Waffenpass mit Beschränkung? In Österreich

  • Mich würde aber schon ganz gerne interessieren wieso und aus welchen Gründen du das anzweifelst ?

    Weil es in D. eben so, und damit ganz anders, ist :


    § 28 Abs. 1 Satz 1 Waffengesetz

    Einem Bewachungsunternehmer kann eine waffenrechtliche Erlaubnis für das Führen einer Schusswaffe nur für einen konkreten Bewachungsauftrag erteilt werden, der sich auf eine bestimmte gefährdete Person oder ein bestimmtes gefährdetes Objekt bezieht.

    Grundsätzlich gilt, dass sich Sicherheitsmitarbeiter nicht nach eigenem Ermessen selbst bewaffnen dürfen. Sie dürfen nur Waffen oder Verteidigungsmittel mit sich führen, wenn dies vom Arbeitgeber ausdrücklich in der Dienstanweisung vorgeschrieben ist.

    Wenn einem Mitarbeiter eine Waffe zur Ausübung seiner Tätigkeit in Ihrem Wachdienst oder in Ihrem Personenschutzunternehmen überlassen wird, muß der Mitarbeiter der zuständigen Polizeibehörde gemeldet werden. Diese prüft die Zuverlässigkeit, die persönliche Eignung und das Vorliegen der Sachkunde. Nur, wenn die zuständige Waffenbehörde die nötigen waffenrechtlichen Erlaubnisscheine an den Mitarbeiter ausstellt, dürfen ihm Munition oder Schusswaffen ausgehändigt werden.

    Ein rechtmäßiges Bedürfnis ist [..] ... oder als Bewachungsunternehmer.

    Angestellter Sicherheitsmitarbeiter begründet kein Bedürfnis.

    Wer eine WBK bekommen hat, darf Schusswaffen erwerben. Für die Arbeit als Sicherheitsmitarbeiter einsetzen darf er sie aber nicht.

    Dazu wird der Waffenschein benötigt.

    Ein Unternehmen muß der zuständigen Behörde zwingend nachweisen können, dass der Einsatz von bewaffnetem Sicherheitspersonal notwendig ist. Die Behörde muss diese Notwendigkeit anerkennen. In der Regel wird die Notwendigkeit sehr streng bewertet.

    Manche Behörden verlangen, dass jeder Mitarbeiter einzeln einen Waffenschein beantragen muss um eine Schusswaffe im Dienst zu führen. Andere Behörden vergeben Firmenwaffenscheine die für jeden qualifizierten Mitarbeiter des Unternehmens gelten.

    Meist wird auf einem Waffenschein für Bewachungsunternehmer vermerkt, dass die Waffe nur zur direkten Ausübung der Bewachungstätigkeiten geführt werden darf. Der Waffenschein kann auch für einzelne Bewachungsobjekte beschränkt werden.

    Außerdem wird der Waffenschein immer auf eine bestimmte Waffe oder einen Waffentyp ausgestellt.

    Jeder Mitarbeiter, der mit einer Schusswaffe ausgerüstet werden soll, muss die Waffensachkundeprüfung nach § 7 WaffG ablegen. Dieses Wissen muss mindestens einmal jährlich aufgefrischt und abgefragt werden.

    Regelmäßiges Schießtraining mindestens monatlich ist Pflicht.

    Uff ..:wacko:.. wieder viel Text auf einmal und schwer zu verstehen. Darum hier nochmal kurz zusammengefasst:


    *Privates Sicherheitspersonal darf nicht automatisch Schusswaffen im Einsatz führen

    *Privates Sicherheitspersonal darf Schusswaffen nur dann verwenden, wenn dies vom Arbeitgeber ausdrücklich vorgesehen und angeordnet wird.

    *Um Schusswaffen zu erwerben muss das Bewachungsunternehmen eine Waffenbesitzkarte beantragen.

    *Um Schusswaffen im Einsatz zu führen muss das Bewachungsunternehmen einen Waffenschein beantragen.

