​Zündprobleme VL Scheibengewehr (Piston zu)

  • Die Geschosse bekomme ich von einem Mannschaftskollegen und sind leicht mit einem Balsam/Fett eingeschmiert.

    Na ja, Minnies sollten wie alle anderen VL Geschosse gut gefettet sein.

    Zu wenig oder falsches Fett führt gerade bei SP zu trockenen Rückständen und Deine Bezeichnung "Schlacke" geht irgendwie in die Richtung.

    Ob das nun tatsächlich hier in dem Fall zutrifft läßt sich, wie das ganze Problem überhaupt, per Ferndiagnose einfach nicht richtig klären.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Das glaube ich für SP nicht.

    Das ist m.E. ein Problem, das bei Nitro, nicht aber bei SP entstehen könnte.

    Tja - beweisen kann ich´s auch nicht. Also, ich hab ja z.B. ne Tryon von Pedersoli - und die zeigt exakt die Problematik (bei CH2 später, bei Wano früher), die hier geschildert wird. Sitzt die Pille nicht stramm genug im Lauf, ist nach spätestens 15 Schuss finito. Dann muss die Revisionsschraube raus. der Weg zum Pulversack freigepopelt werden und erst dann geht´s weiter. Da hilft auch kein putzen nach jedem Schuss, weil man sich einen Teil von dem ganzen Dreck natürlich vor den Zündkanal schiebt

    Hab ich aber ne stramme Ladung am Start, egal ob Kugel oder Maxi oder Real, läuft die, bis das Pulver alle ist. Zündet wirklich augenblicklich, setzt wenig Brand an und ist hoch präzise. Meine These ist die, dass durch das höhere "Startmoment" der Gasdruck und die Verbrennungstemperatur deutlich größer ist als bei Luschiladungen. Und diese Umgebung bewirkt eine saubere Umsetzung des Pulvers.

  • Als ich noch mit einer Tryon unterwegs war hatte ich das selbe Problem, Piston war häufig zu. Nach dem ich dann auf Magnum Zündhütchen gewechselt hatte war das Problem nicht mehr vorhanden.

    Erkenntnisse von Heute sind bereits Morgen von Gestern

  • Fortsetzung, endlich...

    Nach längerer Abstinenz und Montage bin ich zum schießen gekommen. Die Tipps weitestgehend umgesetzt.

    ☆ Geschoss gefettet, lässt sich auch besser laden

    ☆ bei dem Piston mit einem kleinen Trichter (Bohrung) am Ende bleibt es auf und ist nicht wie zugelötet

    ☆ beim durchwischen geht die Luft auch durch das Piston, ist frei

    ☆ ab und an trotzdem wieder die Ausfälle oder verzögerte Zündung

    ☆ hab auch 4 Grain höhere Pulvermenge und die + Zündhütchen

    ☆ hab die Vermutung dass ich zu tief wische und somit mit Dreck den Zündkanal zu mach... Aber wie tief ist richtig?

    Denke der nächste Weg wird der Büchsenmacher sein, Schwanzschraube runter und checken !

    Bisher mal thanks für eure Tipps auch weiterhin. Wen hab ich als Büchsenmacher der sich mit VL auskennt im Raum Reutlingen/ Stuttgart?

    Bis denn...


    VG Uwe

  • ☆ hab die Vermutung dass ich zu tief wische und somit mit Dreck den Zündkanal zu mach... Aber wie tief ist richtig?


    VG Uwe

    Hi Uwe


    Du setzt deine Ladung, nach den setzen führst du den Reinigungsstab mit Patch ein, an der Mündung makierst du mit einen Edding

    den Stab damit hast du deine richtige Höhe.


    Noch einfacher ist es wenn du die SP Ladung mit einen Pulvertrichter einfüllst, danach das gefettete Geschoss, und danach erst durchwischen tust.


    Das Patch darf nur feucht und nicht nass sein.


    Probiere es einfach aus, dass letzte was du wahrscheinlich benötigst ist ein Büchsenmacher

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Wahrscheinlich hat Laufleuchte nicht so unrecht... :S


    meinst du den Beitrag?

    Tja - beweisen kann ich´s auch nicht. Also, ich hab ja z.B. ne Tryon von Pedersoli - und die zeigt exakt die Problematik (bei CH2 später, bei Wano früher), die hier geschildert wird. Sitzt die Pille nicht stramm genug im Lauf, ist nach spätestens 15 Schuss finito. Dann muss die Revisionsschraube raus. der Weg zum Pulversack freigepopelt werden und erst dann geht´s weiter. Da hilft auch kein putzen nach jedem Schuss, weil man sich einen Teil von dem ganzen Dreck natürlich vor den Zündkanal schiebt

    Hab ich aber ne stramme Ladung am Start, egal ob Kugel oder Maxi oder Real, läuft die, bis das Pulver alle ist. Zündet wirklich augenblicklich, setzt wenig Brand an und ist hoch präzise. Meine These ist die, dass durch das höhere "Startmoment" der Gasdruck und die Verbrennungstemperatur deutlich größer ist als bei Luschiladungen. Und diese Umgebung bewirkt eine saubere Umsetzung des Pulvers.

