Erste KW, nur welche?

  • Moin zusammen,


    ich hoffe nun mal auf ein wenig Brainstorming, bzw. andere Sichtweisen, die mir ein wenig in die Spur helfen.


    Vorgestellt hatte ich mich schon und berufsbedingt 29 Jahre Erfahrungen mit HK.

    Nächstes Jahr (so Gott will und mich nicht ein Unglück ereilt) soll es soweit sein, die Formalitäten für die erste KW sind dann erfüllt. Nur, was soll werden?

    Am besten komme ich mit 9mm klar, ok, warum sollte mir klar sein.

    Geschossen habe ich bisher;

    -CZ 75 9mm

    -HK USP Sport 9mm

    -HK USP Expert in .40 S&W

    -SigSauer 1911 in .45acp

    -SigSauer P226 x-six

    Am liebsten schieße ich derzeit statisch, was sich evtl. noch ändern kann . Bin am überlegen dann auch langfristig in den BDMP einzutreten (liest Jemand aus Hildesheim mit?)

    Was dachte ich bisher könnte es nächstes Jahr werden? 9mm, 6 Zoll, nur welche?

    Soweit waren wir ja schon.

    Ich bin ein Freund von Sachen, mit einem gescheiten P-L-Verhältniss. Mir schenkt keiner was, warum soll ich dann überteuerte Sachen kaufen, nur um Aktionäre zu befriedigen?

    Persönlich komme ich immer wieder auf HK zurück , vor allem die Elite, obwohl noch nicht persönlich damit geschossen ( hat mich der Beruf doch schon so versaut, oder doch garnicht so schlecht als Erstwaffe?)

    Was wurde mir noch empfohlen?

    (aber leider noch keine Möglichkeit selber zu testen);

    - Glock 17 ab 4. Generation

    - CZ 75 Sport 2


    Was mich sonst nich interessiert, rein von den Daten her?

    - Pro Tuning Taipan

    - Walther Q5 SF Expert oder Champion

    - SigSauer P226 x-five oder six (muss es six sein?)


    Ich komme nicht weiter, mangels Wissen, Möglichkeit des Schießens einzelner Waffen und weil ich irgendwie zu kopfgesteuert bin und immer wieder zur HK Elite zurück komme.


    Ansonsten dachte ich, erste Waffe erstmal kaufen, sehen wie es sich über die nächsten Jahre praktisch darstellt, um langfristig in die zweite Waffe dann so richtig zu investieren.


    Ziel ist es auch, durchaus auch mal zu Wettkämpfen zu gehen.


    So, nun seit ihr dran, um mir ein paar Tipps zu geben, oder einfach auch nur andere Ansätze um an das Problem ran zu gehen.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Andreas

  • Gibt es einen besonderen Grund, warum Du die .40 S&W haben willst?


    Die Patrone ist relativ teuer im Vergleich zu 9mm Luger oder .45 ACP.


    Mein Rat wäre:


    Nimm eine Pistole in 9mm Luger, da die Munition sehr preiswert ist.


    Welche Pistole, ist hingegen schon schwieriger. Hast Du Bekannte, die die von Dir zur Auswahl genannten Pistolen haben und Dich mal probeschießen lassen würden?


    Das wäre die beste Methode, um herauszufinden, welche Pistole Dir wirklich liegt.

  • Hm, kommt drauf an. Meine Glock ist in .40 dazu Wechselsystem auf 9mm und .22lfb

    Ich gehe mittlerweile lieber auf die Dicke Pille, die Entscheidung bei mir, war es passen halt eben mehr Wechselsysteme ohne Bedürfnis Bürokratie drauf.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Hallo Andreas,



    wie ich schon gerade eben in einem anderen Thread geschrieben hatte, ist das Kaliber 9mmLuger für das sportliche Schießen nicht unbedingt die erste Wahl. Aber nun denn...wenn du das willst, musst du das kaufen.


    Ansonsten kann ich nur sagen: Lese die Threads hier zu ähnlichen Themen aufmerksam durch und: Testen, Testen, Testen!


    Besonders wenn du schon betonst, dass du auf dein Budget achten musst, ist ein Fehlkauf doppelt ärgerlich. Also hilft nur fragen und ausprobieren. Dabei ist es auch wichtig, sich schon jetzt über den voraussichtlichen Einsatzzweck der Waffe Gedanken zu machen und die Waffe auf die erste, oder die ersten Disziplin(en) auszurichten. D.h. du solltest dir auch jetzt schon mal die eine oder andere BDMP oder BDS SLG anschauen und dort eben die Disziplinen die geschossen werden. Nur so kannst du herausfinden, was dir mal gefallen könnte.

    In dem Zuge wirst du dann auch weitere Meinungen zu deiner Frage hören und vermutlich auch noch diverse Waffen probeschießen können.


    Danach solltest du dich erst für eine Waffe entscheiden.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Willkommen :-)


    Ich will es mal sehr offen formulieren:

    Die Waffe soll zu den Schießmöglichkeiten passen, die Dir in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen.

