P38 Magazinstempelungen WW2

  • Hallo zusammen


    Habe da mal eine allgemeine Frage zu den Stempelungen auf den P38 Magazinen. WW2. Vielleicht kann ja einer helfen und weiss genaueres.

    Auf div Magazinen sieht man nur den P38 Stempel, auf anderen den P38v mit nem kleinen v dahinter, wiederum gibt es solche nur mit Herstellerkürzel zB jvd,

    ohne WaA Stempel. Natürlich auch komplette mit WaA und Hersteller plus Pistolentyp.

    Wie üblich war es zusätzlich auf den Magazinböden die Waffennummer zu stempeln? Sieht man gelegentlich auch.


    Tja, welcher Waffenspezialist kann da genauer Auskunft und Bescheid darüber geben?


    Danke euch für eure Mithilfe


    Gruss Michi

  • Genaues weiß ich leider nicht und meine Unterlagen geben da auch nix näheres her, aber gerade bei Magazinen muß man vorsichtig sein, da gibts generell viele Nachbauten.


    Was ich sicher sagen kann das eine Stempelung "P38" schon mal verdächtig ist, korrekt ist "P.38" und die sind NUR auf dem Rücken der Mags.

    Weiters sind Originalmagazine immer zweifarbig da der obere (Lippen-)Bereich) gehärtet wurde.

    Jvd = Erste Nordboehmische Metallwarenfabrik, Adolf Roessler, Niedereinsiedel, Sudetenland


    My 2 cents.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • So, nochmals ich

    Wie gesagt, will ich nicht nur Fragen stellen, sondern auch Resultate und Erkenntnisse zeigen, mitteilen.


    Betreff Bücher habe ich diese zwei gefunden. Speziell auf Magazine und Griffschalen

    Unbenannt.JPG  Unbenannt1.JPG


    selbstverständlich gibt es noch diverse Bücher über die P38 im Wehrmachtsbereich.


    Die Kennzeichnung aller Waffen und der Zubehör-Teile (wie z.B. der Magazine) mit der jeweiligen Modellbezeichnung wurde erst 1941 angeordnet.

    okei, Danke für die Info



    Was ich sicher sagen kann das eine Stempelung "P38" schon mal verdächtig ist, korrekt ist "P.38"

    War mir auch immer Verdächtig, so mit dem Hintergedanken neuere Mags als WH zu verkaufen zur Gewinnoptimierung.

    Wurde leider, oder zum Glück eines besseren belehrt. Beide Schreibweisen wurden verwendet. Ob parallel oder einer als Vorläufer und dann abgelöst durch andere Schreibweise, oder Hersteller abhängig, entzieht sich noch meinen Kenntnissen. Bleibe aber dran und gebe Feedback

    Weiters sind Originalmagazine immer zweifarbig da der obere (Lippen-)Bereich) gehärtet wurde.

    guter Tipp, Hinweis, werde das im Auge behalten. Hatte ich so noch nie gehört



    da findest du alles rund um die P38 und Zubehör...

    super Link, zwar Englisch, aber mit viel Fantasie und noch mehr Google Hilfe sehr guter Link


    Hier noch ein weiterer Link der sich mit der P38 und deren Magazinen befasst


    http://pistole38.nl/p38-accessories/p38-magazines




    Gruss Michi

  • Hallo zusammen


    Wie versprochen melde ich mich nochmals mit meiner Frage.

    Finde Themen mit Fragestellung ohne Befund was es nun ist oder nicht, oder ob keine Antwort gefunden wurde , so unfertig.

    Darum, siehe unten


    Nach einigen langen Nächten, habe ich doch einiges über die Magazine der P38 während der Zeitspanne der bösen Naziweltherrschaft, heraus gefunden.

    Um jetzt hier jedes Detail, Variante und Kombination aufzulisten wäre aber der wahre Irrsinn. Auch ohne Corona.


    Meine Fragestellung war ja darauf begründet das ich ein Magazin P.38v in der Sammlung habe, und mehr darüber herausfinden wollte.

    Bei der Stempelvariante P.38v

    P.38v.PNG

    kann es sich um ein Magazin von Walther im Zeitraum ca Anfangs 43 bis etwa Ende 44 handeln. Hat das Magazin auf dem Magazinrücken einen WaA Stempel, Adler über WaA359 ist es eine Militärvariante, ohne den Adler kann es sich um eine Privatvariante handeln. Wobei ich überrascht bin das in diesem Zeitraum noch Armeepistolen in den Privatverkauf gingen.

