unbekanntes Diopter-Visier

  • Das sieht aus wie ein sog. Pendel-Visier. Das soll helfen, die Waffe im Anschlag nicht zu verkanten. Wird sie verkantet, ist der Schlitz über dem eigentlichen Visier an einer Seite breiter als an der anderen.
    Pedersoli hat so etwas auf seiner Steinschloss-Scheibenbüchse "Swiss Match".


    Ansonsten: Glückwunsch! Was Du so alles auftreibst, ...

  • Das kein Dipoter, das ist ein Lockkimme mit verkanntungs Pendel, die ist ein ganzes Stück weiter vom Auge weg auf dem Lauf montiert, hierbei handelt es sich großer Wahrscheinlichket um eine Schweizer Scheiben Büchse, da ich das bisher nur bei Schweizer Büchsen gesehen habe.

    Ich habe eine Schweizer Steinschloss Scheiben büchse die auch ein Ähnliche Lochkimme mit Pendel hat, ich kann die Lochkimme noch nach vorn klappen, dann habe ich eine offene Kimme.

  • Ich habe eine Schweizer Steinschloss Scheiben büchse die auch ein Ähnliche Lochkimme mit Pendel hat, ich kann die Lochkimme noch nach vorn klappen, dann habe ich eine offene Kimme.

    Hat die hier doch auch !


    Guck Dir Bild No 4 an (1. Reihe, ganz rechts), da sieht man das doch eindeutig.

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Ich bin unterwegs habe nur mit dem Handy gesehen und dann noch ohne Brille, habs jetzt auch gesehen.

    Ich habe für den MLAIC als Abnahme Kommissär mal etliche Schweizer Lochkimmen mit Pendel Fotografiert,da gibt es verschiedene Modelle, auch wo der der Pendel an der Seite ist. Diese Unterlagen hat jetzt Gehard Lang. der derzeitige MLAIC Generalsekretär.

    Unteranderem auch ein Bild des sogenannten Kanapee, die hölzenere Handstütze für frühe Schweizer Steinschlossbüchsen.

  • Ja, Sammler, das erste könnte auch ein N sein? Aber hinter Geiger ? Im Ganzen sieht das recht laienhaft gestempelt aus. Für Schweitzer sprechen auch die schön gestalteten "Keil-Blättchen", die sich auch auf meiner "Fifel-Büchse" finden.

  • Vorsicht mit Schnellschlüssen bzw. -schlüssen. Der Name auf der Laufuntersete kann(!) der Büchsenmacher sein, der die Waffe hergestellt hat, es kann aber genauso der Laufhersteller sein. Läufe waren Handelsware.

    Ich habe z.B. eine in Bayern ca. 1850 hergestellte Doppelbüchse, oben auf dem Laufbündel mit der in Gold eingelegten Signatur des Büchsenmachers. Unten auf dem Laufbündel (Damast) steht J.A.Petry und es stehen dort auch belgische Beschusszeichen. Ds bedeutet: Die Firma J.-A.Petry hat die Damastläufe als Handelsware hergestellt und verkauft. Und in Bayern ist daraus dann eine Doppelbüchse entstanden.

  • Bei dem Namensstempel wird es sich, so wie es W. sagt, um den Laufhersteller handeln.

    Bei den "Zukaufläufen" war es, bei Einzelanfertigungen oder Kleinstserien von Gewehren und Pistolen, in der Regel so, dass die die Läufe in den Außenkonturen nicht auf Endmaß waren. Deshalb wurden bei denen die Marken und Namenszüge recht tief gestempelt. Dadurch lassen sich viel der Namenszüge nach der Bearbeitung auf Endmaß schlecht lesen.