    Damit fängst Du an, vielleicht kommt noch etwas dynamisches dazu, dann schaffst Du die zweite, dritte, vierte Waffe an.

    Vermeide Waffen, mit denen man in allen Disziplinen schießen kann. Oft passen sie nirgends zu 100%, zudem verbauen sie Dir möglicherweise das Bedürfnis für weitere Waffen.


    Wenn wir als Beispiel die Glock 17 nehmen:

    Falls Du jetzt gesagt hättest, "mein Verein ist auf IPSC spezialisiert, ich will Production Division schießen, habe einen kleinen Geldbeutel" - na dann los.

    Falls Dein Verein aber eher hochpräzise und statisch Löchlein auf 25 m stanzt, bist Du mit der Waffe definitiv falsch unterwegs.


    Die Kaliberfrage:

    Außer in Nischendisziplinen (IPSC Open Division etc.) scheiden sich die Geister eigentlich nur zwischen 9 mm Luger und .45 ACP.

    .45 ACP ist im Munitionsverbrauch doppelt so teuer, bedingt eigentlich Wiederladen, ist aus dem dynamischen Schießen deshalb zu 99% verschwunden.

    Die Präzisionsschützen mögen sie, weil das größere Schußloch Vorteile bringt und ihr Rückstoffverhalten im schnellen Schuß für sie irrelevant ist.


    Du solltest die Gelegenheiten nutzen, vor dem Kauf soviel wie möglich zu schießen, soviel verschiedene Waffen wie möglich bei Kollegen und auf kommerziellen Schießanlagen auszuprobieren, ihre unterschiedliche Handlage, Bedienelemente, Schußverhalten.


    Als 6 Zoll-Waffe für's Präzisionsschießen würde ich wahrscheinlich zu einer 1911 Target von BUL greifen. Die Waffe ist ab Werk auf Wettkampfniveau, Ganzstahl in hochwertiger Verarbeitung, klassisch noble 1911-Optik, und geht für unter 1700 € über die Theke. (Die US 1911er dieser Preisklasse sind weit von der Qualität entfernt).

    Aber das ist halt meine Wahl; Dir gefällt bestimmt etwas anderes viel besser.

    Also ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren...

  • Andreas,


    Kosten bei GK Schießen macht die Muniton aus, bei der Waffe sollten zwei oder drei Scheine mehr kein Hindernis sein. Ein günstiges Preis Leistungsverhältnis bekommst Du bei den Pistolen von CZ und darauf aufgebauten Waffen und natürlich von den 1911 er verschiedenster Hersteller.

    Der SA Abzug dieser Waffen wird von den Sportversionen neuerer Dienstwaffen meist nicht erreicht. Selbst anschauen und testen.

  • ist das Kaliber 9mmLuger für das sportliche Schießen nicht unbedingt die erste Wahl.

    Frank, so unterschiedlich sind die Ansichten.

    Ich bin in einem Schießsportverein mit über 400 Mitgliedern, sehr wettkampfaktiv bis auf DM-, EM-, WM-Niveau und ich kenne vielleicht 10, die eine Waffe in .45 ACP haben. Die 9 mm Luger ist bei 90% unserer Wettkampfschützen erste Wahl, zu Beginn, und auch auf Dauer.

    Aber wir schießen halt überwiegend zeitkritische Disziplinen wie Fallscheibe, Steel Challenge, Speed Steel, IPSC. Für unter 200 Schuß mache ich keine Waffe schmutzig und an einem intensiven Tag gehen auch mal 400-500 Schuß durch. Da ist allein der doppelte Munitionspreis ein Thema.


    Bei uns ist die bummelige und pummelige .45 ACP schon länger aus dem Rennen. Da, wo das Reglement doch höhere Mindestimpulse fordert, stechen sie die .38 Super Auto, die .40 S&W, die 9x21 und inzwischen sogar handgeladene 9x19 aus.

    Wenn Zeit aber eine untergeordnete Rolle spielt, ich eh nur 5 Schuß lade und auch nur wenige Schuß pro Training abgebe, bringt die langsame, dicke .45 ACP Vorteile.

    Also immer vorab schauen, wo die Reise hingehen soll.

  • Ja, Ziel ist es aktuell mit 9mm die 10 raus zu stanzen.
    Zweite Frage, dann 5 Zoll oder doch gleich 6 Zoll gehen?

    Ich würde dafür eine 6" nehmen, allerdings auch wirklich nochmal die Kaliberwahl hinterfragen, siehe Antwort zum Thema .45 ACP.


    Die längere Visierlinie bringt Dir leichte Vorteile und in der Theorie auch der höhere Abbrandgrad des Pulvers.

    Vor allem sind 6"-Waffen in vielen Disziplinen nicht zugelassen. Damit generieren sie ein Bedürfnis für eine kürzere und vielleicht insgesamt passendere Waffe für eine dynamische Disziplin, falls Dich das mal lockt. Falls nicht, hast Du nichts verloren.

