.357MAG mit LOS 180gr FP und 6,6gr N340 OAL 40,22mm Magtech Hülse und Fiocc SP Zündi + guter Tapper

  • Grüss euch,

    diese Ladung habe ich mit meinem 6'' Python geschossen mit folgenden Geschwindigkeiten m/s gemessen: Aufgelegt auf Sandsack.


    281 281 267 268 281

    281 275 274 262 264

    270 266 282 265 270


    Das Gordon Programm errechnete 331 m/s ?!


    Manche Löcher lagen sehr eng beieinander aber trotzdem waren sie in Summe über das Schwarze vom Spiegel auf 25M verteilt.


    So sah der Tapper auf dem Geschoss aus.


    Was könnte hier falsch laufen? Ich muss noch sagen, dass ich die Kugel gesetzt und gleichzeitig den Tapper gemacht habe.


    LG


    bigbuck

  • Was könnte hier falsch laufen? Ich muss noch sagen, dass ich die Kugel gesetzt und gleichzeitig den Tapper gemacht habe.

    Genau das !

    Gilt gemeinhin nicht als besonders gute Verfahrensweise und bei allem was nicht Mantelgeschoß ist, schon gar nicht.


    Die Ladung ist absolut in Ordnung und auch kein "Hammer" - also reicht da auch ein leichter Tap(!)er Crimp völlig aus - nur diesen eben separat setzen.

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Da glaub ich mal garnix von. Welchen Unterschied soll denn ein separat gesetzter Taper machen?

    Sein LOS Geschoss hat keine Crimprille, der Crimp wird ein leichtes anlegen des Hülsenmundes sein, mehr nicht. Ob derlei am Ende des Setzvorgangs passiert oder separat, ist nachweislich Hose wie Jacke.


    Der Themenersteller kann gern zwei getrennte Arbeitsgänge draus machen und nochmal messen. Es wird sich nix ändern. :sla:


    Ist kein Vorwurf bigbuck007 , aber Kurze Püster auf Sandsäcke auflegen geht zum Speed messen ganz gut, um wirklich die Präzision der Ladung auf 25m rauszukriegen taugt es nicht. Um derlei sicher rauszufinden müsste dein Sechschüsser am besten eingespannt oder wenigstens auf fest montierte Auflagen gelegt werden. Wenn ich mit meiner 32er Experimente mache krieg ich aus der Hand geschossen engere Schussbilder hin als provisorisch aufgelegt.

    Gibt spezielle Einspann- und Einschießvorrichtungen für sowas. Alles andere ist ungenau.

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Hallo zusammen,


    Setzen und Crimpen in einem Arbeitsgang halte ich auch für nicht optimal, aber das ist hier nicht die Frage! Der Themenstarter fragte zum einen nach der Abweichung zwischen den berechneten und den gemessenen Geschwindigkeiten und zum anderen nach den Präzisionsproblemen.


    Zur Geschwindigkeit:


    Naja die Unterschiede sollte sich ein erfahrener Wiederlader schon erklären können. Hier mal ein paar Gründe: Die Programm selbst, bzw. die dort verwendeten Daten für Pulver und Komponenten, der Unterschied der Geschwindigkeitsangabe (SW errechnet V0, real misst man eher V3 oder V5), die SW rechnet nur so gut, wie man sie auch füttert. Sind die Daten der Waffe korrekt angegeben? Der Trommelspalt hat bei Revolvern einen massiven Einfluss auf die umgesetzte Leistung. Solche Effekte können so einfach von einer SW nicht berücksichtigt werden....Von DEVA Messungen aus Messläufen z.B. aber auch nicht. Messtoleranz deines Messmittels sei hier auch noch angefügt. Diese ganzen Faktoren sorgen in der Summe dafür, dass du zwei unterschiedliche Ergebnisse erhältst.


    Wenn ich bei mir mit QL alles korrekt eingestellt habe, kommt auch ziemlich genau das dabei heraus, was ich real auch gemessen habe.



    Zur Präzision:


    Na hier geht es doch nur über Ladeleitern. Da braucht es einen sehr guten und erfahrenen Schützen oder eine Ransom mit passendem Adapter. Dann kann man für den individuellen Revolver die maximal präzise Ladung ermitteln. Aufgelegt auf einem Sandsack geht auch, wenn man das richtig macht, aber hat natürlich Einschränkungen, wie oben schon erwähnt.



    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Danke für eure Hinweise,


    am Samstag schieße ich 6,6 6,8 7,0 7,2 7,4 gr N340 Geschoss gesetzt und dann erst getappert. Die OAL wird knapp so lange, wie die Trommel lang ist.


