UHR für Anfänger

  • Hallo zusammen,

    Lieben Dank für die Aufnahme im Forum.

    Seid meiner Kindheit bin ich Fan von einem UHR wie in den Westernfilmen, jetzt will ich mir einen kaufen und weiss aber nicht welchen als Anfänger ich kenn mich noch null aus im www hab ich immer von der Winchester 1873 Miroku gelesen welch mir auch gefällt nur leider ist der Preis über meinem Budget.

    Könnt ihr mir Tipps oder eine Empfehlung was gut als Anfangs UHR ist und auf was ich achten muss beim Kauf?


    lieben Dank im Vorraus VG Devoe

  • Erstmal willkommen im Forum.

    Hm, es gibt nicht "den" Anfangs-UHR,

    Bitte um eine kleine Vorstellung, was du bisher geschossen hast, in welchem Verband etc.



    Die haben alle ziemlich unterschiedliche Diszipline - und entsprechend gibts eben auch diverse UHR.

    Das Problem ist wenn du was kaufst was willst du damit schießen. - Bei manchen Disziplinen

    es es vorgeschrieben, n-Patronen im Magazin als Mindestfassung, Kimme etc. - dazu auch KW Kaliber oder LangwaffenKaliber.

    Es gibt Replikas, vom KK -Kaliber bis 30-30 Win und 44 bis 45-70 Gov. sogar als Softair frei ab 18. ohne Notwendigkeit einer Gelben WBK oder Jagdschein.


    Auf dem Markt gibts halt Schrott - bis fein und getuned

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Hallo klausrgr


    danke für die Antwort. Sorry das hatte ich vergessen. Bis jetzt hab ich nur Sportpistole GK +KK geschossen und das wäre mein erstes Gewehr. Im Verband bin ich im DSB. Am liebsten hätte ich das Kaliber 357. Disziplin 25m oder 50m 100m eher nicht. Danke schon einmal

    VG

  • Moin - d.h. du brauchst ne gelbe WBK. - Das ist über den DSB kein Problem.

    Es gibt die typischen Vertreter - die Replikas werden Marlin in den USA, typisch auch aus Brasilien (Rossi) oder Chiappa (IT) oder auch anderswo gebaut.

    Von Rossi .. kann ich nur sagen Finger weg, bescheiden verarbeitet etc. Billig aber so sind sie auch.

    Ich habe eine Replika von Chiappa auch ein italiener, sowas wie die hier und hab ungefähr ein kilo Euronen dafür bezahlt.

    Einer von meinen Kollegen hat die gleiche - gut verarbeitet keine Problem und macht höllisch Spaß zu schiessen.

    Die Munition sind entweder .357 von Magtech oder selbst geladene mit 180gn und langsamen KW Pulver.. das macht Spaß kaum Rückstoß und die ist bis 50m problemlos. - kann man sogar locker auf Haarraubwild (So man einen Jagdschein hat) einsetzen. Auf Rehwild reicht die Leistung E100 1000J nicht.

    Aber um Westernmäßig stahlplatten flachlegen und löcher auf 50 m in eine gute Gruppe stanzen.. allemal und vorallem Spaß



    Marlin ist ebenfalls klasse, jedoch auch preislich eher oben angesiedelt und gut zu tunen. Ich hab die Covid Zeit genutzt um UHR .357 patronen zu stopfen..

    kann es kaum erwarten das die Stände wieder aufmachen. Und sehen was die können.


    Guck ob du ggf eine gebrauchte kriegst. Lass die Finger von Rossi.. es gibt BüMa die weigern sich Rossis zu reparieren oder zu tunen.

    Bevor ich meinen gekauft hab, hab ich auch rumgefragt, meine Wahl war Marlin oder Chiappa, - letzterer ist es geworden, weil ich dem meines Schießsportkameraden probegeschossen hatte und der den seit Jahren hat und jede Menge Murmeln ohne Störungen in die Scheibe gedrückt hat, bei Normaler Pflege.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Wenn es eine 1873er werden sollte, dann im Kal. 40-40 oder schau, ob Du eine 66er in .38spec. bekommst


    So was hier https://www.egun.de/market/item.php?id=8697042 Westener`s Arms ist Uberti

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Von Rossi .. kann ich nur sagen Finger weg, bescheiden verarbeitet etc. Billig aber so sind sie auch.

    Ein klares JEIN !!!

    Das meine Rossi Spaltmass zwischen Schaftkappe und Schaft hat, habe ich schon mal beschrieben.

