Buckshot zur Jagd

  • Hallo zusammen


    hatte neulich eine Diskussion mit einem anderen Jäger. Es ging um die Verwendung von Posten zur Jagd hier in DL. Er meinte, das sei generell verboten und wenn ich mit solcher Munition erwischt werde ist der Jagdschein weg(n.b.: ich habe keine Buckshot-Muition). Ich meine aber, es ist nur verboten auf Schalenwild, nicht auf Raubwild.

    Ob mit dem Balg von einem Fuchs, der von 5 Kugeln á 8mm durchlöchert wurde noch was anzufangen ist steht auf einem anderen Blatt, aber in den sachlichen Verboten des BJagdG stehts nicht drin

    Oder steht das woanders?

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten

  • Ich würde aus praktischen Gründen davon abraten, denn auf Entfernungen von mehr als 10-15m ist die Deckung bei Posten grottenschlecht,. Und ein Fuchs ist ja normalerweise nicht so sonderlich groß.

  • Bitte auch Landesjagdgesetze beachten. In Hessen zum Beispiel sind Postenschrote nicht erlaubt.

    Die Regel ist in Hessen nur aufgehoben, wenn die ASP - Notstandsregeln in Kraft treten.

    Dies wird jedoch offiziell bekannt gegeben zum Zeitpunkt X - und dann auch nur regional begrenzt.


    Allgemein Postenschrot hat durchaus auch Rechtfertigung..

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    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Eben in den Bundesländern ist es unterschiedlich. In Hessen nach Landesjagdgesetz ist Buckshot bei der Jagd auf Wild generell verboten zu verwenden. Was aber nicht bedeutet, dass man keines dabeihaben darf, zum Jagdschutz wäre es z.B. nicht verboten. Nach Bundesjagdgesetz ist Buckshot beim Schuss auf Schalenwild verboten auf Raubwild etc. wäre es erlaubt. So gilt es dann auch in einigen Bundesländern, Hessen hat das halt noch weiter verschärft. Etwas unklar ist aber zudem ab welcher Grösse Schrot überhaupt zu Posten (Buckshot) werden, denn genau definiert ist das nicht.

    Offizielle Definition von Posten?

  • Ich würde aus praktischen Gründen davon abraten, denn auf Entfernungen von mehr als 10-15m ist die Deckung bei Posten grottenschlecht,. Und ein Fuchs ist ja normalerweise nicht so sonderlich groß.

    Die Deckung bei Buckshot hängt mehr als man denkt von der jeweiligen Ladung der Passung der Buckshotkugeln und vom jeweiligen Flintenlauf ab.

    Ich habe es bei selbst geladenen Patronen geschafft z.B. bei #1 Buck bis auf 30m Entfernung alle 16 Kugeln von 7,35m Durchmesser auf eine Standard ISSF Scheibe zu bekommen aus einem 1/4 Choke. Allerdings nur bei Einsatz von feinem Puffer zwischen der Vorlage.

    12/76 00er Buckshot

    In jedem Fall muss man die Deckung aus der eigenen Flinte überprüfen. Zu enge Chokes erhöhen die Streuung übrigens wieder.

    Dennoch hierzulande keine wirkliche Option, auch wenn man in einem Bundesland ist, wo der Einsatz erlaubt ist, denn n anständige Ladung passendes Schrot ist bei Raubwild i.d.R. überlegen.

    Für eine Auslandsjagd wo es zum Teil bei der Drückjagd auf Schalenwild sogar vorgeschrieben ist sieht die Sache natürlich anders aus.