Heckler & Koch SL7

  • Servus :)


    Eigentlich wollte ich mir ein AR15 Modell holen, aber heute hat mein Opa mir eröffnet, dass ich sein HK SL7 geschenkt bekommen würde. Jedoch würde es mir einen Platz auf der WBK wegnehmen und ich möchte etwas dauerhaftes, was die nächsten paar Jahre hält.


    Entscheidend ist für mich, ob sich das SL7 lohnt. Wichtige Punkte:

    Ersatzteilversorgung?

    Unterhaltskosten?

    Zuverlässigkeit? (sowohl zuverlässiges Zünden, als auch Funktion an sich)

    Schmutzempfindlichkeit? (Außenbereich)


    Munitionskosten spielen eine angeordnete Rolle. Leider fehlen mir hierzu die Erfahrungswerte und ich finde dazu recht wenig. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen :)


    Grüße

  • Dieser Vergleich ist Banane.

    Das SL7 ist quasi ein ziviles G3.

    Das OA quasi ein ziviles M4.

    Äpfel mit Birnen vergleichen wäre ähnlich.

    Nimm es einfach und kauf dir irgendwann ein AR zusätzlich....:Game:

    Und wenn ich am Morgen nach solch einer Nacht
    Mit brummendem Schädel bin aufgewacht
    Werde ich dann meine Taten beschau'n
    .........
    Fünf Kinder gezeugt und 8 Männer verhau'n :D

  • Ich verrate Dir mal ein Geheimnis:

    Jedoch würde es mir einen Platz auf der WBK wegnehmen

    Man kann derer mehrere besitzen. Wenn sie voll ist, gibt es eine neue.


    Kauf Dir die OA15, nimm den geschenkten Gaul vom Opa.

    Den reitest Du dann hin- und wieder aus, schießt schön auf der BM mit (in einer andere Klasse als mit der OA15), und alles ist gut. Wenn was kaputt ist, läßt Du's reparieren falls es finanziell gerade paßt, oder eben ein paar Monate später. Das ist alles nichts, um das man sich Gedanken machen müßte.

  • Ich würde dir def. zum AR-15 raten. Die SL7 bräuchte ich nichtmal geschenkt =))))


    Ich kaufe nur, wo mein Herz und Bauch einen Luftsprung macht. Wenn mich das nicht gleich anspricht und ich lange überlege und wirtschaftliche Faktoren wälze... dann ist es schon fürn A$$$$

  • Kann der Opa die Waffe nach dem Waffenrecht behalten? Dann leihe sie Dir einfach immer wieder aus. Wenn der Opa in der Nähe wohnt, freut er sich vielleicht wenn Du vorbei kommst und sie pflegst, oder zum Schiessen abholt. Oder Du leihst Sie Dir immer wieder mit neuem Leihschein aus. ,(Du solltest aber schon eine grüne WBK haben) Das lässt sich sicher organisieren mit immer wieder einem neuen Leihschein.

    Das kann theoretisch so lange gehen, bis Du die Waffe vom Opa erbst.


    Und wenn er hoffentlich in langer Zeit mal ins Heim kommen sollte, kann er sie Dir als Berechtigten zum Aufbewahren in den Tresor stellen (dann kein Ausleihen, und Du darfst die Waffe dann nur mit aktuellem Leihschein aus Deinem Tresor zim Schiessen ausführen. Es darf aber formal keine Dauerleihe werden.


    Falls Du da einen Tip zwischen den Zeilen herauslesen solltest, dann war das nicht so gemeint. Immer weit im grünen Bereich bleiben. O.k.?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Die Tipps sind schon gut, aaaber ... ich denke...

    und ich möchte etwas dauerhaftes, was die nächsten paar Jahre hält.
    Entscheidend ist für mich, ob sich das SL7 lohnt.

    ... er will das "uncoole Teil" gar nicht, ist ja auch so gar nicht TACTICAL was man heute als Junger unbedingt braucht und haben muß.

    Soll er denn mit so einem alten Holzteil vom Opa, und auch noch in so einem "auamach" Kaliber auf einer Range aufschlagen wo ihn alle auslachen ?


    Sorry dafür, aber ein SL7 verschmähen weil man lieber ein Plastikteil hätte ... kann ICH nicht nachvollziehen ...

    aber ... ich bin ja auch ein "alter weißer Mann" .

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Das SL7 ist von der Präzision fast unschlagbar, HK at its best.

    Verschleißteil ist die Gummi-Prallplatte. Aber die gibt es auf Auktionsplattformen immer noch in ausreichender Menge.

  • Wenn man den Jagdschein hat kann man den Prügel übernehmen, ist ja wurscht, aber auf sportliches Bedürfniss würde ich mir das Gewehr bestimmt nicht antun


    Hat er nicht, will sie sportlich nutzen (BDS 100m Präzision). Was spricht den gegen das SL7 gegenüber einem AR10?



    Ersatzteilversorgung - Wie von sammler angesprochen, ist die Gummiprallplatte weiterhin verfügbar

    Unterhaltskosten - Natürlich kostet .308Win mehr als .223Rem. Die munitionsfressenden Disziplinen wie IPSC willst du damit eh nicht schießen.

    Zuverlässigkeit - Kann ich keine Aussage dazu treffen. Kenne aber keine Aussage dazu von den mir bekannten SL7 Besitzern

    Schmutzempfindlichkeit - Versteh die Frage nicht, aber wenn was dreckig ist, ist es eine AR15 nach Gebrauch


    Also ich würde mich sehr über ein solches Erbstück meines Opas freuen.


    Greets Pete

  • Das SL7 hat im Wettkampfgeschehen nur Nachteile zu einem gut gemachten AR10 und man wird damit nichts reißen können.

