Erstantrag und Behörde

  • Portaner : Genauso, man gibt einfach das Datum ein oder mehrere Tage in der Zukunft an (vorher mit dem Händler abgestimmt) und holt die Waffe dann ab oder lässt sich schicken. Wenn man die dann 1-2 Tage später holt oder erhält ist das auch kein Beinbruch...


    Ich habe auf Grün noch keine einzige Waffe anders gekauft, da ich auch keinen Bock habe, 2x mal auf´s Amt zu rennen oder Anträge hinzuschicken. Bei manchen Behörden ist das sogar billiger, wenn man beides in eins erledigt (ist bei meinen Waffenbehörden allerdings nicht so)....

    Kannte ich so bisher nicht. Aber für die Zukunft gut zu wissen .:thumbup:

  • Zwischenfrage: :/


    Habt ihr alle eure "NWR-ID" schon erhalten ? Denn ich hab' noch nichts dergleichen ...

    ..alle sicher nicht. Meine Behörde hat scheinbar zentral letzte Woche unaufgefordert per Post die Stammblätter an alle Kunden verschickt, so wie ich das aus dem Vereinsumfeld gehört und selber erlebt habe.

    Andere Behörden von Vereinsmitgliedern waren da noch nicht tätig, einige haben auf Antrag/Anfrage im Einzelfall die Stammblätter per Mail versandt. Das wird vermutlich bei den rund 550 Waffenbehörden sehr unterschiedlich gehandhabt...

  • Zwischenfrage: :/


    Habt ihr alle eure "NWR-ID" schon erhalten ? Denn ich hab' noch nichts dergleichen ...

    Ja, wurden schon vor längerer Zeit anläßlich einer WBK Vorlage eingedruckt.


    Außerdem wurden bei uns bereits vor dem 01.09. 2020 die kompletten NWR Auflistungen mit der Bitte um Abgleich übersandt und

    dort sind die Nummern auch drin.


    Vielleicht hinkt Dein SB etwas hinterher - oder die Post ging verloren.


    So lange Du die Nummern nicht für einen Kauf oder Verkauf benötigst, würde ich einfach und gelassen abwarten,

    denn für irgend etwas Anderes benötigst Du sie ja nicht.

    ;)

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Zwischenfrage: :/


    Habt ihr alle eure "NWR-ID" schon erhalten ? Denn ich hab' noch nichts dergleichen ...

    jo, habe ich Ende Juli als PDF Anhang in einer Mail von meiner SB bekommen. Waren natürlich wieder diverse Fehler drin. Keine Ahnung, wer die Daten in das NWR dengelt aber in meinen Meldeformularen waren die immer richtig.

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • Ich möchte es aber mit eintragen, da ich die Waffe ja schon reserviert habe und man sich so einen Extra-Gang zur Behörde sparen kann.

    Mit den Nummern kann die Behörde das doch gleich richtig eintragen, zumindest wurde mir das so zugetragen.


    Das kannst du sicher tun, ob das preiswerter ist sei einmal dahingestellt.


    Viel spannender ist aber die Frage nach deiner Sachkundigkeit, wenn du dort etwas einträgst!!!

    Was ist denn eine Erwerbsanzeige, bei der man Waffennummer usw. angibt? Das ist eine Meldung an die Behörde, dass man eine Waffe im Sinne des WaffG erworben hat. Na auf die Erklärung von dir bin ich mal gespannt....


    Es gibt manche Behörden, die verfahren auf Nachfrage dennoch so und tragen im Vorfeld ein, ich kenne aber auch welche, die das definitiv nicht machen. Denn ganz klar ist: Deine Erwerbsanzeige ist faktisch gelogen, da du die tatsächliche Gewalt über die Waffe zu dem Zeitpunkt, zu dem du die Anzeige unterschreibst, gar nicht ausübst. Und der Antrag, in dem du die Waffennummer einträgst ist eben eine solche Ebwerbsanzeige i.S.d.WaffG.


    Gruß

    Frank


    PS: Man sollte sich immer selbst ein Urteil über Dinge bilden, die einem zugetragen werden.....vor allem in bezug auf das WaffG (gut gemeinter Rat)

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"


  • Interessante Sichtweise.

    Grundsätzlich gehts mir gar nicht um "günstiger", sondern dass ich mir einen Behördengang spare.


    Habe gerade nochmal auf den Antrag geschaut, dort heisst es:


    "Welche Art von Waffen/Munition wollen Sie erwerben/haben Sie erworben:"


    Dann folgt die bekannte Tabelle


    Art der Waffe / Kaliber / Hersteller / Modell / Herstellungsnummer


    Eine Streichung von nicht zutreffendem ist nicht vorgesehen.


    Nach meinem Verständnis dürfte das von Dir angesprochene nicht zutreffen, denn es steht ja klar drin "...wollen Sie erwerben / ..."


