.22 lfB rechtlich kalibergleich mit .22WMR bzw. .22 Magnum???

  • Mal davon abgesehen, dass es im DSB dafür keine Disziplin gibt und Wechselsysteme nur nach unten

    gehen...hast du dir schonmal die V0 und die E0 angeschaut?

    Für die CCI Stinger benötigst du ja schon einen Jagdschein...in DE.


    Oder gibt es die WMR auch schwächer geladen? - Und wie würde das dann wohl eingetragen werden?

    “If you don't read the newspaper, you're uninformed. If you read the newspaper, you're mis-informed.” ― Mark Twain

  • HansDampf

    Dann lese mal aufmerksam die Anlage 1 vom WaffG.

    Bei der Grundwaffe für das WS hat man ein bestimmtes Bedürfnis angegeben.

    Ein WS kann man jetzt ohne weitere Erlaubnis erwerben.

    Aber muss eben dem Bedürfnis entsprechen.

    Gibts keine .22wmr im jeweiligen Verband, ist dies eben nicht vom Bedürfnis umfasst.


    Eigentlich wollte ich schon viel weiter oben dazu etwas schreiben, da du es jetzt aber erneut wiederholst, will ich dir dazu mal eine Frage stellen:


    ICH kenne die Bedürfnisarten Jäger, Waffensammler, Sachverständiger, Sportschütze, sowie solche Spezialitäten wie Selbstschutz. das Bedürfnis, Sportschütze ist dabei in §14 WaffG definiert. So wird es auch durch die Behörden im NWR eingetragen.


    Dass es jetzt lt. deiner Aussage ein waffenrechtliches Bedüfnis DSB (nicht waffenrechtliche Befürwortung - wohl gemerkt), ein waffenrechliches Bedürfnis BDMP, eines DSU und eines BDS gibt finde ich recht spannend. Was ist mit Schützenvereinen gemäß §8 WaffG?


    Noch viel spannender wäre für dann mal deine Antwort auf die Frage: Wenn ich eine Pistole in 45ACP über den DSB befürwortet bekommen habe und dann auch PP1 im BDMP schieße, dann bekomme ich ja dafür die gleich Pistole noch einmal, da lt. deiner Aussage bei der ersten ja ein Bedürfnis DSB hintelegt ist und man bei Verwendung in einem anderen Verband.....Wechseltrommel.:sla:


    Gern lasse ich mir von dir diese Einträge im NWR "Sportschütze DSB" zeigen.


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Wenn ich mir das so durchlese mit der Beschränkung des erlaubnisfreien Erwerbs und Besitzes von Wechselsystemen auf die Systeme, für die es eine Sportdisziplin im eigenen Verband gibt, dann kommt mir gleich noch eine Frage hoch.

    Wie steht es denn mit dem erlaubnisfreien Erwerb von Einsteckläufen oder Reduzierpatronen? Mir ist nämlich auch keine Sportdisziplin bekannt, die mit diesen Systemen geschossen wird.



    " 2a. Erlaubnisfreier Erwerb und Besitz durch Inhaber einer Waffenbesitzkarte

    Einsteckläufe und dazugehörige Verschlüsse (Einstecksysteme) sowie Einsätze, die dazu bestimmt sind, Munition mit kleinerer Abmessung zu verschießen, und die keine Einsteckläufe sind;

    für Schusswaffen, die bereits in der Waffenbesitzkarte des Inhabers einer Erlaubnis eingetragen sind."


    Oder gilt das nur für Jäger, die das System jagdlich verwenden, da nur die ein Bedürfnis dafür haben?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • In Deutschland muss im Gegensatz zu einem Wechsellauf ein Einstecklauf nicht in die Waffenbesitzkarte des Eigentümers eingetragen werden, da der Erwerb und der Besitz gemäß Abschnitt 2, Unterabschnitt 2, Punkt 2a der Anlage zu §2 Abs. 2–4 Waffengesetzes (WaffG) erlaubnisfrei sind, sofern der Einstecklauf für eine Schusswaffe bestimmt ist, die bereits in der Waffenbesitzkarte eingetragen ist.


    Das gilt nach meinem Wissenstand für jede WBK. Gleichgültig wie das Bedürfnis zustande gekommen ist. Erlaubnisfrei impliziert auch keinerlei Widerspruchsrecht der Waffenbehörde. Eintragungsfrei impliziert die Waffenbehörde erfährt den Vorgang nicht.

