwas irritiert bin darüber, dass dieser Revolver bei Hege für €498 zu kaufen ist - ob das (qualitativ) das gleiche Modell ist?

    https://www.waffen-hege.de/de/…rmy-1858-match-cal44.html


    Der Schützenbruder gibt das Hobby gesundheitlich ganz auf und das ist sein letztes (behütetes) Stück. Da ich recht häufig beim Training als Vorderladerschütze zu sehen bin, hat mich der Gute einfach angesprochen. Ja das Teil hat über viele Jahre Wettkämpfe gesehen und man sieht den Gebrauch auch deutlich.

    Wie sieht eigentlich die Trommelachse aus? Bau Sie doch mal aus. Auf dem Bild kann ich nichts Störendes erkennen.

    Und wie exakt bzw. zuverlässig funktioniert der Trommeltransport? Ist die Feder der Hand noch stark?

    Wie viel Spiel hat die Trommel in der Längsrichtung?

    Trommelachse sah nicht schlecht aus, aber ich schaue da noch mal genauer hin (wohin genau um was zu sehen?)

    Wie überprüfe ich den Trommeltransport, oder was sollte nicht gehen?

    Spiel habe ich nur seitlich beim Drehen bemerkt, keine Ahnung wann hier ein "no go" erreicht ist (sollte doch wohl mit dem Lauf fluchten). Längsrichtung habe ich nicht gesondert überprüft, aber es ist mir nichts aufgefallen an Spiel. Der Spalt zwischen Trommel und Lauf ist wohl nur mit einer sehr feinen Fühlerblattlehre zu messen (Lichtspalt).


    Jepp die angefressene Trommel ist wenig attraktiv, kommt vielleicht von Gries?

    Die Aussage für Gries geeignet steht so in der Anleitung, hat mir der Besitzer extra gezeigt!


    Wir haben ein Probeschiessen (und Einführung in den Revolver) für Januar ausgemacht, da werde ich noch mal ein paar Fotos machen.

    Heute konnte ich das gute Stück mal mit den Fingern ansehen. Es handelt sich um einen Hege Army Match Cal .44. mit verstellbarem Korn.

    Da ich ja nun keinerlei Erfahrung mit Revolvern habe - das ist mir aufgefallen:


    Abzug sehr leicht, Hahn rastet sicher in Laderast, Feder lässt sich wohl über Schraube am Griffstück verstellen, der Ladebügel rastet sicher ein, hat aber entrastet einiges an Seitenspiel, die Klinke welche die Trommel hält (unten) sieht abgenutzt aus, gespannt lässt sich die Trommel ein wenig drehen (Spiel?), die Trommel sieht vorne ausgefranst aus, Beryllium Pistons, der Lauf ist laut Anleitung für Gries geeignet und aus Kruppstahl. Neupreis damals in den 1980er angeblich DM 1.600. Wenn ich das Zubehör abziehe, liegt das gute Stück etwas bei €300 und es fässt sich recht "wertig" an.

    Kann mir jemand was zu dem Püster sagen (nimm ihn, renn schnell weg) :blink:


    Hier noch Bilder:

    Hege Army Match Cal44 links.jpg


    Hege Army Match Cal44 rechts.jpg


    Hege Army Match Cal44 Klinke und Achse.jpg


    Hege Army Match Cal44 Trommel.jpg


    Hege Army Match Cal44 Anleitung.jpg

    Na wenn mir gleich zwei geschätzte Kundige eine 1777 nahelegen...... Die Brown Bess ist Historisch halt schon ein Pfund und wäre für mich verfügbar (und hey, Kaliber.75 ist doch was). Dann muss mein Steinschlossabenteuer noch etwas warten bis sich etwas ergibt. Aus eigenem Antrieb wäre ich noch nicht auf eine Muskete gegangen, aber eine Gelegenheit hatte mir auch eine Lepage zugespielt und damit habe ich viel Spass.