    Aber sie funktioniert zuverlässig und trifft auf 25 und 50 m nahezu identisch.

    Der gute Gesamtzustand lässt mich über die einzelnen Kleinigkeiten hinwegsehen.

    Also ein so klares "Fingerweg" sehe ich da nicht!

    Ach ja, und auch von mir ein <3-liches :wellkome: an De-Voe hier im Forum...


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Ein klares JEIN !!!

    Das meine Rossi Spaltmass zwischen Schaftkappe und Schaft hat, habe ich schon mal beschrieben.

    Aber sie funktioniert zuverlässig und trifft auf 25 und 50 m nahezu identisch.

    Sehe ich ähnlich. Meine ca. 2. Jahre alte Rossi (keine Ferkinghoff) macht überhaupt keine Probleme und repetierte von Beginn an erstaunlich leichtgängig.

    Das für unter 50 € erhältliche Federnset lässt mich mittlerweile mit einem Finger repetieren.

    Für 50 Meter absolut ausreichend bei Preisen ab 700€ neu. Die Version mit Achtkantlauf und 24 Zoll gibt es ab ca. 800€.

    Ob die nun importierten Marlins für 400 € mehr so viel besser sind?

    Bei beschränktem Budget scheint mir eine neue Rossi die beste Wahl oder man hat Glück und findet eine Marlin älteren Baujahres für unter 1000€.

  • Rolf2

    Wenn du korrigierst, dann auch richtig: 44-40 ist Umgangssprache und erstmal garnicht verkehrt. Ursprünglich war Winchester bei ihren Originalen so frei einfach 44WCF auf ihre Waffen zu stempeln, wobei WCF für Winchester Center Fire steht. Zentralfeuermunition war zu jener Zeit der letzte Schrei und große Auswahl gab's in den 1870ern noch nicht, das bei 32WCF, 38WCF oder 44WCF jeder wusste was gemeint war.


    Erst später kam die Angabe der Pulverladung dazu, die Kaliber wurden vielfältiger und die Angaben präziser. Konkurrent Marlin grauste es in den 1890ern davor, einfach 30WCF auf ihre Büchsen zu schlagen, so entstand die heute noch gängige und auch richtige Bezeichnung der inzwischen legendären 30-30.


    WCF ist ein Kürzel vergangener Tage. Wenn ich heutzutage eine der genannten Büchsen in meine WBk eintragen lasse, lauten die offiziellen Kaliber 44-40 WIN, .32-20 WIN, resp. .38-40 WIN. So benennt man richtig, wenn man es genau nimmt.


    Letztere ist garnicht mal so selten wie du vielleicht meinst und entstand übrigens aus der Mutterhülse 44-40. Ihr Geschossdiamter liegt auch nicht bei .38 wie man meinen könnte sondern bei .403, aber das ist eine andere Geschichte. Wiederlader sein ist hier fast ein muss, deshalb schon ein kaufentscheidender Umstand.


    Auf die Frage des Themenstarters sei noch gesagt das er zusehn soll 'ne Rifle zu bekommen. Lauflänge 24,25 Inch. Sonst ärgert der Jung sich auf Fuffzich Meter schwarz.

    Kaliberfrage ist Glaubensfrage. Aber nur, falls mich jemand fragt. :sla:

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Mit eingeschränktem Budget an den Start gehn bedeutet immer Kompromisse in Kauf zu nehmen.

    Wer nicht selber stopft und/oder die Dinger ernsthaft im Wettbewerb schießen will, sollte bei Allerweltskalibern wie der .38 special oder .357 mag. bleiben. Überall und für relativ guten Kurs zu beziehen. Selbst inzwischen gut verfügbare Originalkaliber wie unsre 44-40 sind was für Puristen, aber die dürfen eben keinen Igel in der Tasche haben.


    Dann kommt nochwas dabei. Deine sportliche Historie ist mir nicht ganz unbekannt. Spopi KK und GK im DSB.

    Wenn du im DSB antrittst und gewohnt bist um Titel und Meisterschaften mitzuschießen, muss dein Material stimmen. Nix Neues.


    Bei uns im Rheinland sind die Jungs aus Euskirchen in Sachen Unterhebelbüchsen Maß der Dinge. Was Markus Bartram im GK Bereich, ist Norbert Machat bei den Unterheblern. Und auch bei denen: von nix kommt nix. Neben viel Munitions-intensivem Training was nötig ist haben alle Büchsen die hier um den Landesmeistertitel mitschießen ein zugelassenes Diopter montiert, exakte Abzüge an Bord - und sind mit Pistolengriff geschäftet. Optisch nicht jedermanns Sache, aber im Anschlag eben entscheidend besser zu handeln.