  • Ich gestehe, ein kleines Wortspiel mit dem Begriff "erlaubnisfrei". Der Erwerb ist deshalb "erlaubnisfrei", weil ja die Erlaubnis schon vorliegt. In Form der WBK. Ohne die auch keine Erlaubnis. Sorry für die Verwirrung, Ich wollte bestimmt niemand damit ärgern.

  • Wenn ich das alles hier lese, dann kann mir kein Mensch glaubhaft versichern, daß diese Frage bei Sachbearbeitern, Juristen und Richtern jeweils zu einem eindeutigen Ergebnis führen würde !


    Also bleibe ich dabei, daß zumindest für die Praxis (!) eine vorherige Rücksprache mit dem Sachbearbeiter wohl doch die vernünftigste Lösung sein dürfte,

    denn

    lehnt er ab, ist es gut

    trägt er ein, wird die Verantwortung dafür nicht beim Schützen liegen

    ::c.o.l)

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Muss der Waffenerwerb nicht sowieso vorher in der WBK genehmigt werden? Voreintrag.


    Bei der Wechseltrommel wirst du in meiner Waffenbehörde keine schriftliche „Vorabgenehmigung“ bekommen. Bei einer mündlichen Auskunft, hast du keine Garantie beim nächsten mal, auf gleichen Sachbearbeiter zu treffen.


    Ein Sachbearbeiter wusste nicht was 7,65 Browning ist. Die Kompetenz ist unterschiedlich.

  • Ich habe per PN Mitteilungen von Leuten bekommen, die angeblich wegen eines Wechselsystems in Bayern mit ihrer Waffenbehörde gesprochen haben. Die SB an den Landratsämtern haben sich wohl bei der übergeordneten Behörde diesbezüglich versichert, und gaben die Auskunft, dass ein Wechselsystem in .22 WMR bei einer Grundwaffe in .22 lfB möglich sei, und auf der WBK nach Erwerbsanzeige eingetragen problemlos würde. Allerdings empfiehlt sich trotzden vor dem Erwerb vorher eine Rücksprache mit der zuständigen Waffenbehörde, weil diese Möglichkeit ein Wechselsystem erlaubnisfrei zu erwerben, nicht allgemein bekannt sein könnte. Offenbar ist die Meinung verbreitet dass .22 WMR ein stärkeres Kaliber ist als .22 lfB, und deshalb nur zu einer Grundwaffe in .22 WMR ein .22 lfB Wechselsystem erworben werden kann. (Es wäre nicht so gut, wenn man mit einem Erwerb eines Wechselsystems in .22 WMR aufschlägt, und der oder die SB gehen zunächst von einem illegalen Erwerb aus)


    Es scheint eine Konstellation zu sein, die nicht so häufig nachgefragt wurde. Aber der Vergleich der CIP-Daten der beiden Kaliber bringt wohl ein eindeutiges Ergebnis (Geschussdurchmesser und maximaler Gebrauchshöchstdruck)

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ich habe per PN Mitteilungen von Leuten bekommen, die angeblich wegen eines Wechselsystems in Bayern mit ihrer Waffenbehörde gesprochen haben. Die SB an den Landratsämtern haben sich wohl bei der übergeordneten Behörde diesbezüglich versichert, und gaben die Auskunft, dass ein Wechselsystem in .22 WMR bei einer Grundwaffe in .22 lfB möglich sei, und auf der WBK nach Erwerbsanzeige eingetragen problemlos würde. Allerdings empfiehlt sich trotzden vor dem Erwerb vorher eine Rücksprache mit der zuständigen Waffenbehörde, weil diese Möglichkeit ein Wechselsystem erlaubnisfrei zu erwerben, nicht allgemein bekannt sein könnte. Offenbar ist die Meinung verbreitet dass .22 WMR ein stärkeres Kaliber ist als .22 lfB, und deshalb nur zu einer Grundwaffe in .22 WMR ein .22 lfB Wechselsystem erworben werden kann. (Es wäre nicht so gut, wenn man mit einem Erwerb eines Wechselsystems in .22 WMR aufschlägt, und der oder die SB gehen zunächst von einem illegalen Erwerb aus)


    Es scheint eine Konstellation zu sein, die nicht so häufig nachgefragt wurde. Aber der Vergleich der CIP-Daten der beiden Kaliber bringt wohl ein eindeutiges Ergebnis (Geschussdurchmesser und maximaler Gebrauchshöchstdruck)


    Danke für die Info!


