Kentucky Pistolen

  • sind bei Schwarzpulver Schützen nicht wirklich beliebt.

    Was wenig verwundert, denn die Qualität des Angebots ist nicht berauschend,

    weder technisch noch optisch und erst recht nicht ergonomisch betrachtet.

    Die hier ist dabei noch eines der besseren Exemplare.


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    Recht billig, daher speziell von Anfängern ganz gerne gekauft,

    aber eher dazu geeignet die Freude am SP-Schießen von Beginn

    an zu verderben als zu sonst einem Zweck.


    Selbst wenn man sich ein 200 Jahre altes Exemlar ansieht, das aufgrund

    seines Alters nicht mehr in optimalen Zustand ist, zudem nicht auf

    die Körpergröße des Gegenwartsmenschen angepasst, fällt auf, dass die

    damaligen Pistolen, auch wenn sie mit weit primitiveren Werkzeugen

    hergestellt worden waren, einiges mehr 'drauf hatten. In allen

    Bereichen.


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    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Es gibt auch durchaus brauchbare moderne Nachbauten von Kentucky

    Pistolen, die sind aber einerseits Handarbeit, und verwenden deutlich bessere

    Komponenten, beispielsweise geschweifte Läufe, wodurch die Mündunglastigkeit

    spürbar reduziert wird, der Schwerpunkt der Waffe liegt im Bereich des Schliosses,

    manchmal sogar im Bereich des Abzugsrahmens. .


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    Die konischen Schlosspaneele verstärken noch den Eindruck der durch den

    geschweiften Lauf entsteht, sie sind nicht nur parallel zu den Laufseiten,

    sondern der Abstand zum Lauf ist hinten größer als vorne. Ein Mittel um den

    Schwerpunkt nach hinten zu schieben - ganz abgesehen von der optischen

    Wirkung. Dass die verwendeten Komponenten nicht nur edler sind, sondern

    auch gekonnter verarbeitet, braucht fast nicht erwähnt zu werden, Ihr habt

    ja Augen im Kopf. Hier ein nettes Linkshänder-Beispiel.


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    Natürlich wird auch eine hervorragend gefertigte Kentucky-Pistole

    eher nicht zur bewerbstauglichen Scheibenwaffe werden, aber man

    kann damit zuverlässig schießen, brauchbar treffen und eine Menge

    Spaß haben. Was sie dann doch weit über ihren Ruf emporhebt.


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    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Das ist jetzt aber keine der spanischen Kentucky-Pistolen. Die sind noch etwas gröber gefertigt, und noch etwas weiter von den historischen Vorbildern entfernt.

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    So was war meine erste Vorderladerpistole. Natürlich selbst aus einem Dikar-Bausatz zusammengeklöppelt. Und mit der hab ich das erste mal mit einem Vorderlader geschossen, und überraschenderweise auch getroffen!

    Diese Dinger sind wirklich primitivst. Aber der Lauf ist gut und auch die Batterie vom Werk her gut gehärtet.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • dass die

    damaligen Pistolen, auch wenn sie mit weit primitiveren Werkzeugen

    hergestellt worden waren

    Wenn Du das darauf beziehst, daß die weder Elektrizität noch CNC Fräsen u.ä. neumodische Errungenschaften hatten - zugegeben, da hast Du Recht.


    Ansonsten aber möchte ich die frühen Werkzeuge nicht als primitiv sondern oftmals als eher extrem zweckdienlich, vielfältig und nutzungsoptimiert durchdacht bezeichnen !


    Das gilt nicht nur für den Waffenbereich, das fällt mir immer wieder auf, wenn ich mich mit dem Bereich "altes Handwerk" beschäftige,

    da staune ich oft, was sich die Leute als nützliche Hilfsmittel aus der Praxis heraus für den speziellen Bedarf selbst hergestellt haben.


    Gerade weil es an arbeitserleichternden Maschinen und abgesehen von ersten Anfängen wie Wasserkraft an helfender Energie oft gefehlt hat, wurde damals Vieles an Werkzeugen und Hilfsmitteln auch zweckgebunden selbst gefertigt, war neben der Erfahrung oft auch der "Schatz" des Meisters

    und

    wurde wertgeschätzt, gepflegt, erhalten und vererbt.


    Da hatte Werkzeug einen anderen Stellenwert als heute :thumbsup:.

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Diesbezüglich bin ich 100% bei Dir, Captain Cat ,

    Mein "primitiv" bezieht sich darauf, dass der damalige Waffenschmied noch selbst

    Können benötigte, um die Werkzeuge korrekt zu benutzen.

    Heute braucht es Programmierer, welche die Arbeit auf Basis von Tabellen programmieren.

    Die Teile entstehen automatisch, werden zum Teil schon automatisch zusammengebaut.

    Ganz umsonst sind die nicht so seelenlos.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.