Frage zum Erwerb und sofortiger Vernichtung

  • Das ist ein sehr interessanter Aspekt. Mal sehen, wie es mein SB ansieht.


    Ist denn bei der Abgabe der wesentlichen Waffenteile durch den Verkäufer zur Vernichtung der Austrag aus der WBK kostenpflichtig oder kostenfrei?


    Das Landratsamt Reutlingen schreibt unter

    https://www.kreis-reutlingen.d…blish&item=service&id=886

    "Kosten/Leistung

    Für die Abgabe von Waffen zur Vernichtung fallen keine Gebühren an"


    Andererseits habe ich da auch folgende für mich nicht ganz klare Formulierung gefunden:

    "Waffenrecht: Waffenabgabe

    Besitzern von registrierten Schusswaffen in unserem Zuständigkeitsbereich, die ihre Waffenbesitzkarten zurückgeben und die Waffen und gegebenenfalls Munition zur Vernichtung abgeben möchten, bieten wir die Möglichkeit, dies (nach Vereinbarung eines Termins) kostenlos bei der Waffenbehörde des Landratsamt Reutlingen zu erledigen."

    Das könnte man auch so interpretieren, dass neben Waffen auch die WBK abgegeben werden müsste, damit der Austrag kostenfrei ist.


    Hintergrund der Überlegung: Wenn der Verkäufer einer Waffe bei der Abgabe der wesentlichen Waffenteile den Vorteil hätte, dass er keine Kosten für das Austragen aus der WBK hätte, sofern er dem Käufer nur die freien Teile überlassen würde, wäre dies ein Zuckerl, mit dem der Käufer, der nur auf die Teile aus ist, dem Verkäufer das Zerlegen schmackhaft machen könnte.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • 2. Punkt, mit dem man dem Verkäufer das Zerlegen und Abgeben der relevante Waffenteile schmackhaft machen könnte:

    Es fallen die Versandkasten von etwa 30 Euro weg. Diese Ersparnis könnte man sich mit den Verkäufer teilen.

    15 Euro für den Austrag gespart,

    + 15 Euro zusätzlich eingenommen für die eingesparten Versandkosten

    Der Verkäufer hätte beim Zerlegen als 15 Euro Mehrerlös!

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  • Klar, es gäbe bestimmt noch weitere, brauchbare Anregungen, wie zuvor bemerkt. Fakt ist jedoch, die Möglichkeit der kostenfreien Rückgabe zur Vernichtung einer Waffe nutzen zu können. Der statistische Hintergrund ist einfach, dass die Behörde wieder eine Waffe aus dem Verkehr gezogen hat und das macht sich gut.

    Ich selbst habe es schon praktiziert, besagte Waffe hatte einen Riss im Patronenlager und war somit als wirtschaftlicher Totalschaden unbrauchbar.

    Lauf, Verschluss und Griffstück habe ich vor der Abgabe zusammengebaut, Brauchbares zuvor demontiert. Danach wurde die Waffe aus der WBK ausgetragen und es gab einen Vermerk im zentralen Waffenregister. Das wars.

    Als Demokrat bin ich gegen alle, die Freiheit und Selbstbestimmung nehmen wollen, also gegen die Heuchler der grünen Verbotspartei.

    :bud:

  • Ich selbst habe es schon praktiziert, besagte Waffe hatte einen Riss im Patronenlager und war somit als wirtschaftlicher Totalschaden unbrauchbar.

    Lauf, Verschluss und Griffstück habe ich vor der Abgabe zusammengebaut, Brauchbares zuvor demontiert. Danach wurde die Waffe aus der WBK ausgetragen und es gab einen Vermerk im zentralen Waffenregister. Das wars.

    Wenn Du jetzt noch schreibst ob Anspruch auf diese Art der Abwicklung besteht und wo man das ggfs. nachlesen kann.

  • Nur muss die Waffe erst in deine WBK eingetragen sein.


    Kauft man eine Waffe, lässt der Verkäufer diese aus seiner WBK austragen.

    Der Käufer muss diese dann eintragen lassen. Da gibt es keine Abkürzung.

    Wenn Du das schreibst dann ist das so,


    Dann muss der Erbe der eine Waffe abholen lässt erst eine WBK beantragen damit die Waffe ohne Abkürzung ein und ausgetragen wird.