    :thumbsup:

  • Offenbar ist die Meinung verbreitet dass .22 WMR ein stärkeres Kaliber ist als .22 lfB

    Größeres Kaliber anscheinend ja nicht, grundsätzlich stärkere Ladungen schon, oder?


    Ich hatte ja diesebezüglich schonmal weiter oben gefragt...


    Mal davon abgesehen, dass es im DSB dafür keine Disziplin gibt und Wechselsysteme nur nach unten

    gehen...hast du dir schonmal die V0 und die E0 angeschaut?

    Für die CCI Stinger benötigst du ja schon einen Jagdschein...in DE.


    Oder gibt es die WMR auch schwächer geladen? - Und wie würde das dann wohl eingetragen werden?


    Bekommt er dann überhaupt WMR Munition/Erwerbseintrag dafür?

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  • Größeres Kaliber anscheinend ja nicht, grundsätzlich stärkere Ladungen schon, oder?




    Bekommt er dann überhaupt WMR Munition/Erwerbseintrag dafür?

    Energie mehr - Gasdruck aber weniger, steht nach meiner Erinnerung irgendwo weiter oben in dem Thread.


    MEB gibt es in Grün "eigentlich" auch nur mit Bedürfnisbescheinigung - aber darüber wurde erst kürzlich in einem anderen Thread genau so erbittert gestritten, weil es eben auch wieder von der "Auslegung" des jeweiligen SB abhängt

    ::dry::

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • MEB gibt es in Grün "eigentlich" auch nur mit Bedürfnisbescheinigung - aber darüber wurde erst kürzlich in einem anderen Thread genau so erbittert gestritten, weil es eben auch wieder von der "Auslegung" des jeweiligen SB abhängt

    Ein Bedürfnis stellt nicht ein SB aus - oder fest - sondern ein Verband.


    Ist eine Waffe positiv befürwortet gibt's vom SB mit Eintrag der Waffe in die WBK selbstverständlich auch den Mun-Stempel.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Ein Bedürfnis stellt nicht ein SB aus - oder fest - sondern ein Verband.


    Ist eine Waffe positiv befürwortet gibt's vom SB mit Eintrag der Waffe in die WBK selbstverständlich auch den Mun-Stempel.

    OMG :rolleyes:-

    wir reden hier im ganzen Thread über eine Wechseltrommel in einem vom Verband nicht genehmigungsfähigen Kaliber,

    meine Antwort bezog sich mit Zitat auf dieses Kaliber.

    Außerdem habe ich extra nochmals darauf hingewiesen, daß es MEB nur mit Bedürfnisbescheinigung gibt

    und

    Du verkündest hier die ungeheure Weisheit, daß es für eine vom Verband befürwortete Waffe, also mit einem eindeutig bestätigten Bedürfnis, einen Munitionsstempel gibt

    :Game:




    Entschuldige, daß ich manchmal einfach unterstelle, daß Andere auch mitdenken und nicht in jedem Beitrag zum Thema nochmals ganz von vorne anfange

    ::c.o.l)

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    (Mark Twain)

  • ... und nicht in jedem Beitrag zum Thema nochmals ganz von vorne anfange

    Warum soll ich nicht dürfen tun was andere pausenlos tun ... ^^

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  • Wolfgang0704 , für ein Wechselsystem, solange es kalibergleich oder kleiner ist, brauchst Du keinen Voreintrag!

    Womit wir wieder beim Post #1 wären :hyster:


    ...den bisher so wirklich keiner beantwortet hat, dabei ist es eine geschlossene Frage:


    Ist .22lfB nun kalibergleich/-kleiner oder größer als .22WMR oder .22Magnum?


    Gruß

    Frank

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  • Technisch gesehen lässt sich das leicht beantworten. Die .22 WMR hat ein größeres Hülsenvolumen, deutlich mehr Speed und Energie als die .22lr

    Aber darum geht es ja anscheinend nicht.


    Bitte fragen Sie ihren freundlichen Sachbearbeiter::c.o.l)

  • jenska


    Das stimmt, aber das ist ja nicht die Frage, wie du auch richtig schreibst!


    Kalibergleich/-kleiner oder größer im Sinne des WaffG ist die Frage.



    Gruß

    Frank


    PS: Und wenn das geklärt ist, können wir noch mal den Bedürfnisquatsch durchdiskutieren....:Game::popcorn:

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