.44-40 "frisst alles"

  • Ich habe die .44-40 aus einer schon antiken spanische Winchester-Lizenz-Kopie names El Tigre verfeuert, auf deren System übrigens .44 L gestempelt war...

    Zu Zeiten, als man noch nicht wusste, wie man Computer schreibt, und als man von Quick Load nur träumen konnte, habe ich 200 grains-Pillen mit 8,5 grains Unique verladen, und das ist immer gut gegangen (solange es .429er Mantelpillchen waren und kein selbstgezapftes Blei). Beim letzten Versuch damit habe ich vor ca. 12 Jahren sehr ordentlich getroffen ... und nun möchte ich mal wieder die Spinnweben herausblasen. Bei Recherchen auch auf dem Forum habe ich allerdings nichts über Erfahrungen mit .429 er Pillen mit 240 grains gelesen - dabei liegen recht hübsche H&N HiSpeed .429/240 mit sehr kommoder Crimp-Rille bei mir herum.

    Quickload hält 16 grains N110 für passabel, 80 % Füllgrad, 81.15 % Verbrennung, 860 bar (von 1100 max), auch die zitierten 370 m/sec werden mit 394 m/sec geboten.

    Hat jemand die .44-40 schon mit N110 betrieben?

  • Ja, ich. 200 Grain .428", Blei, gefettet, 18 Grain N110. CCI LP.
    Top Präzision, Uberti 1873, Lauflänge 24"

    Liest sich gut. Nur das der Mann nach Erfahrungen mit 240 Grain Geschossen gefragt hat. Welche ich allerdings auch keine beisteuern kann.


    Wir schrieben neulich hier mal darüber.

    Denke mal, die Murmeln sind von der .44 mag. übrig. Wenn Quickload sagt du bist auf der sicheren Seite, probier es einfach aus und berichte. Rein gehören tun so schwere Geschosse normalerweise nicht. 200 und 205 Grain sind nach allen Ladetabellen die übliche Gewichtsklasse. Aber solange der Wiederlader weiss was er tut ... ist alles gut.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Also Quicky gibt mir bei 24" Rifle mit .44-40 WCF und 200er Blei-Klicker eine V0 von 455m/Sek. .... Schon recht hoch. Aber mit Sicherheit gut für 100m.... Gasdruck 845bar (max. 1.100bar laut CIP)


    Habe auch eine El Tigre ... Das L bei .44L steht übrigends für Largo.... Da es sich um 92er Systeme handelt und diese grundsätzlich recht stabil sind, kann man das wohl nutzen. Nur ob ich da wirklich so starke Ladungen aufgrund des Alters (El Tigres sind meist so zwischen 1910 und 1935 hergestellt worden) verschießen würde.... keine Ahnung. Ich würde eher mit 15gr N110 anfangen und mich ggf. etwas steigern.


    240er Geschosse von der .44 Magnum sind ggf. etwas zu lang. Kommt auf die Form an. Habe es bei einem Kollegen gesehen, daß, wenn man in die Crimprille bei den 240er crimpt, die Patrone zu lang ist und nicht repetiert. Kannte ich eigentlich auch nur von den 73ern her in .44 WCF....


    Bei 240ern würde ich auch erst einmal mit 15gr N110 anfangen und mich ggf. etwas steigern....


    Alle Ladedaten ohne Gewähr...


    Grüße

    Ethan :Cowboy:

  • ist zwar schon älter der Beitrag, aber ja, ich hab meine 44-40 auch mit N110 in 16 und 17,5 gr befeuert. Ich schaffe es allerdings nicht auf die 370 m/s. Bei 16 gr liege ich knapp unter 330, bei 17,5 bei 350.

    Warum mir rund 60 m/s fehlen suche ich noch. Ich vermute, daß die h+n HS in .428 mit 200gr doch zu klein für meinen Lauf sind. An der Präzision ist allerdings nichts auszusetzen. Weitere Tests stehen noch aus, diesmal dann mit .429 205 gr Eigenguss, sind aber erstmal in den Dezember vertagt.

    Das Gewehr ist eine originale Winchester 92 carbine mit 20" Lauf.