Suche Haumesser als Geschenk für Mittelalterfan

  • Hallo


    Ich suche ein Haumesser, mit dem man auch vernünftig arbeiten kann, als Geschenk für einen Mittelalterfan. Im Vordergrund steht die Werkzeugfunktion. Es sollte sich sowohl für die Jungwuchspflege, wie auch für das Freischneiden von Pfaden in eigenen Wald und die Gartenarbeit eignen. So ähnlich wie ein Schweizer Gertel, aber mit gerader Klinge.

    Damit scheiden die meisten der Macheten aus, denn fast alle sind zu leicht.

    Auf der anderen Seite sollte das Haumesser von der Optik an ein spätmittelalterliches Bauernwehr-Messer erinnern, bzw. dahingehend umgearbeitet werden können. Es wäre also so etwas ähnliches wie ein modernes Faschinenmesser, allerdings ohne Messingbeschläge.

    Es darf ruhig etwas weniger elegant wirken, aber dafür ein richtiges Gebrauchsmesser sein.


    Und zum Dritten will ich natürlich nicht all zu viel ausgeben.



    Ich selbst hab schon verschiedene Macheten ausprobiert, aber die sahen nur gefährlich aus, waren aber keine brauchbaren Werkzeuge.


    Vielleicht haben die Jäger unter Euch auch eine Idee, was da brauchbar ist?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ja, so was wie das obere Bauernwehrmesser.


    Aber ist das auch als anständiges Haumesser zum Arbeiten geeignet, oder sieht das nur gut zum Bauernkostüm aus? Hast Du Erfahrung mit so etwas?

    Als Jäger brauchst Du ja auch immer wieder ein Haumesser für die verschiedensten Arbeiten.

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  • Als Jäger brauchst Du ja auch immer wieder ein Haumesser für die verschiedensten Arbeiten.

    Da hab' ich mein Breitbeil, ein Universalwerkzeug. ::c.o.l)


    Aber klick dich mal DA durch ... da müsstest du fündig werden.


    https://www.google.com/search?…oECAwQBA&biw=1067&bih=510

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Eine wichtige Frage ist auch, ob diese "Langen Messer", Bauernwehren, Hauswehren, überhaupt als Alternative zu einer Hippe gut verwendbar sind?


    Da spielt dann auch der rechtliche Aspekt bezüglich des Führens einer Waffe eine wichtige Rolle, wenn der das Haumesser (in historischer Ausführung) transportiert oder im Wald am Mann trägt = führt. Werkzeug oder Messer über 12 cm?

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  • Zwischen Hippe und Haumesser liegen aber Welten, - Hippe ist für Feinarbeiten wie beschneiden oder veredeln gebräuchlich. Mit einem Haumesser können gleich Äste abgehackt werden, gut für die Feuerholz - Beschaffung oder ähnlich grobes. Wenn es denn mittelalterlich sein soll, würde ich ein Wikinger - Sax empfehlen. Im Net gibt es Anbieter die solche Waffen oder Messer zu annehmbaren Preisen anbieten. Lehn dich entspannt zurück, und lass mal deine Suchmaschine etwas für dich arbeiten.


    Viele Grüße - Breuko

  • Ist gut, dass Du die Bezeichnung konkretisierst. Vielleicht gibt es auch eine regional unterschiedliche Wortverwendung, oder ich hab es falsch gelernt.


    Hippe ist für mich gleich Schweizer Gertel.

    440px-6_Hippen.jpg


    Die kleine Gärtnerhippe, wie sie auf dem Bild ganz rechts zu sehen ist, meinte ich nicht. Ich habe die 2. von links für Arbeiten im Wald.

    Die Bezeichnung Schweizer Gertel für das große gekrümmte Haumesser habe ich erst später gehört.

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  • Sax scheidet schon mal aus, weil der Betreffende einen Bauern darstellt. Denen war es die meiste Zeit nur erlaubt, ein Messer zu tragen. Das war definiert als einseitig geschliffen und hatte einen aufgenieteten Griff. Das Bauernwehrmesser hatte eine bis zu 40 cm lange Klinge, ein einfaches Parier oft zusätzlich mit einem Nagel oder einem kleinen Blech als Handschutz.

    Die Bauernwehr hatte sich wohl aus dem Sax entwickelt, und wurde wohl von Dorfschmieden und nicht von Waffenschmieden hergestellt.

    Als Hiebmesser war es zunächst als Werkzeug konzipiert, war aber auch zur Selbstverteidigung geeignet.

    Dabei hatten die einfachen Leute zusätzlich durchwegs auch noch einen oder mehrere Dolche einstecken, selbst Knechte und Mägde. Auch den Unfreien waren Messer erlaubt.

    Das Falchion und die Hauswehr der Bürger sind ähnlich gestaltet. Auch das Lange Messer gehört in diese Waffenart. Erhalten soll sich die Bauernwehr als Fuhrmannsmesser in einer gekürzten Version.


    Wie eingangs gesagt, soll nicht der Waffencharakter im Vordergrund stehen, sondern die Funktion als Arbeitsgerät und Haumesser.


    Es soll primär ein Werkzeug sein im historischen Stil.


    Ich habe mir schon überlegt, ob man so ein Bauernwehrmesser nicht aus einem alten eisernen Radreifen zurechtflexen und grob zuschmieden könnte, aber dann ist wohl die Gebrauchsfähigkeit als Werkzeug wegen der ungenügenden Schnitthaltigkeit nicht gegeben. Parier und Nagel müsste sowieso ein Profi aufschmieden.

    Die Herstellung aus dem Schmiedeeisen eines Radreifens würde wohl der historischen Hetstellungsweise nahekommen.


    Auf Survivalseiten werden ausgediente Sägeblätter von Blocksägen zur Herstellung von Macheten empfohlen. Was hälst Du davon Breuko ? Ich denke, die sind für ein großes Haumesser zu dünn.

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  • aus einem alten eisernen Radreifen zurechtflexen und grob zuschmieden könnte,

    Als Buben haben wir Blattfedern von alten Autos zur Herstellung unserer "Schwerter" verwendet. ::c.o.l)


    Eines hat tatsächlich bis heute überlebt. Foddo anbei ... :sla:


    schwert (Custom).jpg

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  • Schwarzer Mann , als Material würde ich einen härtbaren Flachstahl empfehlen. Ein C-Stahl wäre Kostengünstig und bestens für ein Schmiedestück aus dem Ma. geeignet. Du solltest vielleicht mal eine Skizze anfertigen. um auch die Länge zu bestimmen. Die Bestimmungen können hier außer acht gelassen werden, wird ja wohl kaum als EDC mit sich getragen. Wenn du magst, sende mir die Daten zu, Übrigens lässt sich ein geeignetes Bajonett auch wunderbar umgestalten. Ist auch eine Frage von Kosten und Aufwand.


    Viele Grüße - Breuko