  • Weyland


    ich will das Thema hier nicht noch einmal groß aufmachen. Was .38SA usw. betrifft hast du Recht.

    Die 9mm ist vor allem bei leichten Waffen zickiger als eine handgeladene 45er, die dazu noch ein größeres Loch in die Scheibe macht, was auch nicht schadet. Bummelig und Pummelig muss ja nicht immer schlecht sein....:sla:


    Der einzig verbleibende Vorteil, den ich bei der 9mmLuger sehe ist der (da Massenware) kleine Preis für Fabrikmunition. Da liegt die 9mmLuger unschlagbar vorn. Wenn ich aber ein Wiederlader bin, ist der Kostenvorteil der 9mm schnell dahin und an der Stelle beginne ich eben, wie oben geschreiben, zu argumentieren. In meinen Vereinen haben fast alle am Anfang gesagt: Nur eine Waffe...na vielleicht zwei und Wiederladen...ach das brauche ich nicht. In der Praxis wird nach einigen Jahren der dritte Tresor angeschafft und die grüne Pappe ist auch am Start. Das gilt es immer zu bedenken!


    Das Schützen aus deinem Bereich dann natürlich auch eine entsprechende Ausrüstung benötigen, wie den blauen Trum usw., ist natürlich selbstredend.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Bleib mal auf dem Teppich, Frank1000 !


    Es ist seine erste Waffe und er weiß noch gar nicht, wo es hin geht.


    Die 9mm Luger paßt da schon ganz gut, weil ab Fabrik preiswert und vielseitig.


    Wichtiger ist, zu klären, wo er welche Disziplin schießen will (DSB? BDMP? DSU? etc.) und dann sich für diese Disziplin eine halbwegs passende Pistole zu kaufen, die ihm nichts oder nur wenig verbaut. Ich denke da wie Weyland .


    Wenn er dann mal (mindestens) zwei Wettkampfjahre hinter sich hat und merkt, welche Disziplinen ihn WIRKLICH interessieren, dann ist es Zeit, evt. über wiederladen nachzudenken.


    Jetzt am Anfang halte ich das für falsch!


    Vielleicht reichen ihm 100 Schuß im Jahr? Weshalb soll er dann wiederladen?

  • Wenn Präzision DSB und ggf PP1 beim BDMP erste Wahl sind.. dann auf jeden Fall eine 6“ und .45ACP ggf ein 9mm Wechselsystem

    Aristocrat Visier. Abzugsgewicht weniger als 1300g

    Damit würde man zuerst die Präzisionsbewerbe und Mehrdistanz abdecken, PP1 hat hinsichtlich Waffeneinsatz die geringsten Beschränkungen hinsichtlich Eigenschaften.
    bei PPC 1500 6“ und 1360g Abzuggewicht.. dafür ggf eine weitere Waffe,
    evtl noch eine mit Optik. Wenn man später Dienstpistole schieße möchte, dann eine mit LPA Visier für DP2, danach! Erst eine mit Festvisier für DP1, jedoch alles in Full-size Größe,
    wenn du es weiter treiben Willst, gebe es noch PP4 für die kompakte Klasse und 1500 off Duty, mit dem MiniRevolver.. und ggf noch SAR Revolver.. oder Dienstrevolver.

    da kann man schon vorausgesetzt, in der richtigen Reihenfolge beantragt, ne Menge in
    Kurzwaffen investieren. Diverse Wechselsysteme nicht betrachtet.

    Wenn die Waffen gezielt für Wettbewerbe ausgewählt und eingesetzt werden, könnten 8 im Schrank stehen..

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Ok!

    Dann wäre für mich aktuell die logische Konsequenz eine HK Expert in 45, mit Wechselsystem auf .40 und 9mm.

    Das war von Anfang an klar.


    Trotzdem würde ich auch noch andere Waffen anschauen.



    Die 9mm ist vor allem bei leichten Waffen zickiger als eine handgeladene 45er, die dazu noch ein größeres Loch in die Scheibe macht, was auch nicht schadet. Bummelig und Pummelig muss ja nicht immer schlecht sein.

    Dass die .45 ACP eine angenehme "Mädchenwaffe" ist geht immer wieder mal in den Foren rum, ich mag sie auch recht gerne, aber bei den Meisterschaften DSB werden sonderbarer Weise sogar von Frauen die 9 mm bevorzugt und bei den Ergebnissen sind trotz der deutlich kleineren Löcher die 9mm auch noch vorne.


    Dazu kommt dann noch dass auch bei Wiederladern die .45 in einer höheren Kosten Klasse startet.

  • Ja so ist das.. Wiederladen war ziemlich das erste was ich angefangen hab, den jagdschein hab ich mittlerweile auch schon einige Jahre.

    Mit erschrecken Festgestellt die Summe in Optik und Zubehör liegt fast teurer als Waffen.

    Was sich da im Keller ansammelt..

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..