    Das Problem bei den Musketen ist nicht das Kaliber (man kann mit allen Kalibern treffen), sondern der richtige Aufbau der Ladung.

    Lieber Sammler, kannst Du dazu noch etwas genauer werden, wenn Du über den richtigen Aufbau der Ladung sprichst?

    Hallo zusammen,


    ich hoffe alle hatten ein beschauliches und sättigendes Weihnachtsfestgrin-.).


    Irgendwann wollte ich mir eine Steinschloss Muskete zulegen - so zum Spass an der Freude. Nun habe ich vielleicht die Möglichkeit eine Brown Bess zu bekommen - Kaliber .75. Jetzt ist eine Frage, mit was für Kalibern bei Steinschloss Muskete noch etwas getroffen wird, oder ob eher der Spass (oder Frust) am Feuerwerk bei den grossen Kalibern der Antrieb ist.


    Gruß

    Snigelfritt

    Noch ist es nicht durch, der Bundesrat muss noch zustimmen. Ok ist ein ganz dünner Strohhalm, aber man hofft ja bis zuletzt.

    Bestimmt ist Frau Mittag ebenso konsequent bei der Interessenkonfliktsvermeidung als SPD Mitglied und MdB, Ihr Amt als Vizepräsidentin des DSB ruhen zu lassen. Zurücktreten wäre auch eine gute Idee und ab zurück in die 5.te Kolonne. Ja passt historisch und im Kontext nicht wirklich, aber hier drängt er sich gerade zu auf, der Satz "Wer hat uns verraten?..."


    Grrrrrrr :cursing:

    Sieht aus, als wenn das Blei zu kalt war.

    Ich habe bei Rundkugeln .45 (139grain) 420°C und bei Langgeschossen .45 (468 grain) 450°C bei meiner elektronischen Regelung eingestellt. Die Hysterese beträgt 10°C, bedeutet der Schmelzofen heizt bis 450° und schaltet die Heizung aus - bei 440°C wird die Heizung am Schmelzofen wieder eingeschaltet. Kokille wird mit Gasflamme auf Temperatur gebracht. Nach dem Einfüllen der Bleischmleze in die Kokille dauert es ca. 3-5 Sekunden, bevor die Schmelze erstarrt. Giessen macht Spass und braucht etwas Übung!


    Viel Erfolg.

    Hallo zusammen,


    bisher habe ich mich mit dem Thema Revolver noch nicht wirklich auseinandergesetzt, lese aber immer wieder interessiert mit so wie es hier dazu Beiträge gibt. Nun hat mir ein älterer Schützenkamerad heute einen Hege Revolver Cal .45 mit geschlossenem Rahmen angeboten (soll irgendwas mit Army sein / Remington) und ich solle doch mal vorbei kommen mir das Teil anschauen. Preis € 500 ist fest mit allem Zubehör, Ladepresse, Kokille, Schmelzofen, etc.


    Jetzt bin ich ja nur durch etwas mitlesen, nicht wirklich mit dem Thema bewandert und habe mal für mich vermutet es könnte sich um einen Ruger Old Army handeln. Scheinbar gibt es diese aber im Cal .44 und Cal.45 - verwenden dabei aber die selben Kugeln?

    Wie dem auch sein, gesehen habe ich das Teil ja noch nicht und es könnte auch etwas anders sein, aber was?


    Wenn ich mir nun das Teil vor Ort ansehe, auf was sollte ich beim Kauf eines gebrauchten VL Revolvers achten? Ich lese mich parallel auch über die Suchfunktion etwas mehr zum Thema ein, aber ob der Menge an Beiträgen ist das einiges an Lesestoff :-)


    Gruß

    Snigelfritt

    die Frage: Wie soll eine glaubwürdige

    225 Jahre alte Muskete aussehen. Plank poliert wie aus der Werkstatt, oder mit der

    Patina ihrer Geschichte?

    Also unbedingt wie aus der Werkstatt, ähmm nein doch besser mit Patina - geniale Frage.