  • Wenn Du jetzt noch schreibst ob Anspruch auf diese Art der Abwicklung besteht und wo man das ggfs. nachlesen kann.

    Kann ich leider nicht mit dienen, Johann! Eine entsprechende, mit dem Waffen Gesetz vereinbare Verwaltungsvorschrift gibt es ganz sicher, sonst würde keine Behörde diesen Akt ausführen. Da Ländersache, sind wohl Abweichungen möglich. Wie es sich diesbezüglich bei dir verhält, erfragst du am besten bei deiner zuständigen Verwaltung. Diese Möglichkeit gibt es auf meine Anfrage von neulich definitiv noch. In Kürze werde ich meine Leuchtpistole cal 4 dort kostenfrei austragen und entsorgen. Da es bei EGun kaum noch etwas dafür gibt, werde ich mir wegen der paar € den Aufwand mit einem Verkauf nicht geben.

    Als Demokrat bin ich gegen alle, die Freiheit und Selbstbestimmung nehmen wollen, also gegen die Heuchler der grünen Verbotspartei.

    :bud:

  • Heute würde das geänderte WaffG im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.


    Damit ist alles offen, denn keiner weiss, wie es verwaltungstechnisch weitergehen wird.


    Hat man schon 10 oder mehr Waffen auf Gelb, dürfte es noch schwieriger werden, mal beispielsweise einen Perkussionsrevolver zum Ausschlachten zu erwerben, dessen waffenrechtlich relevante Teile man dann innerhalb der Anmeldefrist zur Vernichtung abgibt.

    Also müsste man den Verkäufer dazu bewegen, die Waffe selbst auszuschlachten, und die restlichen Teile zur Vernichtung abzugeben.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Schwarzer Mann


    Das ist wohl so. Der Gestzgeber hat eben ganze Arbeit geleistet. Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr/Erhöhung der Sicherheit einmal mehr die Gruppe mit der schwächsten Lobby missbraucht, um ein populistisches (vermeintliches) Ziel zu erreichen.

    Das haben wir hier schon 100x diskutiert, und solange wir keine NRA hier haben, werden wir das auch zukünftig weiter diskutieren, nach jeder Gesetzesnovelle erneut.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr/Erhöhung der Sicherheit einmal mehr die Gruppe mit der schwächsten Lobby missbraucht, um ein populistisches (vermeintliches) Ziel zu erreichen.

    Das haben wir hier schon 100x diskutiert, und solange wir keine NRA hier haben, werden wir das auch zukünftig weiter diskutieren, nach jeder Gesetzesnovelle erneut.


    Gruß

    Frank

    Vollkommen richtig, @ Frank1000 dass ist unser Problem. Nach ISSF, der nix in diesem Sinne für uns macht, kommen die Nationalen

    • Bund der Militär- und Polizeischützen e.V.
    • Deutscher Schützenbund e.V.
    • Deutsche Schießsport Union e.V.
    • Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.
    • Kyffhäuserbund e.V.
    • Bund Deutscher Sportschützen e.V.
    • Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.
    • Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung e.V.
    • Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V.
    • Freie Schützen in Deutschland e.V.

    Wie vertreten die unsere Rechte? Anstelle von Zusammenarbeit spucken die sich missgünstig lieber gegenseitig in die Suppe. Persönlich erlebt anlässlich einer Tagung am letzten Sonntag. Schlimmer noch. So arbeiten die Verbände schön brav bei Verschärfungen des Waffengesetzes zu unserem Nachteil mit der Behörde bei deren Umsetzung zusammen. Es wird uns bei jeder Gesetzes- Änderung zu unserem Nachteil wieder ein Stück Freiheit und Recht auf Waffenbesitz genommen. So wie die letzte, schwachsinnige Änderung/gen absolut nichts mit der Verhinderung irgendwelcher Verbrechen mit Waffen zu tun hat. Vorgehen gegen illegale Waffen ist ja politisch gesehen unbequem, weil eihergehend damit dieses Problem offen zu Tage käme. Dann lieber bei nächster Gelegenheit gegen Legalwaffenbesitzer. Die wehren sich nicht und man weiß, wo sie zu finden sind.