    Diesmal setze ich mich auf einen Stuhl, stelle einen zweiten Stuhl auf den Schützentisch, und halte den Revolver mit beiden Händen, die auf dem Stuhl aufliegen..Kein Sandsack mehr. So könnte ich mir eine vertikale Schützenstreuung noch vorstellen jedoch horizontal müsste ich doch ziemlich genau halten können


    Oh wie liebe ich dieses Ausprobieren :-)


    LG


    bigbuck

  • Genau so, d a s ist das Salz in des Patronenbauers Süppchen.

    Ob du deinen Taper in einem Arbeitsgang am Ende des setzens machst oder hinterher separat und extra - einerlei. Kannst viell. mal eine etwas längere L6 von 40,5 probieren. Achte nur drauf das dein Crimp die Pille nicht allzu sehr einschnürt, möglichst garnicht. Wenn ich mir dein Geschoss so ansehe ...


    Finde deine gemessene Geschwindigkeit übrigens garnicht so schlecht. Miss mal Werksmuni., wirst dich wundern.


    7,4 grs N340 werden deine Waffe nicht sprengen, kannste probieren. Hörte persönlich allerdings bei 7 auf. Reicht völlig, um die 9,5 zu halten auf 25m. Ich rechnete mir den geforderten MIP aus und blieb da mit etwas Reserve drüber, feddich. Man versucht eine Balance anzustreben, der Crimp der die Geschosse einerseits fest genug hält das sie nicht in der Hülse nach vorn rutschen - und sich andrerseits nicht allzu sehr deformieren, was der Präzision abträglich wäre.

    Aber so isses bei Pillen ohne Crimprille in Magnumkanonen nunmal: einfach kann jeder.

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Da glaub ich mal garnix von. Welchen Unterschied soll denn ein separat gesetzter Taper machen?

    Dann bist Du ganz einfach nicht auf dem Stand der Dinge i.S. Wiederladen

    :sla:


    Davon wird in jeder Fachliteratur abgeraten und deshalb kann es jeder nachlesen.


    Das es auch anders geht ist deswegen nicht ausgeschlossen,

    aber

    den Unterschied zwischen "geht" und "besser" sollte man spätestens dann in Erwägung ziehen,

    wenn man, so wie hier der Themenstarter, Probleme hat und nach Ursachen sucht.

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

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    (Mark Twain)

  • Weisst du was Murmel fragen würde??


    "Schießt du schon oder crimpst du noch??"


    Anschließend zög er die Kampfcrimper von vorne gehörig durch den Kakao - und hinten wieder raus. :bud:

    Darauf einen Pastis. Prost, alter Druide ... :drink:

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Wegen den Crimp:


    Es geht eigentlich "nur" um die Haltbarkeit der Hülse, beim Geschoss setzen und gleichzeitig Crimpen beansprucht den Hülsenmund um einiges mehr

    als separat crimpen. Gab in der Caliber da eine schöne Testreihen (Wiederladen der .357 Magnum).

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Ich hatte aber schon etwas das Gefühl, dass bei dem Gleichzeitigen irgendwas etwas "gequetscht" wurde. Beim Getrennten hatte ich das Gefühl nicht so.


    LG


    bigbuck

  • Ich hatte aber schon etwas das Gefühl, dass bei dem Gleichzeitigen irgendwas etwas "gequetscht" wurde. Beim Getrennten hatte ich das Gefühl nicht so.

    Da täuscht dich dein Gefühl nicht. Ich wiederhole mich gern und rate nochmal grundsätzlich zu getrennten Arbeitsgängen bei Tapercrimp.

  • Es geht eigentlich "nur" um die Haltbarkeit der Hülse, beim Geschoss setzen und gleichzeitig Crimpen beansprucht den Hülsenmund um einiges mehr

    bigbuck007 hat Dir bereits die Antwort gegeben, daß es eben nicht nur darum geht !


    Außerdem habe ich bereits in Beitrag No. 2 im ersten Satz schon darauf hingewiesen, daß man tunlichst auch noch zwischen Mantelgeschossen und Anderen unterscheiden sollte

    und

    jenska hat völlig zurecht in Beitrag No. 3 auf die Aussagekraft des Bildes hingewiesen !


    Ich erspare es mir, jetzt irgend ein beliebiges Zitat von Murmel (RIP) dazuzusetzen, denn er hatte für jede Situation was Passendes auf Lager ;),

    aber

    es gibt einfach einen Unterschied, zwischen dem Zusammenstopfen einer Patrone die "auch fliegt" und dem qualitätsoptimierten Wiederladen .

