Spinner!

  • ist eine Bezeichnung, die wir Waffennarren gerne 'mal an den Kopf geworfen wird.

    Was ich meist gar nicht so unangenehm finde, im Gegenteil. Häufig bietet das die

    Gelegenheit, so Manches aufzuklären, im günstigsten Fall sogar ins eine weit

    positivere Einschätzung zu wandeln.


    Das gezeigte Gewehr ist eine Arbeit von John Shuler, Büchsenmacher in Pennsylvania,

    eine Zeit lang auch in York County. aus dieser Zeit stammt diese Smoothrifle.

    Erworben hat sie ein Herr Eric von Aschwege. Für vergleichsweise wenig Geld, was

    wohl kaum verwundert. Immerhin hat er sie durch seinen Kauf vor der Müllhalde

    bewahrt. Und für ein paar Wochen ein neues Spielzeug erstanden. Aber fangen wir

    mit der Ausgangslage an.


    Besten Gruß

    Werner


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    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Die Meinung, wie man mit Derartigem verfahren soll, gehen naturgemäß

    weit auseinander. Die Meisten denken zwangsläufig an die Müllhalde, von

    wegen "hoffnungsloser Fall".

    Aber selbst jene die das Teil als Puzzlespiel betrachten haben unterschiedliche

    Zugänge zum Thema. Das fängt an mit der Möglichkeit, einen komlett neuen

    Schaft nach Vorbild des Originals zu fertigen, um quasi einen "Schicki-Micki"

    nagelneuen Vorderlader unter Verwendung der alten Komponenten - eben

    abgesehen vom ursprünglichen Holz - zu erhalten. Bis hin zum simplen

    Zusammenfügen des Puzzles mit möglichst wenigen Änderungen am

    Originalzustand. Plus all die unzähligen Möglihckeiten dazwischen.

    Hier der Weg, denn Herr von Aschwege gegangen ist.


    besten Gruß

    Werner


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    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Da war aber ein exzellenter "Holzwurm" dran. Respekt ! :thumbup:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Einwandfreie Arbeit.

    Sehr schön retauriert unter Beibehaltung des historischen Kontextes. Wäre es nicht so eine wunderbare Arbeit, müsste man profan von Reparatur sprechen. Das betrifft primär die Wiederherstellung des Schaftholzes. Aber die Rekonstruktion des Abzugsbügels und des Schlosses sind ebenfalls ausgezeichnete Metallarbeiten. Respekt!


    Lederstrumpf

  • Auch wenn ich das Teil selbst nicht haben wollte, weil das nicht in mein Beuteschema paßt, so erkenne ich den Wert der Arbeit die

    hier geleistet wurde

    und

    was man auch hervorheben sollte, das war kein Selbstzweck sondern es wurde dadurch ein historisches Stück das eigentlich schon für die Tonne war, gerettet und für die Zukunft erhalten.


    Das ist also in mehr als einer Hinsicht gute Arbeit !

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Eric von Aschwege ist mir schon früher wegen seiner exzellenten Arbeiten aufgefallen. Diese Restauration ist in meinen Augen ein absolutes Sahnestückchen. :love:


    Danke fürs Zeigen!

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.