    Leider gibt es nur wenige, kompetente Interessen- Vertreter der Legalwaffenbesitzer. Ich nenne hier u.A. Katja Triebel. Schön wäre ein Zusammenschluss in diesem Sinne aller Verbände zur Sicherung unserer Interessen und Rechte. Sonst gibt es irgendwann unsere Sportgeräte nur noch in Form von einschüssigen Kleinkaliber- Waffen, die nach grünem Wille Zentral- und nicht mehr zu Hause gelagert werden dürfen. Nebenbei: Keine Partei, auch nicht die FDP vertrat bislang unsere Interessen. Da bleibt eben nur eine Partei, deren Mitglieder allerdings per se ja Nazis sind. Soweit sind wir. ::Bumm::

    Als Demokrat bin ich gegen alle, die Freiheit und Selbstbestimmung nehmen wollen, also gegen die Heuchler der grünen Verbotspartei.

    :bud:

  • .... Dann lieber bei nächster Gelegenheit gegen Legalwaffenbesitzer. Die wehren sich nicht und man weiß, wo sie zu finden sind...

    Deren Anzahl ist nebenbei auch viel überschaubarer...


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Sonst gibt es irgendwann unsere Sportgeräte nur noch in Form von einschüssigen Kleinkaliber- Waffen, die nach grünem Wille Zentral- und nicht mehr zu Hause gelagert werden dürfen.


    Auch das nicht, denn aktuell arbeitet die EU (ECHA) an einem Bleiverbot......ohne Worte.....

    Aber vielleicht führt das beim DSB vielleicht einmal zur Einsicht, dass man nicht unantastbar ist mit dem LG und KK geplinke und vielleicht einmal mehr mit den anderen Verbänden kooperieren sollte.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Das mag sein, dennoch ändert es nichts dran, dass der DSB als größter Verband in diesem Bereich eigentlich Vorangehen und sich nicht in vermeintliche Konkurrenz zu den anderen Verbänden begeben sollte.


    Aber alleine die Aussage, "dass es sonst noch viel schlimmer gekommen wäre" zeigt für mich doch, wie klein wir uns haben durch den Staat machen lassen und wie geduldig wir es wieder und wieder hinnehmen, dass einzelne Gutmenschen den Liberalismus in diesem Staat aushebeln, im konkreten Fall, wiederholt zu unseren Lasten.


    Mich wundert inzwischen nicht mehr, dass die extremen Ränder in der politischen Landschaft immer stärker werden, sowie die Politikverdrossenheit immer mehr zunimmt. Aber das ist eine andere Diskussion und hier oT.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Das mag sein, dennoch ändert es nichts dran, dass der DSB als größter Verband in diesem Bereich eigentlich Vorangehen und sich nicht in vermeintliche Konkurrenz zu den anderen Verbänden begeben sollte.

    Hat er das?

    Oder haben die anderen Verbände gemeint, sie kommen ohne DSB aus?


    Der DSB ist vorangegangen, die anderen Verbände sind halt stehengeblieben.


    Zahlst du eigentlich Kohle an Prolegal oder GRA?

    Wenn du mit dem Geld mit deiner Frau Essen gehen würdest, hättest deutlich mehr davon.




    Aber alleine die Aussage, "dass es sonst noch viel schlimmer gekommen wäre" zeigt für mich doch, wie klein wir uns haben durch den Staat machen lassen und wie geduldig wir es wieder und wieder hinnehmen, dass einzelne Gutmenschen den Liberalismus in diesem Staat aushebeln, im konkreten Fall, wiederholt zu unseren Lasten.

    Eine Petition, die eigentlich genügend Unterschriften hatte, interessierte keinen.

  • Um einen Bundestagssitz zu erringen, waren bei der Bundestagswahl 2013 etwa 60.000 Stimmen von Wähler/-innen nötig.


    Die Rechnung ist ganz einfach: reicht eine Berücksichtigung von 50.000 Unterzeichnern einer Petition, um auch nur ein Mandat mehr zu bekommen?


    Und dabei sind sicher nicht alle Unterzeichner der Petition Wechselwähler, die man auch hinzugewinnen könnte?


    Und wie viele würde man verlieren, wenn man der "Waffennarren" nachgeben würde?


    Noch Fragen?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.