    *Ausrüstung mit Schusswaffen muss von der Behörde als notwendig erkannt werden. Bewaffnung von Personal nur weil der Kunde es wünscht ist nicht erlaubt.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Als die Dauer der Tätigkeit ist z.B. die Dauer der Ausübung des Berufes (etwa eines Kassenbotens oder Taxilenkers) anzusehen. Wechselt eine solche Person ihren Beruf oder wird die berufliche Tätigkeit eingestellt, so fällt dadurch die Befugnis zum Führen von Schusswaffen der Kat. B weg, d.h. der Berechtigungsumfang des Waffenpasses reduziert sich auf den einer Waffenbesitzkarte. Ein solcher Vermerk könnte etwa lauten: „Berechtigung zum Führen gilt für die Dauer der Beschäftigung als ........................................“ Beschränkungsvermerke im Sinne dieser Bestimmung haben zur Folge, dass lediglich im Falle der Änderung (Berufswechsel) oder der Einstellung(Ruhestand) der im Vermerk bezeichneten Tätigkeit die Berechtigung zum Führen von Schusswaffen der Kat. B automatisch wegfällt. Ergänzend dazu wird angemerkt, dass eine Beschränkung auf konkrete Örtlichkeiten oder Zeiträume in § 21 Abs. 4 WaffG nicht vorgesehen ist.




    BMI Runderlass 2013: https://iwoe.at/wp-content/upl…affenrecht_Runderlass.pdf




    EDIT: Und nochmal, was genau helfen uns die Ausführungen zum deutschen Waffengesetz hier ? Die Rechtslage in Österreich ist klar, auch nach dem Runderlass des BMI. Solange er diesen Beruf hat darf er überall und jederzeit führen. Das ist so, ob man mir (oder dem BMI) jetzt glaubt oder nicht.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Nein, das hast du falsch verstanden. Das muss in Österreich anders sein, weil wir jetzt seitenweise eine Erläuterung zum deutschen Gesetz erhalten haben.

    Und es kann ja nicht sein, dass man den ganzen Themenkomplex in Österreich anders sieht als in D.


    Daher hilft auch dein Hinweis auf Österreich nicht. Hr. P will recht haben. Nimm das einfach so hin.

    Am Besten wäre, wenn das BMI-Ö anerkennen würde, dass es sich geirrt hat und einen Erlass herausgibt, dass man sich jetzt streng an die deutschen Regelungen halten wird.



    D.

  • Was ist an dem Satz nicht zu verstehen?


    Während der Arbeit darfst du die Waffe führen, ausser Dienst nicht.

    Das habe ich mich auch gefragt: Was ist da falsch zu verstehen? Dauer der beruflichen Tätigkeit bedeutet sicher nicht die Schicht, sondern die Beschäftigung bis zur Kündigung z.B.

  • Glock4Ever :


    Danke für die Klärung!


    Die irgendwann getroffene Aussage, dass DE und AT doch soo äähnlich sind, trifft nun definitiv nicht zu.

    Es mag sein, dass es vieles gibt, wo das zutrifft. aber eben im ( wichtigen ) Detail auch manchmal nicht...


    Wenn auch die Diskussion um diese Frage dem TE nur bedingt nützen wird ( ich würde trotzdem bei den zuständigen Behörden nachfragen ),

    hat mir dieses Thema meinen Horizont betreffend Gesetzesvergleich DE/AT ein wenig erweitert.

    Das ist durchaus interessant... und hier in CH noch einmal anders... ::RTFM::


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Hr. P will recht haben. Nimm das einfach so hin.

    Schon wieder was ganz falsch verstanden.


    Hr. P stellt zur Diskussion ... und freut sich, wenn was Erhellendes dabei raus kommt ... so hat jeder was davon. :sla:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • ...sorry, das musste sein 🤣

    Wenn du meinst ... und es dir Gut tut ... bitte. :sla:


    Du weißt doch ... einer Eiche ist es wurscht ob sich ein Schweinchen dran kratzt. ::frinds::

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  • Zur Diskussion gestellt? Was?

    Dass für einen österreichischen WP-Besitzer deutsche Gesetze gelten sollen?


    Die, die beide Seiten kennen, hatten von Anfang an gesagt, dass sich die Gesetze deutlich unterscheiden.

    Und auch die Verordnungen sprechen eine klare Sprache. Da gibts nix zu diskutieren - schon garnicht, wenn man wissensbefreit ist.


    Nice try eines Möchtegernrechthabers....


    D.

  • Nice try eines Möchtegernrechthabers....

    ::c.o.l) Provozieren ist deine Stärke und kannst du gut ... lesen und verstehen hingegen deutlich weniger ... :sla:


    Waffenpass mit Beschränkung? In Österreich

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