    "Eigentlich" bin ich eher der Werkstatt Typ mit Putzfimmel, andererseits habe ich im Gegensatz zu vielen Forumsteilnehmern hier kein Original und würde vermutlich die Patina an der Waffe lassen, schon um zu zeigen - ein historisches Stück. Wie Schwarzer Mann schrieb, was mit normaler Pflege nicht weggeht darf bleiben.

    Hatte heute eine historische Preussische Jägerbüchse in der Hand. Dem Holz sah man das Alter an, das Metall war dagegen noch recht blank. Ich hätte bei einem historischen Stück mehr Patina am Metall erwartet, der Besitzer konnte dazu nichts sagen, er hat sie so gekauft.

    Hallo,


    Anfängerfragen sind wichtig, hatte ich auch eine Menge ;-)


    Ist der Umgang mit dem Zeug wirklich so gefährlich? Kann man das im Auto transportieren wg. Den Erschütterungen ohne das einem das Zeug um die Ohren fliegt?

    Ich kaufe das Pulver im Laden (mit entsprechender Berechtigung) und fahre damit ganz enspannt direkt nach Hause. Mehrfach probiert und mein Amerkanisches Auto ist auch nicht wie im Film spontan in Flammen aufgegangen. Ist Sprengstoff gefährlich - JA! Man sollte wissen wie man damit umzugehen hat, damit eben nichts passiert.

    Bevor Du mit Schwarzpulver hantieren darfst, must Du einen entsprechenden Lehrgang machen um die Erlaubnis nach §27Sprengstoffgesetz. Bevor Du den Lehrgang besuchen darfst, musst Du eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (untere Polizeibehörde) vorlegen und das Bedürfniss nachweisen. Danach weisst Du mit dem schwarzen Pulver umzugehen.

    Seit ihr im Schützenverein oder kann man Vorderlader auch auf Privatgrundstücken schießen?

    Bin im Schützenverein, auf meinem Privatgrundstück müsste ich einen zugelassenen Schiesstand haben um dort mit dem Vorderlader schiessen zu dürfen. Ein Vorderlader ist kein Luftgewehr. Geh mal in einen Verein und schau Dir an wie dort Vorderlader geschossen wird.

    Wie lange hält ein Vorderlader Revolver eigentlich geladen mit Schiesspulver?

    Das Pulver ist ja dann nicht mehr vor Luft verschlossen im Behälter, sondern hinter den Kugeln in der Kammer.

    Was bezweckst Du mit dieser Frage? :think:


    So ganz nebenbei, für einen Schwarzpulverrevolver benötigst Du eine Waffenbesitzkarte (Sachkundenachweis, Bedürfnis und Mitgliedschaft im Verein zwingend notwendig) und entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten. Dies und vieles mehr ist weniger ein Problem als es sich vielleicht zuerst liest und Du erfährst noch mehr im Verein deiner Wahl. Gehe hin, stelle Dich vor und sprich mit den Leuten, damit findet sich vieles ::c.o.l)


    Eine Vorstellung hier, mit ein paar mehr Details zu Dir wird auch gerne gesehen :thumbsup:


    Die letzte Frage kann Dir bestimmt jemand beantworten, wenn Du dich kurz vorstellst und auf meine Frage eingehst.


    So long.

    Wieso ist der Ringfinger bzw. die Fingerkuppe am wenigsten gefährdet?

    Kann ich Dir nicht sagen, liegt wohl am Nutzungsverhalten der Hand. Basiert auf einer Abfrage in Krankenhäusern (Notaufnahme & Handchirurgie), Versicherungen und ist durch eigene Lebenserfahrung soweit bestätigt. Wohlgemerkt, es geht um die Fingerkuppe (Schnitte, Quetschungen oder Abrasion durch Arbeit), hier sind die anderen Finger deutlich häufiger für Biometrische Verfahren ungeeignet 1= Daumen / Zeigefinger 2= Mittel und kleiner Finger 3= Ringfinger. Rund 10% der Menschen können wegen zu schwach ausgeprägter Pappilarleisten auch nicht an biometrischen Fingerabdruckverfahren teilnehmen.