    Es ist wichtig dass sich das Gewehr an Schütze und Disziplin anpassen lässt, das SL7 kann das gar nicht, ich halte es auch für unwahrscheinlich das das SL7 überhaupt in der Eigenpräzision mithalten kann. Ein AR 10 liegt mit abgestimmten Gassystem und Bremse um Welten ruhiger im Schuß, ein gewaltiger Vorteil wenn man die Zeit im Genick hat. Wenn man vorschnellen Verschleiß vermeiden möchte ist man in Geschossgewicht und V0 wegen des Rollenverschlusses stark eingeschränkt.

    Wenn was bricht hat man sowieso ein Problem, H&K ist nicht unbedingt berühmt dafür für nicht mehr hergestellte Waffen noch Ersatzteile vorrätig zu haben, die Bayerische Polizei kann ein Liedchen davon trällern...


    Das Kaliber hat im übrigen nichts mit der sportlichen Eignung zu tun, beim BDS schießt man mit der 308 nicht gegen 223.

    223 wäre AR15 gegen SL 6 oder gar das gruselige SL8.

  • ICH ganz persönlich würd einem Weg suchen, wo ich sowohl das Eisen vpm Opa nutzen kann, UND mein eigenes Wunschgewehr haben kann, ohne mit dem Teil vom Opa einen Platz auf Grün zu belegen. .........

    Aber vielleicht will der Themenstarter nicht so viele Schiesseisen im Schrank haben?




    Ich hab mich selbst auf das absolut nötige Minimum beschränkt bb56db1c-2512-3138-8c84-3e6a5756b488.jpeg.jpg

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  • Naja, es ginge zur Not schon, auch wenn dann ein Grüner Eintrag drauf geht, z.B. das SL7 auf 3113 Sportgewehr Selblader über 6,4mm offene Visierung. Das AR15 kommt dem schon wegen des Kalibers nicht in die Quere, und er könnte auch noch ein AR10 oder was anderes in 308 erwerben, dann eben mit Optik. Wenn er das Gewehr haben möchte ist das ja auch ok.

  • Äpfel mit Birnen vergleichen wäre ähnlich.

    Das würde für mich jetzt genau zutreffen!


    Ich mag und esse beide. Diverse Sorten...

    Birnen nicht so oft, wie Äpfel, dennoch möchte ich sie nicht missen.

    Heute so, morgen anders... Und beide liegen in der Obstschale friedlich nebeneinander und warten, bis ich sie hole.


    Was Opas SL7 angeht, wird sich das mit einem schwarzen Kollegen im Schrank sicher vertragen.

    Opa hat vermutlich grosse Freude, wenn du ihn adoptierts ( nicht den Opa :wall:) und gelegentlich von ihm berichtest, wenn Du ihn ausgeführt hattest.

    An die ramponierte Schulter kommt dann zur Reha .223 zur Anwendung.

    Das Leben kann schon schön sein...:happy:


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Hallo


    ich hatte das SL 7 einige Jahre und hatte damit gute bis sehr gute Ergebnisse geschossen. Es funktionierte immer zuverlässig, mit jeder Munitionssorte.

    Natürlich gibt es inzwischen was moderneres, aber damals war es offt bei Wettkämpfen zu sehen.


    Aber jetzt würde ich es nicht mehr nehmen, denn die Optik muss mir auch zusagen und da gibt es, jetzt viele gefälligere Halbautomaten.

  • So, also ich glaube, ich wurde etwas falsch verstanden, bzw. habe ungünstig gefragt. Von vorne: Das Verhältnis zu meinem Opa ist extrem eng und stark. Ich wusste schon im Kindergarten, dass Waffen auch sportlich genutzt werden und welche im Haus sind. Ich bin auch von meinen Eltern her eher lieberal was Waffen angeht aufgezogen worden. Mein Opa hat selber gesagt, dass ich alles vererbt oder schon vorher überschrieben bekomme. Wir reden von 5 Lang- und 6 Kurzwaffen. Außer den .38er Revolver, den will er bis zum Ende haben. Er ist mit Abstand der älteste aktive Sportschütze bei uns und ist kurz vor Corona mit im Alter 78 und neuer Herzklappe mit seinem Schwedenmauser zur Vereinsmeisterschaft aufgetaucht und hat abgeräumt. Geiler Typ ::c.o.l)


    Jetzt geht es für mich um die erste eigene Langwaffe. Ob ich mit .223 oder .308 auf 100m schieße, ist mir grundsätzlich erstmal egal. Die Frage die sich mir stellt ist, warum soll ich mir ein AR15 für ~1600 EUR kaufen, wenn ich eine Waffe kostenlos bekomme. Mir stellt sich deswegen die Frage, ob es 'wirtschaftlich' ist, jede Woche mind. 100 Schuss mit dem SL7 zu machen (Munitionskosten sind untergeordnet) oder ob das Gewehr eher aus 'nostalgischen' zu schießen ist und ich mit einem AR wettkampftechnisch besser laufe. Hier spielen eben solche Sachen wie Ersatzteilversorgung, ect. mit rein. Wenn allein die Magazinpreise vergleiche, bekomm ich für 1 SL7-Magazin ca. 5 AR-Magazine.


    Ich hoffe jetzt versteht ihr die Frage etwas besser. Es wird aktiv und für Vereinsverhältnisse zu den anderen Schützen viel Munition durchgelassen.

  • Vergessen zu erwähnen: Ja, ich finde, dass dir AR15-Modelle geil aussehen, bin ja erst 26 und noch ein Jungspund. Vom rein optischen her, bin ich aber von einem Ruger Mini 14, mit Holschaft und mattem Lauf/Verschluss fast mehr angetan :thumbsup: