8x57JS + JRS SAX KJG-SR Jagd

  • Da die Versorgung mit meinem bisher favorisiertem Geschoss dem Möller MJG

    8x57IS + IRS Möller MJG Jagd

    nach dem tragischen Flugunfall von Herrn Möller leider nicht mehr sichergestellt ist, habe ich jetzt doch mal eine Ladung für das SAX KJG-SR per Ladungsleiter aus meinem 98er ausgetestet. Nach den überraschender Weise guten Ergebnissen auch mit dem für solch ein so leichtes Geschoss sehr progressiven Pulver RS50 bei dem MJG auch hier mit diesem langsamen Pulver. Allerdings habe ich beim KJG bewusst die etwas schwerere Variante in 9g bzw. 138,9grs Gewicht genommen um auch das Mindestgewicht für eine Auslandsjagd zu erfüllen.


    8x57 JS

    138,9grs .323 (8mmS) SAX KJG-SR G0015

    OAL 75,60mm (mit runder Kunststoffspitze)

    52,2grs Reload Swiss RS50

    Hülsen: RWS 8x57JS auf 56,8mmm getrimmt (4,091cm3 Innenvolumen)

    Zünder: RWS 5333 Large Rifle Magnum

    LEE Faktory Crimp (hinter dem 2ten Führband)

    V2 aus 60cm Büchsenlauf 874m/s ca. 3439 Joule

    Max Gasdruck 3022 bar


    Damit bleibt es leistungsmäßig in der JS Patrone etwas hinter dem MJG zurück. Grundsätzlich hat es etwas andere Eigenschaften. Da aus Kupfer statt Messing hinterlässt es geringfügig mehr Geschossabrieb was aber zu vernachlässigen ist, zumal Kupfer sehr gut schonend chemisch zu lösen entfernen ist. Durch die abgerundete Kunststoffspitze ist es auch für Magazine ohne Schulterabstützung der Hülse gut geeignet wo die lange spitze Kunststoffspitze des MJG Flitzers sich durch den Rückstoss etwas platt drücken könnte. Dafür hat das KJG-SR mit der abgerundeten Kunststoffspitze mehr Luftwiederstand als das MJG als Flitzer was es schlechter für weite Schüsse geeignet macht.

    Da das KJG im Gegensatz zum MJG keine Vorkerbung des Splitterbereichs hat ist es etwas dem Zufall überlassen wie viele Splitter genau sich bilden. Die Wildbretentwertung kann bei leichten Stücken etwas größer ausfallen. Die Splitter wirken etwas weniger tief als die des MJG. Dafür drückt der Kupferrestbolzen des KJG sich, weil weicher als Messing, etwas breit was den Querschnitt des Restbolzens etwas vergrößert und für einen größeren Ausschuss sorgt. Theoretisch hätte der Restbolzen damit zwar etwas weniger Tiefenwirkung als der vollkommen formstabile Restbolzen des MJG, in der Praxis bei heimischen Wild aber nicht relevant da ist ein sicherer Ausschuss gegeben.


    Der Treffpunkt aus meiner Waffe liegt auf 100m sehr dicht bei dem mit meiner MJG Ladung aus dem Link oben.

    Und auf 100m auch sehr dicht bei einer einfachen Scheibenladung mit schweren Vollmantelgeschoss mit folgender Ladung. Per Zusammenlaborierung damals mit dem MJG und zwei Ladungsleitern ausgetüftelt.


    8x57 JS

    .323 196grs S&B FMJ BT

    OAL 80,0mm

    48,7grs Vihtavuori N150

    RWS Hülsen,

    RWS 5341 Large Rifle Zünder

    leichter LEE Faktory Crimp


    Bei der KJG Ladung habe ich die Ladung auch fast direkt für die 8x57JRS übernommen. Mit der OAL und dem Übergangskonus gibt es da keine Probleme und der Gasdruck passt in dem Fall auch sehr gut für die Schwesterpatrone mit Rand.


    8x57 JRS

    138,9grs .323 (8mmS) SAX KJG-SR G0015

    OAL 75,55mm

    52,2grs Reload Swiss RS50

    Hülsen: RWS 8x57 JRS auf 56,9mm getrimmt (4,092cm3 Innenvolumen)

    Zünder: RWS 5333 Large Rifle Magnum

    LEE Faktory Crimp (hinter dem 2ten Führband)

    V2 aus 65cm Büchsenlauf 890m/s ca. 3563 Joule


    In der JRS liegt es leistungsmäßig gleich auf mit dem MJG bzw. sogar geringfügig höher. Der Haltepunkt aus meiner Waffe liegt ganz geringfügig höher auf 100m verglichen mit dem MJG.

    Aus meiner JRS Kombinierten funktioniert das mit dem ähnlichen Treffpunkt auf 100m mit dem schweren Vollmantelgeschoss wie bei der JS von oben allerdings gar nicht. Liegt wohl daran, dass der Lauf nicht frei schwingen kann sondern mit einer Justiermöglichkeit gespannt ist. Da landet das schwere Vollmantelgeschoss deutlich höher in der Treffpunktlage.


    und wie immer auf eigene Gefahr, Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Ist natürlich klar, dass diese progressive Ladung genauso wie beim MJG hier beim KJG auch eigentlich eher für lange Läufe gedacht ist.

    Sie schiesst und trifft zwar sogar auch aus kürzeren Läufen wie 50cm noch sehr sehr gut, dann hat man aber nicht nur einen entsprechenden Leistungsverlusst sondern eben auch ein merkliches Mündungsfeuer, was bei der Nachtjagd stören kann. Auch für Schalldämpfer aus kurzen Läufen nicht optimal, da diese dann eben auch stärker beansprucht werden und in diesen dann auch mehr Rückstände zurück bleiben.