    Und die Seriennummer der noch zu erwerbenden Waffe kann mir doch bekannt sein.


    Oder wie siehst Du das?

  • Outatime777


    Im Grunde haben wir beide Recht. Man kann ein solches Formular eben sowohl für den Antrag auf eine WBK, auf einen Voreintrag oder aber eine Erwerbsanzeige nutzen. Rechtlich gesehen, ist die gleichzeitige Nutzung als Antrag auf eine Erlaubnis und gleichzeitiger Erwerbsanzeige aber nicht zulässig. Warum hatte ich ja oben erläutert. Im WaffG ist der Begriff des Erwerbens ziemlich genau definiert. Und dort geht es auch nur um das Erwerben i.S.d.WaffG und um nichts anderes. Wie willst du denn etwas i.S.d.WaffG erwerben, wenn du noch gar keine Erlaubnis hast?!


    Beim Händler kaufen i.S.d.BGB kannst du alles...das musst du ja auch nicht anmelden. Entscheidend ist ausschließlich die Ausübung der tatsächlichen Gewalt. Genau das sollte in der Waffensachkunde vermittelt worden sein.


    Ich gebe dir aber noch einmal ein Beispiel für die Problematik mit dem "vorgezogenem Eintragen":


    Du kaufst eine Waffe beim Händler, bezahlst und lässt bei der Behörde eintragen. Die können ja erst einmal gar nicht überprüfen, ob du die Waffe auch tatsächlich hast (müssen sie auch nicht - hast du denen ja mit deiner Unterschrift versichert.....). Nun geht die Waffe auf dem Postwege verloren......oder der Händler liefert nicht weil er ein Betrüge ist, die Waffe gar nicht mehr hat weil er beim Großhändler nicht bezahlt hat, weil er krank geworden und ins Krankenhaus gekommen ist......


    Nun erkläre mal deiner Behörde, wie die Waffe abhandengekommen ist. Gemäß deiner Erwerbsanzeige hast du ja bereits die tatsächliche Gewalt darüber ausgeübt. Bestenfalls bekommst du am Ende das Geld vom Händler nach seinen Krankenhausaufenthalt zurück, sicher ist deine WBK aber von der Behörde wegen Unzuverlässigkeit schon widerrufen.


    Gruß

    Frank

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  • Outatime777


    Ich gebe dir aber noch einmal ein Beispiel für die Problematik mit dem "vorgezogenem Eintragen":

    Nun, an diesem (Extrem-)Beispiel ist in der Tat nichts zu rütteln.

    Mein Händler ist Luftlinie 5km von mir entfernt, hat ein Ladengeschäft und besteht seit >50 Jahren - ok, eine Garantie, dass er morgen nicht urplötzlich insolvent oder sonst was ist, ist das natürlich nicht.


    Ich werde einfach eine Kopie der Reservierung der Waffe mit der SN/NWR-ID dem Antrag beilegen und schauen, ob und was der SB daraus macht.


    Ist halt alles etwas blöd, da die Kommunikation / Vorgänge mit der Behörde alles nur per Post möglich ist.


    Soll heissen - im blödesten Fall erhalte ich nach 3 Monaten (angekündigte Zeit der Zuverlässigkeitsprüfung) meine WBK mit Voreintrag, nur um sie einen Tag später wieder per Post an die Behörde zurückzuschicken und darauf zu warten, diese mit erfolgtem Eintrag wieder per Post zurück zu bekommen :wacko:

    In der Zwischenzeit kann ich die Waffe, die dann bei mir zu Hause im Tresor liegt, natürlich auch wieder nicht auf den Schießstand ausführen.


    Naja, so ist es dann halt.

  • Ich denke du musst selbst entscheiden, welchen Weg du gehen willst. Und die Extrembeispiele sind das eine, ändern aber nichts daran, dass du eine faktisch falsche Erwerbsanzeige bei deiner Behörde abgibst, die von jedem Sachkundigen innerhalb von 3 Sekunden aufzudecken ist.


    Wenn du mit deiner neu erworbenen Waffen zu Schießstand unterwegs bist, dann nimmst du eine Kopie der WBK mit und deine Daten aus dem NWR. Solltest du in einer Kontrolle kommen, dann kannst du das vorzeigen und jeder Polizei kann die Richtigkeit deiner Angaben durch das NWR prüfen. Ggf. fährst du dann auf einem Umweg zu Schießstand.


    Mir wäre das aber lieber (von unwahrscheinlich mal ganz abgesehen) als eine dokumentierte Falschmeldung bei meiner Behörde abzuliefern....aber....es ist ein freies Land.


    Gruß

    Frank

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  • In der Zwischenzeit kann ich die Waffe, die dann bei mir zu Hause im Tresor liegt, natürlich auch wieder nicht auf den Schießstand ausführen.


