Horus Absehen für Longrange

  • Nach einiges Diskussionen und augelöst durch eine Frage einer Besucherin unserer Homepage habe ich mich durchgerungen zum Thema Horus Absehen und der Art, wie wir Longrange Schiessen betreiben, Stellung zu nehmen.

    Gruss

    Eule


    https://mittelkaliber.ch/das-horus-dilemma/

    Ich schiesse gerne und viel, auf kurze und sehr lange Distanzen, mit grossen und kleinen Kalibern und am liebsten mit Freunden. Ich schiesse weil es mir Freude bereitet und nicht weil ich Angst habe.

  • Nun, ich bin mit dem Absehen immer sehr gut zurecht gekommen.


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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Hallo Eule,


    was meinst Du denn konkret mit "das Horus-Absehen"?

    Alle Absehen mit Tannenbaum-Form?


    Horus hat ja über die Jahre sicher 15 verschiedene Absehen für Zielfernrohre und Spektive entwickelt und den ZF-Herstellern.


    Ich habe derzeit ein Horus Tremor 3- Absehen im "LR-Zielfernrohr" und ein Horus H32 im Spektiv. Bisher habe ich aber nur bis 900 m geschossen.

    Dort, wo ich in Zukunft häufiger die Chance habe zu schießen, hat man es mit relativ schnell wechselnden und auf-/abflachenden Winden von der Seite zu tun. Wir haben es bei unserem Instruktor da so gelernt, nur die Höhe einzuclicken und die Seitenabweichung nach Maßgabe des Spotters übers Absehen zu korrigieren.

    Mir als nicht allzu erfahrenem Spotter fällt die Ansage durch das Gitternetz im Spektiv leichter.

    Für Schützen-Neueinsteiger ist das Tremor 3 schon fordernd. Insbesondere die Marken für bewegte Ziele bleiben auch auf Dauer ein verwirrendes Element. Hier ist ein Tremor 2 oder MSR2 doch einfacher.


    Daneben schieße ich noch Precision Rifle Speedsteel. Dabei hast Du keine Probeschüsse und das ZF kannst Du nur nach Gefühl & Erfahrung voreinstellen. Die Parallaxeeinstellung & Korrekturen machst Du erst, wenn die Zeit läuft, in der Regel 150 - 180s für zehn Schuß auf zehn verschiedene Ziele, auch mal auf unterschiedliche Entfernung. Da hilft der Tannenbaum schon sehr für schnelle Korrekturen.

  • ja, für mich bringt der Tannenbaum eher Nachteile beim Longrange Schiessen wie wir das betreiben. Heisst nicht, dass man damit nicht LR schießen kann, aber ich hab lieber ein aufgeräumtes Absehen.

    Ich treffe immer wieder Schützen, die die Funktion ihres Abdehens und der darin befindlichen Informationen nicht kennen. Und dann bringt ein vollgepacktes Absehen noch weniger.


    Beim Spektiv ist eine Strichplatte auch was sehr angehmes, aber auch hier reicht mir wenig. Ich kann sehr gut abschätzen ob der Schuss z.B. 14 klicks nach recht korrigiert werden muss, auch wenn ich nur alle 5 klicks wine Einteilung habe.

    Ich würde aber ein Spektiv mit Tannenbaum jedem Spektiv ohne Strichplatte vorziehen.


    Beim Schiessen auf Ziele bis 800m sehe ich den Tannenbaum absolut. Ich persönlich habe die Grenze bei 500m gesetzt und schiesse mit einem ballistischen Absehen. In meinem Elcan DR 1/4 habe ich keine mrad, sondern direkt die Weitenangaben. Das genügt mir für einen schnellen Schuss. Im Notfall geht auch noch 600 bis 800, grosse Kippscheiben kann mit mit S4G Technik noch treffen.

    Unter 500m spielt der Wind bei meiner 308 auch nicht die grosse Rolle, ist er klar spürbar halte ich einfach an den rivmchtigen Rand des Zieles an.


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    Jeder wie es für ihn passt. Leider stehen viele Einsteiger dann bei uns auf dem Platz, möchten z.B. 1350m schiessen und der Tannenbaum bringt nicht viel.

    Gruss

    Eule

    Ich schiesse gerne und viel, auf kurze und sehr lange Distanzen, mit grossen und kleinen Kalibern und am liebsten mit Freunden. Ich schiesse weil es mir Freude bereitet und nicht weil ich Angst habe.