    Hier waren die Schweizer cleverer, die haben zB auf ihren P210nern einfach ein P oder A mit eingestanzt.:f_ch:


    Eine weitere Möglichkeit ist, das es sich dabei um ein späte 44 Mauser Version handelt.

    Es ist zu sagen das auch Mauser diese Stempelart P.38v genutzt hat, und zwar im Zeitraum von 43 bis irgendwo im 44. Diese sind am Anfang zusätzlich auf dem Mag.-rücken mit Adler 135 gestempelt und wechselten dann auf Adler WaA135 und ab 44 P Block gar nichts mehr. Nur noch P.38v seitlich. Leider fand ich dazu keine detailierte Angaben oder Bilder und Infos.

    Klar werden jetzt die Privaten Walther für teures geld als seltene Mauser Varinaten verkauft.


    Beide, Mauser wie Walther haben dann nach denn Zeitraum 44 die P.38v Variante umgestellt auf P.38v U

    Dazwischen lief auch noch bei Walther eine Variante mit P.38 V ac

    Eine never ending Story. Dazu kommen noch die gemischten varianten durch Engpässe mit X Mischmöglichkeiten. Sprengt aber diesen Rahmen.


    Falls doch jemand noch Anmerkung Fragen oder Korrekturen hat... einfach los und sich melden


    Ansonsten auf ein andermal, werde sicher auch noch die eine oder andere P38 in nächster Zeit hier zeigen


    gruss Michi

  • Hier waren die Schweizer cleverer, die haben zB auf ihren P210nern einfach ein P oder A mit eingestanzt.:f_ch:

    Im Krieg gab es auch da ganz wenige Ausnahmen; beispielsweise wurden viele Pistolen 06/29 aus der Privatserie im Luftschutz (= Armee) eingesetzt, d.h. die Armee hat auch diese Waffen bezogen.

    Ein "A" gab es erst ab 1949 mit Einführung der P49 (SIG P210). Vorher hatten die Armeeversionen einfache eine Nummer ohne Präfix, die Privatversionen hatten eine Nummer mit "P"-Präfix, wobei das "P" integraler Bestandteil der Nummer war. Ein nachträglich gestempeltes "P" zeigt ja dann an, dass die ehemalige Armeewaffe ins Eigentum des Soldaten übergegangen ist.


    Aber Peanuts *g*


    Danke für den spannenden Artikel und den Infos zu den P38-Magis.

  • ... Wobei ich überrascht bin das in diesem Zeitraum noch Armeepistolen in den Privatverkauf gingen. ...

    Da liegt ein gedanklicher Fehler vor. Die Armee bestellte Waffen. Diese Waffen und das Zubehör wurden von der Armee abgenommen und entsprechend gestempelt. Der Hersteller wurde codiert angegeben.

    Alles was nicht "Armee" war, war per definition "privat", d.h. auch Bestellungen der Polizei, Feuerwehr, Luftschutz ... galten als "privat".

    Ob diese Bestellungen nachher tatsächlich an den Besteller gingen oder die gesamte Lieferung von der Armee beschlagnahmt wurde, ist dabei eine ganz andere Frage.

  • Da liegt ein gedanklicher Fehler vor. Die Armee bestellte Waffen. Diese Waffen und das Zubehör wurden von der Armee abgenommen und entsprechend gestempelt. Der Hersteller wurde codiert angegeben.

    Alles was nicht "Armee" war, war per definition "privat", d.h. auch Bestellungen der Polizei, Feuerwehr, Luftschutz ... galten als "privat".

    Ob diese Bestellungen nachher tatsächlich an den Besteller gingen oder die gesamte Lieferung von der Armee beschlagnahmt wurde, ist dabei eine ganz andere Frage.

    Okei, danke für den Hinweis mit Privat und deren Aufklärung. Hier war mein Gedanke effektiv Privat-Privat, und nicht Polizei, Luftschutz etc

    Sehr gute Info. Danke


    Im Krieg gab es auch da ganz wenige Ausnahmen; beispielsweise wurden viele Pistolen 06/29 aus der Privatserie im Luftschutz (= Armee) eingesetzt, d.h. die Armee hat auch diese Waffen bezogen.

    Ein "A" gab es erst ab 1949 mit Einführung der P49 (SIG P210). Vorher hatten die Armeeversionen einfache eine Nummer ohne Präfix, die Privatversionen hatten eine Nummer mit "P"-Präfix, wobei das "P" integraler Bestandteil der Nummer war. Ein nachträglich gestempeltes "P" zeigt ja dann an, dass die ehemalige Armeewaffe ins Eigentum des Soldaten übergegangen ist.

    Toller kleiner Einblick in die CH Waffengeschichte. Gefällt mir. Thx für diese Aufklärung