    Will damit sagen, du musst wissen was du willst. Natürlicht tut es 'ne gute gebrauchte Uberti Rifle als Replika der 1866er oder 1873er. Die sind qualitativ nichtmal schlecht. Damit schießen macht Laune - treffen geht auch. Sind immer mal wieder welche bei egon zu finden.


    Wenn ich mir allerdings etwas Kohle zusammen gespart hab kann ich gleich zu Cracks der Scene zu fahren, wie Kai Hauk aus dem Süden einer ist. In dem Fall bestelle ich mein Objekt der Begierde nämlich in der Ausführung die mir liegt - und muss mir hinterher keine Gedanken über irgendwelche Nacharbeiten machen. Die im Übrigen auch keiner für 'ömmesöns' macht.

    Beide Möglichkeiten sind legitim. Günstige gebrauchte Jeans - oder Maßanzug.

    Alternative Nummero 3: fang mit einer .22er an. Mein Favorit wäre hier für die sportliche Schießerei 'ne Marlin 39A. Pistolengriffschäftung, Fischhaut an Bord, relativ schwer,- relativ lang. Tolles Teil, macht viel Spaß.


    Nur mal ein paar Gedanken dazu.

    Glück auf. :sla:

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Mir ging es wie dem Fragesteller.

    Habe mich für eine Marlin 1894 in 357 Mag. entschieden, weil die die Hülsen seitlich auswirft. Im Gegensatz zu den meisten anderen, die die Hülsen nach oben auswerfen.

    Ein günstiges 4fach Zielfernrohr montiert und los ging der Spaß!

    Kostete neu ca. 1300,-.

    Bremse spätestens wenn du Gott siehst! :bud:

  • Alternative Nummero 3: fang mit einer .22er an. Mein Favorit wäre hier für die sportliche Schießerei 'ne Marlin 39A. Pistolengriffschäftung, Fischhaut an Bord, relativ schwer,- relativ lang. Tolles Teil, macht viel Spaß.

    Das ist auch für mich DER KK UHR überhaupt !


    Da zweifelt keiner an, daß das eine vollwertige Waffe und kein Kinderspielzeug ist.


    Ansonsten ist immer eine Balance zwischen Ansprüchen, Wünschen, Ambitionen und Mitteln zu treffen, die jeder persönlich für sich abwägen und entscheiden muß.

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Also ich habe auch den Rossi UHR mit gemasertem Walnussholzschaft im Cal. .357 Mag. und bin voll zufrieden mit Schussleistung usw...

    Beim Schiessen selbst ist sie halt sehr zahm vom Rückstoß her...

    Meine Ausführung ist noch aus den 1980ger Jahren!

    Gruß: Hohenwolf

  • Rossi Puma in 44Magnum hier. Tolels teil, kaum Rückstoss, auf 50m noch recht gute Gruppen. Klar, Qualitativ eher Budgetlinie aber zum Anfangen oder einfach zum einen haben keine schlechte Wahl.

  • 44Magnum hier. Tolels teil, kaum Rückstoss,

    Also zumindest diese Aussage ist bei dem Kaliber aber schon SEHR vom individuellen Empfinden abhängig.

    ::dry::

    Bin mir nicht sicher, ob Du dafür eine Mehrheit findest - also ich meine jetzt von Leuten, die das auch wirklich glauben und nicht nur

    jeden öffentlichen Zweifel an ihrer Rambo Konstitution verhindern wollen

    ;)

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Hallo zusammen


    lieben Dank für die vielen Tipps. ich habe jetzt die option mit 2 Waffen zum testen wenn der Verein wieder aufmachen darf eine Rossi 357 und eine Wichester 1873 aber mal. 40.

    Leider hab ich niemand mit einer chiappa gefunden zum testen. Das warte ich mal ab.

    Der Tipp mit dem KK UHR ist super 😁 merci.

    ich halt euch auf dem laufenden.


    VG :bud:

  • Neues Kaliber?


    Ich kenne nur die .44-40 WCF (und die sehr seltene .38-40 WCF).


    Fabrikmunition ist aber sauteuer in diesem Kaliber. Wenn man viel schießen will, sollte man wiederladen.

    Stimmt, hab mich vertipselt, mea culpa, mea culpa... so was sollte mir nicht passieren

    Erik - the master of desaster
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