Frage zu Waffenstörung

  • ...der Vorteile wäre meiner Meinung nach halt, dass ich dann juristisch "fein raus" wäre.

    Wobei ich sogar unserer Verwaltung und den Juristen unterstellen würde zu erkennen, dass die Waffe in diesem Fall eben so wie sie ist zum Büchsenmacher sollte. Wenn die Waffe am Wochenende erst üblicherweise in die Wohnung gebracht wird kann dann immer noch vor weiteren "Transporten" beim Amt nachgefragt werden.

  • nico.koeder .. erste unangenehme Frage, warum eine scharfe Patrone zu Hause laden?

    Wieso zu Hause laden? Der TE war auf dem Stand.


    Tatsächlich wäre meine erste Aktion, Anruf beim Büchsenmacher, was tun? Wenn man in so einer Sache nicht weiter weiß, dann jemanden Fragen der es ziemlich sicher weiß.


    Deshalb kaufe ich meine Waffen nur bei einem Händler der auch Büchsenmacher ist, und einen guten Service anbietet..

    Aber nicht jeder Büchsenmacher wohnt um die Ecke und ist jederzeit erreichbar, manche sind sogar Jäger und haben das Telefon im Revier abgeschaltet oder sind sogar ohne Netz.


    Mehr wie sicher transportieren kann der meist auch nicht.

  • Ich ergänze mal meinen Post und erläutere meinen Ratschlag etwas weiter.


    Wenn das selbständige, gesunde und eigenverantwortliche Denken schon soweit reduziert ist, das eine sichere und verantwortbare Lösung, für den hier geschilderten Fall nicht ohne stundenlanges Paragraphenreiten, gefährliche Waffenmanipulationen und das Hinzuziehen der Staatsmacht gefunden werden kann, dann habt ihr ganz sicher ein Hobby, welches Eure mentalen Fähigkeiten deutlich überfordert.

    Sucht Euch was sozial Adäquates, was euren Fähigkeiten angemessen erscheint, bevor das Ganze in einem, wie auch immer gearteten Drama endet.

    Konsultiert dazu auch gerne einen Psychologen oder Lebensberater eurer Wahl.


    Ich meine das nicht böse, ich mache mir wirklich ernsthafte Sorgen.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Es ist halt so wie überall  kwUAxx™ , bewährte, alte Hausmittel sind in Vergessenheit geraten und die Leute drehen am Rad wenn mal was aussergewöhnliches passiert... :sla:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Im Prinzip richtig, eigenverantwortliches Handeln, - die Frage ist, wie macht mans, was darf man quasi diskutieren, die Staatliche Allmacht liest hier durchaus mit. Das nächste was passiert, ist wenn es in einem Bewerb passiert, wenn man Aufsicht hat, - und ja, irgendwann kommt die blödeste Situation.

    Bisher hatte ich mit meinen Waffen noch keine, sagen wir, ernsthafte Störung, die ich nicht hätte beheben können.


    eine war im Schießkino, ne .222 für jagdliches Schießen, - da ging die Hülse nach dem Schuss nicht mehr raus, keine scharfe patrone mehr drin. Aber - der BüMa war anwesend. (Selten genug!)

    Der Fall der mir (damals zumindest) mehr in den Knochen gesteckt hatte, - das war ausgerechnet bei meiner allerersten Einteilung Aufsicht bei einem DSB Wettbewerb, auf die Duellscheibe.. Ein Schütze mit der 1911er. Nicht richtig auf und nicht richtig zu.

    Ging gar nichts mehr. Scharfe, Patrone war noch drin. Ich hab das gemacht, was ich am besten kann, " Probleme delegieren"

    Die Waffe wurde (so von der Leitung) über Nacht (Sonntag auf Montag) im Schützenhaus verwahrt, (Ein Sicherheitsdienst kümmert sich eh um die Anlage) ,

    Waffe am nächsten Tag an einen Büchsenmacher übergeben. Mir wurde später berichtet, das der es geschafft hat, das Ding auseinanderzunehmen, Ursache war dass das Kettenglied beim Verriegeln gebrochen ist und sich das ausgebrochene Teil irgendwo so reingeklemmt hatte das nichts mehr ging. Alles andere bisher, war "lösbar"

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • eine war im Schießkino, ne .222 für jagdliches Schießen, - da ging die Hülse nach dem Schuss nicht mehr raus, keine scharfe patrone mehr drin. Aber - der BüMa war anwesend. (Selten genug!)

    Das kann schon mal vorkommen manche Wiederlader haben da Routine und beim dritten oder vierten mal sogar das Werkzeug dabei, ich hatte auch schon mal billige Schrotpatronen über die der Auszieher gerutscht ist da fehlte am Stand auch das Werkzeug. Aber eine nicht mehr geladene Waffe ist jetzt nicht das Problem.


    Aber auch der Büchsenmacher muss die geladene Waffe transportieren.

  • Bei Patrone 3 von 10 machte es nur Klick, hat also nicht gezündet.

    Habe die Waffe also 2 Minuten weiter Richtung Kugelfang gehalten, Magazin raus und wollte die Patrone rausrepetieren, ging aber nicht. Der Verschluss ließ sich ums verrecken nicht mehr bewegen.

    Nochmaliges Abschlagen auch ohne Erfolg.


    Ich war kurz davor die Aufsicht zu rufen, als sich beim gefühlt hundertsten Versuch die Patrone rausrepetieren ließ.

    Habe es mir noch einmal durchgelesen.

    In diesem Fall würde ich sagen, Zündversager, und total verdrecktes Patronenlager.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

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  • In der Jagdschule wurde dieses Szenario mit der klemmenden Patrone angesprochen. Da hieß es, Waffe richtig verpacken und zum BüMa. Oder nach Hause und nächsten Tag zum BüMa. Das sei rechtlich i.O. so!