    Das ist eine Variante die man definitiv ausprobieren könnte


    Was für eine Ladung benutzt du? (Pulver/Geschoss)

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • ... Hab ich aber ne stramme Ladung am Start, egal ob Kugel oder Maxi oder Real, läuft die, bis das Pulver alle ist. Zündet wirklich augenblicklich, setzt wenig Brand an und ist hoch präzise. Meine These ist die, dass durch das höhere "Startmoment" der Gasdruck und die Verbrennungstemperatur deutlich größer ist als bei Luschiladungen. Und diese Umgebung bewirkt eine saubere Umsetzung des Pulvers.

    Kann ich so nicht bestätigen. Ich schieße eine 45er Bristlen mit einem 292 Grain schweren Maxiball (3 Fettrillen) vor 30 Grain CH3 und VL-Zündhütchen von S&B. Ich wische nicht (brauche es für die 15 Schuss einer Serie auch nicht) und fette das Maxiball mit "Handcreme mit grünen Oliven", das preisgünstige Produkt (Eigenmarke) von Rossmann.
    Achso: Trotz der schwachen Ladung habe ich keine Zündprobleme.

  • Kann ich so nicht bestätigen.
    Achso: Trotz der schwachen Ladung habe ich keine Zündprobleme.

    So ist es !

    Habe jahrelang selbst drei verschiedene Tryon geschossen.


    Bei RK auf 50 Meter z.B. mit 25 grs CH Pulver, was nun wirklich eine sehr sanfte Ladung ist und hatte nie Zündprobleme.


    Das Problem muß ganz sicher ein Anderes sein, als die Ladungsstärke.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Erst laden und dann putzen. Also die Kugel setzen, in dem man bereits einen Patch auf dem Lappenhalter hat. Dadurch putzt man den Brand auf die Kugel und nicht in den Pulversack. Den Patch vorher leicht anfeuchten und gut ist es.


    Der Dreck wird dann mit rausgeschossen und der Zündkanal bleibt sauber...

  • Bei mir funktioniert das Vorgehen von Laufleuchte nicht.

    Wenn ich die Kugel setze, dann geht das bei stark verdrecktem Lauf so schwer, dass ich das Patch evtl. beschädige und der Schuss eine schlechtere Genauigkeit hat. Putze ich vorher, dann lässt es sich normal leicht laden und alles ist gut.

    Durch das Zwischenwischen hatte ich noch kein verdrecktes Zündhütchen.

    Waffe ist eine Pedersoli Tryon.

  • Also Leute, kurz und deutlich gesagt, ich denke, Ihr macht einfach irgend etwas falsch mit Eurer Fettung bzw. Pflasterbehandlung !


    Ein Gewehr das mit Pflasterkugel geschossen wird, braucht bei ordentlich abgestimmten Pflastern von guter Qualität und

    ordentlicher Schmierung schon gar kein Zwischenwischen, den der "Dreck" wird mit dem Pflaster ausgewischt.


    Bei Langgeschoß muß die Fettung stimmen, dann schießt auch das ohne Zwischenwischen.


    Hätten Eure Probleme die Ursache im fehlenden Zwischenwischen - dann gäbe es die Disziplin Dienstgewehr nicht, denn dort wird nicht zwischengewischt.


    Ich schieße z.B. auch eine .38 Dedinski, wische grundsätzlich nicht und der 40. Schuß setzt sich nicht härter als der 2.


    Wovon ICH allerdings längst weg bin, ist das ach so gelobte CH 2 - der Mist verbäckt nur zu harten Krusten und bringt NICHTS, was das CH 3 nicht besser kann !


    Das ist jetzt sicher auch kein Evangelium und Allheilmittel, aber ich komme längst ohne Zwischenwischen aus und die Literatur von früher

    bestätigt, daß es auch ohne geht.

    Muß aber jeder über Versuch und Irrtum für sich und seine Waffe(n) selbst herausbekommen.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Nur ganz wild herumtheoretisiert: Wenn die Schlossfeder sehr stark ist und der Hahn eine ungünstige Form hat, kann das (nicht nur, aber...) bei schwachen Ladungen zu verlegten Pistons führen. Weil der Druck durch die Schlossfeder das Zündhütchen fest am Piston hält, die ungünstige Form des Hahns für einen dichten Verschluss sorgt. und der Dreck einfach dort bleibt, wo er nicht mehr weiter kann. Wird das Zündhütchen leicht angehoben oder durch die Form des Hahns vorne angerissen, kann das Gas im relevanten Sekundenbruchteil entweichen.

    Könnte ich mir insbesondere dann als Faktor vorstellen, wenn das Problem hauptsächlich bei schwachen Ladungen auftritt.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • ... Putze ich vorher, dann lässt es sich normal leicht laden und alles ist gut. ...

    Waffe ist eine Pedersoli Tryon.

    Ob man durch das Wischen Zündprobleme verursachen kann, hängt von der Waffe ab. Bei Pedersoli-Waffen mit ihrem langen und schmalen Pulversack kann kaum etwas passieren. Bei Waffen mit einer Block-Schwanzschraube ohne Pulversack kann Putzen den Zündkanal verstopfen. Hier muss man genau aufpassen, wie tief man den Putzstock in den Lauf schiebt. Ein Anschlag, der die "Putztiefe" begrenzt, ist bei diesen Waffen sinnvoll.

    Die beste Lösung ist aber, man findet eine Kombination aus Geschoss, Fett und Pulver, die das Wischen zwischen den Schüssen überflüssig macht. Ob das geht, hängt aber auch von der Qualität des Laufes ab.