    Doch, wie Frank1000 schon geschrieben hat, nimmst Du eine Kopie der WBK und des Lieferscheins bzw. der Rechnung der Waffe mit und gut ist.


    Auf der WBK ist auch Deine persönliche NWR-Nummer aufgedruckt (zumindest macht das mein Sachbearbeiter so bei neuen WBK-Eintragungen).

  • In der Zwischenzeit kann ich die Waffe, die dann bei mir zu Hause im Tresor liegt, natürlich auch wieder nicht auf den Schießstand ausführen.

    Wenn diese aber noch nicht in deiner WBK eingetragen ist, frage ich ? Wie kommt die denn in deinen Tresor.

    Die steht immer noch beim Händler im WHB: Dann hat der Händler sich schon mal strafbar gemacht, und gegen das Waff.Ges. verstoßen.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

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  • Fuzzi


    Kommt drauf an! Bei einem Privatkauf trägt keiner in die WBK ein, bei einem Kauf über einen Händler dieser bei Sportschützen in der Regel nur bei WBK, grün, bei WBK, gelb oftmals nicht, bei WBK, rot auch nicht.


    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Wenn diese aber noch nicht in deiner WBK eingetragen ist, frage ich ? Wie kommt die denn in deinen Tresor.

    Hm wenn ich als Jäger mir eine LW kaufen gehen stell ich sie mir in den Tresor und melde sie innerhalb von 14 Tagen an. D.h. so lange steht sie in meinem Tresor und ist nicht eingetragen.


    Von dem komplizierteren Darstellung weiter oben mal abgesehen (der ist schwer zu folgen). ::lachen2::

  • Wenn diese aber noch nicht in deiner WBK eingetragen ist, frage ich ? Wie kommt die denn in deinen Tresor.

    Die steht immer noch beim Händler im WHB: Dann hat der Händler sich schon mal strafbar gemacht, und gegen das Waff.Ges. verstoßen.

    Du kennst das Prinzip des Voreintrags? Damit darf ich die Waffe doch erwerben und natürlich nach Hause bringen. Dann innerhalb 14 Tage bei der Behörde anzeigen.

    Der Händler wird die Überlassung sicher sofort/zeitnah ebenfalls melden.


    Wie kaufst Du denn deine Waffen?

  • Outatime777

    Schau dir doch mal deine Post in dem Beitrag 69,an.

    Ist doch etwas verworren wie Du das schreibst.

    Ist klar, wenn Du den Voreintrag in der WBK hast, und dein Waffenhändler hat die Waffe eingetragen , kannst sie dann mit nach Hause nehmen.

    Ich werde einfach eine Kopie der Reservierung der Waffe mit der SN/NWR-ID dem Antrag beilegen und schauen, ob und was der SB daraus macht.

    Daraus ist zu lesen, das Du erst den Antrag stellen willst.


    Soll heissen - im blödesten Fall erhalte ich nach 3 Monaten (angekündigte Zeit der Zuverlässigkeitsprüfung) meine WBK mit Voreintrag, nur um sie einen Tag später wieder per Post an die Behörde zurückzuschicken und darauf zu warten, diese mit erfolgtem Eintrag wieder per Post zurück zu bekommen

    In der Zwischenzeit kann ich die Waffe, die dann bei mir zu Hause im Tresor liegt, natürlich auch wieder nicht auf den Schießstand ausführen.

    Dann macht man eine Kopie der WBK und, das sollte bei einer Kontrolle reichen.

    Da ist dann ja alles eingetragen, nur die Bestätigung der Behörde noch nicht.

    Und wenn der Munitionserwerb nicht eingetragen ist, dann darfst Du die Waffe mal mitnehmen, kannst aber keine Munition kaufen.

    Von dem komplizierteren Darstellung weiter oben mal abgesehen (der ist schwer zu folgen).

    ProgGer dem ist nichts hinzuzufügen.


    Mir wurden vor zig Jahren mal meine gesamten Papiere aus dem Auto gestohlen.

    Als ich das bei der Behörde angezeigt habe, hat mir mein damaliger Sachbearbeiter eine Kopie von den Datenblättern mitgegeben, und gesagt das reicht erstmal, vielleicht finden sich deine WBKs irgendwo wieder.

    Aber das war nicht der Fall.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

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  • Outatime777

    Schau dir doch mal deine Post in dem Beitrag 69,an.

    Ist doch etwas verworren wie Du das schreibst.


    Ich weiss nicht, was daran verworren sein soll. Der Rest hat es wohl verstanden und es war ja eigentlich schon geklärt.


    Ja, der Antrag wird erst gestellt und es ging darum, einen Behördengang einzusparen. Den Eintrag macht hier die Behörde und nicht der Händler. So steht es geschrieben.