    Bremse spätestens wenn du Gott siehst! :bud:

  • Ich hatte eine ähnliche Situation bei meiner damals brandneuen, ersten AR15, gleich beim allerersten Schießtermin (gewerbliche Anlage mit Büchsenmacher-Werkstatt).

    Zu heiß geschossen, Büchse noch ganz neu, enge Toleranzen, zu wenig Schmierung, zu viel Dreck, Verschluss im verriegelten Zustand total fest. Die nicht gezündete .223 Rem Patrone steckte im Patronenlager fest und der Verschluss rührte sich nicht mehr. Ich hatte damals noch keine Ahnung.

    Genau das selbe Szenario spukte mir dann auch im Kopf herum: Was mache ich, wenn der Verschluss partout nicht mehr aufgehen will? SO kann ich auf keinen Fall nach Hause fahren.

    Mit Öl und viel Gezerre am Ladehebel ging der Verschluss dann doch wieder auf. War aber knapp....ich hätte nicht dran geglaubt. Die Standaufsicht hatte gottseidank Ahnung.


    Von daher ist die Frage absolut berechtigt: Was tun in diesem Fall, wenn keine Hilfe mehr da ist und nix mehr geht?

    Was genau ist in diesem Fall "verantwortungsvolles Handeln"?

    Darauf gabs noch keine wirkliche Antwort - außer das Hobby zu wechslen, wenn man es nicht weiß.

  • Darauf gabs noch keine wirkliche Antwort -

    Natürlich gab's darauf schon Antworten, aber eben von Praktikern mit Erfahrung.


    Und damit sind dann Theoretiker hoffnungslos überfordert weil sie es sich so nicht vorstellen können und noch nie so gehört/gemacht haben ... :hyster:

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  • Darauf gabs noch keine wirkliche Antwort - außer das Hobby zu wechslen, wenn man es nicht weiß.

    Probier es mal mit dem Beitrag direkt über deinem.


    In der Jagdschule wurde dieses Szenario mit der klemmenden Patrone angesprochen. Da hieß es, Waffe richtig verpacken und zum BüMa. Oder nach Hause und nächsten Tag zum BüMa. Das sei rechtlich i.O. so!

    falls Du es nicht findest.

  • Und genau dieses Vorgehen sprach ich bereits im 8ten Post dieses Threads an.

    Manchmal hilft lesen, bevor man antwortet.


    Wenn nämlich gar nichts mehr geht und das war die Maßgabe zu Beginn,

    dann hast Du eben keine andere Wahl mehr.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Also wenn ich mir hier so manche Antworten durchlese, dann wird mir klar, warum manche Schützenvereine Nachwuchssorgen

    haben.


    Es gibt nun mal Anfänger und in unserer Sachkunde wurde dieses Problem z.B auch nicht erläutert.

    Bisher konnte auch noch jeder Klemmer auf unserem Stand behoben werden,

    so das sich diese Frage nie gestellt hat.

    Trotzdem finde ich sie an sich nicht schlecht.


    Und ja, wir haben jetzt Antworten.

    "Fachgerecht" einpacken und zum Büchsenmacher

    (für die alten Hasen unter uns: Büchsenschäfter) bringen,

    oder Büchsenmacher eventuell auf den Stand kommen lassen.


    Aber das hier Schwa..vergleiche gestartet werden, nach dem Motto

    "wenn deiner nicht so dick ist wie meiner, dann such' dir lieber mal einen anderen

    Sport, weil hast eh keinen Plan", oder hole dir seelische Unterstützung...sorry, echt jetzt?

    Heißt also, wenn ich keinen Motor zerlegen kann, dann brauche ich mich auch nicht

    zu einer Mechanikerausbildung zu bewerben?

    Wenn ihr so toll über den Dingen steht (einige schweben hier ja förmlich),

    dann tut es doch auch und äußert euch einfach nicht dazu.

    Oder einfach nur: "Siehe Thread #007", oder so.

    Ich lese hier auch so manchen Bullshit, gebe dann aber nicht meinen Senf dazu,

    außer hier jetzt mal.


    Geht mal in euch.


    “If you don't read the newspaper, you're uninformed. If you read the newspaper, you're mis-informed.” ― Mark Twain

  • "Fachgerecht" einpacken und zum Büchsenmacher

    (für die alten Hasen unter uns: Büchsenschäfter) bringen,

    oder Büchsenmacher eventuell auf den Stand kommen lassen.

    Warum ist mir nur ganz spontan beim lesen die Analogie durch den Kopf geschossen:


    ... und wenn die Batterie vom Auto leer ist, rufe ich auf jeden Fall sofort den ADAC ... ::c.o.l)

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  • Warum ist mir nur ganz spontan beim lesen die Analogie durch den Kopf geschossen:


    ... und wenn die Batterie vom Auto leer ist, rufe ich auf jeden Fall sofort den ADAC ... ::c.o.l)

    Weil du meinen Scherz mit dem ADAC ncht verstanden hast? :happy: 8o


    Allerdings...auch Batteriewechsel muss gelernt sein. Von wegen Pole, Reihenfolge, usw. .

    Für mich kein Problem. Aber auch kein Grund zum posen, wenn es ein anderer

    nicht kann. Dann zeig' ich es ihm halt. Jeder musste erstmal lernen.

    Falls du Hilfe brauchst... ::c.o.l)

    “If you don't read the newspaper, you're uninformed. If you read the newspaper, you're mis-informed.” ― Mark Twain

  • Dann zeig' ich es ihm halt. Jeder musste erstmal lernen.

    ... das ist der Schlüsselsatz ... auch in dieser Diskussion. 8o

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