Einstecklauf

  • Weiss jemand ob oder wie Einsteckleufe in der Schweiz gesetzlich reguliert sind. Ich denke dabei an die Krieghoff Semper in .22 Magnum fuer 12er oder 16er Schrotleufe sowie die laulflaengigen anderer Hersteller. Meine Frau ist Schweizer Staatsbuerger und ich wundere mich ob es moeglich ist dass sie einen oder mehrere Einsteckleufe im gescheckten Gepaeck auf der rueckreise nach Kanada mitbringt.

    Nebenbei bemerkt, die einfuhr nach Kanada ist problemlos da sie auch einen entsprechenden Kanadischen Waffenschein (RPAL) hat.


    Danke im voraus !


    Cheers

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    Von roter Propaganda verdummte Demokraten sind die Schlächter echter Demokratie ::(

  • Hallo Oreamnos americanus,


    Für dein Selbsstudium erstmal die Grundlagen:

    Waffengesetz-CH

    Waffenverordnung-CH


    Grundsätzlich ist nach meinem Verständnis des Waffengesetzes ein Einstecklauf gleich zu behandeln, wie der wesentliche Bestandteil der dazugehörigen Waffe. Für den Erwerb dieses wesentlichen Teiles benötigst Du dieselbe Bewilligung, wie für die ganze Waffe.

    Dass ein Einstecklauf anders behandelt wird, als ein Originallauf, darüber habe ich nichts gelesen.


    Zum Erwerb:

    Zitat

    WaffG

    Art. 8 Waffenerwerbsscheinspflicht

    1 Wer eine Waffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil erwerben will, benötigt

    einen Waffenerwerbsschein.

    Etwas erleichternd:

    Die Bedingungen zum Erwerb OHNE Waffenerwerbsschein sind jetzt deutlich leichter zu erfüllen:

    Da ich davon ausgehe, dass Deine Frau in den letzten zwei Jahren hier in CH keinen WES ausgestellt bekam, oder sie den Kram bei ihrer Verwandschaft kauft, müsste sie für einen Erwerb beim Händler ( der mal grundsätzlich anzweifeln muss, dass Deine Holde etwas bei ihm kaufen darf - und sich entsprechend absichern muss ) einen Auszug aus dem Zentralstrafregister beibringen.

    Das dürfte wiederum schwierig sein, wenn sie NICHT hier gemeldet ist.


    Wie das genau zu lösen ist, wären die Bestimmungen des WaffG bezüglich Erwerb von im Ausland lebenden Personen, die dann einen entsprechenden Beleg beibringen müssen, dass sie im Herkunftsland zum Erwerb dieser Teile berechtigt sind. Das findest Du alles, wenn Du Gesetz und Verordnung mal aufmerksam durchliest.

    Wie dann die Ausfuhr abzuwickeln ist, ist ansatzweise auch im Gesetz zu finden, Da kenne ich mich aber auch nicht wirklich aus, was da genau zu tun ist.

    ( Ausfuhr so ab Art. 22 WaffG oder Art. 44 WaffV - aber irgendwie auch nix von Ausfuhr nach NICHT-Schengen... )


    So mal ein paar Gedanken zu Deiner Frage...


    Jens

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