Frage zu möglichen Sammelbereichen / Waffenmodellen

  • Hallo Leute,


    ich bin bereits Sportschütze mit eigenen Waffen, und interessiere mich auch für das Themas Sammeln. Im Internet findet man leider kaum gesicherte Informationen dazu, vielleicht kann mir hier jemand sagen was geht, und was nicht?


    Ich wäre z.B. an einem Sammelgebiet interessiert wie Film/Kino Waffen des 20. Jahrhunderts, oder ggf. auch genauer eingeschränkt wenn nötig, der 60er-80er Jahre des 20. Jahrhunderts.


    Mir schwebt als Waffen sowas vor wie PPK (James Bond) Colt 1911, Beretta 92, SW29 (Dirty Harry), MP5 /AK Klon (z.B. Stirb Langsam und viele andere Filme)


    Bekommt man so etwas genehmigt, oder gibt es bei dem Thema vorgegebene Bereiche /Zeiten usw.?


    Danke im Voraus


    Gruß

    Marc

  • Bin kein Sammler, deshalb muss meine Skepsis nicht stimmen. Ich ließ mir aber ein anderes Sammelthema einfallen als Filme mit Dirty Harry und James Bond, glaube nämlich das du da nicht weit mit kommst.


    Geregelt wird die Erlaubnis zum sammeln in §17 Waffengesetz. Da heißt es, ein Bedürfnis zum Erwerb und Besitz von Schusswaffen oder Munition wird bei Personen anerkannt, die glaubhaft machen, dass sie Schusswaffen oder Munition für eine kulturhistorisch bedeutsame Sammlung (Waffensammler, Munitionssammler) benötigen; kulturhistorisch bedeutsam ist auch eine wissenschaftlich-technische Sammlung.

    Ob die Waffen aus Filmen von kulturhistorischer Bedeutung sind möchte ich stark bezweifeln.

    Kenne Sammler (und Liebhaber) von Westernwaffen. Von denen bezog sich beim Antrag auf die rote Wbk. allerdings niemand auf Wild-West Filme.


    Was du in jedem Fall machen musst ist neben Aufbewahrung und Zuverlässigkeit nachzuweisen, eine Sachkundeprüfung ablegen.


    Es gibt da jemanden der meines Wissens auch mal hier im Forum aktiv war, Wolfgang Seel. Der Mann ist sehr hilfsbereit, vom Fach und sagt dir exakt was Sache ist. Ihn würde ich mal kontaktieren, fragen kostet erstmal nix. Hier der Link: http://www.waffensammelpass.de/waffensachkundepruefung

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Danke, ich werde ihn mal Kontaktieren,


    es gibt bei You Tube ein Video eines deutschen Waffensammlers, der genau diese Thema hat, Filmwaffen des 20. Jahrhunderts, laut seinen Ausführungen genehmigt, sogar ohne Gutachten, sondern nur mit selbst geschriebener Erklärung und Auflistung.


    Begründung war glaube ich, Filme sind eine Art Kunst und Kulturell bedeutsam, besonders solche Reihen wie James Bond usw.

  • SigiNRW


    Hallo Marc,


    also ich hatte vor vielen Jahren dasselbe Problem wie du. Eine rote WBK....tja...in der Theorie ganz einfach, im wahren Leben schüttelt aber jeder mit dem Kopf...sowas bekommt man nur ganz schwer. Informationen zu diesem Thema sind, wie du auch gemerkt hast, nur sehr, sehr spärlich zu finden. Warum....nun ja....ich will hier lieber keinem auf den Schlips treten und auch keinen Chips&Bier Thread generieren.......also lasse ich das hier auch.


    Unter dem Strich habe ich einfach durch Internetrecherche und vor allem viel Gefrage das Thema irgendwann mal voreinander bekommen. Da muss ich einigen Usern in diesem Forum auch immer noch danken, die mir Ihre Hilfe angeboten hatten und die meine Fragen, teilweise auch via PN sehr oft sehr kompetent beantwortet haben. Wenn du hier im Forum unterwegs bist, nutze den Bereich der Sammler und stelle dort deine möglichst konkreten Fragen, dann gibt es auch Hilfe.


    Nun aber zum Thema:


    Mühlenbracher hat die beiden Schlagworte oben ja schon gebracht. Eine Waffensammlung muss in Deutschland entweder "kulturhistorisch bedeutsam" oder "wissenschaftlich-technische relevant" sein. Nun kannst du dir ja mal überlegen, wie du dein gewünschtes Sammelthema mit Argumenten so begründen kannst, dass die obige Anforderung so oder so erfüllt wird. Das ist meiner Meinung nach eine Leistung, die ein Sammler auch selbst erbringen können sollte!


    Wenn du das Sammelthema formuliert hast und dazu eine sehr gute Begründung, warum das Sammelthema eben geeignet ist, dann gehst du zu deiner Behörde und stellst denen das einmal vor. Dann bekommst du schon eine erste Richtung, ob das so möglich ist oder eben nicht. Oft helfen die Behörden auch, wenn man nicht ganz blauäugig dort auftritt. Als Sportschütze hast du ja schon die Waffensachkunde in der Tasche, bist zuverlässig i.S.d.WaffG und hast bewiesen, dass du an sich mit Waffen umgehen kannst. Damit hast du auch schon mal einen Pluspunkt.


    Vielleicht besser Vor- oder spätestens nach dem Gespräch, solltest du dir dann überlegen, ob du das Gutachten, welches gefordert werden wird selbst schreiben willst oder du dir da Hilfe einkaufen möchtest. Auch diese Entscheidung hat zwei Seiten und sollte offen deiner Behörde kommuniziert werden. Denn das hat auch Auswirkungen auf die Behörde, bzw. den Prozess dort.


    Soweit erst mal zum Start in das Thema.


    Das von dir oben angesprochene YouTube Video kenne ich auch, hatte das bei meiner Recherche seinerzeit auch schon gesehen. Ich glaube schon, dass sowas gehen kann, aber eben nicht muss. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.



    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"