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

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    (Mark Twain)

  • Jepp.


    Beim gleichzeitigen Setzen und Crimpen ist die Matrize sehr exakt einzustellen. Ansonsten kommt es dazu, dass man (ich will es mal so sagen) schon mit dem Crimpen anfängt, wenn man mit dem Setzen noch nicht fertig ist. das führt (wenn man das extrem hat) dazu, dass die Hülse im oberen Bereich leicht aufbaucht. Hat die Pistole dann keine Wurfpassung, führt das am Ende zu Störungen, weil die Pistole nicht mehr verriegelt.


    Je stärker der Crimp ausgeführt werden soll, desto genauer muss die Matrize positioniert sein, um das Problem zu umschiffen. Das gilt natürlich auch für das Hülsenmaterial, dass in der Wandstärke natürlich nicht variieren darf, soll der Ladevorgang mit gemeinsamen Setzen und Crimpen nicht schief gehen. In Mehrstationenpressen wird um Übrigen eh getrennt gesetzt und gecrimpt, dafür haben die anständigen ja schließen einen entsprechenden Montageplatz für die Crimpmatrize.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


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  • In Mehrstationenpressen wird um Übrigen eh getrennt gesetzt und gecrimpt, dafür haben die anständigen ja schließen einen entsprechenden Montageplatz für die Crimpmatrize.

    Eben !


    Außerdem könnte man noch viel einfacher argumentieren:

    Wäre es wirklich belanglos, würden sich die separaten Crimpmatrizen nicht auf breiter Front bei allen Anbietern durchgesetzt haben.


    Zwar ist nicht alles Angebotene immer sinnvoll - aber in dem Fall schon !

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    (Mark Twain)

  • Auf meiner Mehrstationenpresse wird auch seperat getapercrimpt. Hängt einfach damit zusammen das ich sowieso 4 Stationen frei habe und (!) die Tapercrimpmatritze eh extra angeschafft werden muss.

    Bei allen mir bekannten 3-teiligen Matrizensätzen für Kurzwaffenkaliber ist die Setz- auch gleichzeitig Rollcrimpmatritze. Die Amis lieben die nunmal. Gibt Sorten, wie z.B. .32-20 oder .38-40, wenn mich nicht alles täuscht auch die .44-40 - zumindest verwende ich da keine, da gibts sogar n-u-r 'nen Rollcrimp. Vielleicht noch Factory Crimp. Zumindest im Falle .44-40.


    Hab selbst bei den Oldie-Kalibern meine Produktion inzwischen allesamt auf die Mehrstationenquetsche umgestellt, und: Corona, ähh Jehova !! setze u. crimpe ich in einem Arbeitsgang. Glaubt nicht ich tät derlei, wenn es mechanisch nicht einwandfrei einzustellen ginge. Wer sich's freilich nicht zutraut weil er zwei linke Hände hat - okay - der setzt eben zuerst und braucht seine Matrize später nochmal zum grimben. Wem's jefällt... :sla:


    Auf die Eingangsfrage bezogen um die es hier allerdings ging, ... ist es reine Haarspalterei - und jehüppt wie jesprungen.

    Je mehr ich vom guten Dickdan007 lese, je mehr beschleicht mich der Virus, ähh das Gefühl, er schnürt seine Geschosse ganz einfach zu sehr ein. Was schlecht ist, aber freilich zu beweisen wäre.

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Ist zwar oT, aber:


    Bei allen mir bekannten 3-teiligen Matrizensätzen für Kurzwaffenkaliber ist die Setz- auch gleichzeitig Rollcrimpmatritze.


    Wie kommst du dadrauf? Mein .454 Casull Matrizensatz hat meine ich einen Rollcrimp, alle anderen KW-Sätze den TC.


    Gruß

    Frank

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  • Auf die Eingangsfrage bezogen um die es hier allerdings ging, ... ist es reine Haarspalterei - und jehüppt wie jesprungen.

    Je mehr ich vom guten Dickdan007 lese, je mehr beschleicht mich der Virus, ähh das Gefühl, er schnürt seine Geschosse ganz einfach zu sehr ein. Was schlecht ist, aber freilich zu beweisen wäre.

    Den Verdacht hatte ich auch schon, sieht auch auf dem Bild recht heftig aus, die Geschosse haben keine Crimprille, die kann und sollte man nicht wirklich stark crimpen.