    Also ich kenne das Schloss nicht, hatte aber mit "Biometrie" (technische Idendifizierung durch spezifische Körpermekmale) in der Sicherheitstechnik zu tun. Die Identifikation durch Fingerabdrücke ist inzwischen recht weit verbreitet, aber eher als Komfortmerkmal und nicht als Sicherheitsmerkmal. Es gibt optische und kapazive Sensoren für das Lesen der Merkmale (Minuzien) eines Fingers. Kapazitive habe ein schlechtere Auflösung bei feuchten Fingern, optische lassen sich einfacher Täuschen. Die Identifikation gelingt dann sehr gut, wenn nur eine kleine Anzahl von Mustern zu vergleichen ist, sprich die gespeicherten Abdrücke schnell mit dem aktuell ausgelesenen Abrdruck zu vergleichen sind. Grundsätzlich sind die Fingerabdrücke bei jedem Menschen unterschiedlich, aber es wird technisch nur ein gewisse Anzahl von Minuzien erfasst. Je kleiner die Anzahl der erfassten Merkmale, desto grösser die Wahrscheinlichkeit einer Fehlentscheidung der Elektronik.

    Beispiel : der eingelesene passt mit einem gespeicherten Abdruck in z.B. 7 von 10 erfassten Merkmalen überein

    - die Elektronik ist auf "Komfort" ausgelegt und öffnet fälschlicherweise einem Nichtberechtigten der 7 von 10 Merkmalen zufällig auch hat

    - die Elektronik ist auf "Sicherheit" ausgelegt und öffnet fälschlicherweise nicht dem Berechtigten, weil nur 7 von 10 Merkmalen sicher erkannt wurden


    Generell kann man sagen, je günstiger, desto schlechter die Auswertung (geringe Anzahl an Merkmalen wird verwendet) und damit ein schlechtes Auswerteergebnis. Ich persönlich würde die Finger davon lassen, ein Zahlenschloss mit 5 oder 6 Stellen wäre mir lieber.


    Wie gesagt, dies bezieht sich nicht auf dieses Schloss, sonderen auf die Technik allgemein. Wenn Du Dich dafür entscheidest, speichere mindestens zwei Finger jeder Hand ein. Einer der beiden Finger sollte immer der Ringfinger sein, weil der am wenigsten durch Verletzungen der Fingerkuppe gefährdet ist. Beide Hände versteht sich von alleine grin-.)

    Das hat nichts mit der Legierung der Diabolos zu tun, aber ggf. mit deren im Vergleich zu Deinem Reinblei unterschiedlicher Schichtung mit viel Luft dazwischen.

    Guter Punkt - sieht ja auch eher wie eine Konfettisammlung aus. Ich habe jetzt Brocken und schaue mir das "Schmelzverhalten" beim Kugelgiessen noch mal an.

    Was mir auffällt, es wird hier nirgens von Flussmittel gesprochen. Verwendet ihr das nicht oder ist es "nicht der Rede wert" ?

    Wenn die Schlacke oben abgeschöpft ist, fluxe ich mit einem bohnengrossen Stück Stearin, dann noch mal unterrühren und mit dem Löffel abschme...ahh abschöpfen.


    Geschossgiessen grundsätzlich mit Schutzbrille, Feinstaubmaske (Bleioxidstaub) und langärmelig (und nicht in Badelatschen).

    Klingt eher nach einer Frage der Temperaturregelung.

    Nö, es geht um das Verhalten beim Schmelzen - das Reinblei wird mehr oder weniger auf einmal flüssig, das Diaboloblei wird erst breiig bevor es dann flüssg wird. Ziemlich seltsam, daher die Frage ob jemnad die Legierung von Diabolos kennt.

    Das bissel Kupfer vom Überzug der ZS Kügelchen wird es wohl nicht sein (was sind ZS Kügelchen?)